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	<title>Abwrackwerft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T07:17:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abwrackwerft&amp;diff=123187&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-12988-52: Änderung 264791791 von ~2026-12988-52 rückgängig gemacht;</title>
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		<updated>2026-02-27T14:26:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/264791791&quot; title=&quot;Spezial:Diff/264791791&quot;&gt;264791791&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-12988-52&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-12988-52&quot;&gt;~2026-12988-52&lt;/a&gt; rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Shipbreakingbangladesh.jpg|mini|Abwrackung in Bangladesch]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abwrackwerft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Betrieb zum [[Schiffsrecycling]], bei dem alte, nicht mehr benötigte [[Schiff]]e zerlegt werden, um die Einzelbestandteile – vor allem tausende Tonnen [[Stahl]] – wiederzuverwerten. Außerdem werden Ersatzteile aller Art, von Navigationsgeräten über [[Rettungsboot (Ausrüstung)|Rettungsboote]] bis hin zu kompletten [[Schiffsmotor|Motoren]], Generatoren und anderen Aggregaten weiterverkauft. Die Leistungsfähigkeit einer Abwrackwerft wird in {{enS|light displacement tonnage}} (LDT) pro Jahr angegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage der Abwrackbetriebe ==&lt;br /&gt;
Bis ins 20. Jahrhundert existierten Abwrackwerften in allen Bereichen der Welt, beispielhaft lässt sich die Entwicklung in vielen industriellen Ländern anhand der [[Schiffsverschrottung im Vereinigten Königreich]] nachvollziehen. Nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde die [[Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven]] eine große Abwrackwerft: Bis 1923 wurden an die 300 Kriegs- und Handelsschiffe sowohl aus Deutschland als auch aus dem Ausland verschrottet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit den 1970er Jahren wurden immer mehr Schiffe in Ostasien, vor allem in [[Republik China auf Taiwan|Taiwan]] und [[Südkorea]], abgewrackt. 1976 wurde bereits rund 60 % der weltweiten Abbruchtonnage in Taiwan verschrottet, gut ein Fünftel in Spanien und etwa 3,7 % in Südkorea. Das bis in die 1960er Jahre an der Spitze liegende Großbritannien und Pakistan lagen 1976 mit jeweils 2,8 % gleichauf.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinz Schwiefert, Wilhelm Fischer: &amp;#039;&amp;#039;Taiwan – Welt-Schrottplatz Number-One&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Schiffahrt international&amp;#039;&amp;#039;, Oktober 1978, Vol. 29, Nr. 10, S. 449.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Kosten für eine Abwrackung unter anderem in Europa vor allem durch teure Arbeitskräfte und strenge [[Umweltrecht|Umweltvorschriften]] sehr hoch und die Werften für das Abwracken von Großtankern und anderen großen Schiffen zu klein sind, werden heute etwa 70 bis 80 Prozent aller weltweit verschrotteten Schiffe in [[Indien]], [[Pakistan]], [[Bangladesch]] und der [[Volksrepublik China]] verschrottet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lub&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.labourcom.uni-bremen.de/ak-alternative_fertigung/rundbrf/rundbrf/rund991/991-1.pdf |text=IG-Metall-Arbeitskreis &amp;#039;&amp;#039;Andere Nützliche Produkte: Abwracken: Die dreckigste Arbeit der Welt&amp;#039;&amp;#039;. |format=PDF |wayback=20110626232723}} labourcom.uni-bremen.de, ohne Jahrgang, S. 4 (Quellen dort)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eines der Zentren der weltweiten Schiffsverschrottungsindustrie befindet sich im indischen [[Abwrackwerften bei Alang|Alang]], einer Küstenstadt im indischen Bundesstaat [[Gujarat]], wo etwa 50 % der weltweit ausgemusterten Schiffe abgewrackt werden: Es handelt sich um einen breiten [[Strand]]abschnitt, keine [[Werft]] im herkömmlichen Sinn. Man fährt die Schiffe bei [[Springflut]] mit [[Maschinentelegraf|voller Kraft voraus]] [[Strandung|auf den Strand]] und zerlegt sie dort. So bezieht zum Beispiel Indien&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://info.greenpeace.ch/de/chemie/pressreleases/1730?pf=1 |text=Greenpeace.ch zur Stahlwirtschaft in Indien |wayback=20060426223330}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 15 % seiner Jahresproduktion an Stahl aus der Verschrottung von Schiffen. &amp;lt;!--- Stand ? Quelle verschwunden -----------&amp;gt;&lt;br /&gt;
Weitere Zentren dieser Regionen befinden sich in [[Abwrackwerften in Mumbai|Mumbai]], Südwest-Indien, [[Abwrackwerften bei Chittagong|Chittagong]], Bangladesch und [[Abwrackwerften bei Gadani|Gadani]], Pakistan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auch kleinere Abbruchzentren, wie die [[Abwrackwerften von Aliağa]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.sueddeutsche.de/auto/schiffsverschrottung-harte-schnitte-1.564915 |text=Harte Schnitte |wayback=20160501193228}} Bericht in der Süddeutschen Zeitung&amp;lt;/ref&amp;gt; in der [[Türkei]], [[Esbjerg]], [[Frederikshavn]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://boskalis.com/media/upzdhw4q/equatorial_guinea_zafiro_producer.pdf |titel=PROJECT SHEET ZAFIRO PRODUCER MOORING REPLACEMENT PROJECT PHASE 2 |hrsg=[[Boskalis]] |format=PDF |abruf=2024-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aukevisser.nl/supertankers/FPSO-FSO/id720.htm |titel=Zafiro Producer |abruf=2024-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Grenaa]] ([[Fornæs Skibsophug]]) in [[Dänemark]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fornaes.com/ |titel=Fornaes.com |abruf=2024-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder in der Nähe von [[Abidjan]] an der [[Elfenbeinküste]]. Auch in den [[Vereinigte Staaten|USA]] findet Schiffsabbruch im nennenswerten Umfang statt, etwa bei den [[Abwrackwerften in Brownsville]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mancherorts bestehen [[Schiffsfriedhof#Schiffsfriedhöfe durch Verfall|Schiffsfriedhöfe verfallener Schiffe]] als Ansammlung von noch nicht abgewrackten Schiffen. Sie sind unter anderem aus Kostengründen entstanden; die dort liegenden Schiffe sind dem Verfall preisgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Die Abwrackbetriebe in der Dritten Welt stehen in der Kritik, da die [[Arbeitsgestaltung|Arbeitsbedingungen]] selbst für [[Niedriglohnland|Niedriglohnländer]] als desolat gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,625197,00.html &amp;#039;&amp;#039;Fluch der schweren Pötte&amp;#039;&amp;#039;.] [[Spiegel Online]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In den Anlagen wird unter einfachsten Bedingungen gearbeitet. Die Arbeitszeiten für die dort beschäftigten [[Tagelöhner]] betragen bis zu 95 Stunden pro Woche. Mangels Kränen und schwerem Gerät werden die Schiffe größtenteils von Hand zerlegt. Aufgrund des hohen Arbeitstempos und des mangelnden Arbeitsschutzes kommt es immer wieder zu schweren Unfällen durch Explosionen, Verpuffungen oder herabfallende Metallteile. Die Arbeiter sind in der Regel barfuß und tragen T-Shirts sowie kurze Hosen. [[Sicherheitsschuh|Schuhwerk]] oder [[Bauhelm#Helme der Neuzeit|Sicherheitshelme]] werden nur selten bereitgestellt. Beinahe täglich sind Schwerverletzte und Tote zu beklagen. Insbesondere die Entsorgung von Schiffen aus den 1970er Jahren mit den auf Abwrackwerften üblicherweise angewandten Methoden stößt immer mehr auf Widerstand, da Schiffe aus dieser Ära teilweise stark mit [[Asbest]] und anderen gesundheitsgefährdenden Schadstoffen belastet sind. [[Umweltschutzorganisation]]en bemängeln außerdem, dass eine fachgerechte und sichere Entsorgung solcher Materialien in den entsprechenden Ländern nicht stattfinde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 2006 machte der Fall des französischen [[Flugzeugträger]]s &amp;#039;&amp;#039;[[Clemenceau (Schiff)|Clemenceau]]&amp;#039;&amp;#039; Schlagzeilen. Internationale Proteste hatten bewirkt, dass dem asbestbelasteten Schiff das Einlaufen zwecks Abwrackung in indische Hoheitsgewässer verwehrt wurde, was nach umfangreichen Debatten schließlich dazu führte, dass der Abbruch 2009 im englischen [[Hartlepool]] stattfand.&amp;lt;ref&amp;gt;Er begann im Februar 2009 ({{Internetquelle |autor=Peter Nonnenmacher |url=https://www.fr.de/panorama/geisterschiffe-hartlepool-11531370.html |titel=Die Geisterschiffe von Hartlepool |werk=fr.de |datum=2009-02-18 |abruf=2021-04-21}}); bis Januar 2010 war es komplett abgewrackt.([https://www.gazettelive.co.uk/news/teesside-news/2011/01/24/ghostship-work-ends-at-hartlepool-dock-84229-28043723/ Ghostship work ends at Hartlepool dock], Evening Gazette, 24. Januar 2011)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Um nicht in die Kritik der Medien zu geraten, lassen vor allem namhafte [[Reederei]]en ihre ausgemusterten Schiffe unter anderen Namen bzw. über Agenturen auf den Strand setzen. Das ehemalige Kreuzfahrtschiff [[Norway (Schiff)|&amp;#039;&amp;#039;France/Norway&amp;#039;&amp;#039;]] wurde beispielsweise unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Blue Lady&amp;#039;&amp;#039; gestrandet.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.miramarshipindex.org.nz/ship/show/100939{{Toter Link|date=2018-03 |archivebot=2018-03-28 07:57:46 InternetArchiveBot |url=http://www.miramarshipindex.org.nz/ship/show/100939 }} Miramar (englisch) eingesehen 6. Mai 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Üblich ist zumindest eine sparsame Umbenennung, häufig durch teilweise Übermalung des Schiffsnamens. So erreichte beispielsweise die [[Scandinavian Star|&amp;#039;&amp;#039;Regal Voyager&amp;#039;&amp;#039;]] nach Namenskürzung in &amp;#039;&amp;#039;Regal V&amp;#039;&amp;#039; die Abwrackwerft in Indien. Trotzdem ist oft alleine anhand des neuen Schiffsnamens ersichtlich, welchen Namen es zuletzt trug. Auch Embleme, Logos oder Namens-Schriftzüge der Reedereien werden häufig entfernt. Üblich ist zudem eine Umflaggung, insbesondere die Flagge [[Panama]]s, [[Liberia]]s, der [[Komoren]], [[Palau]]s oder [[Gabun]]s. Während viele Schiffe auch in ihrer Dienstzeit unter der Flagge Panamas oder Liberias fahren, werden die übrigen Flaggen überwiegend ausschließlich für die Überführung zur Abwrackwerft genutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.offthebeach.org/ |titel=The Toxic Tide. 2020 Shipbreaking Records |werk=offthebeach.org |hrsg=NGO Shipbreaking Platform |sprache=en |abruf=2021-03-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Projekte zur Einhaltung der Umweltvorschriften von Industrieländern ==&lt;br /&gt;
Japan baute mit Indien zusammen eine [[Pipavav#Abwrackwerft|Abwrackwerft am Hafen Pipavav]], ca. 80&amp;amp;nbsp;km entfernt vom Alang-Strand, Indien. Ausgelegt war die Anlage für den gleichzeitigen umweltverträglichen Rückbau von vier Einhüllentankern ([[VLCC]]/[[ULCC]]) der japanischen Flotte mit zwei Docks im &amp;#039;&amp;#039;semi-dry dock system&amp;#039;&amp;#039;. Die Abwrackwerft bekam während ihres Bestehens keinen Auftrag und wurde letztendlich zur Schiffsbauwerft umgebaut.&amp;lt;!--siehe Lemma Pipavav--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesetze ==&lt;br /&gt;
Am 15. Mai 2009 wurde die [[Hongkong-Konvention]] der [[Internationale Seeschifffahrts-Organisation|Internationalen Seeschifffahrts-Organisation IMO]] verabschiedet, die 24 Monate nach ihrer Ratifikation durch mindestens 15 Staaten verbindlich in Kraft treten wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.imo.org/en/OurWork/Environment/Pages/Ship-Recycling.aspx |titel=Recycling of ships |werk=imo.org |sprache=en |abruf=2021-04-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gemäß diesen Regularien soll unter anderem ein &amp;#039;{{lang|en|Inventory of Hazardous Materials}}&amp;#039; (IHM, umgangssprachlich als [[Green Passport]] bezeichnet, der die neuen Anforderungen der IMO jedoch nicht erfüllt) für jedes Schiff erstellt werden (eine Aufstellung bestimmter Gefahrstoffe an Bord, die beim Abbrechen des Schiffes eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen können). Die Abwrackwerften haben einen „Ship Recycling Plan“ zu erstellen, aus dem hervorgeht, wie jedes einzelne Schiff abgebrochen werden soll und wie mit den zu erwartenden Gefahrstoffen umgegangen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://arquivo.pt/wayback/20090707100645/http://www.imo.org/Environment/mainframe.asp?topic_id=818 IMO Seite über die Regularien der &amp;#039;&amp;#039;Hong Kong International Convention&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies bedeutet einen erheblichen Aufwand für die Abbruchunternehmer in Südost-Asien, deren Existenz vom Schiffsabbruch abhängt, für [[Reederei|Reeder]] (= Schiffseigentümer), für Hersteller von Komponenten und Materialien sowie für Schiffswerften. Reeder können (trotz der vorhandenen Schadstoffe) nach der Nutzung der Schiffe Einnahmen erzielen, indem sie diese an eine Abwrackwerft verkaufen. Bis zu 97 % der Materialien alter Schiffe können verkauft werden. Der Stahl- und Eisenschrott kann verschiedenste Qualitäten haben (oft ist er minderwertig); Nichteisenmetalle (zum Beispiel Messing) haben einen erheblichen Wert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der Anteil von Schiffsschrott am internationalen Schrotthandel ist gering. Dieser bestimmt sich vor allem über die verfügbaren Mengen an Resten aus der Eisen- und Stahlerzeugung sowie -verarbeitung und nicht so sehr über das Angebot an Schrott aus der Demontage von Anlagen oder gar der Verschrottung von Altschiffen. Lediglich dort, wo aufgrund von Devisenmangel kein hochwertigerer Schrott für die Industrie zur Verfügung steht, kann sich überhaupt ein nationaler Markt für den qualitativ niedrigen Schiffsschrott bilden. Selbst im Hauptabwrackland Indien (mit ca. 300 bis 500 abgewrackten Schiffen pro Jahr) macht der Handel mit Schiffsschrott nur 10 bis 15 Prozent des gesamten Schrottbedarfes aus (3). Der Bau von Schiffen hat sich in den 70er und 80er Jahren stark verändert. Geänderte Konstruktionen und höherfeste Stahllegierungen haben Schiffsplatten und -verstrebungen in Gewicht und Qualität entscheidend reduziert (ihre Bearbeitung hinterläßt im übrigen giftige Stäube und [[Schweißrauch]]). Hinzu kommen lange Fahrzeiten und mangelnde Instandhaltung. Damit hat sich der Anteil an Rost drastisch erhöht, die Verwendung minderwertiger Legierungen im Rohrbau haben Kupfer- und Messing weitestgehend ersetzt. Konsequenz: die mittlerweile zur Verschrottung anstehenden Schiffsgenerationen weisen erheblich weniger Masse an verkaufbarem Metallschrott auf.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;lub&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfilmungen ==&lt;br /&gt;
In einer Episode von [[Michael Glawogger]]s [[Dokumentarfilm]] &amp;#039;&amp;#039;[[Workingman’s Death]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr [[2005]] werden die Bedingungen der Arbeiter auf der Abwrackwerft in [[Gadani Beach|Gadani]], [[Pakistan]], geschildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2008 kam der Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Eisenfresser]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Shaheen Dill-Riaz]] in die deutschen Kinos, der die Missstände auf den Abwrackwerften am Beispiel einer Werft in [[Chittagong]] aufzeigt. Der Film gewann mehrere Filmpreise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzung von Schiffswracks ==&lt;br /&gt;
[[Datei:USS Oriskany sinking.jpg|mini|Die Versenkung der &amp;#039;&amp;#039;[[Oriskany (Schiff)|Oriskany]]&amp;#039;&amp;#039; vor [[Florida]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:U995 2004 1.jpg|mini|Das [[U-Boot]] [[U 995]] gehört zu den Schiffen, die als Museumsschiff genutzt werden. Es steht vor dem [[Marine-Ehrenmal Laboe|Marine-Ehrenmal]] in [[Laboe]] bei [[Kiel]]]]&lt;br /&gt;
Mitunter werden Wracks, oft nach teilweiser Demontage nützlicher oder wertvoller Teile sowie der Entfernung von Stoffen, die zur zusätzlichen [[Verschmutzung der Ozeane]] beitragen würden, wie [[Asbest]] und [[Altöl]], zum dauerhaften Verbleib im Meer oder auch in Binnenseen versenkt. Eine Alternative besteht darin, sie an Land aufzustellen und dort ggf. als [[Museumsschiff]] zugänglich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den wohl größten versenkten Wracks zählt der 266 Meter lange Flugzeugträger &amp;#039;&amp;#039;[[Oriskany (Schiff)|Oriskany]]&amp;#039;&amp;#039;, den die [[United States Navy]] 2001 im Meer versenkte. Vorbereitend wurden mehrere Löcher in das Wrack gesprengt, um es als [[künstliches Riff]] besser für Meeresbewohner zugänglich zu machen. Außerdem wurde das Wrack von Asbest, Öl, Teer und anderen Schadstoffen befreit.&amp;lt;ref name=&amp;quot;STE&amp;quot;&amp;gt;[https://www.stern.de/panorama/wissen/natur/flugzeugtraeger-versenkt-so-entsteht-das-groesste-kuenstliche-riff-der-welt-3598254.htmlhttps://www.popsci.com/this-is-where-international-space-station-will-go-to-die/ &amp;#039;&amp;#039;Flugzeugträger versenkt. So entsteht das größte künstliche Riff der Welt&amp;#039;&amp;#039;.] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Stern]]&amp;#039;&amp;#039;, 19. Mai 2006; abgerufen am 28. Februar 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Versenken werden verschiedene Zwecke verfolgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Künstliches Riff]] zur Förderung von Fauna und Flora&amp;lt;ref name=&amp;quot;STE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Erlebbarer Hohlraum für Taucher&lt;br /&gt;
* Uferstabilisierung&lt;br /&gt;
* [[Zielschiff]] für militärischen Beschuss, Bombenabwurf oder Minenexplosion, um die Wirkung einer Waffe zu testen oder ihren Einsatz zu üben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Shipbreaking|Abwrackwerft}}&lt;br /&gt;
* Aktuelle Daten http://hochhaus-schiffsbetrieb.jimdo.com/abwracken/&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20071103180723/http://www.ilo.org:80/public/english/protection/safework/sectors/shipbrk/index.htm Linkseite der &amp;#039;&amp;#039;ILO&amp;#039;&amp;#039;.] ilo.org (englisch), Memento von archive.org vom 3.&amp;amp;nbsp;November 2007&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.bmu.de/abfallwirtschaft/doc/4393.php |text=Ergebnisse der 49. Sitzung des Umweltausschusses der Internationalen Schifffahrtsorganisation bezüglich Schiffsabwrackung. |wayback=20081204005547}} Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.&lt;br /&gt;
* [https://www.seefunknetz.de/friedhof.htm &amp;#039;&amp;#039;Der Friedhof der stählernen Riesen&amp;#039;&amp;#039;.] seefunknetz.de&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=VJKfQ59R9fc https://www.youtube.com/watch?v=VJKfQ59R9fc Trailer Szene 1 zum Film „Eisenfresser“]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |url=http://www.radiobremen.de/online/oelpest/schiffsfriedhof.pdf |text=Ein Tag – ein Schiff – ein Toter. |format=PDF |wayback=20060118041148}} [[Radio Bremen]].&lt;br /&gt;
* [https://www.pulitzer.org/winners/gary-cohn-and-will-englund A Third World dump for America’s ships?] pulitzer.org (englisch), siehe Abschnitt ‘Winning work’, Bericht der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Baltimore Sun&amp;#039;&amp;#039; über Alang, 1998 mit dem [[Pulitzer-Preis]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
* [https://web.archive.org/web/20161225134419/http://www.labourcom.uni-bremen.de/ak-alternative_fertigung/rundbrf/rundbrf/rund991/991-1.pdf Bericht der IG-Metall über die Abwrackbetriebe.] (PDF; 831&amp;amp;nbsp;kB) labourcom.uni-bremen.de, Memento von archive.org vom 25.&amp;amp;nbsp;Dezember 2016&lt;br /&gt;
* [https://www.gsr-services.de/ https://www.gsr-services.de/ Green Ship Recycling] deutsches Beratungsunternehmen, zahlreiche Links zu Artikeln zum Thema&lt;br /&gt;
* [[Public Eye]]: [https://stories.publiceye.ch/schiffe/ &amp;#039;&amp;#039;Wo Schiffe sich zum Sterben verstecken&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4141204-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schiffsabwrackung| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-12988-52</name></author>
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