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	<title>Adam Asnyk - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adam_Asnyk&amp;diff=254812&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;08Linus: Typo, Form</title>
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		<updated>2025-05-08T22:31:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typo, Form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Adam Asnyk-cropped.jpg|mini|Adam Asnyk]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adam Prot Asnyk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. September]] [[1838]] in [[Kalisz|Kalisch]], [[Weichselland|Russisch-Polen]]; † [[2. August]] [[1897]] in [[Krakau]]) war ein polnischer [[Lyrik]]er und [[Dramatiker]] der Epoche des [[Positivismus]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Malczewski Jacek Asnyk z muza.jpg|mini|250px|[[Jacek Malczewski]]: Adam Asnyk und Muse, 1895–1897]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asnyk stammte aus einer Adelsfamilie deutscher Herkunft, die im 17. Jahrhundert aus [[Schlesien]] nach Kalisch einwanderte. Sein Vater Kasimir (Kazimierz; † um 1875) war Offizier der polnischen Armee während des [[Novemberaufstand|Aufstandes von 1830]]: In der [[Schlacht bei Grochow]] gefangen genommen, wurde er nach [[Sibirien]] verbannt und kehrte erst nach sechs Jahren zurück; die Mutter, Konstancja geb. Zagórowska († 1871) stammte aus einer nach 1830 [[Depossedierung|depossedierten]] Adelsfamilie des Kreises Kalisch. Trotz aller Vorurteile des adligen Standes gegen kaufmännische oder handwerkliche Beschäftigung wurde der Vater Lederhändler in Kalisch und erwarb dadurch ein bedeutendes Vermögen. Der Sohn erhielt eine sehr sorgfältige Erziehung im Geiste des romantischen [[Nationalismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studien ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1849 begann Adam seine Ausbildung an der Städtischen Realschule in Kalisch, die heute seinen Namen trägt (Adam-Asnyk-[[Gymnasium|Lyzeum]]). Nach vier Jahren legte er das sog. Kleine [[Abitur]] (Realexamen) ab; ein dreijähriges Privatstudium zu Hause folgte, er lernte intensiv Fremdsprachen, [[Chemie]] und [[Botanik]]. 1856 immatrikulierte sich Asnyk an der Hochschule für Landwirtschaft in [[Warschau]], ging aber schon ein Jahr später zur Medizinisch-Chirurgischen Akademie in Warschau über. 1859 fuhr er nach [[Breslau]] und absolvierte dort zwei Semester des Medizinstudiums. 1861, nach einer Haft in der Warschauer [[Zitadelle]] und sechs Monaten Aufenthalt in [[Paris]], immatrikulierte er sich in [[Heidelberg]], wo er Vorlesungen in [[Politische Ökonomie|Politischer Ökonomie]], [[Philosophie]], [[Internationales Recht|Internationalem Recht]] und deutscher und römischer [[Rechtsgeschichte]] beiwohnte. Nach drei Jahren politischer Tätigkeit in der [[Heimat]] (siehe unten) kehrte er 1865 nach Heidelberg zurück, legte im nächsten Jahre Prüfungen in [[Politische Ökonomie|Politischer Ökonomie]], [[Staatsrecht (Deutschland)|Staatsrecht]] und [[Verwaltungsrecht]] ab und wurde [[Dr. phil.]] und [[Magister Artium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politische Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon während seines ersten Studiums in Heidelberg bildete Adam mit einigen polnischen Kommilitonen einen geheimen Verein, der bei den Vorbereitungen zu einem Aufstand in [[Kongresspolen]] mitwirkte und liberale und sozialistische Ideen vertrat. Ende 1862 fuhr er mit zwei Freunden aus Heidelberg nach Warschau und schloss sich der Partei der „Roten“ an; im Herbst 1863 wurde er zum Mitglied der geheimen Nationalregierung und gehörte, wie der Geheimbericht des österreichischen Konsulats behauptete, zu den „Anarchisten, die ein Attentat gegen den Herrn Feldmarschall Berg ausführten“ (Graf Berg war russischer [[Generalgouverneur]] in Warschau). Nach der Auflösung der „roten“ Regierung durch den [[Diktatur|Diktator]] des Aufstandes [[Romuald Traugutt]] trat Asnyk in die Reihen der Kämpfenden ein, man weiß jedoch nicht, an welchen Gefechten er teilnahm. Anfang 1864 floh er nach [[Dresden]] und wollte dort eine [[Exilregierung]] organisieren; als dies misslang, fuhr er nach Heidelberg und nahm sein Studium wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weiteres Leben ===&lt;br /&gt;
[[Datei:POL Kalisz, pomnik Asnyka.jpg|mini|Asnyk-Denkmal in Kalisch, links im Hintergrund seine Schule]]&lt;br /&gt;
Nach der Rückkehr aus Heidelberg ließ sich Asnyk in [[Galizien]] nieder, zuerst im September 1867 in [[Lemberg]] und später ab 1870 in [[Krakau]], wo er sich mit seinen Eltern wieder vereinte. Im Jahre 1875 heiratete er Zofia Kaczorowska, die aus der [[Provinz Posen]] stammte; sie starb schon nach einem Jahr und hinterließ Asnyk einen Sohn, Wlodzimierz. Dieser entwickelte sich jedoch zu einem „verlorenen Sohn“, wozu das frühe Fehlen der Mutter und die Melancholie des Vaters sicher beitrugen. Vier Jahre nach dem Tode des Vaters, nachdem er das ganze beträchtliche Vermögen vergeudet hatte, starb er in Paris durch Suizid. In Krakau war Asnyk als Redakteur verschiedener Zeitschriften tätig, er war u.&amp;amp;nbsp;a. ab 1889 Verantwortlicher Herausgeber der liberalen Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Nowa Reforma&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Neue Reform&amp;#039;&amp;#039;), in welcher er sowohl die Konservativen wie auch die Sozialisten bekämpfte. Ab 1889 war er auch [[Abgeordneter]] im [[Galizischer Landtag|Galizischen Landtag]] und Mitglied der [[Stadtverordnetenversammlung]] in Krakau. In beiden vertrat er die ungefähr als links-liberal einzuordnende &amp;#039;&amp;#039;Demokratische Partei&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon ab etwa 1880 litt Asnyk an schwerer [[Melancholie]], deren Ursprung in seiner schwachen Gesundheit, dem Unglück im Familienleben und auch dem Scheitern seiner romantischen Vision eines neuerstandenen Polens lag. Der Dichter tröstete sich durch viele Reisen nach Italien und dem Fernen Osten, die aber nur wenig Besserung brachten. Ende April 1897 kam Adam von einer Italienreise zurück, von der er den [[Typhus]] mitbrachte, und starb nach ein paar Monaten. Adam Asnyk wurde in der Verdientengruft der [[Krakauer Paulinerkloster auf dem Skałkahügel|Krakauer Skałka-Kirche]] bestattet, wo vor allem berühmte Verfasser und Maler ruhen. Seine Heimatstadt Kalisch gedachte seiner mit einer auf seinem Geburtshause angebrachten Gedenktafel (1957) und einem Denkmal (1970).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lyrisches Werk ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute beinahe völlig vergessen (man begegnet einigen seiner Gedichte nur in Schulanthologien), galt Adam Asnyk in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts als der bedeutendste polnische Dichter seiner Zeit. Seine Werke fanden eine begeisterte Aufnahme unter den Zeitgenossen. Vor allem war er ein Meister der Form: [[Henryk Sienkiewicz]] sagte über seine Gedichte, dass sie „an die Arbeiten [[Benvenuto Cellini]]s erinnern“. Auch seine Sprache war klar und präzise und gleichzeitig sehr elegant. Asnyk debütierte als [[Epigone]] der [[Romantik]] in der Nachfolge von [[Heinrich Heine]] und [[Alfred de Musset]]; nach der nationalen Niederlage von 1863 wandte er sich dem [[Positivismus]] zu, ohne sich jedoch völlig zu den positivistischen Postulaten zu bekennen – er nahm eine Mittelstellung zwischen den beiden literarischen Richtungen ein. In der letzten Phase seines Lebens schuf er [[Gedankenlyrik]], in der er sich der indischen Philosophie näherte, wo sich aber gleichzeitig Einflüsse von [[Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling|Schelling]], [[Friedrich Rückert]] und [[Arthur Schopenhauer]] zeigen. Viele von seinen Gedichten wurden übersetzt (vor allem ins Deutsche) und vertont. Er schrieb auch Novellen und Dramen, die aber völlig vergessen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Asnyks [[Philosophie]] ist laut [[Czesław Miłosz]] „stark geprägt vom wissenschaftlichen Evolutionismus des 19. Jahrhunderts, von der deutschen Philosophie des Idealismus und vielleicht von [[Juliusz Słowacki|Słowackis]] philosophischen Ideen: Obwohl Bewegung nach unabänderlichen Gesetzen dem ganzen aus Atomen zusammengesetzten Universum zu eigen ist, gibt es eine über die Materie hinausgehende geistige Kraft, die alle Phänomene zur Vollendung führt und dadurch den blinden Tanz der Elemente mit Bedeutung erfüllt“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Poezje&amp;#039;&amp;#039;, (Debüt), Lemberg 1869&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Poezje&amp;#039;&amp;#039; (vier Bände), Krakau–Lemberg 1872–1894&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Pisma zebrane&amp;#039;&amp;#039; (Gesammelte Werke), 1–2, Hg.: H. Schipper, Warschau 1938–1939&lt;br /&gt;
* Deutsche Übersetzung: &amp;#039;&amp;#039;Ausgewählte Gedichte&amp;#039;&amp;#039;, Wien 1887&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Czesław Miłosz: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der polnischen Literatur&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Wissenschaft &amp;amp; Politik, Köln 1981, ISBN 3-8046-8583-8&lt;br /&gt;
* Maria Szypowska: &amp;#039;&amp;#039;Asnyk znany i nieznany&amp;#039;&amp;#039;. PIW, Warschau 1971&lt;br /&gt;
* {{ÖBL|1|33||Asnyk Adam|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Autor:Adam Asnyk|lang=pl}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119039168}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119039168|LCCN=n/92/22072|VIAF=56736483}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Asnyk, Adam}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Polnisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lyrik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Januaraufstand (Polen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Galizien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landtagsabgeordneter (Cisleithanien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1838]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1897]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Asnyk, Adam&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Asnyk, Adam Prot (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=polnischer Lyriker und Dramatiker des Positivismus&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. September 1838&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kalisz|Kalisch]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. August 1897&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Krakau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;08Linus</name></author>
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