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	<title>Abu Daoud - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:24:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abu_Daoud&amp;diff=713022&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Tohma: Kat</title>
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		<updated>2025-09-16T10:04:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abu Daoud&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[16. August]] [[1937]] in [[Jerusalem]]; † [[3. Juli]] [[2010]] in [[Damaskus]]; {{arS|أبو داوود|d=Abū Dāwūd}}, richtiger Name &amp;#039;&amp;#039;Mohammed Daoud Oudeh&amp;#039;&amp;#039;, arabisch {{ar|محمد عودة|d=Muḥammad ʿAuda}}) war ein Drahtzieher des [[Münchner Olympia-Attentat]]s von 1972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Abu Daoud wurde in einem östlichen Vorort von Jerusalem geboren und arbeitete als Lehrer. 1967 besetzte Israel im [[Sechstagekrieg]] Ost-Jerusalem und Abu Daoud floh  nach [[Jordanien]]. In Jordanien schloss er sich der [[Palästinensische Befreiungsorganisation|PLO]] [[Jassir Arafat]]s an. Entgegen Arafats politischem Taktieren hoffte Abu Daoud, „den militärisch unbezwingbaren Gegner [[Israel]] durch Guerillaaktionen niederringen zu können“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winkler&amp;quot;&amp;gt;[[Willi Winkler (Autor)|Willi Winkler]]: &amp;#039;&amp;#039;Keine Reue für das Blutbad von München.&amp;#039;&amp;#039; Nachruf auf Abu Daoud in [[Süddeutsche Zeitung]] vom 5.&amp;amp;nbsp;Juli 2010, S.&amp;amp;nbsp;7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gelegenheit dazu sollten die [[Olympische Sommerspiele 1972|Olympischen Sommerspiele 1972]] geben. Abu Daoud sagte in einem Interview mit der [[Die Tageszeitung|taz]] 2006 aus, dass die Geiselnahme der Israelis eine Reaktion auf den gescheiterten Antrag der Palästinenser auf Entsendung einer eigenen Olympiamannschaft sein sollte.&lt;br /&gt;
{{Zitat |Die Palästinenser hatten einen Antrag auf Teilnahme an den Olympischen Spielen gestellt. Wir wollten die Welt durch unsere Teilnahme auf uns aufmerksam machen. Unser Antrag wurde aber abgelehnt, und so haben wir entschieden, auf unsere Weise daran teilzunehmen. |ref =&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz&amp;quot;&amp;gt;Fatima Shihabi: [https://taz.de/Archiv-Suche/!480171/ &amp;#039;&amp;#039;„Natürlich erzeugt Gewalt Gegengewalt“&amp;#039;&amp;#039;]. Interview mit Abou Daoud, &amp;#039;&amp;#039;taz&amp;#039;&amp;#039; vom 3.&amp;amp;nbsp;Februar 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geiselnahme der israelischen Mannschaft besorgte der längere Zeit in [[Berlin]] lebende&amp;lt;ref&amp;gt;genauer: [[Prenzlauer Berg]]. [http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/5787 »Von der Verantwortung verabschiedet«]&amp;lt;/ref&amp;gt; Abu Daoud persönlich die Waffen und begleitete die acht Mitglieder des Kommandos bis an den Zaun des Olympischen Dorfs.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winkler&amp;quot;/&amp;gt; Daoud behauptete später, die Ermordung der Geiseln sei nicht geplant gewesen, vielmehr sollten 234&amp;amp;nbsp;palästinensische Gefangene und [[Ulrike Meinhof]] freigepresst werden. In seinen 1999 erschienenen Memoiren behauptete Daoud, Arafat sei über den Plan informiert gewesen und habe ihn abgesegnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Harvey W. Kushner: &amp;#039;&amp;#039;Munich Olympic Massacre&amp;#039;&amp;#039;. In: derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Terrorism.&amp;#039;&amp;#039; Sage Publications, Thousand Oaks / London / Neu-Delhi 2003, S.&amp;amp;nbsp;249.&amp;lt;/ref&amp;gt; In späteren Interviews behauptete er das Gegenteil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Israel kündigte an, den Anschlag von München zu rächen, der [[Mossad]] stellte zu diesem Zweck eine eigene [[Caesarea (Mossad-Sondereinheit)|Sonderheit Caesarea]] auf, die mehrere Verdächtige und deren Unterstützer umbrachte. 1981 überlebte er schwer verletzt einen Anschlag im [[Warschau]]er [[Hotel Victoria (Warschau)|Hotel Victoria]]. Abu Daoud behauptete, der Mossad stecke dahinter. Möglicher Auftraggeber könnte auch der Palästinenserführer [[Abu Nidal]] gewesen sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winkler&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1973 wurde Abou Daoud in [[Amman]] bei den Vorbereitungen zu einem Putsch gegen [[Hussein I. (Jordanien)|König Hussein]] zum Tode, dann zu lebenslanger Haft verurteilt, doch König Hussein ließ ihn auf Druck der arabischen Länder wieder frei. 1977 wurde er in [[Paris]] festgenommen; einer Auslieferung an die [[Deutschland|Bundesrepublik Deutschland]] entging er jedoch, da die französische Regierung auf politische Interessen im Nahen Osten achtete und ihn nach [[Algerien]] abschob. Daraufhin versteckte er sich im [[Libanon]] und in [[Osteuropa]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winkler&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als mit dem Zusammenbruch der kommunistischen Diktaturen des [[Ostblock]]s die wichtigsten Bundesgenossen der Palästinensergruppen verloren gingen und 1995 ein Abkommen zwischen Arafat und [[Jitzchak Rabin]] ausgehandelt wurde, wurden Abu Daoud und viele andere ehemalige Guerillakämpfer amnestiert. So kehrte er von Jordanien aus über die [[Allenby-Brücke]] ins [[Westjordanland]] zurück und war fortan als wichtiger Diplomat der PLO tätig; in diesem Jahr bekam er die Erlaubnis zur Reise durch Israel, um ein PLO-Treffen im [[Gazastreifen]] zu besuchen. Dort plädierte er für eine Resolution, jenen Teil der [[PLO-Charta]] zu streichen, der die Zerstörung Israels fordert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winkler&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streitigkeiten innerhalb der PLO-Führung trieben ihn erneut ins Exil nach [[Damaskus]]; als er 1999 seine Memoiren verfasste und darin offen seinen Anteil an der Geiselnahme von München zugab, verweigerte ihm Israel die Wiedereinreise in die [[Palästinensische Autonomiegebiete]]. Die [[Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof|Generalbundesanwaltschaft]] begann formal ein Ermittlungsverfahren „gegen Abu Daoud und andere wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Mordes“ und sorgte für einen neuen, wenn auch wirkungslosen Haftbefehl.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Winkler&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für seine Memoiren &amp;#039;&amp;#039;Palästina, von Jerusalem nach München&amp;#039;&amp;#039; erhielt er den palästinensischen Kulturpreis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt lebte er in Damaskus, wo er an [[Nierenversagen]] starb.&amp;lt;ref&amp;gt;Jerusalem Post: [http://www.jpost.com/Home/Article.aspx?id=11484 Munich terrorist &amp;#039;regrets nothing&amp;#039;] vom 28. Januar 2006, abgerufen am 5. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist auf dem Märtyrerfriedhof in Damaskus beerdigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war verheiratet, hatte fünf Töchter und einen Sohn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=122568036|LCCN=n/99/261023|VIAF=97605049}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Daoud, Abu}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Nahostkonflikt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Jerusalem)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mordfall)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der PLO]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Münchner Olympia-Attentat]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Palästinenser]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1937]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2010]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Daoud, Abu&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Oudeh, Mohammed Daoud (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=palästinensischer Drahtzieher des Olympia-Attentats 1972&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. August 1937&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Jerusalem]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=3. Juli 2010&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Damaskus]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Tohma</name></author>
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