<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adalbert_Kuhn</id>
	<title>Adalbert Kuhn - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Adalbert_Kuhn"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adalbert_Kuhn&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-06T19:04:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adalbert_Kuhn&amp;diff=265030&amp;oldid=prev</id>
		<title>185.109.154.90 am 6. März 2025 um 19:46 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Adalbert_Kuhn&amp;diff=265030&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-03-06T19:46:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Франц Феликс Адальберт Кун.jpg|mini|Kuhn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Franz Felix Adalbert Kuhn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. November]] [[1812]] in [[Chojna|Königsberg in der Neumark]]; † [[5. Mai]] [[1881]] in [[Berlin]]) war ein [[Indogermanistik|Indogermanist]] und Mythologe. Er gilt als Begründer der linguistischen Paläontologie und der vergleichenden Mythologie. Außerdem war er Direktor des [[Köllnisches Gymnasium|Köllnischen Gymnasiums]] zu Berlin und Mitglied der [[Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften|Akademie der Wissenschaften]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner Schülerzeit von 1827 bis 1833 auf dem [[Joachimsthalsches Gymnasium|Joachimsthalschen Gymnasium]] in Berlin zeigte Kuhn bereits überdurchschnittliches Interesse an Sprachen und brachte sich im Selbststudium die Grundzüge des [[Sanskrit]] bei. Später studierte er [[Philologie]] an der [[Humboldt-Universität zu Berlin#Friedrich-Wilhelms-Universität|Universität zu Berlin]]. Nach seiner Promotion im Jahr 1837 trat er zunächst als Proband eine Stelle am Köllnischen Gymnasium in Berlin an. 1841 wurde er dort Lehrer. 1856 ernannte man ihn zum Professor und 1870 schließlich zum Direktor des Instituts. 1872 nahm ihn die Berliner Akademie der Wissenschaften als Mitglied auf. Seit 1863 war er korrespondierendes Mitglied der [[Russische Akademie der Wissenschaften|Russischen Akademie der Wissenschaften]] in [[Sankt Petersburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ras.ru/win/db/show_per.asp?P=.id-50960.ln-ru |titel=Ausländische Mitglieder der Russischen Akademie der Wissenschaften seit 1724 |titelerg=Franz Felix Adalbert Kuhn |hrsg=Russische Akademie der Wissenschaften |abruf=2015-09-26 |sprache=ru}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde 1881 auf dem [[Friedhöfe Friedenstraße / Landsberger Allee#St. Petri-Luisenstadt-Kirchhof|St. Petri-Friedhof zu Berlin]] bestattet. Sein Grab wurde jedoch zum Ende des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts eingeebnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://friedhofsfinder.stiftung-historische-friedhoefe.de/friedhof/f_hain/gp_2/petri.htm |wayback=20140602013237 |text=Aufzählung einiger Grabstellen auf dem St.-Petri-Luisenstadt-Kirchhof}} auf stiftung-historische-friedhoefe.de, abgerufen am 24. April 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehre ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinen Forschungen schuf er die entscheidenden Grundlagen für die vergleichende Sprachwissenschaft. So entwickelte er 1845 in &amp;#039;&amp;#039;Zur ältesten Geschichte der indogermanischen Völker&amp;#039;&amp;#039; die Grundlagen des später als &amp;#039;&amp;#039;linguistische Paläontologie&amp;#039;&amp;#039; bezeichneten Wissenschaftszweiges. Kuhn verstand darunter den Versuch, die Merkmale einer [[Indogermanen|indogermanischen]] Urkultur anhand der Rekonstruktion indogermanischer Begriffe zu ergründen. Dazu untersuchte er, wie weit sich Begriffe wie „Saat“, „Acker“, „Mahd“ oder „Korn“ [[Etymologie|etymologisch]] auf eine gemeinsame Wurzel zurückverfolgen lassen. Auf diese Weise lässt sich das früheste Aufkommen bestimmter kultureller Konzepte wie [[Ackerbau]] belegen. Durch einen breit angelegten Vergleich der [[Indogermanische Sprachfamilie|indogermanische Sprachen]] lässt sich so ein gemeinsamer hypothetischer Grundwortschatz erstellen. Die Elemente dieses Grundwortschatzes erlauben nach Kuhn Aussagen über eine Kultur zu treffen, von der keine direkten schriftlichen Belege vorliegen. Wenngleich seine Thesen in dieser Form heute nicht mehr uneingeschränkt haltbar sind, trug Kuhn damit dennoch wesentlich zur Begründung der indogermanischen [[Altertumswissenschaft]] bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit war die vergleichende Untersuchung von Märchen, Sagen und Mythen. Angeregt durch [[Jakob Grimm]]s 1835 erschienene &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Mythologie&amp;#039;&amp;#039; begann er selbst, Sagen und Gebräuche zu sammeln und in mehreren Werken in den 1840er und 1850er Jahren zu veröffentlichen. Später wandte er sich dann auch außergermanischen Quellen, vor allem dem [[Rig Veda]], zu. Die Erkenntnisse dieser Forschungen fasste Kuhn 1859 in seinem Hauptwerk &amp;#039;&amp;#039;Die Herabkunft des Feuers und des Göttertranks&amp;#039;&amp;#039; zusammen, das heute als erste umfassende Darstellung einer vergleichenden Mythologie gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit seinem letzten Werk &amp;#039;&amp;#039;Über Entwicklungsstufen der Mythenbildung&amp;#039;&amp;#039; verfasste er 1873 schließlich eine [[Methodologie]] der Mythenforschung. Darin erklärt er den Ursprung indogermanischer Mythen als sprachliches Phänomen unter besonderer Berücksichtigung von [[Polysemie]]n und [[Homonymie]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Bedeutung sind außerdem die von ihm ab 1852 herausgegebene [[Historische Sprachforschung|&amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung&amp;#039;&amp;#039;]] und die 1862 daran anschließenden &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur vergleichenden Sprachforschung auf dem Gebiet der arischen, keltischen und slawischen Sprachen&amp;#039;&amp;#039;. Beide Periodika verschmolzen 1875 zur &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung auf dem Gebiete der indogermanischen Sprachen&amp;#039;&amp;#039;, die nach seinem Tod durch seinen Sohn [[Ernst Kuhn (Indologe)|Ernst]] weitergeführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur ältesten Geschichte der indogermanischen Völker.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[Cöllnisches Real-Gymnasium]. Womit zu der [...] in dem Locale des Real-Gymnasiums (Scharrn-Strasse No. 23) stattfindenden öffentlichen Prüfung der Zöglinge dieser Anstalt ehrerbietigst einladet.&amp;#039;&amp;#039; 1845, {{ZDB|1317504-x}}, S. 1–18, ([http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:hbz:061:1-162387 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Märkische Sagen und Märchen nebst einem Anhange von Gebräuchen und Aberglauben.&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 1843, ([http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10013455_00005.html Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* als Herausgeber mit [[Wilhelm Schwartz (Philologe)|Wilhelm Schwartz]]: &amp;#039;&amp;#039;Norddeutsche Sagen, Märchen und Gebräuche aus Meklenburg, Pommern, der Mark, Sachsen, Thüringen, Braunschweig, Hannover, Oldenburg und Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Brockhaus, Berlin 1843, ([http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10020094_00007.html Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* als Herausgeber: &amp;#039;&amp;#039;Sagen, Gebräuche und Märchen aus Westfalen und einigen andern, besonders den angrenzenden Gegenden Norddeutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Theil 1–2 (Tl. 1: &amp;#039;&amp;#039;Sagen.&amp;#039;&amp;#039; Tl. 2: &amp;#039;&amp;#039;Gebräuche und Märchen.&amp;#039;&amp;#039;). Brockhaus, Leipzig 1859, ([http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10020095_00005.html Digitalisat Tl. 1]; [http://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10020096_00007.html Digitalisat Tl. 2]).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Herabkunft des Feuers und des Göttertranks.&amp;#039;&amp;#039; Ferdinand Dümmler&amp;#039;s&amp;lt;!-- sic --&amp;gt; Verlagsbuchhandlung, Berlin 1859 ([https://reader.digitale-sammlungen.de/resolve/display/bsb10446272.html Digitalisat])&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ueber&amp;lt;!-- sic. - so belassen, siehe Scan--&amp;gt; entwicklungsstufen&amp;lt;!-- sic. - so belassen, siehe Scan--&amp;gt; der mythenbildung&amp;lt;!-- sic. - so belassen, siehe Scan--&amp;gt;.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen der Königlichen Preußischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Philosophisch-Historische Klasse.&amp;#039;&amp;#039; 1873, {{ZDB|955708-8}}, [https://opacplus.bsb-muenchen.de/metaopac/singleHit.do?methodToCall=showHit&amp;amp;curPos=65&amp;amp;identifier=100_SOLR_SERVER_1894168326 S. 123–151].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Conrad Bursian]]: &amp;#039;&amp;#039;Adalbert Kuhn.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Jahrbuch für Alterthumskunde.&amp;#039;&amp;#039; 4. Jg., 1881, S. 49–64 ([https://archive.org/details/jahresberichtb24leipuoft/page/48/mode/2up?view=theater Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* {{ADB|17|335|336|Kuhn, Franz Felix Adalbert|[[August Leskien]]|ADB:Kuhn, Adalbert}}&lt;br /&gt;
* {{NDB|13|256|257|Kuhn, Adalbert|Friedrich Wilhelm|116601825}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|116601825}}&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Autor|Literatur/M/Kuhn,+Adalbert}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116601825|LCCN=n82107843|VIAF=3226582}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kuhn, Adalbert}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Indogermanist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Preußischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korrespondierendes Mitglied der Russischen Akademie der Wissenschaften]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulleiter (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1812]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1881]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Humboldt-Universität zu Berlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kuhn, Adalbert&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kuhn, Franz Felix Adalbert&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Indogermanist und Mythologe&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. November 1812&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Chojna|Königsberg in der Neumark]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Mai 1881&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>185.109.154.90</name></author>
	</entry>
</feed>