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	<title>Ackerterrasse - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T03:04:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ackerterrasse&amp;diff=678877&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Literatur */ Komma ergänzt</title>
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		<updated>2024-07-20T17:42:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Komma ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerterrassen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden treppenartig an Hängen angeordnete Ackerflächen bezeichnet, welche durch das Zusammenwirken von hangparallelem Pflügen und talseitiger [[Bodenerosion]] entstanden sind. Sie bestehen aus ebenen Terrassenflächen mit ackerbaulicher Nutzung und stark geneigten Terrassenhängen oder -rainen. Ackerterrassen stellen ein Relikt einer vergangenen Flurgliederung dar und prägen als historisches Kulturlandschaftselement das Landschaftsbild.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.kulturlandschaft.fh-erfurt.de/index.php?id=24&amp;amp;uid=2 |titel=Glossar der Kulturlandschaftselemente |hrsg=Fachhochschule Erfurt, Fakultät Landschaftsarchitektur, Gartenbau und Forst |abruf=2017-11-05 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Bishopstonelynchets2.jpg|mini|Ackerterrassen bei  Bishopstone in [[Wiltshire]] ([[England|Südengland]])]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tizourgane 1989.jpg|mini|Terrassierte Hänge bei [[Tizourgane]] ([[Marokko|Südmarokko]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Charakteristik ==&lt;br /&gt;
Die Höhe der Geländestufen variiert. Noch erhaltene, europäische Ackerterrassen aus dem [[Hochmittelalter]], die seit der Wüstungsperiode des [[Spätmittelalter]]s unter Wald sind, erreichen meist nur Höhen von wenigen Dezimetern. An [[Löss|Löß]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;hängen in Deutschland werden Absätze von bis zu zwei Metern erreicht, in China bis zu neun Metern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
In Europa wurden Ackerterrassen seit dem [[Mittelalter]] zur Erweiterung der Ackerflächen auf Hanglagen angelegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor= |Hrsg=Bayerische Landesamt für Umwelt |Titel=Historische Kulturlandschaftselemente in Bayern. |Sammelwerk=Heimatpflege in Bayern. Schriftenreihe des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege |Band=4 |Auflage=1 |Datum=2013 |ISBN=978-3-931754-54-9 |Seiten=38 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Naturräumliche Gegebenheiten und anthropogene Faktoren begünstigten die Entstehung von Ackerterrassen. Bei landwirtschaftlicher Nutzung stark geneigter Hänge wurden die Ackerparzellen hangparallel angelegt. Durch die Bodenbearbeitung, insbesondere durch hangparalleles Pflügen immer in einer Richtung, wurde das Bodenmaterial an der Unterseite der Nutzungsparzelle akkumuliert. Hierdurch haben sich Geländestufen gebildet, so dass die einzelnen Äcker deutlich erkennbar voneinander abgesetzt sind und Terrassen bilden, die etwas weniger geneigt sind, als dies der Hang vorher war. Verstärkt wird dieser Effekt dadurch, dass unmittelbar oberhalb der Stufen das Gelände nahezu eben ist, so dass durch natürliche [[Denudation]] abgespültes Material dort ebenfalls akkumuliert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch bewusst angelegte Terrassierungen werden als Ackerterrassen bezeichnet. Diese dienten bei geneigten Hängen insbesondere dem Schutz vor [[Bodenerosion]] und der besseren Bearbeitbarkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Voraussetzung für die Anlage bzw. Entstehung von Ackerterrassen ist eine ackerbauliche Nutzung bei einer Hangneigung über 9 bis 12 Prozent.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionale Verbreitung in Bayern ===&lt;br /&gt;
In weiten Bereichen des Hügel- und Berglandes, insbesondere auf Lößstandorten sind Ackerterrassen als historisches Kulturlandschaftselement verbreitet und wirken landschaftsbildprägend. Zudem kommen sie auf Grünlandstandorten, beispielsweise im Voralpenland vor und stellen Relikte der historischen Landnutzungsform dar. Diese Standorte verdeutlichen den Wandel in der Landwirtschaft von Ackerbau zu reiner Grünland- und Milchviehwirtschaft ab Mitte des 19. Jahrhunderts. In südexponierten Lagen sind Ackerterrassen ebenso verbreitet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regionale Verbreitung im Teutoburger Wald ===&lt;br /&gt;
Am Südhang des [[Teutoburger Wald]]es wurden auf der Basis einer Auswertung [[digitales Geländemodell|digitaler Geländemodelle]] heute bewaldeter Bereiche allein im Abschnitt zwischen [[Bad Iburg]] und [[Dissen a.T.W.]] (einschl. des Kleinen Berges zwischen [[Bad Laer]] und [[Bad Rothenfelde]]) 1300 Hektar terrassierte Ackerfluren identifiziert. Sie sind vermutlich mittelalterlichen Ursprungs. Ihre ackerbauliche Bewirtschaftung endete möglicherweise mit dem Beginn einer erosionsträchtigen Starkregen- und Sturmperiode im 14. Jahrhundert und der sich anschließenden [[Kleine Eiszeit|Kleinen Eiszeit]].&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Mölder, Christof Spannhoff: [https://www.nw-fva.de/fileadmin/nwfva/publikationen/pdf/molder_2021_eine_vergessene_agrarlandschaft.pdf &amp;#039;&amp;#039;Eine vergessene Agrarlandschaft - mittelalterliche Ackerfluren unter Wald im Osnabrücker Osning&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 754&amp;amp;nbsp;kB), in: Heimatbund Osnabrücker Land / Kreisheimatbund Bersenbrück (Hrsg.): Heimatjahrbuch Osnabrücker Land 2022, ISBN 978-3-941611-22-1, m.w.N. und Hinweisen auch zu historischen Klärungsbedarfen&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbreitung in der Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der Schweiz ist dieses [[Kulturgut]] besonders in den Berggebieten romanischer Kulturtradition, wie im [[Unterengadin]] verbreitet. Ein prägnantes Beispiel sind die Ackerterrassen in [[Ramosch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Judith Reusser, Rebecca Moser |url=http://www.raumentwicklung.tg.ch/documents/Begleitheft_Inventar_der_Ackerterrassen_Internetversion.pdf |titel=Ackerterrassen – ein vergessenes Kulturgut Begleitheft zum Inventar der Ackerterrassen im Kanton Thurgau |hrsg=Amt für Raumplanung, Kanton Thurgau |datum=2010-12 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171107024451/http://www.raumentwicklung.tg.ch/documents/Begleitheft_Inventar_der_Ackerterrassen_Internetversion.pdf |archiv-datum=2017-11-07 |abruf=2017-11-05 |format=PDF |sprache=de |offline=1 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Asien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Banaue Philippines Batad-Rice-Terraces-01.jpg|mini|Terrassen von Banaue]]Die Reisterrassen in [[Südostasien]] und [[China]] haben eine lange währende Geschichte und wurden aufgrund ihrer Einzigartigkeit und Authentizität&amp;amp;nbsp;zum Weltkulturerbe erklärt. Auf den Philippinen werden sie auch &amp;#039;&amp;#039;das&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;achte Weltwunder&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Treppe zum Himmel&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Robert Hetkämper |url=http://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/sendung/Philippinen-Reisterrassen-Weltkulturerbe-100.html |titel=Philippinen: Reisterrassen – Weltkulturerbe in Gefahr |hrsg=ARD |datum=2017-02-27 |abruf=2017-11-05 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In China wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Leitern zum Himmel&amp;#039;&amp;#039; für die Hani Reisterrassen verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Karin Steinbach Tarnutzer |url=https://www.nzz.ch/gesellschaft/reise/reisterrassen-von-yunnan-ein-puzzle-aus-wasser-und-reis-ld.127597 |titel=Ein Puzzle aus Wasser und Reis |hrsg=Neue Zürcher Zeitung (NZZ) |datum=2016-11-11 |abruf=2017-11-05 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Terrassen von Banaue (Philippinen) ====&lt;br /&gt;
Die berühmten, 2000 Jahre alten [[Reisterrassen von Banaue|Terrassen von Banaue]] im Norden der Philippinen, auf der Insel Luzon, sind auf einer Höhe von 1000 bis 2000 Meter&amp;amp;nbsp;gelegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Kathrin Spoerr]] |url=https://www.welt.de/reise/Fern/article125376518/Die-Reisterrassen-verdienen-den-Titel-Weltwunder.html |titel=Die Reisterrassen verdienen den Titel Weltwunder |hrsg=Welt |datum=2014-03-03 |abruf=2017-11-05 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Reisterrassen von Banaue gehören zu einer Gruppe verschiedener Reisfelder in der Region. Dazu zählen auch die Terrassen von Batad, Bangaan, Mayoyao, Hapao und Kiangan, diese Reisterrassen wurden neben Banaue von der [[UNESCO-Welterbe|UNESCO]] 1995 als Weltkulturerbe eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.sueddeutsche.de/reise/philippinen-auf-den-treppen-zum-himmel-1.3468278 |titel=Auf den &amp;quot;Treppen zum Himmel&amp;quot; |hrsg=Süddeutsche Zeitung |datum=2017-04-24 |abruf=2017-11-05 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://whc.unesco.org/en/list/722 |titel=Rice Terraces of the Philippine Cordilleras |hrsg=UNESCO |abruf=2017-11-05 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reisterrassen der Hani am Roten Fluss (China) ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Terrace field yunnan china denoised.jpg|mini|Honghe Hani Reisterrassen]]&lt;br /&gt;
Im Süden der chinesischen Provinz [[Yunnan]] befinden sich die [[Reisterrassen der Hani am Roten Fluss]], die mit 16,603 Hektar Fläche zu den größten Reisterrassen der Welt&amp;amp;nbsp;zählen und 2013 von der&amp;amp;nbsp;UNESCO&amp;amp;nbsp;in die Liste der&amp;amp;nbsp;Weltkulturerbeobjekte&amp;amp;nbsp;aufgenommen wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://whc.unesco.org/en/list/1111 |titel=Cultural Landscape of Honghe Hani Rice Terraces |hrsg=UNESCO |abruf=2017-11-05 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Situation ==&lt;br /&gt;
Die Entstehung von Ackerterrassen hat sehr lange Zeiträume in Anspruch genommen. Viele Generationen wirkten an der Anlage mit. Das ist Ausdruck der historischen Dimension dieses prägenden Kulturlandschaftselements.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine maschinelle Bewirtschaftung der Standorte ist aufgrund der Kleinteiligkeit und schwierigen Erschließung häufig nicht möglich. Infolgedessen werden sie heute als Grün- und Weideland genutzt oder wurden im Zuge der Zeit aufgeforstet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jüngeren Vergangenheit wurden die Geländestufen im Zuge der [[Flurbereinigung]] häufig eingeebnet, um größere Parzellen zu erhalten. Erhaltene Geländestufen, die in der Landschaft als Gehölzstreifen zu erkennen sind, mit den damit verbundenen Ackerterrassen sind aus Sicht des Naturschutzes sowie der Denkmalpflege erhaltenswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Lynchets|Ackerterrassen}}&lt;br /&gt;
* [http://www.denkmalpflege-hessen.de/LFDH4_Rheingau/Vortrage/Beispielhafte_Planungen/body_beispielhafte_planungen.html Kulturlandschaft aus Sicht der Denkmalpflege im Landschaftsplan der Stadt Frankfurt]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.melsungen.de/geschichtsverein/unscheinbare_spuren.html |wayback=20070929081132 |text=Geschichtsverein Melsungen: Ackerterrassen als Hinweis auf Wüstungen}} (abgerufen am 7. August 2013)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hansjörg Küster]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Landschaft in Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039;.  C. H. Beck, München, 1999, ISBN 3-406-45357-0&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Forstwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturschutz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geomorphologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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