<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adalbert_Paulsen</id>
	<title>Adalbert Paulsen - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adalbert_Paulsen"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adalbert_Paulsen&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T16:22:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adalbert_Paulsen&amp;diff=1118171&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lubitsch2 am 13. Juni 2025 um 20:14 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adalbert_Paulsen&amp;diff=1118171&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-06-13T20:14:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adalbert Paulsen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[5. Mai]] [[1889]] in [[Kropp]]; † [[9. Januar]] [[1974]] in [[Hamburg]]) war ein deutscher [[Theologe]], der den [[Deutsche Christen|Deutschen Christen]] angehörte. Von 1933 bis 1945 war er [[Landesbischof]] der [[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holsteins|Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schleswig-Holsteins]], NSDAP-Mitglied und Mitarbeiter des antisemitischen [[Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben|Instituts zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Paulsen wurde als Sohn von [[Johannes Paulsen]], dem Pastor von Kropp und Gründer des dortigen Diakoniewerks, geboren. Nach dem Studium der [[Theologie]] wurde Paulsen 1917 Pfarrer in [[Krummendiek]]. Ab 1923 wirkte er als Pastor der [[Lutherkirche (Kiel)|Luther-Gemeinde]] in [[Kiel]]. Hier galt er als „hochbegabter Prediger“, der „eine große Hörergemeinde unter seiner Kanzel versammelte“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|text=Geschichte der Lutherkirche |url=http://www.luther-kiel.de/geschichte.html |wayback=20090304133159 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paulsen schloss sich der Glaubensrichtung [[Deutsche Christen]] an und trat zum 1. August 1932 der [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] bei (Mitgliedsnummer 1.273.747).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/31821122&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Braunen Synode&amp;#039;&amp;#039; der schleswig-holsteinischen Landeskirche am 12. September 1933 in [[Rendsburg]] zwangen die Deutschen Christen, die die Mehrheit hatten, die Bischöfe [[Eduard Völkel]] (Schleswig) und [[Adolf Mordhorst]] (Holstein) zum Rücktritt und machten Paulsen zum alleinigen Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schleswig-Holstein. In seiner Rede anlässlich der Amtseinführung am 1. Oktober 1933, abgedruckt in der Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Junge Kirche]]&amp;#039;&amp;#039; Heft 17, sagte er: „Wir sehen in der Wende unserer Geschichte die gnadenvolle Führung Gottes, die uns … durch die Sendung Adolf Hitlers zu einem neuen Leben und zu einer neuen Zukunft ruft“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat bei [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945&amp;#039;&amp;#039;. Fischer Taschenbuch Verlag, Zweite aktualisierte Auflage, Frankfurt am Main 2005, ISBN 978-3-596-16048-8, S. 451–452.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach den [[Novemberpogrome 1938|Novemberpogromen 1938]] sah er die Ausschreitungen als gottgegeben an, wie es aus seinem Adventsrundbrief an die Pfarrer hervorgeht: „Das aber kann von uns als Trägern des Geistlichen Amtes nicht ernst genug genommen werden, daß in der Frage des jüdischen Volkes eine strenge Entscheidung von Gott gefallen ist“.&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat bei Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;, Fischer Taschenbuch 2005, S. 452.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1939 wurde er Mitarbeiter am [[Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben]]. „Von hier kamen die weiteren Stichworte zur Radikalisierung der Kirche bis zum Ausschluß der „nichtarischen“ Christen aus der evangelischen Kirche, den der Landeskirchenamtspräsident [[Christian Kinder]] am 10. Februar 1942 für die Landeskirche verfügte. Dies geschah in Kenntnis und auch als Reaktion auf die Deportationen der deutschen Juden, die im Herbst 1941 begonnen hatte und von der auch evangelische Christen jüdischer Herkunft betroffen waren. Einer der Deportierten war Dr. [[Arthur Goldschmidt (Jurist)|Arthur Goldschmidt]] aus [[Reinbek]] in [[Kreis Stormarn|Stormarn]], der im [[Ghetto Theresienstadt]] im Sommer 1942 eine evangelische Gemeinde begründete.“&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. dazu: https://geschichte-s-h.de/sh-von-a-bis-z/e/christen-und-juden-1933-1945/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotz wachsender Widerstände konnte sich Paulsen bis zu seinem Rücktritt 1945 im Bischofsamt halten. Von 1948 bis 1959 war er Pfarrer in Hamburg-Lohbrügge.&amp;lt;ref&amp;gt;Helge-Fabien Hertz (Hrsg.): Pastorenverzeichnis Schleswig-Holstein (2022). Adalbert Paulsen. [https://pastorenverzeichnis.de/person/adalbert-paulsen/] abgerufen am 12. September 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und Auseinandersetzung ==&lt;br /&gt;
Bei einem historisch-politischen Vortrag &amp;#039;&amp;#039;Blankenese im 3. Reich – Schicksale, Vereine, Schulen, Kirche, Musik, Projekte&amp;#039;&amp;#039; am 12. Mai 2007 berichtete die Referentin Marion Rollin von einem Kirchentag der [[Propst]]ei [[Pinneberg]] am 31. Januar 1934 u.&amp;amp;nbsp;a.:&amp;amp;nbsp;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.viermalleben.de/4xleben/1205.htm Marion Rollin: &amp;#039;&amp;#039;„Gott schuf keine Stände, keine Klassen, aber Rassen“ – Einblicke in die Kirchengemeinde Blankenese während der Zeit des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat|Landesbischof Paulsen sagt in seiner Rede: ,Die Kirche muß das Volk erobern …‘ Und weiter: ,Der Kern des Nationalsozialismus liegt in dem sogenannten Arierparagraphen, in dem Bekenntnis zur Rasse. Gott schuf keine Stände, keine Klassen, aber Rassen. Zu diesem schöpfungsmäßigen Gedanken müssen wir uns bekennen.‘ […] Die Verachtung der Juden wird immer schamloser.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116065605}}&lt;br /&gt;
* [https://hamburg-ns-dabeigewesene.de/item/1042 Biografien-Datenbank: NS‑Dabeigewesene]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Folgenleiste&lt;br /&gt;
|VORGÄNGER=Bischof [[Adolf Mordhorst]] (Holstein) und &amp;lt;br /&amp;gt;Bischof [[Eduard Völkel]] (Schleswig)&lt;br /&gt;
|NACHFOLGER=Bischof [[Wilhelm Halfmann]] (Holstein) und &amp;lt;br /&amp;gt;Bischof [[Reinhard Wester]] (Schleswig)&lt;br /&gt;
|AMT=[[Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holstein#Generalsuperintendenten und Bischöfe von Holstein|Landesbischof für Schleswig-Holstein]]&lt;br /&gt;
|ZEIT=[[1933]] – [[1945]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116065605|VIAF=47504252}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Paulsen, Adalbert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherischer Bischof (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1974]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Deutschen Christen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Christentums (Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Paulsen, Adalbert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Theologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Mai 1889&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kropp]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Januar 1974&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Hamburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lubitsch2</name></author>
	</entry>
</feed>