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	<title>Ackerbau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Mirmok12 am 12. März 2026 um 11:17 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nuba farming 1.jpg|mini|[[Traditionelle Wirtschaftsform#Traditioneller Ackerbau|Traditioneller Ackerbau (Feldbau)]] im Sudan mit dem [[Grabstock]]]]&lt;br /&gt;
Unter [[landwirtschaft]]lichem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ackerbau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man die [[Produktion]] von [[Kulturpflanze]]n zur Gewinnung von Pflanzenerträgen auf dafür bearbeiteten [[Kulturboden|Äcker]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Claas combine in Denmark.jpg|mini|Technikeinsatz in der modernen Landwirtschaft: Mähdrescher bei der Weizenernte]]&lt;br /&gt;
Auf der Grundlage der verwendeten Ackergeräte hat [[Eduard Hahn (Ethnologe)|Eduard Hahn]] zwischen [[Grabstock]]&amp;amp;shy;bau, [[Hackbau]] und dem [[Pflug]]&amp;amp;shy;bau unterschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;Eduard Hahn 1914, Von der Hacke zum Pflug. Leipzig, Quelle &amp;amp; Meyer.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Äcker der heutigen industrialisierten Landwirtschaft sind Abkömmlinge der &amp;#039;&amp;#039;pflugbearbeiteten&amp;#039;&amp;#039; Äcker. Durch die [[Bodenbearbeitung]] und weitere ackerbauliche Maßnahmen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Düngung]]) sollen den Kulturpflanzen optimale Wachstumsbedingungen verschafft werden, sie bezweckt u.&amp;amp;nbsp;a. die Lockerung der [[Bodenkunde|Krume]], die Eindämmung der auftretenden [[Unkraut|Unkräuter]] und die Regulierung des Wasserhaushaltes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ackerbauliche Produktion dient sowohl dem direkten Verbrauch als auch der [[Vorratshaltung]]. Zu den ackerbaulich auszuführenden Arbeiten gehören neben der Bodenbearbeitung und Düngung noch Pflegemaßnahmen wie [[Pflanzenschutz]] oder Unkrautbekämpfung und die erstrebte [[Ernte]] sowie auch die [[Züchtung]] der anzubauenden Pflanzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angebaut werden als [[Lebensmittel]] dienende Pflanzen wie die verschiedenen [[Getreide]]&amp;amp;shy;arten, [[Hülsenfrüchtler|Hülsenfrüchte]] und [[Hackfrüchte]] wie [[Zuckerrübe]]n oder [[Kartoffeln]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber hinaus werden eine Reihe von Pflanzen angebaut, die nicht oder nur teilweise als Lebensmittel für den Menschen dienen. Hierzu zählen [[Genussmittel]]&amp;amp;shy;pflanzen wie der [[Tabak]], Faserlieferanten wie [[Lein]] oder [[Baumwolle]], [[Ölsaaten]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Raps]]) und [[Futtermittel|Viehfutter]] wie zum Beispiel [[Klee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historischer Beginn des Ackerbaus ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Les Très Riches Heures du duc de Berry octobre.jpg|mini|Aussaat und Eineggen der Saatkörner im Mittelalter (Darstellung aus dem [[Stundenbuch des Herzogs von Berry]])]]&lt;br /&gt;
Der Beginn der [[Jungsteinzeit]] (Neolithikum) wird zumeist mit dem Beginn des Ackerbaus gleichgesetzt. Voraus ging die [[Mittelsteinzeit]] (Mesolithikum), die sich dennoch nicht als Entwicklungsperiode vom [[Jäger und Sammler]] zum Ackerbau bezeichnen lässt. Der Ackerbau entstand lokal als &amp;#039;&amp;#039;Grabstockackerbau&amp;#039;&amp;#039; in der [[Levante]]. Es fanden vor allem primitive Geräte wie [[Furchenstock]] und [[Erntemesser]] Verwendung. Mit der Verbreitung des Ackerbaus setzte die Rodung von Waldgebieten ein. Mit Erfindung des Pfluges und der begleitenden Nutzung von [[Geschirr (Zugtier)|Joch]] und [[Ochse]] begann der &amp;#039;&amp;#039;Pflugackerbau&amp;#039;&amp;#039;, gegebenenfalls zunächst als [[Schwendbau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Beginn der Jungsteinzeit lässt sich, ähnlich wie der anderer Epochen, nur regional präzise datieren, da er eine kulturelle Entwicklung darstellt. In der [[Levante]] war der Zeitpunkt des Beginns des Ackerbaus nach neuesten Erkenntnissen um 11.000 v. Chr. und verbreitete sich bis 9000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. im gesamten [[Fruchtbarer Halbmond|Fruchtbaren Halbmond]]. Von dort brachten Bauern ab 7.000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. die Landwirtschaft in das von Jägern und Sammlern bewohnte [[Südeuropa]] und von dort ins restliche [[Europa]], bis sie schließlich 3000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. auch in [[Nordeuropa]] weitgehend verbreitet war.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wissenschaft.de/geschichte-archaeologie/die-geheimnisvollen-dritten/], abgerufen am 13. Februar 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Mitteleuropa]] war vor allem die [[Linearbandkeramische Kultur#Ackerbau oder Kulturpflanzenproduktion|Linearbandkeramische Kultur]] (zwischen 5700 und 4100 v. Chr.) bedeutsam. In Afrika verbreitete sich im 3.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr. der Ackerbau auch südlich der Sahara.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Asien]] erreichte der Ackerbau im [[Geschichte Indiens#Jungsteinzeit (Neolithikum)|7.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr.]] [[Pakistan]] und den Nordwesten [[Indien]]s, von dort breitete er sich aber offenbar erst ab dem 4.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr. weiter auf dem [[Subkontinent]] aus. Unabhängig vom Nahen Osten scheint sich die Landwirtschaft in [[Ostasien]] entwickelt und ausgebreitet zu haben. 7000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. gab es Ackerbau in Nord- und Zentral[[china]], 2000 Jahre später auch in Südchina und um 3500 v.&amp;amp;nbsp;Chr. auf [[Taiwan (Insel)|Taiwan]]. Um 2000 v.&amp;amp;nbsp;Chr. kam er nach [[Vietnam]], [[Thailand]] und [[Kambodscha]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Charles Higham et al. |Titel=The Origins of the Bronze Age of Southeast Asia |Sammelwerk=J World Prehist |Band=24 |Nummer=4 |Datum=2011-12 |DOI=10.1007/s10963-011-9054-6 |Seiten=227–274 |Online=[https://www.researchgate.net/publication/257607857_The_Origins_of_the_Bronze_Age_of_Southeast_Asia ResearchGate] |Abruf=2019-02-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie nach [[Borneo]] und [[Sumatra]], 500 Jahre später auf andere Inseln [[Indonesien]]s. [[Neolithische Revolution#Aktuelle Forschung|Genetische Forschungen]] haben gezeigt, dass auch hier die neue Kultur durch Wanderungsbewegungen von Bauern weiterverbreitet wurde. In [[Japan]] hielt der Ackerbau erst um 300 v.&amp;amp;nbsp;Chr. Einzug, als sich andere Kulturen bereits in der [[Kupfersteinzeit|Kupfer-]], [[Bronzezeit|Bronze-]] und [[Eisenzeit]] befanden. Technologisch gesehen sind einige [[Amazonas]]-Gebiete und Gebiete der [[Kalahari]] teilweise heute noch als jungsteinzeitlich einzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mit dem Aufkommen des Ackerbaus verbundenen technischen und sozialen Entwicklungen werden auch als [[Neolithische Revolution]] bezeichnet. Die Bezeichnung wurde 1936 von [[Vere Gordon Childe]] geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;V. Gordon Childe: &amp;#039;&amp;#039;Man Makes Himself.&amp;#039;&amp;#039; (New Thinker’s Library), Reprint von 1923, Spokesman Books, Nottingham (UK) 2003, ISBN 0-85124-649-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anbaumethoden ==&lt;br /&gt;
=== Dauerfeldbau ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dauerfeldbau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der [[Landwirtschaft]] ein Prinzip, in welchem ohne Vegetationsruhe ganzjährig auf demselben [[Acker|Feld]] angebaut wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/dauerfeldbau/16924 &amp;#039;&amp;#039;Dauerfeldbau&amp;#039;&amp;#039;], spektrum.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff wird vorwiegend für die [[Traditionelle Wirtschaftsform#Traditioneller Ackerbau|traditionellen Formen des Ackerbaus]] („[[Traditionelle Wirtschaftsform#Traditioneller Feldbau (Pflanzbau) und Gartenbau|Feldbau]]“&amp;lt;ref&amp;gt;Melchior Sebitz: &amp;#039;&amp;#039;Siben Bücher von dem Feldbau.&amp;#039;&amp;#039; [[Bernhard Jobin]], Straßburg 1580. Spätere Ausgabe: &amp;#039;&amp;#039;XV Bücher Von dem Feldbau und recht volkommener Wolbestellung eines bekömliche Landsitzes. Maierhofs oder Landguts. Sampt allem was demselben Nutzes und Lusts halben anhängig. Von Melchiore Sebizio inn Teutsch gebracht.&amp;#039;&amp;#039; Charles Estienne und J. Liébault, 1598.&amp;lt;/ref&amp;gt;) verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abgrenzung von modernen (industriellen) und traditionellen Ackerbauformen ist allerdings schwierig. Bisweilen wird die Grenze beim Einsatz motorisierter landwirtschaftlicher Geräte gezogen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dieter Haller (Ethnologe)|Dieter Haller]]: &amp;#039;&amp;#039;Dtv-Atlas Ethnologie&amp;#039;&amp;#039;. 2., vollständig durchgesehene und korrigierte Auflage. dtv, München 2010, ISBN 978-3-423-03259-9, S. 165–169.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ebenso ist strittig, ob der Dauerfeldbau &amp;#039;&amp;#039;grundsätzlich&amp;#039;&amp;#039; noch als traditionelle Wirtschaftsform angesehen werden sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dauerfeldbau ernährt heute noch bis zu 2,2 Mrd. Menschen in sogenannten [[Entwicklungsländer]]n.&amp;lt;ref group=&amp;quot;B&amp;quot;&amp;gt;Berechnungsergebnis&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Maßnahmen für die Ertragssteigerung beim Dauerfeldbau ====&lt;br /&gt;
Eine Möglichkeit, die Erträge beim Dauerfeldbau zu steigern, liegt einerseits darin, [[Fruchtfolge]]&amp;amp;shy;systeme zu verwenden, welche den [[Nährstoff (Pflanze)|Nährstoffgehalt]] und die [[Bodenfruchtbarkeit]] erhalten und [[Schädling]]e bekämpfen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, das Anbaugebiet zu düngen, um höhere Erträge zu erzielen. Mit der Entwicklung von Drillmaschinen war es möglich, die Pflanzen „in Reih&amp;#039; und Glied“ wachsen zu lassen – eine Voraussetzung für die maschinelle Ernte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Heinz Lüdemann |url=https://www.heimatmuseum-holzgerlingen.de/files/Landwirtschaft-in-frueheren-Zeiten.pdf- |titel=Landwirtschaft in früheren Zeiten - Beiträge aus dem Heimatmuseum der Stadt Holzgerlingen |datum=2013 |abruf=2022-10-31 |offline=ja }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dauerfeldbau im Tropischen Regenwald ====&lt;br /&gt;
Im [[Tropischer Regenwald|Tropischen Regenwald]] ist es nicht ratsam, Dauerfeldbau zu betreiben. Auch wenn man in [[#Landwirtschaftliche Gunsträume in den Tropen|Gunsträumen]] anbaut, ist damit zu rechnen, dass die Nährstoffe nach und nach abnehmen und somit die Erträge immer weiter sinken. Es ist zwar ausreichend Niederschlag vorhanden, welcher aber aufgrund der großen Poren des Bodens fast immer sofort in tiefere Bodenschichten abfließt. Außerdem enthält der Boden kaum mineralische Nährstoffe, so dass die Pflanzen beim Dauerfeldbau nicht genügend Mineralien bekommen würden. Mit [[Terra Preta]] lässt sich auch im tropischen Regenwald Dauerfeldbau betreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Etagenanbau ====&lt;br /&gt;
Der [[Etagenanbau (Regenwald)|Etagenanbau]] ist ein in Regenwäldern angewandtes Bewirtschaftungssystem, das insbesondere von den [[Indigene Völker|indigenen Völkern]] Südamerikas, Afrikas und Asiens betrieben wird. Zu den wild wachsenden Bäumen werden zusätzlich viele verschiedene [[Nutzpflanze]]n angebaut, ohne den Wald in seiner Ursprünglichkeit zu zerstören. Europäische Feldfrüchte werden dabei nicht genutzt, sondern teils einheimische Pflanzen, die sich dem Klima und dem Wald angepasst haben und entsprechend hohe Erträge liefern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Acker wird beim Etagenbau sowohl [[horizontal]] als auch [[Lotrichtung|vertikal]] genutzt. So werden sehr hohe Bäume, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Paranuss]], angepflanzt, die allen darunter angebauten Pflanzen Schatten spenden und sie vor der intensiven Sonne der Tropen schützen. In der mittleren Schicht werden [[Bananen]], [[Zitrusfrucht|Zitrusfrüchte]], [[Mango]]s und Ähnliches angebaut. In der Strauchschicht lässt sich [[Gemüse]] anbauen, und in der Erde wachsen [[Süßkartoffel]]n und [[Yams]]&amp;amp;shy;wurzeln. So wird der Wald in seiner ganzen Höhe genutzt, der Boden ist immer bedeckt, kann nicht austrocknen und wird durch die [[Durchwurzelung]] festgehalten; bei starken Regenfällen wird er nicht fortgeschwemmt oder ausgewaschen. Im Etagenanbau kann das ganze Jahr über geerntet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Landwirtschaftliche Gunsträume in den Tropen ====&lt;br /&gt;
* [[Schwemmebene|Schwemmland]], hoher Nährstoffgehalt ([[Ganges]], [[Amazonas]])&lt;br /&gt;
* vulkanische Gebiete ([[Philippinen]], [[Java (Insel)|Java]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundlage für die Fruchtbarkeit der Ausnahmegebiete ist das Angebot an Nährstoffen bzw. an [[Tonminerale]]n mit hoher [[Kationenaustauschkapazität]], sogenannter Dreischichttonmineralien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Landwirtschaftliche Gunsträume befinden sich an Stellen mit relativ mäßigem Klima, also z.&amp;amp;nbsp;B. in etwas höher gelegenen Orten, da dort nicht so hohe Temperaturen herrschen wie auf Meereshöhe. Außerdem ist fruchtbarer Boden wichtig, der einen hohen Nährstoffgehalt und geringes Porenvolumen aufweist. Diese Beschaffenheit liefert den Pflanzen Nährstoffe und verhindert, dass das Wasser allzu schnell versickert. Ebenfalls benötigt wird ausreichender [[Niederschlag]]. Allerdings darf dieser auch wiederum nicht zu hoch sein, da die Pflanzen sonst „überwässert“ werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ecofarming ===&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ecofarming&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Anbau (Landwirtschaft)|Anbaumethode]], welche das Ziel verfolgt, mit möglichst wenig Fremdmitteleinsatz einen möglichst hohen [[Ernte]]&amp;amp;shy;ertrag zu erreichen. Dieses wird z.&amp;amp;nbsp;B. dadurch erreicht, dass eine Anbaustruktur verwendet wird, die dem Stockwerkaufbau des [[Tropischer Regenwald|tropischen Regenwaldes]] ähnelt und somit dem Boden möglichst wenig Nährstoffe entzieht. Beim Ecofarming werden Hänge terrassiert und Erosionsschutzgräben angelegt. Die Terrassenkanten werden mit Bäumen bepflanzt. Weitere Bäume und Sträucher werden zur Gewinnung von Obst, Bau- und Brennholz, Futter und Mulch für den Humusaufbau gepflanzt. Es erfolgt eine intensive Gründüngung. Die Viehhaltung wird von der Weide in den Stall verlagert. Ein ähnliches Konzept verfolgt die [[Permakultur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das Ziel des Ecofarmings liegt darin, den Boden [[Nachhaltigkeit|nachhaltig]] und schonend zu nutzen und dessen Fruchtbarkeit zu erhalten. Bei Dauerfeldbau ist dies nicht gegeben, da dort die [[Nährstoffe]] des Bodens vollständig verbraucht werden.&lt;br /&gt;
* Die Vorteile des Ecofarmings liegen darin, dass der Boden geschont und auf lange Zeit verwendet werden kann. Dadurch soll sich (nach WERLE) die soziale und ökonomische Situation der [[Kleinbauer]]n verbessern, weil nur ein minimaler Kapitaleinsatz notwendig ist und die Ernteerträge außerdem stabil bleiben.&lt;br /&gt;
* Auch [[Dreifelderwirtschaft]] gehört zum Ecofarming, es werden immer zwei von drei Feldern bewirtschaftet und das andere liegt 2–3 Jahre brach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vergleich zum Ecofarming existiert bei der [[Monokultur]] kein Bodenschutz, sodass Regen und Sonne mit voller Kraft auf den Boden treffen. Der Boden wird durch Regen ausgewaschen und durch Sonne ausgetrocknet. Die Pflanzen entziehen ihm alle Nährstoffe, sodass der Boden nach wenigen Jahren nicht mehr zu gebrauchen ist. Beim Ecofarming hingegen nutzt man die Vorteile des Primärwaldes, welche z.&amp;amp;nbsp;B. in der [[Eigendüngung]] des Bodens durch vielfältige Lebensformen im Boden sowie Laubabwurf durch Bäume und Sträucher liegt. Des Weiteren wird der Regen abgebremst und trifft nicht mehr mit voller Wucht auf den Boden. Dies verhindert die Abschwemmung, also Erosion der dünnen nährstoffhaltigen Schicht. Gleiches gilt für die Sonne, welche hier ebenfalls von der Austrocknung des Bodens abgehalten wird. &amp;lt;!-- Auch für die konventionelle Landwirtschaft ökonomisch wie ökologisch vorteilhafte Anbaumethoden sind aufgrund der an der technischen Nachweisgrenze orientierten, in der EU gültigen Grenzwerte für [[Phytotoxin]]e nicht durchführbar --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewässerungsfeldwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Bei der [[Bewässerungsfeldwirtschaft]] erfolgt der Anbau mit Hilfe von künstlicher [[Bewässerung]], wenn die natürlichen Niederschläge nicht ausreichen. Schon in den frühen [[Hochkultur (Geschichtswissenschaft)|Hochkulturen]] wurde dies beispielsweise über Bewässerungskanäle umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderne Verfahren sind unter anderem die [[Beregnung]], [[Tröpfchenbewässerung]] oder die [[Bewässerung#Unterflurbewässerung|Unterflurbewässerung]]. Mehr als 40 Prozent der weltweit produzierten Lebensmittel werden unter Einsatz künstlicher Bewässerung erzeugt, wofür etwa 70 Prozent des weltweit verbrauchten Süßwassers verwendet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.weltagrarbericht.de/themen-des-weltagrarberichts/wasser.html |titel=Thema Wasser im Weltagrarbericht |abruf=2021-02-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies kann in sehr trockenen oder sehr stark landwirtschaftlich genutzten Gebieten zu Problemen mit Wasserknappheit und Bodenversalzung führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regenfeldbau ===&lt;br /&gt;
In Gegenden, in denen [[Regenfeldbau]] möglich ist und praktiziert wird, ist der [[Jahresniederschlag]] größer als die [[Verdunstung]], was einen Pflanzenanbau ohne zusätzliche künstliche [[Bewässerung]] ermöglicht. Regenfeldbau ist zum Beispiel in den [[Klimazone]]n der [[Trockensavanne]], der [[Dornstrauchsavanne]] und der [[Subtropen]] (bspw. in [[Portugal]] im [[Alentejo]]) zu finden. Diese Anbaumethode wurde bereits von den Römern praktiziert und im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Ein Jahresniederschlag &amp;lt; 400&amp;amp;nbsp;mm reicht in der Regel nicht für den Anbau von Getreide. Daher werden im Feld zunächst Furchen gezogen, in denen sich das Wasser sammelt. Nach dem Regen werden die Felder gepflügt, um die Verdunstung zu verringern. Durch mehrmaliges Wiederholen kann über 2 Jahre der Boden Wasser ansammeln. Im dritten Jahr wird dann kurz vor der Regenzeit das Getreide ausgesät. Der Boden enthält jetzt genügend Feuchtigkeit für die Reifung des Getreides. Der Regenfeldbau geht wegen der zweijährigen Brache mit einem hohen [[Flächenverbrauch]] einher, kommt aber ohne zusätzliche Bewässerung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Agrargeschichte]] (Artikel zur geschichtswissenschaftlichen Disziplin), [[Geschichte der Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Agroforstwirtschaft]]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Die Bildung der Ackererde durch die Tätigkeit der Würmer]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Humus]]&lt;br /&gt;
* [[Pflanzenbauwissenschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* N. Benecke, P. Donat, E. Gringmuth-Dallmer und U. Willerding (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Frühgeschichte der Landwirtschaft in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. In: Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. Band 14  Beier &amp;amp; Beran, Langenweißbach 2003&lt;br /&gt;
* Susan Richter: &amp;#039;&amp;#039;Pflug und Steuerruder. Zur Verflechtung von Herrschaft und Landwirtschaft in der Aufklärung&amp;#039;&amp;#039;. (Habil.), Köln, Weimar, Wien 2015 (Beihefte zum Archiv für Kulturgeschichte, Bd. 75). ISBN 978-3-412-22355-7&lt;br /&gt;
* Klaus Krombholz, Hasso Bertram und Hermann Wandel: &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Landtechnik – von Handarbeit zu High-Tech in Deutschland&amp;#039;&amp;#039;. DLG-Verlag, 2009, 288 Seiten; ISBN 978-3-7690-0737-4&lt;br /&gt;
* {{RE|I,1|261|283|Ackerbau|Franz Olck|RE:Ackerbau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Agriculture|Ackerbau}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Portal|Land- und Forstwirtschaft}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4000395-4}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|27895|Ackerbau|Autor=Stefanie Jacomet, Martin Leonhard, [[Markus Mattmüller]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
:B 1. berechnet aus: Gesamter traditioneller Bodenbau nach Frankhauser (2014)&amp;lt;ref&amp;gt;Urs Frankhauser: &amp;#039;&amp;#039;Mystery. Lokal, selbstbestimmt und nachhaltig. Weltweite Bedeutung des Family Farming.&amp;#039;&amp;#039; éducation21, Bern 2014, S. 8. [https://www.education21.ch/sites/default/files/uploads/ventuno_d/4/Mystery_landw_D.pdf PDF-Version]&amp;lt;/ref&amp;gt; abzüglich [[Traditionelle Wirtschaftsform#Traditioneller Feldbau (Pflanzbau) und Gartenbau|Feldbau]] (Shifting cultivation) nach Giardina et al. (2000)&amp;lt;ref&amp;gt;Giardina et al. (2000) in Christoph Steiner: &amp;#039;&amp;#039;Slash and Char as Alternative to Slash and Burn: Soil Charcoal Amendments Maintain Soil Fertility and Establish a Carbon Sink.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage, Cuvillier Verlag, Göttingen 2007, ISBN 978-3-86727-444-9. Kapitel 5.3 Introduction. [http://books.google.de/books?id=f4wP7xyCM7EC&amp;amp;pg=PT76&amp;amp;dq=&amp;amp;bdquoslash+and+burn&amp;amp;bdquo+shifting+million+people&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=MZiGVLLNLYbfasLvgfgG&amp;amp;ved=0CBkQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=million%20people&amp;amp;f=false online bei Google-Books]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references group=&amp;quot;B&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4000395-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feldwirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mirmok12</name></author>
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