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	<title>Abul Abbas - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T12:36:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abul_Abbas&amp;diff=618393&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Polarlys: /* Legenden */ unnötiges Wort raus</title>
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		<updated>2025-12-14T17:02:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Legenden: &lt;/span&gt; unnötiges Wort raus&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Elefanten Karls des Großen. Zum Kalifen siehe [[Abu l-Abbas as-Saffah]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abul Abbas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Abul Abaz&amp;#039;&amp;#039;; † [[810]]) war ein [[Elefant]], der dem [[Fränkisches Reich|fränkischen]] [[Kaiser#Kaisertitel im Fränkischen Reich|Kaiser]] [[Karl der Große|Karl dem Großen]] von [[Kalif]] [[Harun ar-Raschid|Hārūn ar-Raschīd]] geschenkt wurde. Er war der erste namentlich und urkundlich belegte Elefant nördlich der [[Alpen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Abul Abbas stammte aus [[Indien]]; benannt war er, vermutlich vom Kalifen selbst, nach dem Begründer der [[Abbasiden-Kalifat|Abbasiden]]-Dynastie, [[Abu l-Abbas as-Saffah]] († 754, {{arS|أبو العباس السفاح&amp;amp;lrm;}}). Sein Alter bei seinem Eintreffen in [[Aachen]] ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
801 wurde Abul Abbas in Begleitung von [[Isaak aus Aachen|Isaak]], einem jüdischen Kaufmann, Dolmetscher und Gesandten Karls, zusammen mit einer kleinen Delegation von [[Bagdad]] aus auf den Weg nach Aachen geschickt. Im Oktober des Jahres ist ein Aufenthalt in der Nähe von [[La Spezia]] in Italien belegt. In [[Vercelli]], etwa 60&amp;amp;nbsp;km vom [[Lago Maggiore]] entfernt, blieb man über den Winter. Am 20. Juli 802 erreichte Abul Abbas Aachen und wurde dort, zusammen mit einer ganzen Anzahl von Geschenken, Kaiser Karl übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Dasein in Aachen währte nur wenige Jahre, in denen er, wie gesagt wird, vom Kaiser gerne auf Reisen mitgenommen worden sei, „als lebende Insignie seiner Macht“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Stephan Oettermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Schaulust am Elefanten. Eine Elephantographia Curiosa&amp;#039;&amp;#039;. Syndikat, Frankfurt am Main 1982, S. 97 ff., mit Nennung zahlreicher Quellen. ISBN 3-8108-0203-4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Bericht der [[Annales regni Francorum|fränkischen Reichsannalen]] ist der Elefant im Sommer 810 nach einer Überquerung des [[Rhein]]s in [[Bislich#Geschichte|Lippeham]] „plötzlich“ verendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{MGH|SSrerGerm|6|131}} Vgl. auch {{Webarchiv|url=http://regesta-imperii.digitale-sammlungen.de/seite/ri01_mue1908_0321 |wayback=20110718230700 |text=Regesta Imperii RI Opac}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Legenden ==&lt;br /&gt;
Um Abul Abbas begannen sich bald zahlreiche Legenden zu ranken. So sei er ein [[weißer Elefant]] gewesen und anlässlich des Feldzugs Karls gegen die [[Friesen]] 804 als Waffe mitgeführt worden, was sich für ihn laut Überlieferung als verhängnisvoll erwiesen habe, denn er soll beim Übergang über den Rhein ertrunken sein. Laut anderen Angaben sei der Elefant einer Lungenentzündung erlegen, die er sich bei der Rheinüberquerung zugezogen habe.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu: Michael Gorgas: &amp;#039;&amp;#039;Tiere – Kaiser – Anekdoten&amp;#039;&amp;#039;. Vindelica-Verlag, Gersthofen 1986, ISBN 3-926275-00-6; Wolfgang Knabe: &amp;#039;&amp;#039;Auf den Spuren der ersten deutschen Kaufleute in Indien. Forschungsexpedition mit der Mercator entlang der Westküste und zu den Aminen&amp;#039;&amp;#039;. Schriften des Zentralinstituts für Deutsche Auswanderungsforschung im VDA&lt;br /&gt;
Reihe 2, Feldforschung; Band 1. Verlag Moderne Medien, Anhausen 1993, ISBN 3-929720-01-9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den wenigen zeitgenössischen Quellen ist weder von der weißen Farbe die Rede, noch werden Details über den Tod des Tieres oder seinen Einsatz als Kriegswaffe überliefert. Die fränkischen Reichsannalen enthalten knappe Meldungen über seinen Transport (801),&amp;lt;ref&amp;gt;{{MGH|SSrerGerm|6|116}}&amp;lt;/ref&amp;gt; seine Übergabe an den Kaiser (802)&amp;lt;ref&amp;gt;{{MGH|SSrerGerm|6|117}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie seinen Tod (810).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
Mitte des 18. Jahrhunderts wird berichtet, dass man am Rhein, nahe der [[Lippe (Fluss)|Lippe]]-Mündung, auf einem Acker auf Elefantenknochen gestoßen sei; man sei der Meinung gewesen, dass es sich hierbei nur um den Elefanten Kaiser Karls gehandelt haben könne.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duisburger Intelligenz-Zettel]] Nr. XXVII. vom 7. Juli 1750 [http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/periodical/pageview/458522 J.G. Leidenfrost: Nachricht von einigen Überbleibseln des Elephanten Abdulabbas]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gefundenen Oberschenkelknochen landeten offenbar in einem privaten [[Wunderkammer|Kunst- und Raritätenkabinett]].&amp;lt;ref&amp;gt;J. H. Nunningius, J. H. Cohnhausen: &amp;#039;&amp;#039;De osse femoris Elephantini.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Commercii literarii dissertationes epistolicae.&amp;#039;&amp;#039; Frankfurt am Main, 1746; [http://books.google.de/books?id=Dps5AAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=De+osse+femoris+Elephantini&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=wt-lkHke5e&amp;amp;sig=z_R3h0h4D11VTgAF2qfsMQsRS9A&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=UmSQTKPLBIWcOPG0jLIN&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result&amp;amp;resnum=1&amp;amp;ved=0CBgQ6AEwAA#v=onepage&amp;amp;q&amp;amp;f=false Epistel IV, S.&amp;amp;nbsp;44ff.] Nach: Oettermann (1982) S.&amp;amp;nbsp;98, Anm.&amp;amp;nbsp;117&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings kamen in [[prähistorisch]]en Zeiten verschiedene [[Elefanten]]arten natürlicherweise in [[Mitteleuropa]] vor, die derartige Funde erklären könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der bekannten [[Jobsiade]] (erstmals erschienen 1784) wird der Tod des Tieres beklagt: „Selbst [[Bukephalos|Bucephalus]] und [[Rosinante|Rossinanten]], / Abulabas den Elephanten, / Roß Bayard&amp;lt;ref&amp;gt;Legendäres Pferd aus den Sagen um Karl den Großen&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Bileam]]s Eselin / Nahm [[Freund Hein]] zum Morgenbrod hin.“&amp;lt;ref&amp;gt;Carl Arnold Kortum: &amp;#039;&amp;#039;Die Jobsiade&amp;#039;&amp;#039;. Dortmund 1799 ([http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/kortum_jobsiade01_1799?p=215 37. Kapitel, Strophe 28])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste auf fränkischem Boden zur Kenntnis genommene Elefant sei, wie einige meinen, in der Historie der deutschen Sprache zum &amp;#039;&amp;#039;[[Popanz]]&amp;#039;&amp;#039; geworden, und zwar durch die Herleitung dieses Wortes aus dem Namen des kaiserlichen Elefanten über &amp;#039;&amp;#039;Bubaz&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bula&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Bubu&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Pubatsch&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Pupanz&amp;#039;&amp;#039;; diese Herkunft der &amp;#039;&amp;#039;Schreckgestalt&amp;#039;&amp;#039; ist allerdings in den gängigen etymologischen Wörterbüchern nicht belegt. Abul Abbas’ Aufenthalt nördlich der Alpen war, wie es scheint, zu kurz, um ein bleibendes Abbild von ihm zu liefern.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Oettermann (1982) S. 98f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|izl|28|10|1871|6|Briefwechsel mit Allen für Alle. Alter Abonnent aus Plauen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die früher in der [[Deutsche Sprache|deutschen Sprache]] gebräuchliche Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Bulenbak&amp;#039;&amp;#039; für ein „ungeheuerliches Wesen“ soll eine [[Verballhornung]] des Namens Abul Abbas sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{ANNO|fdb|02|10|1865|9|Wiener Geschichten}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kuriosa ==&lt;br /&gt;
Der Name des Elefanten scheint [[Karl May]] bei der Namenswahl für seine Figur [[Hadschi Halef Omar]] inspiriert zu haben: &amp;#039;&amp;#039;Hadschi Halef Omar Ben Hadschi &amp;#039;&amp;#039;Abul Abbas&amp;#039;&amp;#039; Ibn Hadschi Dawuhd al Gossarah&amp;#039;&amp;#039; (Abul Abbas stellt hier den Namen seines Vaters dar).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Claus-Artur Scheier]] |Titel=„… und setzte mich auf Kaiser Karls Stuhl“: Identität und Identifikation im geschichtsphilosophischen Reflex |Verlag=Cramer |Ort=Braunschweig |Datum=2007 |Seiten=6 |Kommentar=„Halefs Vater heißt Abul Abbas wie jener weiße Elefant, der, von Bagdad kommend, am 20. Juli des Jahres 802 dem Kaiser Karl von dem jüdisch-italienischen Kaufmann Isaak in Aachen als diplomatisches Geschenk des Kalifen von Bagdad, Harun al Raschid, übereignet worden war. So ist der kleine Halef der Sohn eines historisch-elefantösen Geschenks an den großen Karl.“ |Online=[http://www.digibib.tu-bs.de/?docid=00048809 online] |Abruf=2014-07-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Kurzgeschichte des deutsch-neuseeländischen Autors Norman Franke erzählt die Biographie des Elefanten aus dessen eigener Sicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Norman Franke |Titel=Abul Abbas&amp;#039; orthopedic shoes |Hrsg=Tina Shaw |Verlag=Cloud Ink |Ort=Auckland, Neuseeland |Datum=2021 |ISBN=978-0-473-57278-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste bekannter Tiere]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Achim Thomas Hack]]: &amp;#039;&amp;#039;Abul Abaz. Zur Biographie eines Elefanten&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftlicher Verlag Dr. Michael P. Bachmann, Badenweiler 2011, ISBN 978-3-940523-12-9.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Sabine Obermaier: [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/2012-1-227 &amp;#039;&amp;#039;Rezension zu: Hack, Achim Thomas: Abul Abaz. Zur Biographie eines Elefanten. Badenweiler 2011&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;H-Soz-u-Kult.&amp;#039;&amp;#039; 28. März 2012; [http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/type=rezbuecher&amp;amp;id=18195&amp;amp;re=1736 &amp;#039;&amp;#039;Replik&amp;#039;&amp;#039; des Autors]. In: &amp;#039;&amp;#039;H-Soz-u-Kult.&amp;#039;&amp;#039; 30. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Richard Fletcher: &amp;#039;&amp;#039;Ein Elefant für Karl den Großen – Christen und Muslime im Mittelalter.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2005.&lt;br /&gt;
* Hans Altmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Reise des Isaak und die politische Situation um 800.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ex oriente. Isaak und der weiße Elefant. Bagdad – Jerusalem – Aachen. Eine Reise durch drei Kulturen um 800 und heute.&amp;#039;&amp;#039; Katalogbuch zur Ausstellung in Rathaus, Dom und Domschatzkammer Aachen vom 30. Juni bis 28. September 2003, Band 1 Die Reise des Isaak. Bagdad. Zabern, Aachen 2003, S. 28–35.&lt;br /&gt;
* Hannelore Kühl, Brigitte Erm: &amp;#039;&amp;#039;Abul Abas. Die Geschichte des weißen Elefanten am Hofe Karls des Großen.&amp;#039;&amp;#039; Alano Verlag, Aachen 1985, ISBN 3-924007-12-8.&lt;br /&gt;
* [[Karen Duve]], [[Thies Völker]]: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon berühmter Tiere. 1200 Tiere aus Geschichte, Film, Märchen, Literatur und Mythologie&amp;#039;&amp;#039;. Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 1997, ISBN 3-8218-0505-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:9. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Karl der Große]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fränkisches Reich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Individueller Elefant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tier in der Politik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Polarlys</name></author>
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