<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adelsprobe</id>
	<title>Adelsprobe - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adelsprobe"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adelsprobe&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-29T14:45:31Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adelsprobe&amp;diff=249764&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adelsprobe&amp;diff=249764&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-16T00:29:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hettersdorf-Stammtafel.png|mini|hochkant=0.9|[[Hochstift Würzburg]]ische Ahnenprobe für einen [[Proband]]en aus der Familie [[Hettersdorf (Adelsgeschlecht)|von Hettersdorf]] (1782)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adelsprobe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ahnenprobe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) ist ein urkundlicher Nachweis der adligen Abstammung eines Geschlechts oder einer Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der erste wesentliche Ahnenbeweis war vom 12. Jahrhundert an die [[Turnier]]fähigkeit, die vom Nachweis der [[Abstammung]] von vier ritterbürtigen Ahnen und der Legung einer Wappenprobe abhängig gemacht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später wurden bestimmte Funktionen nur dem [[Adel]] vorbehalten, so die Mitgliedschaften in [[Ritterorden]], [[Domkapitel]]n und [[Stift (Kirche)|Stiften]] ([[Stiftfähigkeit]]) sowie in [[Ordensgemeinschaft]]en, [[Frauenstift]]en und das Tragen der Hofwürde (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kämmerer]]würde, Hofzutritt). So durften nur „Vierschildrige“, d.&amp;amp;nbsp;h. von vier adligen Großeltern Abstammende der adligen [[Privileg]]ien einer Stiftung oder eines Ritterordens teilhaftig werden. Der Kandidat musste die [[Wappenschild]]e seiner Vorfahren vorweisen, die von den Angehörigen der betreffenden Geschlechter beschworen werden mussten. Bei den Stiften geschah es nicht selten, dass man durch [[Stiftskapitel|Kapitelbeschlüsse]] die erforderliche Anzahl adliger Ahnen (von vier Großeltern auf acht Urgroßeltern oder gar sechzehn Ururgroßeltern) erhöhte, um die Aufnahme zu erschweren. Auch die [[Landtagsfähigkeit]] in der Klasse der [[Ritterschaft]] war von der Adelsprobe abhängig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Abstammungsvoraussetzungen zu erfüllen waren, ergab sich aus den Regeln der betreffenden Institution. Tendenziell wurden aber – zur Aufrechterhaltung der Exklusivität – die Anforderungen bis hin zur 16-Ahnen-Probe (Nachweis, dass alle Ururgroßeltern adelig geboren waren) immer mehr verschärft. In älteren Zeiten wurde der Nachweis regelmäßig durch die sogenannte „[[Aufschwörung]]“ erbracht: In diesem Verfahren bestätigten andere Adlige die Richtigkeit aller Angaben auf der [[Ahnentafel]]. Die Angaben bezogen sich auf die eheliche Geburt aller aufgelisteten Vorfahren des [[Proband]]en und auf die Adels-Zugehörigkeit der aufgeführten Personen. Mit der [[Säkularisation]] und dem Ende des [[Heiliges Römisches Reich|alten Reichs]] trat der Urkundenbeweis an die Stelle der Adelsprobe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Zeit von 1900 bis 1918 war die Adelsprobe nur für den [[Souveräner Malteserorden|Malteserorden]], den [[Johanniterorden]] und für das [[Kammerherr]]en-Amt erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heute ==&lt;br /&gt;
In Deutschland ist seit der Abschaffung der Adelsprivilegien 1919 die Ahnenprobe nur noch eine gesellschaftliche Frage, zum Beispiel bei Meinungsverschiedenheiten oder Zweifeln über die Eintragungen im [[Genealogisches Handbuch des Adels|Genealogischen Handbuch des Adels (GHdA)]] oder das [[Gothaisches Genealogisches Handbuch|Gothaische Genealogische Handbuch]] und damit verbunden dem Zugang zu Adelsgesellschaften und -verbänden in Deutschland. Hierfür gilt das historische [[Adelsrecht]] als Maßstab. Die „16-Ahnen-Probe“ gehört allerdings nicht mehr dazu; bürgerliche Mütter oder Ehefrauen sind kein Aufnahmehindernis für die [[Adelsverband|Adelsverbände]] oder den Gotha. Allerdings gilt für die Vereine das [[Mannesstamm]]-Prinzip; „ausgeheiratete“ Frauen (die bürgerlich geheiratet haben) sind nicht aufnahmefähig.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Aufnahme eines Probanden in die adligen Ränge des [[Souveräner Malteserorden|Malteserordens]] ist nach wie vor ein Nachweis des Alters und Abstammung der Familie erforderlich. Bei den bürgerlichen Rittern und Damen wird darauf verzichtet. Im [[Johanniterorden]] bestehen keine Adelsränge, deshalb findet dort eine Prüfung generell nicht statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johann Georg Estor]]: &amp;#039;&amp;#039;Practische Anleitung zur Anenprobe: So bei den teutschen Erz- und Hochstiften, Ritterorden und Ganerbschaften gewönlich&amp;#039;&amp;#039;. Müller, Marburg 1750 ([https://books.google.de/books?id=lPJBAAAAcAAJ Digitalisat])&lt;br /&gt;
* Carl Edmund Langer: &amp;#039;&amp;#039;Die Ahnen- und Adelsprobe, die Erwerbung, Bestätigung und der Verlust der Adelsrechte in Österreich&amp;#039;&amp;#039;. Manz, Wien 1862 ({{URN|nbn:de:bvb:12-bsb10455200-8}}).&lt;br /&gt;
* Philipp Blittersdorf: &amp;#039;&amp;#039;Adels- und Ahnenproben im alten Österreich-Ungarn&amp;#039;&amp;#039;, in: Jahrbuch der Vereinigung katholischer Edelleute in Österreich 1932, Innsbruck/Wien/München 1932, 109ff.&lt;br /&gt;
* Friedrich Graf Lanjus: &amp;#039;&amp;#039;Rezension zu „Der stiftsmäßige deutsche Adel im Bilde seiner Ahnenproben“&amp;#039;&amp;#039;, in: Monatsblatt Adler 12 (1935–1938), S. 163 f.&lt;br /&gt;
* Maurice Keen: &amp;#039;&amp;#039;Das Rittertum&amp;#039;&amp;#039;. Artemis, München 1999, ISBN 3-7608-1216-3&lt;br /&gt;
* [[Klaus Graf (Historiker)|Klaus Graf]]: &amp;#039;&amp;#039;Ahnenprobe&amp;#039;&amp;#039;, in: Friedrich Jäger (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Enzyklopädie der Neuzeit&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 1. Stuttgart 2005, Sp. 146–148 ([https://archiv.twoday.net/stories/6186936/ Preprint-Fassung als E-Text])&lt;br /&gt;
* Jörn Eckert: Art. &amp;#039;&amp;#039;Ahnenprobe&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Albrecht Cordes]], [[Heiner Lück]], [[Dieter Werkmüller]], [[Ruth Schmidt-Wiegand]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch zur deutschen Rechtsgeschichte]]&amp;#039;&amp;#039;, 2., völlig überarbeitete und erweiterte Auflage, Band I, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2008, Sp. 106 f.&lt;br /&gt;
* Elizabeth Harding, [[Michael Hecht (Historiker)|Michael Hecht]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Ahnenprobe in der Vormoderne. Selektion – Initiation – Repräsentation&amp;#039;&amp;#039;. Rhema, Münster 2011, ISBN 978-3-86887-006-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.adelsrecht.de/Lexikon/A/Ahnenprobe/ahnenprobe.html Lexikon des Adelsrechts]&lt;br /&gt;
* {{HistLexBay|45028|link|Elizabeth Harding|Adelsprobe|2013-03-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4141663-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Adel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malteserorden| Adelsprobe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
	</entry>
</feed>