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	<title>Ad-Damir - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ad-Damir&amp;diff=468653&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2026-01-09T07:52:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort&lt;br /&gt;
|BREITE        = 17/35/24/N&lt;br /&gt;
|LÄNGE         = 33/57/36/E&lt;br /&gt;
|MAPTYPE       = &lt;br /&gt;
|NAME          = ad-Damir&lt;br /&gt;
|AMT-NAME      = {{ArS|الدامر}}&lt;br /&gt;
|KARTE         = &lt;br /&gt;
|WAPPEN        = &lt;br /&gt;
|FLAGGE        = &lt;br /&gt;
|VE2-NAME      = &lt;br /&gt;
|VE2-ART       = &lt;br /&gt;
|VE3-NAME      = &lt;br /&gt;
|VE3-ART       = &lt;br /&gt;
|HÖHE          = &lt;br /&gt;
|FLÄCHE        = &lt;br /&gt;
|EINWOHNER     = 122.944&lt;br /&gt;
|STAND         = 2012&lt;br /&gt;
|GRÜNDUNG      = &lt;br /&gt;
|ISO-CODE      = SD-NR&lt;br /&gt;
|WWW           = &lt;br /&gt;
|WWW-SPRACHE   = &lt;br /&gt;
|BÜRGERMEISTER = &lt;br /&gt;
|PARTEI        = &lt;br /&gt;
|BILD          = Ed Damer marketstreet.jpg&lt;br /&gt;
|BILD-TEXT     = Straße im zentralen Marktbereich&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ed Damer,al-Majdhub.jpg|mini|Grabmal von al-Majdhub. Es wird im Innern gegen den Uhrzeigersinn umgangen und besonders von Frauen verehrt. Die Erde unter dem mit grünem Stoff behangenen Holzgestell ist feucht, ein Zeichen für das hier ausströmende [[Baraka (Segenskraft)|Baraka]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ed Damer markethouse.jpg|mini|Praktisch nur in Ad-Damir sind noch Marktgebäude aus Lehmziegeln zu sehen. Die Dächer bestehen aus einer Astholz- konstruktion, auf die Stampflehm gepackt wurde. Die Säulen sind entsprechend der geringeren Druckfestigkeit des Materials breiter.]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ad-Damir&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ArS|الدامر|w=ad-Dāmir}}), Alternativschreibung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ed Damer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Ad Damar&amp;#039;&amp;#039;), ist die Hauptstadt des [[sudan]]esischen Bundesstaates [[Nahr an-Nil]]. Sie liegt am rechten Ufer des [[Nil]], rund 10 Kilometer südlich von [[Atbara (Sudan)|Atbara]] und rund 250 Kilometer nordöstlich von [[Khartum]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
Für das Gebiet Ad-Damir werden 122.944 Einwohner (Berechnung 2012) angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevölkerungsentwicklung:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#efefef;&amp;quot; | Jahr&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#efefef;&amp;quot; | Einwohner&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://bevoelkerungsstatistik.de/wg.php?x=&amp;amp;men=gcis&amp;amp;lng=de&amp;amp;dat=32&amp;amp;geo=-188&amp;amp;srt=npan&amp;amp;col=aohdq&amp;amp;pt=c&amp;amp;va=x.&amp;amp;srt=pnan%7D%7D |wayback=20111229104939 |text=Archivierte Kopie }} World Gazetteer{{Abrufdatum |1=2024-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1973 (Zensus)&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 17.086&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1983 (Zensus)&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 25.345&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1993 (Zensus)&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 50.995&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2012 (Berechnung)&lt;br /&gt;
| align=&amp;quot;right&amp;quot; | 122.944&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Ad-Damir ist Zentrum eines lokalen [[Sufismus|Sufi]]-Ordens. Der aus [[Marokko]] stammende [[Scheich]] und Gründer einer Bruderschaft (&amp;#039;&amp;#039;[[Tarīqa]]&amp;#039;&amp;#039;) Ahmad ibn Idris (1760–1837) lebte lange Zeit in [[Mekka]]. Drei seiner Schüler verbreiteten seine Lehren in jeweils abgewandelter Form an verschiedenen Orten in Sudan. Einer davon, Muhammad al-Majdhub as-Sughayir (1796–1833), ließ sich in Ad-Damir nieder, wo sein Grabbau im Zentrum der Stadt heute noch verehrt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Hanspeter Mattes: &amp;#039;&amp;#039;Sudan.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Werner Ende]], [[Udo Steinbach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Islam in der Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; 5., aktualisierte und erweiterte Auflage. Beck, München 2005, ISBN 3-406-53447-3, S. 490.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein voller Name lautet in anderer Schreibung: Muhammad bin Ahmad Qamer al-Dīn bin Hamad al-Majdhūb al-Ṣaghīr. &amp;#039;&amp;#039;Al-Ṣaghīr&amp;#039;&amp;#039; heißt „der Jüngere“,&amp;lt;ref&amp;gt;Ali Salih Karrar: &amp;#039;&amp;#039;The Sufi Brotherhoods in the Sudan.&amp;#039;&amp;#039; C. Hurst, London 1992, ISBN 1-85065-111-6, S. 168–171: &amp;#039;&amp;#039;Appendix A: Muhammad al-Majdhub, „the jounger“.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; da zur Zeit des [[Sultanat von Sannar|Funj-Sultanats]] sein Großvater Hamad ibn al-Majdhub (1693–1776) den &amp;#039;&amp;#039;Majdhubiya&amp;#039;&amp;#039; genannten Sufi-Orden in der Gegend von ad-Damir gegründet hatte. Hamad ibn al-Majdhub gewann durch Askese, Meditation und gute Beziehungen zu den lokalen Clanführern Vertrauen in der Bevölkerung. Für Ad-Damir brachte das Selbstverwaltung, einen Ruf als Bildungszentrum und als Ort, um Streitigkeiten unter den Clans beizulegen.&amp;lt;ref&amp;gt;J. Spencer Trimingham: &amp;#039;&amp;#039;Islam in the Sudan.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, London u. a. 1949, S. 224 f. [https://archive.org/details/islaminthesudan013838mbp Bei Universal Library online].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Führer des Ordens stiegen zu Gebietsherrschern in der Umgebung von ad-Damir auf, ihre Anhängerschaft verblieb innerhalb der umliegenden Stammesgebiete. Zur Zeit der [[Türkisch-Ägyptischer Sudan|türkisch-ägyptischen Herrschaft]] über Sudan kämpften die Majdhubiya auf Seiten des [[Muhammad Ahmad|Mahdi]] gegen die Ägypter und gegen die mit den Ägyptern kooperierende Bruderschaft der [[Khatmiyya]].&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Fitzenreiter: {{Webarchiv|url=http://www.m-fitzenreiter.de/Images/SDs/mittsag6-Geschichte%20islam.%20Zeit.pdf |wayback=20160304222958 |text=&amp;#039;&amp;#039;Geschichte, Religion und Denkmäler der islamischen Zeit im Nordsudan. Teil II: Der Islam im Sudan.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-02-25 23:50:15 InternetArchiveBot }} In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Sudanarchäologischen Gesellschaft zu Berlin e.V.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 7, 1997, {{ISSN|0945-9502}}, S. 39–53, hier S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Forschungsreisende [[Jean Louis Burckhardt]] kam 1812 nach ad-Damir. Sudan war zu dieser Zeit noch nicht von [[Dynastie des Muhammad Ali|ägyptischen Herrschern]] erobert. Burckhardt erwähnte den positiven Einfluss, den Muhammad al-Majdhub als &amp;#039;&amp;#039;Faqir el Kebir&amp;#039;&amp;#039; ([[Arabische Sprache|arabisch]]: „großer Fakir“, ein islamischer Gelehrter und Heiler, von Burckhardt „Oberpriester“ genannt) auf die gesellschaftliche Moral ausüben würde. In den nahegelegenen Orten [[Barbar (Sudan)|Berber]] und [[Shendi]] fand er, außer bei religiösen Männern, Alkohol und Prostitution verbreitet. Nicht so in Ad-Damir, als Folge dieses mäßigenden Einflusses der Religion nannte er Prosperität in Handel und Landwirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Jean Louis Burckhardt|John Lewis Burckhardt]]: &amp;#039;&amp;#039;Travels in Nubia.&amp;#039;&amp;#039; John Murray, London 1819, [https://reader.digitale-sammlungen.de//de/fs1/object/display/bsb10366596_00007.html Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Carl Ritter]] beschrieb in seinem geographischen Standardwerk von 1822 unter der Überschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Priesterstaat Damer&amp;#039;&amp;#039; zusammengefasst: Der Großfakir lebte auf einem Platz in der Ortsmitte in einem kleinen quadratischen Gebäude. Mehrere angesehene Koranschulen (&amp;#039;&amp;#039;[[Madrasa]]&amp;#039;&amp;#039;), deren Schüler von weit anreisten, waren um eine große Moschee herum eingerichtet. Es gab intensiv betriebenen Ackerbau mit Bewässerung durch [[Göpel]]-[[Schöpfrad|Schöpfräder]] (&amp;#039;&amp;#039;Sakia&amp;#039;&amp;#039;), die von Ochsen angetrieben wurden und zwei Ernten im Jahr ermöglichten, einen zollfreien Markt und dadurch regen Handel.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Carl Ritter]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Erdkunde im Verhältnis zur Natur und Geschichte des Menschen, oder allgemeine vergleichende Geographie.&amp;#039;&amp;#039; 2. stark vermehrte und verbesserte Auflage. Reimer, Berlin 1822, S. 543 f. [https://books.google.de/books?id=CRQPAAAAQAAJ&amp;amp;pg=PR24&amp;amp;dq=%22Der+Priesterstaat+Damer%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=xQn9Ud62LISitAaxrYGgAw#v=onepage&amp;amp;q=%22Der%20Priesterstaat%20Damer%22&amp;amp;f=false Digitalisat].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigste Karawanenroute führte von hier ostwärts durch die Wüste und das Gebirge am [[Rotes Meer|Roten Meer]] zur Hafenstadt [[Suakin]]. Dies war zugleich die Pilgerroute nach Mekka. Burckhardt nahm den Umweg über Shendi und [[Kassala]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Muhammad Madschdhub (1887/88–1976, genannt: Scheich Muhammad Dschalal al-Din), ein weiterer Scheich des Ordens, kam mit acht Jahren nach ad-Damir. Er gehörte zu den ersten Studenten, die von den Briten in Khartum eine westliche Erziehung erhielten, sein religiöser Lehrer war anfangs ein Scheich des [[Tidschani|Tijaniyya]]-Ordens, von seinem Onkel wurde er in die Majdhubiya initiiert. Muhammad Majdhub unterrichtete an der Koranschule (&amp;#039;&amp;#039;Chalwa&amp;#039;&amp;#039;) von ad-Damir. Nachdem dieser Schule um 1948 zugunsten einer weltlichen Einrichtung von der Regierung die Unterstützung entzogen wurde, gründete er seine eigene Religionsschule, die um 1959 fertiggestellt war, aber Mitte der 1970er Jahre von der Regierung übernommen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt an der Eisenbahnlinie und der asphaltierten Hauptverbindungsstraße von Khartum nach Norden zur ägyptischen Grenze bei [[Wadi Halfa]]. Anstelle der Karawanenroute zweigt heute eine asphaltierte Straße von Atbara nach [[Bur Sudan|Port Sudan]] ab. Auf dem wöchentlichen Kamelmarkt (samstags) werden Kamelherden aus der [[Butana]]-Region, die in Richtung Norden transportiert werden sollen, umgeschlagen. Es gibt einen kleineren Markt für Schafe, die von [[Bedscha (Volk)|Bedscha]] verkauft werden. Die Stadt ist ein Umschlagplatz für die [[Dattelpalmen|Dattel]]-Produktion aus dem Norden des Landes. Daneben existieren einige Handwerksbetriebe und Konservenfabriken für [[Mango]]s, [[Tomate]]n und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse. Der größere Markt für Agrarprodukte und sonstige Waren befindet sich in Atbara. Beide Orte sind durch regelmäßig verkehrende Minibusse miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stadtbild ==&lt;br /&gt;
Ad-Damir hat sich im Gegensatz zu anderen Städten ein traditionelles nordsudanesisches Stadtbild bewahrt. Innerhalb eines rechtwinkligen Straßenplans befinden sich ausschließlich eingeschossige Gebäudezeilen mit im Marktbereich typischen Arkaden aus Säulenreihen oder Rundbögen. Die Häuser der ausgedehnten Wohnviertel bestehen aus Lehmziegeln. Es gibt mehrere Moscheen, die sich über das Stadtgebiet verteilen, und weiterhin eine Koranschule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ad-Damir}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SEITENTITEL:ad-Damir}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Damir}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Sudan]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort in Afrika]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nahr an-Nil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort am Nil]]&lt;/div&gt;</summary>
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