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	<title>Adam Hereth - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T00:16:28Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adam_Hereth&amp;diff=2008937&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Roehrensee: Text überarb. und erg.</title>
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		<updated>2025-11-29T16:36:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Text überarb. und erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hereth.JPG|mini|Adam Hereth]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adam Hereth&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (geboren am [[16. Januar]] [[1897]] in [[Harsdorf]] bei [[Bayreuth]]; gestorben am [[1. Juli]] [[1934]] im [[KZ Dachau|Konzentrationslager Dachau]]) war ein deutscher Arbeiter. Er wurde bekannt als eines der Opfer des sogenannten [[Röhm-Putsch]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Hereth kam als uneheliches Kind einer Magd in [[Harsdorf]] bei Bayreuth zur Welt. Seine Mutter heiratete einen Mann aus [[Bindlach]], bei dem ihr Sohn aufwuchs. Kurz nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] zog Hereth 1919 in den Bayreuther Vorort [[Laineck]], wo er Babette Freyberger, Tochter eines Schmiedemeisters, heiratete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VSSe&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Von SS ermordet wegen Einsatz für Demokratie&amp;#039;&amp;#039; in: [[Nordbayerischer Kurier]] vom 29./30. Juni 2024, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Zementierer und Fabrikarbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1919 wurde er Vorsitzender des Turn- und Sportvereins ASV Laineck. Auf einem gepachteten Streifen neben dem Sportplatz richtete er sich eine kleine Produktionsstätte für Zementsteine und -rohre ein. Politisch engagierte sich Hereth in der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|Sozialdemokratischen Partei]] (SPD). 1928 übernahm er den Vorsitz des Lainecker SPD-Ortsvereins,&amp;lt;ref name=&amp;quot;VSSe&amp;quot; /&amp;gt; den er bis zum Machtantritt der Nationalsozialisten im Frühjahr 1933 beibehielt. Daneben war er Mitglied im [[Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold]] und in der [[Eiserne Front|Eisernen Front]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot;&amp;gt;Roth: &amp;#039;&amp;#039;Der Sicherheitsdienst des SS und der 30. Juni 1934&amp;#039;&amp;#039;, S. 97.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bayreuther Ortsgruppe der Eisernen Front wurde am 17.&amp;amp;nbsp;Februar 1932 gegründet, bei einer Versammlung vor über 1000 Anwesenden war Hereth einer der Redner. 1928 rückte Hereth in den Gemeinderat der damals noch selbstständigem Gemeinde Laineck nach, wo er bis zum Verbot der SPD 1933 blieb.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VSSe&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1933 wurde Hereth von den [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] mit Berufsverbot und diversen Alltagsschikanen belegt. Am 15.&amp;amp;nbsp;Februar 1934 wurde er von [[Sturmabteilung|SA]]-Leuten am Rosenberg im Bayreuther Stadtteil [[St. Georgen (Bayreuth)|Sankt Georgen]] zusammengeschlagen und festgenommen, nachdem er sich öffentlich mit einem Anstecker der Eisernen Front (drei Pfeile) am Revers seines Mantels gezeigt hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VSSe&amp;quot; /&amp;gt; Er wurde an die Polizei übergeben und zunächst vom 15.&amp;amp;nbsp;Februar bis zum 16.&amp;amp;nbsp;März 1934 in der [[Justizvollzugsanstalt St. Georgen-Bayreuth|Strafanstalt Sankt Georgen]] festgehalten. Diese [[Schutzhaft (Nationalsozialismus)|Schutzhaft]] wurde damit begründet, dass Hereth durch sein Auftreten „Anlass zu öffentlichem Ärgernis“ gegeben habe. Am 16.&amp;amp;nbsp;März 1934 wurde er als Schutzhäftling ins Konzentrationslager Dachau überführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ReferenceA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juli 1934 wurde Hereth bei der [[Röhm-Putsch|Röhm-Affäre]] zusammen mit vier anderen Schutzhäftlingen des Lagers ([[Julius Adler (Rechtsanwalt)|Julius Adler]], [[Erich Gans]], [[Walter Häbich]] und [[Paul Röhrbein]]) von Angehörigen der SS-Lagerwache erschossen. Da zumindest Adler, Gans, Häbich und Hereth nicht auf der offiziellen Totenliste der [[Gestapo]] zum 30.&amp;amp;nbsp;Juni auftauchen, muss angenommen werden, dass für diese Erschießungen kein Befehl aus Berlin vorlag, sondern dass die Entscheidung zu ihrer Erschießung ein eigenmächtiger Akt der Leitung von Dachau um [[Theodor Eicke]] war, die die günstige Gelegenheit des Vorgehens gegen die [[Sturmabteilung|SA]] nutzen wollte, um einige besonders unliebsame Häftlinge loszuwerden. Nachträglich wurden diese Erschießungen damit gerechtfertigt, dass die Schutzhäftlinge sich „mit den Meuterern solidarisch erklärt“ hätten.&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Gruchmann: &amp;#039;&amp;#039;Justiz im 3. Reich 1933–1940&amp;#039;&amp;#039;, S. 400.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Dachauer Wachmann machte 1949 folgende Angaben über Hereths Tod: „Im Sommer 1934 wurde dieser Hereth auf dem [der] neutralen Zone innerhalb des Lagers von dem bekannten Komp.Führer [[Hans Spatzenegger (SS-Mitglied)|Spatzenegger]] angetroffen. Dieser stellte den Hereth zu[r] Rede, hat ihm einige Ohrfeigen heruntergezogen, worauf Hereth eine Handbewegung machte. Es hat dann geheissen, daß Hereth wegen Widerstand erschossen wurde. Spatzenegger hat Hereth noch an Ort und Stelle erschossen.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im September oder Oktober 1934 erhielt die Familie Hereths eine Todesmitteilung von der Dachauer Kommandantur, wonach Hereth am 2.&amp;amp;nbsp;Juli „auf der Flucht“ erschossen worden sei. Der Sarg mit seinem Leichnam wurde unter Bewachung durch die Kriminalpolizei&amp;lt;ref name=&amp;quot;VSSe&amp;quot; /&amp;gt; nach Laineck transportiert und durfte nicht mehr geöffnet werden. Bereits am 24.&amp;amp;nbsp;Juli 1934 hatte die KZ-Verwaltung Hereths Witwe mitgeteilt, dass die restlichen Effekten des Toten (1 Paar Arbeitsschuhe, 1 Paar Strümpfe, 1 Hemd, 1 Unterhose und 2 Taschentücher) ihr zugesandt worden seien.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;100 Jahre SPD Laineck&amp;#039;&amp;#039;, S. 21.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adam Hereth wurde auf dem Friedhof des Bayreuther Stadtteils [[Sankt Johannis (Bayreuth)|Sankt Johannis]] beerdigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=[[Peter Engelbrecht (Autor)|Peter Engelbrecht]]|Titel=Ende und Neubeginn. Bayreuth: Im April 1945 herrscht Frieden|Auflage=|Verlag=Späthling|Ort=Weißenstadt|Jahr=2022|ISBN=978-3-942668-87-3|Seiten=263}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2022-02-27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hereth, Adam}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Todesopfer im KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Reichsbanner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfer des Röhm-Putsches]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (Weimarer Republik)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mordopfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hereth, Adam&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Arbeiter, Opfer des sogenannten Röhm-Putsches&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. Januar 1897&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Harsdorf]] bei [[Bayreuth]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. Juli 1934&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[KZ Dachau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Roehrensee</name></author>
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