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	<title>Adenohypophyse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-24T13:40:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adenohypophyse&amp;diff=150261&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sulfanum: /* Literatur */ Link U. Welsch</title>
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		<updated>2024-04-18T17:53:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Link U. Welsch&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Gray1180.png|mini|Lage von Vorder- und Hinterlappen (hell- bzw. dunkelrot) der Hypophyse]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adenohypophyse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch-[[latein]]isch: &amp;#039;&amp;#039;Adenohypophysis&amp;#039;&amp;#039;) ist der drüsige ([[Endokrinologie|endokrine]]) und größere Teil der an der Basis des [[Gehirn]]s liegenden Hirnanhangsdrüse ([[Hypophyse]]) und besteht aus dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hypophysenvorderlappen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hypophysenmittellappen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hypophysenzwischenlappen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;lt;!-- . In: --&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Pschyrembel Klinisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Begründet von Willibald Pschyrembel. Bearbeitet von der Wörterbuchredaktion des Verlags. 255. Auflage. De Gruyter, Berlin 1986, ISBN 978-3-11-018534-8, S. 16.&amp;lt;/ref&amp;gt; Häufig wird „Adenohypophyse“ auch synonym mit „Hypophysenvorderlappen“ verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gesundheit.de/lexika/medizin-lexikon/hypophysenvorderlappen &amp;#039;&amp;#039;Hypophysenvorderlappen&amp;#039;&amp;#039;.] In: Roche-Lexikon Medizin.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Adenohypophyse produziert, gesteuert von Hormonen des [[Hypothalamus]], das Wachstumshormon sowie andere Drüsen (Schilddrüse, Keimdrüsen, Nebennierenrinde) kontrollierende Hormone. Sie geht entwicklungsgeschichtlich aus der [[Rathke-Tasche]] der Mundbucht hervor und wird somit oft nicht als ein Teil des Gehirns erachtet, im Gegensatz zur [[Neurohypophyse]]. Während der Hypophysenvorderlappen beim Menschen (und auch [[Paarhufer]]n) den vorderen Teil der Hypophyse darstellt, umgibt er bei einigen [[Säugetiere]]n (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Raubtiere]]n und [[Pferde]]n) die Neurohypophyse (Hypophysenhinterlappen) vollständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hypophysenvorderlappengewebe.JPG|mini|Lichtmikroskopisches Bild eines Gewebeschnittes aus dem Hypophysenvorderlappen in der PAS-Orange-G-Färbung, 200-fach vergrößert. Azidophile Zellen färben sich hier gelb-orange, basophile rot-violett und die chromophoben Zellen bleiben farblos.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau der Adenohypophyse ist typisch für eine [[endokrine Drüse]]. Hier werden zahlreiche [[Hormon]]e gebildet, die als Effektor- oder Steuerhormone wirken. Die Hormonproduktion der Adenohypophyse selbst wird wiederum durch [[Releasing-Hormone]] (&amp;#039;&amp;#039;Liberine&amp;#039;&amp;#039;) und [[Inhibiting-Hormone]] (&amp;#039;&amp;#039;Statine&amp;#039;&amp;#039;) des [[Hypothalamus]] sowie in der Regel durch die regulierten peripheren Hormone gesteuert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Adenohypophyse besteht aus drei Teilen:&lt;br /&gt;
* Der Vorderlappen (die &amp;#039;&amp;#039;Pars distalis&amp;#039;&amp;#039;) ist der vorderste Teil der Hypophyse. Er enthält azidophile Alpha-, basophile Beta-, chromophobe Gamma- und azidophile Etazellen (= Schwangerschaftszellen).&lt;br /&gt;
* Der Zwischenlappen (die &amp;#039;&amp;#039;Pars intermedia&amp;#039;&amp;#039;) befindet sich zwischen Vorderlappen und Hinterlappen (Teil der Neurohypophyse). In seinen Zellen wird [[Melanozyten-stimulierendes Hormon]] (MSH) gebildet.&lt;br /&gt;
* Der Trichterlappen (die &amp;#039;&amp;#039;Pars tuberalis&amp;#039;&amp;#039;) umgreift von vorne den Hypophysenstiel (Teil der Neurohypophyse). Über seine Funktion ist bislang nichts bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glandotrope Hormone ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Glandotrope („auf Drüsen wirkend“, von lateinisch &amp;#039;&amp;#039;glandula&amp;#039;&amp;#039; „Drüse“) Hormone sind Steuerhormone des Hypophysenvorderlappens, welche die Hormonproduktion anderer [[Endokrines System|endokriner Organe]] regulieren:&lt;br /&gt;
* [[Thyreotropin|TSH]] (Thyreoidea stimulierendes Hormon) oder Thyreotropin, stimuliert die [[Schilddrüse]] (Glandula thyroidea).&lt;br /&gt;
* [[Adrenocorticotropin|ACTH]] (Adrenocorticotropes Hormon), stimuliert die [[Nebenniere]]nrinde.&lt;br /&gt;
* [[Follikelstimulierendes Hormon|FSH]] (Follikelstimulierendes Hormon), stimuliert die [[Gonaden]].&lt;br /&gt;
* [[Luteinisierendes Hormon|LH]] (Luteinisierendes Hormon), stimuliert die Gonaden.&lt;br /&gt;
Die beiden letztgenannten Hormone werden auch als &amp;#039;&amp;#039;Gonadotropine&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nichtglandotrope Hormone ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Effektorhormone, die nicht auf endokrine Drüsen, sondern direkt auf Erfolgsorgane wirken, sind:&lt;br /&gt;
* das Wachstumshormon [[Somatotropin|STH]] (somatotropes Hormon) oder Somatotropin&lt;br /&gt;
* PRL ([[Prolaktin]]) oder laktotropes Hormon (LTH)&lt;br /&gt;
* [[Melanozyten-stimulierendes Hormon|MSH]] (Melanozyten-stimulierendes Hormon) oder Melanotropin (auch Melanophorenhormon und Intermedin genannt), welches im Hypophysenmittellappen produziert wird&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zelltypen ==&lt;br /&gt;
[[Lichtmikroskop]]isch lassen sich durch unterschiedliches [[Histologie#Färbemethoden der Histologie|Färbeverhalten]] in der Adenohypophyse drei Zelltypen unterscheiden. Es handelt sich dabei um azidophile, basophile und chromophobe Zellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Azidophile Zellen ===&lt;br /&gt;
Diese mit saurem Farbstoff anfärbbaren Zellen ([[azidophile Zelle]]n) sind am häufigsten in der Adenohypophyse. Charakteristisch sind insbesondere rot anfärbbare [[Granula]] im [[Cytoplasma]]. Sie bilden ausschließlich nichtglandotrope Hormone und lassen sich in zwei Untergruppen einteilen:&lt;br /&gt;
* Laktotrope Zellen produzieren Prolaktin. Dieser Zelltyp hat einen Anteil von 20 % an den Zellen der Adenohypophyse. Bei Männern sind sie seltener als bei Frauen, bei denen sie in der [[Schwangerschaft]] bis zu 70 % der Zellen ausmachen können. Typisch für laktotrope Zellen sind relativ große Sekretionsgranula mit unregelmäßiger Gestalt.&lt;br /&gt;
* Somatotrope Zellen bilden das Somatotrope Hormon (STH). Ihr Anteil an den Zellen der Adenohypophyse beträgt ca. 50 % und sinkt mit dem Alter. Ihre Granula sind kleiner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Basophile Zellen ===&lt;br /&gt;
Dieser Zelltyp ist aufgrund der im Cytoplasma eingeschlossenen Sekretionsgranula mit basophilen Farbstoffen dunkelviolett-blau anfärbbar. Auch hier lassen sich je nach Hormonproduktion unterschiedliche Zelltypen unterscheiden, wobei alle außer den MSH-bildenden Zellen glandotrope Hormone bilden:&lt;br /&gt;
* Gonadotrope Zellen bilden die Hormone FSH und LH, die auf die [[Gonade]]n wirken. Diese Zellen sind relativ groß und stellen ca. 10 % aller Adenohypophysenzellen.&lt;br /&gt;
* Thyreotrope Zellen bilden das Hormon TSH, das auf die [[Schilddrüse]] (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Glandula thyroidea&amp;#039;&amp;#039;) wirkt. 5 % aller Adenohypophysenzellen sind thyreotrope Zellen, sie besitzen kleine Sekretgranula.&lt;br /&gt;
* Kortikotrope Zellen, die etwa 20 % der Zellen ausmachen, produzieren ACTH, das auf die [[Nebenniere#Nebennierenrinde|Nebennierenrinde]] (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Cortex glandulae suprarenalis&amp;#039;&amp;#039;) wirkt.&lt;br /&gt;
* MSH-bildende Zellen kommen besonders in der &amp;#039;&amp;#039;Pars intermedia&amp;#039;&amp;#039; vor und stellen 5 % der Zellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromophobe Zellen ===&lt;br /&gt;
Chromophobe Zellen sind nicht anfärbbar, da sie keine Granula besitzen. Zu den chromophoben Zellen zählen [[Stammzellen]], Sternzellen, die den [[Gliazelle]]n im Nervensystem ähnlich sind, und verbrauchte endokrine, vormals azido- oder basophile Zellen, die keine Granula mehr besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erkrankungen ==&lt;br /&gt;
Zu den Erkrankungen der Adenohypophyse gehören unter anderem Störungen im Hormonhaushalt wie die Unterfunktion des Hypophysenvorderlappens ([[Hypophyseninsuffizienz|Hypophysenvorderlappeninsuffizienz, Hypopituitarismus]]), der hypophysäre [[Zwergwuchs]] (Nanosomia pituitaria, durch [[Wachstumshormonmangel]]; vgl. auch [[Kleinwuchs]] und [[Hypophysärer Zwergwuchs beim Hund]]) und die Überfunktion des Hypophysenvorderlappens (Pituitarismus, z. B. als hypophysärer [[Riesenwuchs]] und [[Akromegalie]] sowie [[Morbus Cushing|Cushingsche Krankheit]]; vgl. [[Hypophysenadenom]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig Weissbecker: &amp;#039;&amp;#039;Krankheiten des Hypophysenvorderlappens.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Ludwig Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Inneren Medizin.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Göttingen/Heidelberg 1955; 2. Auflage ebenda 1961, S. 999–1008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Erkrankungen des Hypophysen-Zwischenhirnsystems (bestehend aus [[Neurohypophyse|Hypophysenhinterlappen]] und Hypothalamus) siehe [[Hypophyse]] und [[Hypothalamus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Ulrich Welsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch Histologie.&amp;#039;&amp;#039; Elsevier, München 2010, ISBN 978-3-437-44431-9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4141402-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Endokrines Organ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neurobiologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hypophyse]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sulfanum</name></author>
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