<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adam_Falkenstein</id>
	<title>Adam Falkenstein - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adam_Falkenstein"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adam_Falkenstein&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-31T04:10:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adam_Falkenstein&amp;diff=769611&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: die Mitgliedschaften passen besser in ein separates Kapitel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adam_Falkenstein&amp;diff=769611&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-02T12:09:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;die Mitgliedschaften passen besser in ein separates Kapitel&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adam Falkenstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. September]] [[1906]] in [[Planegg]]; † [[16. Oktober]] [[1966]] in [[Heidelberg]]) war ein [[Deutschland|deutscher]] [[Altorientalistik|Assyriologe]] und [[Orientalistik|Orientalist]]. Er befasste sich vornehmlich mit der [[Keilschrift]], insbesondere mit den Funden von [[Uruk]] sowie mit den [[Sumerer]]n und deren [[Sprache]], dem [[Sumerische Sprache|Sumerischen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Falkenstein war der Sohn des gleichnamigen Küfers Adam Falkenstein und dessen Frau Therese, geborene Streb. Adam Falkenstein junior besuchte die Volksschule und anschließend das Gymnasium im [[Kloster Scheyern]]. Ursprünglich vom Elternhaus für das [[Theologie]]studium vorgesehen, wandte er sich bereits zur Schulzeit der Altorientalistik zu und studierte nach dem Abitur die Fächer [[Orientalistik]], [[Islamwissenschaft]], [[Klassische Philologie]] und [[Alte Geschichte]], zunächst ab dem Sommersemester 1925 an der [[Ludwig-Maximilians-Universität München]], ab dem Sommersemester 1928 dann an der [[Universität Leipzig]]. In Leipzig wurde er am 23. Juli 1929 auch [[Promotion (Doktor)|promoviert]], seine [[Dissertation]] trug den Titel „Haupttypen der sumerischen Beschwörung“. Anschließend kehrte er nach München zurück, wo er 1930 bis 1933 als Stipendiat der [[Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft]] mit der Auswertung von Grabungen in [[Uruk]] beschäftigt war. Am 22. Juli 1933 [[Habilitation|habilitierte]] er sich an der Universität München und lehrte dort von Dezember 1933 bis März 1937 als Universitätsdozent. 1937 wechselte er an die [[Humboldt-Universität zu Berlin|Friedrich-Wilhelms-Universität Berlin]] und wurde dorthin [[Umhabilitation|umhabilitiert]]. Dieser Ortswechsel war wohl dadurch motiviert, dass er sich kritisch zur Innenpolitik der Nationalsozialisten geäußert hatte und dadurch in das Blickfeld der Münchener Parteiführung geraten war. 1939 heiratete er Marie Frobieter (* 1909); die Ehe blieb kinderlos. Am 22. März 1940 beantragte er die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum 1. April desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.615.820).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/8310710.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Mai wurde ihm die Vertretung der altorientalistischen Lehrstühle an der [[Georg-August-Universität Göttingen]] und der Universität Berlin übertragen; bereits am 21. Mai desselben Jahres wurde er jedoch zum Kriegsdienst eingezogen. Dennoch wurde er am 14. August 1940 an der Universität Göttingen zum planmäßigen außerordentlichen Professor für Assyriologie ernannt und damit zum Lehrstuhlnachfolger [[Wolfram von Soden]]s. Im Kriegsdienst wurde er aufgrund seiner Sprachkenntnisse vor allem im Orient eingesetzt. 1941 flog er mit [[Fritz Grobba]] nach [[Bagdad]], als [[Mohammed Amin al-Husseini]] und [[Raschid Ali al-Gailani]] dort einen kurzzeitigen prodeutschen Putsch, aus dem Reich mit Waffenlieferungen gestützt, veranstalteten. Anschließend war er im [[Auswärtiges Amt|diplomatischen Dienst]] in der [[Türkei]] eingesetzt. Von 1939 bis 1944 war er der Herausgeber des Fachblattes &amp;#039;&amp;#039;Orientalische Literaturzeitung&amp;#039;&amp;#039;. Bei der Rückreise aus der Türkei nach Deutschland gelangte Falkenstein mit seiner Frau in britische Kriegsgefangenschaft, in der er bis November 1946 verblieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Februar 1946 hatte die Militärregierung der Alliierten der Universität Göttingen genehmigt, Adam Falkenstein weiter zu beschäftigen. Nach seiner Rückkehr aus der britischen Internierung begann er im März 1947 seine Lehrtätigkeit in Göttingen. 1949 wechselte er allerdings an die [[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg]], wo er als planmäßiger außerordentlicher Professor den [[Lehrstuhl]] für Orientalistik sowie die Leitung des Instituts für Orientalistik übernahm. Dieser Posten war seit dem Weggang [[Richard Hartmann (Orientalist)|Richard Hartmanns]] 1930 vakant gewesen. 1952 lehnte Falkenstein einen Ruf an die [[Universität Leiden]] ab; 1954 wurde seine Stelle in eine ordentliche Professur umgewandelt. Von 1950 bis zu seinem Tod im Jahre 1966 gab er die &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Assyriologie und Vorderasiatische Archäologie]]&amp;#039;&amp;#039; heraus. 1964 war er Mitglied des Gründungsausschusses für die [[Universität Konstanz]]. Wenige Wochen nach seinem sechzigsten Geburtstag verstarb er an einem Herzleiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitgliedschaften ==&lt;br /&gt;
Die [[Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen|Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]] nahm ihn 1947 als ordentliches Mitglied auf (ab 1949 auswärtiges Mitglied).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://adw-goe.de/mitglieder/personendetails/person/adam-falkenstein/| titel=Mitglieder: Adam Falkenstein| hrsg=Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen| zugriff=2025-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1950, im Jahr nach seinem Wechsel nach Heidelberg, wurde er ordentliches Mitglied der [[Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.hadw-bw.de/mitglieder?id=342| titel=Mitglieder: Adam Falkenstein| hrsg=Heidelberger Akademie der Wissenschaften| zugriff=2025-09-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und 1951 korrespondierendes Mitglied der [[Bayerische Akademie der Wissenschaften|Bayerischen Akademie der Wissenschaften]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{BAdW|784 |Name=Adam Falkenstein |Kommentar=mit Link zu einem Nachruf von [[Herbert Petschow]] |Datum=16. September 2025}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
=== Als Autor ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Haupttypen der sumerischen Beschwörung. Literarisch untersucht&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Leipziger semitistische Studien.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge 1, {{ZDB|513354-3}}). Hinrichs, Leipzig 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Literarische Keilschrifttexte aus Uruk.&amp;#039;&amp;#039; Vorderasiatische Abteilung der Staatlichen Museen, Berlin 1931.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Archaische Texte aus Uruk&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Ausgrabungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Uruk-Warka.&amp;#039;&amp;#039; 2, {{ZDB|990235-1}}). Deutsche Forschungsgemeinschaft, Berlin 1936.&lt;br /&gt;
* mit [[Ferdinand Sommer (Philologe)|Ferdinand Sommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die hethitisch-akkadische Bilingue des Hattusili I. (Labarna II.)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Abteilung.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge 16, {{ZDB|955745-3}}). Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München 1938.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Uruk zur Seleukidenzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Topographie von Uruk.&amp;#039;&amp;#039; 1 = &amp;#039;&amp;#039;Ausgrabungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Uruk-Warka.&amp;#039;&amp;#039; 3). Deutsche Forschungsgemeinschaft, Berlin 1941 ([https://publikationen.badw.de/de/005640297 online]).&lt;br /&gt;
* mit [[Wolfram von Soden]]: &amp;#039;&amp;#039;Sumerische und akkadische Hymnen und Gebete.&amp;#039;&amp;#039; Artemis, Zürich u. a. 1953.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die neusumerischen Gerichtsurkunden&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Abteilung.&amp;#039;&amp;#039; Neue Folge 39–40, 44 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Kommission zur Erschliessung von Keilschrifttexten.&amp;#039;&amp;#039; Serie A, Stück 2, Teil 1–3). Teil 1–3. Verlag der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München 1956–1957 ([https://publikationen.badw.de/de/009605840 online Tl. 1]. [https://publikationen.badw.de/de/009605841 online Tl. 2]. [https://publikationen.badw.de/de/009605842 online Tl. 3]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Als Herausgeber ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Denkschrift zur Lage der Orientalistik.&amp;#039;&amp;#039; Steiner, Wiesbaden 1960.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dietz Otto Edzard|Dietz-Otto Edzard]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Tode von Adam Falkenstein (17.9.1906–15.10.1966).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Assyriologie und Vorderasiatische Archäologie]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 59, 1969, S. 1–10, [[doi:10.1515/zava.1969.59.1.1]].&lt;br /&gt;
* Maria Keipert (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Handbuch des deutschen Auswärtigen Dienstes 1871–1945.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Auswärtigen Amt, Historischer Dienst. Band 1: [[Johannes Hürter]]: &amp;#039;&amp;#039;A–F.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn 2000, ISBN 3-506-71840-1.&lt;br /&gt;
* [[Dagmar Drüll-Zimmermann|Dagmar Drüll]]: &amp;#039;&amp;#039;Heidelberger Gelehrtenlexikon 1933–1986.&amp;#039;&amp;#039; Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg, ISBN 978-3-540-88834-5, S. 189–190.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118685945}}&lt;br /&gt;
* [[Utz Maas]]: [https://zflprojekte.de/sprachforscher-im-exil/index.php/catalog/f/193-falkenstein-adam Verfolgung und Auswanderung deutschsprachiger Sprachforscher 1933–1945]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Notizen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Altorientalistik in Göttingen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118685945|LCCN=n83199597|VIAF=20474631}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Falkenstein, Adam}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Georg-August-Universität Göttingen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altorientalist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Niedersächsischen Akademie der Wissenschaften zu Göttingen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1906]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1966]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Planegg)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Falkenstein, Adam&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Assyriologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. September 1906&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Planegg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=16. Oktober 1966&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Heidelberg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
	</entry>
</feed>