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	<title>Acritarcha - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Acritarcha&amp;diff=586327&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leyo: auf DOI-Link umgestellt</title>
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		<updated>2020-07-26T20:23:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;auf DOI-Link umgestellt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Acritarcha&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (griechisch ἄκριτος ‚unsicher‘; αρχη ‚Ursprung‘), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Acritarchen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Singular]]: &amp;#039;&amp;#039;das Acritarch&amp;#039;&amp;#039;) sind eine Gruppe von [[Mikrofossil]]ien, deren [[Systematik (Biologie)|systematische Einordnung]] weitgehend unbekannt ist. Der Name wurde 1963 von William R. Evitt eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;William R. Evitt (1963): A discussion and proposals concerning fossil dinoflagellates, hystrichospheres, and acritarchs. Proceedings of the National Academy of Sciences USA 49: 298–302 ([[doi:10.1073/pnas.49.3.298]]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu den Acritarchen werden die [[Plankton|planktischen]] Organismen gezählt, deren widerstandsfähige Hüllen, etwa auf Basis von [[Sporopollenin]] oder ähnlichen hoch[[polymer]]en organischen Verbindungen als [[Fossil]]ien in [[Sediment]]en nachgewiesen werden können. Die vielfältigen Formen und die Erhaltungsfähigkeit in ansonsten fossilleeren Gesteinen machen sie zu wertvollen Werkzeugen der [[Paläontologie]]. Früher wurden die Acritarchen zusammen mit einigen, heute den [[Dinoflagellaten]] zugerechneten Formen zu den sogenannten Hystrichosphaeroideen gestellt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lehmann&amp;quot;&amp;gt;Ulrich Lehmann und Gero Hillmer: &amp;#039;&amp;#039;Wirbellose Tiere der Vorzeit: Leitfaden der systematischen Paläontologie der Invertebraten.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, Stuttgart: Ferdinand Enke-Verlag Stuttgart, 1988; ISBN 3-432-90652-8&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestalt ==&lt;br /&gt;
Morphologisch zeigen die Acritarcha eine hohe Variationsbreite, die von einfachen [[sphäroid]]alen Formen bis hin zu solchen mit komplex skulpturierten und mit Fortsätzen versehenen Schalen reicht. Die Zellgröße befindet sich typischerweise im Bereich von 10 bis 50&amp;amp;nbsp;[[µm]]. Dieser im Vergleich zu den [[Bakterien]] deutlich größere Durchmesser und der chemische Aufbau der Hüllen deuten darauf hin, dass es sich bei den Acritarcha um [[Eukaryoten]] handelt. Bei den einzelnen Vertretern der sehr [[Heterogenität (Naturwissenschaft)|heterogen]]en Gruppe der Acritarchen scheint es sich um Zysten von [[Algen]] (einschließlich der heute bedeutenden Dinoflagellaten), Sporen von Moosen ([[Bryophyta]]) und Farnen ([[Pteridophyta]]) sowie weniger häufig um Dauerformen von [[Zooplankton]] zu handeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zeitliche Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die ältesten Funde von Acritarchen reichen mit einem Alter von etwa zwei Milliarden Jahren zurück bis in das [[Paläoproterozoikum]]. Während des allgemeinen [[Massenaussterben]]s in der [[Marinoische Eiszeit|Marinoischen Eiszeit]] vor 635 Mio. Jahren kam es zu einer erheblichen Abnahme der Artenzahl, welche die [[Artenvielfalt]] der Acritarcha um etwa 70 % verminderte. In der folgenden [[Warmzeit]] wurden diese Artverluste durch umfangreiche Neuentstehungen mehr als ausgeglichen, sodass die Acritarcha beginnend vom [[Kambrium]] bis ins [[Devon (Geologie)|Devon]] ihre größte Diversität aufwiesen. Dabei stellen sie in diesem Zeitraum die dominierende Gruppe des fossilen [[Phytoplankton]]s dar. Gegen Ende des Oberdevons kam es zu einem zweiten großen Aussterbe-Ereignis, von dem sich die Acritarcha nicht mehr erholten. Zwar kommen bis ins [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]] hinein vereinzelt Acritarcha vor, jedoch nur sehr selten und mit geringer Artzahl. Aus dem [[Quartär (Geologie)|Quartär]] sind Süßwasser-Acritarcha bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor= Ulrich Lehmann | Titel= Paläontologisches Wörterbuch | Auflage= 4. | Verlag= Ferdinand Enke Verlag | Ort= Stuttgart | Jahr= 1996 | Seiten=3 | ISBN= 3-432-83573-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Mit ihrer großen Häufigkeit in Verbindung mit der zeitlich variierenden Zusammenstellung der Arten stellen die Acritarchen wichtige [[Leitfossil]]ien in der [[Biostratigraphie]] von proterozoischen und [[paläozoisch]]en Sedimenten dar. Das gilt insbesondere für die Periode des [[Proterozoikum]]s, da in diesem Zeitbereich andere zur Datierung verwendbare Fossilien nur selten vorhanden sind. Darüber hinaus verhinderte die stabile Hülle eine Zerstörung der Fossilien auch in Gesteinen, die in einer der Erhaltung von Fossilien abträglichen Umgebung abgelagert wurden, oder nach ihrer Ablagerung einer [[Metamorphose (Geologie)|Metamorphose]] unterlagen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Titel=Palynological dating (acritarchs and chitinozoans) of Lower Paleozoic phyllites from the Black Forest/southwestern Germany | Autor=Michael Montenari, Thomas Servais und Florentin Paris | Seiten=493–499 | Jahr=2000 | Sammelwerk=Comptes Rendus de l’Académie des Sciences - Series IIA - Earth and Planetary Science | Band=Bd. 330 | Nummer=7 | DOI=10.1016/S1251-8050(00)00182-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Widerstandsfähigkeit der Hüllen erlaubt eine einfache Gewinnung, indem das Gestein mit [[Flusssäure]] aufgelöst wird. Die unlöslichen Reste bleiben zurück, unter ihnen die Acritarchen, die dann unter dem Mikroskop aussortiert und bestimmt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor= Ulrich Lehmann | Titel= Paläontologisches Wörterbuch | Auflage= 4. | Verlag= Ferdinand Enke Verlag | Ort= Stuttgart | Jahr= 1996 | Seiten=3 | ISBN= 3-432-83573-6}}&lt;br /&gt;
* Michael Montenari, Ursula Leppig: &amp;#039;&amp;#039;Die Acritarcha: ihre Klassifikation, Morphologie, Ultrastruktur und paläoökologische/paläogeographische Verbreitung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Paläontologische Zeitschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 77, Nr. 1, 2003, S. 173–193 ([[doi:10.1007/BF03004567]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://books.google.de/books?id=9jE4AAAAIAAJ&amp;amp;pg=PA37&amp;amp;lpg=PA37&amp;amp;dq=Acritarcha&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=0luju27zkz&amp;amp;sig=D8XHlb42iIwha9CCOhcWbzX9NHg&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=XaE-SvWgHoeF_AbCuL2dAw&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=23 Kurzbeschreibung in Ulrich Lehmann, Gero Hillmer: &amp;#039;&amp;#039;Fossil invertebrates&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.cimp.ulg.ac.be/Acritarchs.html &amp;#039;&amp;#039;Acritarch Subcommission&amp;#039;&amp;#039;] der &amp;#039;&amp;#039;Commission Internationale de la Microflore du Paléozoïque (CIMP)&amp;#039;&amp;#039;, Internationale Kommission zur paläozoischen [[Mikroflora]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mikropaläontologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leyo</name></author>
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