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	<title>Adalbert Oehler - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adalbert_Oehler&amp;diff=1268432&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-03-24T21:47:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Oehler Adalbert.jpg|mini|Adalbert Oehler]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Adalbert Oehler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[13. April]] [[1860]] in [[Schildau]]; † [[9. Juli]] [[1943]] in [[Berlin]]) war ein deutscher Kommunalbeamter. In [[Halberstadt]], [[Krefeld]] und [[Düsseldorf]] war er  [[Oberbürgermeister]]. Er war Professor für Verwaltungsrecht und saß im [[Preußisches Herrenhaus|Preußischen Herrenhaus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Oehler wurde in [[Schildau]] im [[Landkreis Torgau (1816–1952)|Kreis Torgau]] des ehemals preußischen [[Regierungsbezirk Merseburg|Regierungsbezirks Merseburg]] geboren und war ein Vetter [[Friedrich Nietzsche]]s. Er war der älteste Sohn seines Vaters (* 26. Mai 1830; † 4. Februar 1902), der ebenfalls Adalbert hieß und Kanzleirat in [[Halle (Saale)|Halle]] war. Er nahm an der [[Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg|Friedrichs-Universität Halle]] das Studium der Rechtswissenschaft auf und trat der [[Landsmannschaft (Studentenverbindung)|Landsmannschaft]] [[Corps Palaiomarchia Halle|Palaeomarchia]] bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Mechow: &amp;#039;&amp;#039;Namhafte CCer.&amp;#039;&amp;#039; Historia Academica, Band 8/9, S. 180.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1881 zum [[Dr. iur.]] promoviert, trat Oehler in die innere Verwaltung Preußens ein. Während des Referendariats wohnte er 1885 im Hause der Mutter Nietzsches und traf auch mit diesem selbst zusammen. Verheiratet war er seit 1888 mit Agnes Hilmer (* 1. Juni 1861; † 21. März 1934), Tochter eines Bergbauunternehmers aus Halle, die mit ihrem Mann im Februar 1911 von Krefeld nach Düsseldorf gezogen war und dort einen Monat später die Ortsgruppe [[Richard-Wagner-Verband|Richard-Wagner-Verband Deutscher Frauen]] gründete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://rwvduesseldorf.de/unsere_chronik.php |text=Chronik Richard Wagner Verband Düsseldorf |wayback=20160915111219}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Karriere ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kongreation der St.-Blasius-Pfarrkirche in Düsseldorf-Hamm am 22. Oktober durch Kardinal Erzbischof Dr. Fischer.jpg|mini|Oberbürgermeister Adalbert Oehler (2) in einem Gruppenfoto anlässlich der Konsekration der Pfarrkirche [[St. Blasius (Düsseldorf-Hamm)|St. Blasius]] durch Erzbischof [[Anton Fischer (Kardinal)|Anton Kardinal Fischer]] (1) in Düsseldorf-Hamm, 1911]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadt Düsseldorf 1912.jpg|mini|Anleihe der Stadt Düsseldorf vom 1. Mai 1912 mit Unterschrift von Oberbürgermeister Oehler]]&lt;br /&gt;
Oehler wurde 1900 erstmals für fünf Jahre Oberbürgermeister von Halberstadt, bevor er an den [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]] ging, um zuerst Oberbürgermeister von Krefeld (1905–1911) und dann von Düsseldorf (1911–1919) zu werden. Diese Städte vertrat er auch im Preußischen Herrenhaus. In seine Krefelder Amtszeit fällt der Ausbau des Hafens in [[Linn (Krefeld)|Linn]] und die daraus resultierende Ansiedlung wichtiger Industriebetriebe der Stadt. In Düsseldorf fiel seine Amtszeit in die Zeit des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]], so dass ihm hier größere städtebauliche Maßnahmen verwehrt blieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Verhalten während der Revolution 1918/19 beendete seine bis dahin steile Karriere. Während er nach dem 8. November mit dem [[Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands|USPD]]-geführten [[Arbeiter- und Soldatenrat]] zusammenarbeitete, war er doch bei großen Teilen der Düsseldorfer Arbeiterbevölkerung unpopulär. Die von ihm geführte Stadtverwaltung hatte während des Krieges vor allem als Hilfsstelle für die Düsseldorfer Rüstungsindustrie gewirkt. Gleichzeitig wurden das Versagen der Verwaltung bei der Lebensmittel- und Kohlenversorgung der Stadt angelastet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als im Januar die [[Kommunistische Partei Deutschlands|KPD]] und linksradikale Teile der USPD die Macht in der Stadt übernahmen, floh Oehler gemeinsam mit Polizeidezernent [[Robert Lehr]] und Regierungspräsident [[Francis Kruse]] ins von Belgiern besetzte linksrheinische [[Oberkassel (Düsseldorf)|Oberkassel]], um sich einer Verhaftung zu entziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Kopie seiner Fluchtbegründung findet sich in den Akten des Hauptstaatsarchivs Düsseldorf, Reg. Düsseldorf, 15297.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Düsseldorfer Arbeiterrat erklärte Oehler daraufhin für abgesetzt und machte [[Karl Schmidtchen]] zum Oberbürgermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Flucht wurde ihm von der nichtsozialistischen Düsseldorfer Presse, den Stadtverordneten und den Eliten nie verziehen. Als Düsseldorf am 28. Februar 1919 von Freikorpstruppen besetzt wurde, erklärte die Stadtverwaltung gegenüber den preußischen Behörden, dass eine Rückkehr Oehlers nicht gewünscht sei. Im Rahmen der Vorwürfe durch Verwaltung und Presse erschien noch 1919 seine Rechtfertigungsschrift &amp;#039;&amp;#039;Meine Beziehungen zur Revolution&amp;#039;&amp;#039;. Von 1927 stammt eine Schrift über „Düsseldorf, eine Großstadt im Weltkrieg“, in denen er umfangreiches Material zur Lage der Stadt von 1914 bis 1918 präsentierte. Nach seinem formellen Ausscheiden aus dem Amt im Juli 1919 nahm er verschiedene Lehrtätigkeiten an Verwaltungshochschulen, unter anderem an der [[Fürst Leopold-Akademie für Verwaltungswissenschaften|Fürst Leopold-Akademie]] in [[Detmold]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carsten Doerfert |Titel=Die Fürst Leopold-Akademie für Verwaltungswissenschaften. Versuch und Scheitern einer Hochschule in Detmold (1916–1924) |Verlag=Verlag für Regionalgeschichte |Ort=Bielefeld |Datum=2016 |Seiten=120}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wahr. Ein Bildnis Oehlers, geschaffen von dem Maler [[Wolfgang Pagenstecher]], hängt in der Galerie Düsseldorfer Bürgermeisterporträts im [[Rathaus Düsseldorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/die-portraets-der-oberbuergermeister_bid-9548025#0 &amp;#039;&amp;#039;Die Porträts der Oberbürgermeister&amp;#039;&amp;#039;]. Rheinische Post, 6. Juli 2015, abgerufen am 7. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung mit der Familie Nietzsche ===&lt;br /&gt;
Durch die Verwandtschaft mit den Nietzsches ist Oehler auch eine Nebenfigur der deutschen [[Nietzsche-Rezeption]] geworden. Sein Vater, Adalbert senior, war eines von zehn Geschwistern von [[Franziska Nietzsche]], der Mutter Friedrich und [[Elisabeth Förster-Nietzsche]]s. [[Max Oehler]] und [[Richard Oehler]], die ebenfalls eine Rolle in der Rezeptionsgeschichte Nietzsches spielen, waren Vettern Adalbert Oehlers (Söhne von Oscar Ulrich Oehler).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Adalbert Oehler war ab 1893 bis zu dessen Tode 1900 gemeinsam mit Elisabeth Förster-Nietzsche gesetzlicher [[Vormundschaft|Vormund]] des geisteskranken Philosophen. 1898 kaufte er [[Meta von Salis]] die &amp;#039;&amp;#039;Villa Silberblick&amp;#039;&amp;#039; in Weimar ab, in der Friedrich Nietzsches Schwester und Nachlassverwalterin das [[Nietzsche-Archiv]] einrichtete. Förster-Nietzsche, die den Kaufpreis zunächst nicht aufbringen konnte, kaufte Oehler das Haus einige Jahre später ab. Ab deren Gründung 1908 war Oehler zudem Vorsitzender des Vorstands der &amp;#039;&amp;#039;Stiftung Nietzsche-Archiv&amp;#039;&amp;#039;. Von diesem Amt trat er 1923 nach einem Streit mit Förster-Nietzsche, der faktischen Herrin des Archivs, zurück. Erst 1930 trat er wieder in den Vorstand der Stiftung ein. 1940 veröffentlichte er als erster eine Biographie über Franziska Nietzsche (&amp;#039;&amp;#039;Nietzsches Mutter&amp;#039;&amp;#039;, Beck, München 1940), mit der er das schlechte Bild, das Elisabeth Förster in ihren Schriften von ihrer Mutter gezeichnet hatte, korrigieren wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Meine Beziehungen zur Revolution&amp;#039;&amp;#039;. Magdeburg 1919.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Düsseldorf im Weltkrieg: Schicksal und Arbeit einer deutschen Großstadt&amp;#039;&amp;#039;. Edition Lintz, Düsseldorf 1927 (= &amp;#039;&amp;#039;[[Düsseldorfer Geschichtsverein#Düsseldorfer Jahrbuch|Düsseldorfer Jahrbuch]]&amp;#039;&amp;#039; 33).&lt;br /&gt;
* (mit [[Wilhelm Albrecht (Jurist)|Wilhelm Albrecht]]) &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Verwaltungsrecht und Reichsverwaltungsrecht. Grundriß des privaten und öffentlichen Rechts sowie der Volkswirtschaftslehre. 13. Band, 2. Teil&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig, 1930.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hugo Weidenhaupt]]: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte der Stadt Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;. Düsseldorf 1993 (10., erweiterte und verbesserte Auflage), S. 145.&lt;br /&gt;
* [[Richard Krummel|Richard Frank Krummel]], Evelyn S. Krummel: &amp;#039;&amp;#039;[[Nietzsche und der deutsche Geist]]&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 1998, S. 130, Anm. 150 (Kurzbiographie)&lt;br /&gt;
* Elisabeth H. Tobin: &amp;#039;&amp;#039;The revolution in Düsseldorf.&amp;#039;&amp;#039; Ann Arbor 1985.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rev&amp;quot;&amp;gt;Über sein Verhalten in Krieg und Revolution&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* HStAD 15297: Bl. ? – Oberbürgermeister Oehler an Stadtverordnete, 12. Januar 1919.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rev&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Adalbert Oehler}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119158604}}&lt;br /&gt;
* [https://www.rheinische-geschichte.lvr.de/persoenlichkeiten/O/Seiten/AdalbertOehler.aspx Adalbert Oehler (1860–1943), Oberbürgermeister von Krefeld und Düsseldorf, Nietzsche-Vormund (rheinische-geschichte.lvr.de)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Oberbürgermeister von Düsseldorf&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Oberbürgermeister in Krefeld&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119158604|LCCN=nr95031640|VIAF=72197870}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Oehler, Adalbert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Preußischen Herrenhauses]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landsmannschafter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Krefeld)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bürgermeister (Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1860]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1943]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Oehler, Adalbert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Bürgermeister und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=13. April 1860&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Schildau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. Juli 1943&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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