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	<title>Adam Winterhalder - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adam_Winterhalder&amp;diff=2719418&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-28427-4 am 2. August 2025 um 19:08 Uhr</title>
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		<updated>2025-08-02T19:08:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adam Winterhalder&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* um 1652 in [[Neukirch (Furtwangen im Schwarzwald)|Neukirch]]; † [[29. März]] [[1737]] in [[Vöhrenbach]] im [[Breg]]tal) war ein deutscher Künstler des Barock aus der Bildhauersippe [[Winterhalder (Bildhauerfamilie)|Winterhalder]]. Er wirkte im Schwarzwald, besonders in Vöhrenbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Schon 1947 erhielt er einen Eintrag im &amp;#039;&amp;#039;[[Thieme-Becker|Allgemeinen Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart]]&amp;#039;&amp;#039;, seine Werke wurden jedoch etwa 1997 im &amp;#039;&amp;#039;[[Dehio-Handbuch|Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler]], Baden-Württemberg II&amp;#039;&amp;#039;, nicht ein einziges Mal genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zimdars&amp;quot;&amp;gt;Dagmar Zimdars (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler – Baden-Württemberg II.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 1997, ISBN 3-422-03030-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Werk ist seither vor allem von dem Vöhrenbacher Heimatforscher Bernhard Kleiser (* 1925)&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Kleiser: &amp;#039;&amp;#039;Das Bildhauergeschlecht der Winterhalder.&amp;#039;&amp;#039; 1994&amp;lt;!-- Seite ???--&amp;gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt; und dem Pfarrer und Kunsthistoriker [[Manfred Hermann (Kunsthistoriker)|Manfred Hermann]] erforscht worden.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Schwarzwälder Bildhauern Winterhalder in Neukirch und Vöhrenbach.&amp;#039;&amp;#039; 1996&amp;lt;!-- Seite ???--&amp;gt;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Adams Eltern waren der Landwirt und Bildhauer [[Bartholomaeus Winterhalder]] (um 1613–1680), der Stammvater der Sippe, und dessen Frau Ursula geb. Hummel (1611–1695). Adam lernte die Bildschnitzerei wie sein älterer Bruder [[Johann Conrad Winterhalder|Johann Conrad]] zunächst beim Vater und anschließend wohl beim Bruder, der seit 1661 in [[Kirchzarten]] eine eigene Werkstatt betrieb. Beim Tod des Vaters übernahm Adam, 28-jährig, die Neukircher Werkstatt. Um 1695 machte er sich in Vöhrenbach selbständig, wo er 1696 Elisabeth geb. Straub heiratete. Das Ehepaar hatte fünf Kinder, darunter die späteren Bildhauer Anton (1699–1758), [[Josef Winterhalder der Ältere|Josef]] (1702–1769) und [[Johann Michael Winterhalder|Johann Michael]] (1706–1759). Im Vöhrenbacher Sterbebuch ist er {{&amp;quot; |Text=ein Mann von bestem Leben und Ruf, Bürger dieser Stadt und erfahrener Bildhauer.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Kleiser: &amp;#039;&amp;#039;Das Bildhauergeschlecht der Winterhalder.&amp;#039;&amp;#039; 1994, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werk ==&lt;br /&gt;
Zu Adam Winterhalders erhaltenen Werken gehören (in chronologischer Reihenfolge):&lt;br /&gt;
* Um 1680 ein Kreuz und die vier [[Kirchenlehrer]] [[Hieronymus (Kirchenvater)|Hieronymus]], [[Ambrosius von Mailand]], [[Augustinus von Hippo]] und Papst [[Gregor I. (Papst)|Gregor der Große]] in seiner Heimatpfarrkirche [[St. Andreas (Furtwangen-Neukirch)|St. Andreas]] in Neukirch. {{&amp;quot; |Text=Mit diesem Kreuz eröffnete Adam wohl seine eigene Tätigkeit.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Schwarzwälder Bildhauern Winterhalder in Neukirch und Vöhrenbach.&amp;#039;&amp;#039; 1996, S. 70.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
* Ein Kreuz und ein [[Josef von Nazaret|heiliger Josef]] in der Pfarrkirche Johannes der Täufer in [[Breitnau]]. Wie in Neukirch sind Bart und Haupthaarsträhnen des Gekreuzigten liebevoll wiedergegeben. {{&amp;quot; |Text=Im Gegensatz zum Neukircher Kreuz sind beide Füße übereinandergenagelt (Dreinagel-Typus). Eine völlig neue Form zeigt das Lendentuch, dessen rechter Zipfel an der dortigen Hüfte niederfällt, der linke aber schräg über den Schoß gezogen ist und dort aufwirbelt und in einer Rolle endet. Auch hier haben wir die charakteristische Handschrift des Adam Winterhalder vor uns.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Schwarzwälder Bildhauern Winterhalder in Neukirch und Vöhrenbach.&amp;#039;&amp;#039; 1996, S. 72.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
* Kniende Figuren des heiligen [[Dominikus]] und der heiligen [[Katharina von Siena]] im Obergeschoss des im Übrigen aus jüngerer Zeit stammenden Hochaltars der Pfarrkirche Johannes der Täufer in [[Saig]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kath-hochschwarzwald.de/html/pfarrkirche_st_johann.html Die Kirche auf der Internetseite der Seelsorgeeinheit östlicher Hochschwarzwald.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1693 zwei Madonnen mit Kind in der Pfarrkirche Johannes der Täufer in [[Friedenweiler]]. Sie sind von einem für das [[Zisterzienserinnen]]-Kloster Friedenweiler geschaffenen Altar Winterhalders übriggeblieben, der im Übrigen 1725 mit dem ganzen Kloster einem Brand zum Opfer fiel.&lt;br /&gt;
* Um 1700 [[Prozession]]s-Madonna im Pfarrhaus von Vöhrenbach, das früheste erhaltene Werk der Vöhrenbacher Zeit.&lt;br /&gt;
* Ebenfalls um 1700 ein [[Auferstehung Jesu Christi|Auferstandener Jesus Christus]] neben dem linken Seitenaltar der Vöhrenbacher Pfarrkirche [[St. Martin (Vöhrenbach)|St. Martin]]. „Er steht auf einer silbernen Wolke, die Rechte segnend erhoben, während die seitlich ausgestreckte Linke die Auferstehungsfahne hält. ... Die Körperbehandlung ist wenig ausgeprägt und glatt gehalten. ... Der über die linke Schulter gelegte Mantel gibt der Gestalt einen relativ geschlossenen Umriß.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;hermann_96_76&amp;quot;&amp;gt;Manfred Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Schwarzwälder Bildhauern Winterhalder in Neukirch und Vöhrenbach.&amp;#039;&amp;#039; 1996, S. 76.&amp;lt;/ref&amp;gt; St. Martin in Vöhrenbach ist ein Neubau von 1953–1954, der einen Bau von 1715 ersetzte, wobei der neuromanische Turm von 1871–1873 beibehalten wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hermann12&amp;quot;&amp;gt;Manfred Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Pfarrkirche St. Martin Vöhrenbach im Schwarzwald.&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;12.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1705, „die erste urkundlich gesicherte Arbeit“,&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Kleiser: &amp;#039;&amp;#039;Das Bildhauergeschlecht der Winterhalder.&amp;#039;&amp;#039; 1994, S. 95.&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Auferstandener in der Pfarrkirche [[St. Johann (Donaueschingen)]]. „In betontem [[Kontrapost]] steht der Auferstandene auf einer silbernen Wolke, die rechte Hand wieder segnend erhoben, in der Linken die Auferstehungsfahne. Sehr viel plastischer als beim Vöhrenbacher ist der ganze Körper, vor allem der Brustbereich ausgearbeitet.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;hermann_96_76&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Um 1710 zwei weitere Prozessions-Tragefiguren, ein heiliger [[Crispinus und Crispinianus|Crispin]] und ein heiliger [[Jakobus der Ältere]], heute an der Südwand der Vöhrenbacher Pfarrkirche.&lt;br /&gt;
* Ebenfalls um 1710 ein heiliger [[Philippus (Apostel)|Philippus]] und ein heiliger [[Jakobus, Sohn des Alphäus|Jakobus der Jüngere]] in der Pfarrkirche St. Josef in [[Simonswald|Obersimonswald]]. „Der Apostel Philippus ist klar am Kreuzstab zu erkennen, der Apostel Jakobus d.J. trägt außer dem Buch als Zeichen der Verkündigung des Gotteswortes nur den Wanderstab des Missionars. ... Beide zeichnet eine reiche Bewegung aus, Philippus durch die ausgestreckte Rechte, den Jakobus durch den links außen aufgesetzten Wanderstab. ... Typisch für Adam Winterhalders Arbeiten zeigen sich die weggewehten Barthaare und die aufgedrehten, bis in den Nacken reichenden Haarsträhnen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Schwarzwälder Bildhauern Winterhalder in Neukirch und Vöhrenbach.&amp;#039;&amp;#039; 1996, S. 74–76.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Um 1720 ein Auferstandener, Hermann nennt ihn „sicherlich den schönsten von der Hand Adam Winterhalders aus der Zeit um 1720“,&amp;lt;ref name=&amp;quot;hermann_96_76&amp;quot; /&amp;gt; in der Pfarrkirche Allerheiligen im Vöhrenbacher Stadtteil Urach.&lt;br /&gt;
* Um 1720 die trauernden Maria und [[Johannes (Evangelist)|Johannes]] für die [[Chorbogen]]-Kreuzigungsgruppe von St. Martin in Vöhrenbach. Heute stehen sie unter einem später von Adams Sohn Johann Michael geschnitzten Kreuz an der Stirnwand des Chores der neuen Kirche.&lt;br /&gt;
* Etwa gleichzeitig eine Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes in der Pfarrkirche St. Nikolaus in [[Elzach]].&lt;br /&gt;
* 1726–1727 erhielt „der bildhauer zue Ferenbach“ 62 Gulden für Skulpturen in der &amp;#039;&amp;#039;Ruhe-Christi-Kirche&amp;#039;&amp;#039; in [[Rottweil]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.auferstehung-christi-rottweil.de/kirchen/ruhe-christi/bau-der-ruhe-christi-kirche/index.html |wayback=20160208092409 |text=Die Kirche auf der Internetseite der Kirchengemeinde Auferstehung-Christi.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; darunter ein [[Isaak]] mit dem schwertzückenden [[Abraham]], dem ein Engel Einhalt gebietet {{Bibel|Gen|22}}.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Kleiser: &amp;#039;&amp;#039;Das Bildhauergeschlecht der Winterhalder.&amp;#039;&amp;#039; 1994, S. 95–96.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach anderen Bearbeitern ist der Schöpfer der Figuren allerdings der Rottweiler Bildhauer Adam Bertsche (1686–1755).&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Hecht: &amp;#039;&amp;#039;Bertsche, Adam.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Künstlerlexikon&amp;#039;&amp;#039; Band 10, 1995, S. 157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Winfried Hecht: &amp;#039;&amp;#039;Kirchen in Rottweil,&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Schnell &amp;amp; Steiner, München und Zürich 1978.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Zimdars&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Nach 1726 die Heiligen [[Odilia]], [[Wendelin]], [[Rochus von Montpellier]] und Josef in der Ottilienkapelle in [[Bräunlingen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.braeunlingen.de/freizeit-soziales/sehenswuerdigkeiten/detailseite.html?tx_wesfacilities_pi1%5Bid%5D=8&amp;amp;tx_wesfacilities_sight%5BshowUid%5D=8&amp;amp;cHash=61a25b6a78d27b893f2faed0d1331cf3 Die Kapelle auf der Internetseite der Stadt Bräunlingen.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Um 1730 ein heiliger [[Simon Petrus|Petrus]], [[Paulus von Tarsus|Paulus]], Erzengel [[Michael (Erzengel)|Michael]] und Johannes der Täufer für den Hochaltar von St. Martin in Vöhrenbach. Die beiden Apostel stehen heute über den Seitenaltären von St. Martin, der Erzengel und der Täufer in der Pfarrkirche St. Georg in [[Hüfingen]]-[[Mundelfingen]]. „Petrus und Paulus offenbaren durch Arm- und Beinhaltung mit ausgeprägtem Kontrapost ein dem Hochbarock eigenes feierliches Pathos. Enorm etwa die Bewegung der seitlich ausgestreckten Linken des Paulus, die den Schwertknauf umfaßt hält. Ebenso dramatisch gibt sich die Behandlung der Gewänder. Bei Petrus hat ein heftiger Wind einen Mantelteil von der linken Hüfte her quer vor den Leib geweht, einen wild schlingernden Saum mit einem Ohr als typischem Merkmal des Bildschnitzers bildend. ... Typisch für Adam Winterhalder sind die langen, nach oben gedrehten Strähnen im Nacken.“&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Schwarzwälder Bildhauern Winterhalder in Neukirch und Vöhrenbach.&amp;#039;&amp;#039; 1996, S. 66.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Um 1732 eine [[Rosenkranz]]-Madonna und ein heiliger Josef für die Seitenaltäre von St. Martin. Von der Madonna steht heute in St. Martin eine Kopie, der Josef befindet sich in Vöhrenbacher Privatbesitz. Nach diesen Arbeiten {{&amp;quot; |Text=verließen den Achtzigjährigen offensichtlich die Kräfte: Er rief seinen Sohn Johann Michael 1733 aus Böhmen nach Hause zurück und übergab ihm zur Hochzeit am 8. Februar 1734 die Werkstatt.|ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hermann12&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot; widths=&amp;quot;150&amp;quot; heights=&amp;quot;200&amp;quot; caption=&amp;quot;Werke Winterhalders in St. Martin, Vöhrenbach&amp;quot; perrow=&amp;quot;5&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
St. Martin (Vöhrenbach) jm0995.jpg|Trauernde Maria und Johannes unter Johann Michael Winterhalders Kreuz&lt;br /&gt;
St. Martin (Vöhrenbach) jm1005.jpg|Auferstandener Jesus Christus&lt;br /&gt;
St. Martin (Vöhrenbach) jm1023.jpg|Petrus&lt;br /&gt;
St. Martin (Vöhrenbach) jm1031.jpg|Paulus&lt;br /&gt;
St. Martin (Vöhrenbach) jm0996.jpg|Madonna (Kopie)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Würdigung ==&lt;br /&gt;
{{&amp;quot; |Text=Adam Winterhalder, in der provinziellen Werkstattradition aufwachsend, ohne spürbare Anregungen und Einflüsse eines verfeinerten, vergeistigten internationalen Barock, schafft sich in der Abgeschiedenheit des Schwarzwalddorfes eine eigene persönliche Formensprache, die ihn über die Gebundenheit und Enge einer bäuerlichen, provinziellen Gestaltungsweise herauswachsen läßt. Zwar ist Faltengebung, Haarbehandlung ort- und zeitstilistischen Bedingungen unterworfen, aber die geschickte Organisation des Gewandes am Körper, die Akzentuierung und Unterstreichung der Hände, die die Attribute halten, durch Faltenwürfe und Gewandbahnen wie die Kontrastierung des erregten Faltenspiels zu den Funktionen des Körpers lassen den überlegenden, komponierenden, wirkungsbewußten Bildhauer erkennen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Benno Griebert: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur oberrheinischen Barockskulptur.&amp;#039;&amp;#039; S. 4–5.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Er zeigt einen {{&amp;quot; |Text=schweren Stil. Die eckigen Gesten der massigen Figuren mit ihren überdimensionalen Attributen übersetzen barocke Dynamik in ein vergröbertes ländliches Idiom.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Stefanie Zumbrink, Guido Linke: &amp;#039;&amp;#039;Die Bildhauerei des 18. Jahrhunderts am südlichen Oberrhein und im Schwarzwald.&amp;#039;&amp;#039; In: Gemeinde St. Märgen, Kloster Museum St. Märgen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Matthias Faller. Der Barockbildhauer aus dem Schwarzwald.&amp;#039;&amp;#039; Begleitbuch zur gleichnamigen Ausstellung 17. Mai – 2. September 2007, Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg im Allgäu 2007, ISBN 978-3-89870-382-6, S. 4–13.&amp;lt;/ref&amp;gt;}} Es fehlen ihm {{&amp;quot; |Text=die Einflüsse des verfeinerten Barocks aus Italien und Wien, die barocke Leichtigkeit und Beschwingtheit; er war in der ‚provinziellen Werkstatttradition‘ aufgewachsen; dennoch war er ein eigenständig gestaltender Bildhauer und schuf einen ganz und gar eigenen Stil und eine Formgebung, die besonders in der plastischen Gewandgestaltung und -anordnung und der Körperhaltung sichtbar werden und ihn zu einem weit über Vöhrenbach hinaus bekannten und bedeutenden Bildhauer im Schwarzwald machen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Kleiser: &amp;#039;&amp;#039;Das Bildhauergeschlecht der Winterhalder.&amp;#039;&amp;#039; 1994, S. 96.&amp;lt;/ref&amp;gt;}} Seine Werke seien von „liebenswertem Pathos“.&amp;lt;ref&amp;gt;Manfred Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Schwarzwälder Bildhauern Winterhalder in Neukirch und Vöhrenbach.&amp;#039;&amp;#039; 1996, S. 79.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{ThiemeBecker |Autor=[[Edmund Wilhelm Braun]] |Lemma=Winterhalder, Adam |Band=36 |Seite=83 |SeiteBis=}}&lt;br /&gt;
* [[Hermann Brommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Bildhauer Hauser in Kirchzarten, Schlettstadt und Freiburg i. Br. (1611–1842) – Die Biographien (Teil I).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schau-ins-Land&amp;#039;&amp;#039; 89, 1971, S. 47–93, hier S. 56–57 ([http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/schauinsland1971/0049?sid=45384c7c7777e41530acaf0ed2235f05 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Benno Griebert]]: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur oberrheinischen Barockskulptur.&amp;#039;&amp;#039; Inaugural-Dissertation an der Philosophischen Fakultät der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin, 1935.&lt;br /&gt;
* Manfred Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Zu den Schwarzwälder Bildhauern Winterhalder in Neukirch und Vöhrenbach.&amp;#039;&amp;#039; In: Bernd Mathias Kremer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kunst und geistliche Kultur am Oberrhein. Festschrift für Hermann Brommer zum 70. Gebuertstag.&amp;#039;&amp;#039; Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 1996, S. 61–83.&lt;br /&gt;
* Manfred Hermann: &amp;#039;&amp;#039;Pfarrkirche St. Martin Vöhrenbach im Schwarzwald.&amp;#039;&amp;#039; Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg ohne Jahr (1996?), ISBN 3-931820-12-2.&lt;br /&gt;
* Bernhard Kleiser: &amp;#039;&amp;#039;Das Bildhauergeschlecht der Winterhalder.&amp;#039;&amp;#039; In: Arbeitskreis Stadtgeschichte der Heimatgilde „Frohsinn“ e.&amp;amp;nbsp;V. Vöhrenbach (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vöhrenbach im Schwarzwald. Neue Beiträge zur Stadtgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; Geiger, Horb am Neckar 1994, ISBN 3-89264-888-3, S. 90–109.&lt;br /&gt;
* Bernhard Kleiser, Zora Wörgötter: &amp;#039;&amp;#039;Die Schwarzwälder Künstlerfamilie Winterhalder.&amp;#039;&amp;#039; In: Lubomír Slaviček (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Josef Winterhalder der Jüngere (1743 Vöhrenbach – 1807 Znojmo), Maulbertschs bester Schüler.&amp;#039;&amp;#039; Museum Langenargen am Bodensee, Langenargen 2009. ISBN 978-3-00-027324-7, S. 211–231.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129423815|VIAF=25682615}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Winterhalder, Adam}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildhauer (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vöhrenbach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Schwarzwald-Baar-Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 17. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1737]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Winterhalder, Adam&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bildhauer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Jahrhundert&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neukirch (Furtwangen im Schwarzwald)]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. März 1737&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Vöhrenbach]], [[Breg]]tal&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-28427-4</name></author>
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