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	<title>Abtei Mariawald - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: Leerzeichen vor Beleg entfernt</title>
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		<updated>2026-04-29T15:32:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor Beleg entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Abtei Mariawald 010-.jpg|mini|Abtei Mariawald, Luftaufnahme (2015)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2020-01-06-Abtei Mariawald-8135.jpg|mini|Gästehaus und Kirche der Abtei Mariawald (2020)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mariawald-abbey coat-of-arms 2007-07-13 dti.jpg|mini|hochkant|Wappen mit [[Wahlspruch]] der Abtei Mariawald, &amp;#039;&amp;#039;Luceat lux vestra&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;Euer Licht soll leuchten (2007)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Klosterkirche Mariawald 16.jpg|mini|hochkant|Abteikirche (2024)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abtei Mariawald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;Abbatia B. M. de Nemore&amp;#039;&amp;#039;) ist ein ehemaliges [[Kloster]] des Ordens der [[Trappisten]] nahe [[Heimbach (Eifel)|Heimbach]] in der [[Eifel]] im [[Kreis Düren]], [[Nordrhein-Westfalen]] ([[Deutschland]]). Ihr [[Wahlspruch]] lautete: &amp;#039;&amp;#039;Luceat lux vestra&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sophronius Eusebius Hieronymus (Uebersetzer) |url=https://www.vatican.va/archive/bible/nova_vulgata/documents/nova-vulgata_nt_evang-matthaeum_lt.html |titel=EVANGELIUM SECUNDUM MATTHAEUM |werk=https://www.vatican.va |hrsg=IOANNIS PAULI PP. II |sprache=la |abruf=2026-04-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; – Euer Licht soll leuchten {{Bibel|Mt|5|16}}. Im Januar 2018 wurden die Aufhebung und der Verkauf des Klosters beschlossen, am 15.&amp;amp;nbsp;September 2018 verließen die Mönche das Kloster. Der Eigentümer des Klosters ist der [[Verein]] „Kloster Mariawald e.V.“, der die Klosterbetriebe seit 2018 weiterführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Abtei Mariawald im Winter.jpg|mini|Blick auf die Abtei Mariawald vom Ehrenfriedhof (2017)]]&lt;br /&gt;
Die Abteigebäude von Mariawald liegen innerhalb der [[Nordeifel]] im [[Naturpark Hohes Venn-Eifel]] und sind vom [[Nationalpark Eifel]] umgeben. Sie befinden sich südlich oberhalb des Kernorts der Kleinstadt [[Heimbach (Eifel)|Heimbach]] im Nordteil des bewaldeten [[Kermeter]], nahe den Erhebungen und Hangspornen Altenberg (ca.&amp;amp;nbsp;{{Höhe|424|DE-NHN|link=true}}) im Nordosten und Griesberg ({{Höhe|421.3}}) im Nordnordwesten zwischen 400 und {{Höhe|420}}{{GeoQuelle|DE-NW|TIM}} Höhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Salvator (Heimbach) 16.jpg|rechts|mini|Pietà (vor 1470) im [[Antwerpener Retabel]] (um 1520), heute in der Pfarrkirche Heimbach (2021)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung und Entwicklung bis zur Aufhebung 1795 ===&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Abtei Mariawald wurzelt in der Aufstellung einer [[Pietà]] im Wald bei Heimbach. 1470 kaufte der Heimbacher Strohdachdecker Heinrich Fluitter eine Pietà und stellte sie in einem hohlen Baumstamm zur Verehrung auf. Dieser Platz erwies sich jedoch als zu einsam, sodass Fluitter eine hölzerne [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] an einer Wegkreuzung baute und die Pietà dort aufstellte. Als immer mehr [[Pilger]] zur Pietà kamen, baute sich Fluitter eine Zelle an die Kapelle an und betreute von dort aus bis zu seinem Tod die Pilgerstätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1479 ersetzte der Heimbacher [[Pfarrer]] Johann Daum die Kapelle durch eine hölzerne Kirche und bat die Zisterzienser aus dem [[Kloster Bottenbroich]] um Hilfe bei der Wallfahrtsbetreuung. Mit Urkunde vom 10.&amp;amp;nbsp;November 1480 schenkte Pfarrer Daum die Kirche mit der Pietà dem Zisterzienserorden, der dort mit dem Bau eines Klosters begann. Am 12.&amp;amp;nbsp;September 1481 wurde die Kirche durch den Kölner Weihbischof [[Arnold von Unkel]] [[Franziskaner (OFM)|OFM]] [[Kirchweihe|geweiht]].&amp;lt;ref&amp;gt;kloster-mariawald.de: [https://kloster-mariawald.de/ueber-uns/chronik/die-gruendung-des-klosters-/ &amp;#039;&amp;#039;Die Gründung des Klosters&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 5. November 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 4.&amp;amp;nbsp;April 1486 bezog die erste Mönchsgemeinde das neu errichtete Kloster, sodass dieser Tag als Gründungsdatum der Abtei gilt, die den Namen &amp;#039;&amp;#039;Monasterium Nemoris beatae Mariae Virginis&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Carl Schorn |url=https://kloster-mariawald.de/ueber-uns/chronik/eiflia-sacra-/ |titel=EIFLIA SACRA oder Geschichte der Klöster und geistlichen Stiftungen der Eifel |werk=https://kloster-mariawald.de/index.html |hrsg=Bistum Aachen |sprache=de |abruf=2025-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Mariawald) erhielt. 1494 wurde begonnen, die hölzerne Kirche durch einen Steinbau zu ersetzen. Um 1520 wurde die Pietà in ein [[Antwerpener Retabel]], das verschiedene Szenen aus dem Leben Jesu – von Verkündigung bis Tod und Auferstehung – zeigt, integriert. 1539 wurde die neue steinerne Kirche geweiht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Leopoldus Janauschek |url=https://babel.hathitrust.org/cgi/pt?id=mdp.39015008849187&amp;amp;seq=7&amp;amp;q1=mariawald |titel=Bottenbrochii filia |werk=Hathi Trust |hrsg=The Gregg Press Incorporated |datum=2025-10-13 |sprache=la |abruf=2025-11-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden 100 Jahre waren eine schwierige Zeit für das Kloster. Wie auch die übrige Bevölkerung hatte die Abtei unter diversen [[Krieg]]en, insbesondere dem [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]], zu leiden. Danach begann eine Phase der Ruhe und guten Entwicklung des klösterlichen Lebens, die mit dem Ausbruch der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] wieder endete. Als 1794 die französische Revolutionsarmee [[linksrheinisch]]e Gebiete besetzte, kam die Abtei unter französische Herrschaft. Am 2.&amp;amp;nbsp;April 1795 wurde das Kloster aufgehoben; Land und Inventar wurden versteigert. Die Pietà von Mariawald wurde mit dem [[Antwerpener Retabel]] am 22.&amp;amp;nbsp;Juni 1804 in die Heimbacher [[Pfarrkirche]] [[St. Clemens (Heimbach)|St. Clemens]] gebracht. Noch heute stehen beide Objekte in Heimbach, nunmehr in der am 24.&amp;amp;nbsp;Mai 1981 geweihten [[St. Salvator (Heimbach)|Salvatorkirche]]. Teile der Kirchenfenster befinden sich heute im [[Victoria and Albert Museum]] in London.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiederbesiedlung 1861 und weitere Geschichte ===&lt;br /&gt;
1860 kaufte [[Ephrem van der Meulen]], [[Abt]] der [[Elsass|elsässischen]] [[Abtei Oelenberg|Trappistenabtei Oelenberg]], das Klostergut. Im Februar 1861 kamen zwei Brüdermönche von Ölenberg nach Mariawald und begannen mit dem Wiederaufbau der Klosteranlage. Im April 1862 wurde das reguläre Klosterleben wieder aufgenommen. Beendet werden konnte der Wiederaufbau des Klosters nach Plänen von [[August Carl Lange]] erst im Jahr 1891, da die Aufbauarbeiten durch den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 und den [[Kulturkampf in Preußen und im Deutschen Reich|Kulturkampf]] unterbrochen worden waren. Zwar mussten die Mönche von September 1875 bis zum 18.&amp;amp;nbsp;Oktober 1887 das Kloster verlassen; durch den preußischen Staat enteignet werden konnte das Kloster aber nicht, da immer noch Ephrem van der Meulen als Eigentümer des Klostergutes eingetragen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 29. September 1909 wurde Mariawald zur [[Abtei]] erhoben. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden 33 Mönche der Abtei zum Kriegsdienst eingezogen. Drei von ihnen verstarben während des Krieges. Wie auch der übrigen Bevölkerung machte die schwierige Nachkriegszeit der Abtei zu schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mariawald-cemetery 2006-06-20.jpg|mini|Ehrenfriedhof. Auf diesem Friedhof sind 414 Tote des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] beerdigt. (2006)]]&lt;br /&gt;
Erneute Beeinträchtigungen des Klosterlebens bis hin zur Auflösung mussten die Mönche von Mariawald während der [[Zeit des Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Herrschaft hinnehmen. Während des Baus des [[Westwall]]s wurden Bauarbeiter im Kloster einquartiert. Nach Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurden einige Mönche zum Kriegsdienst eingezogen. Teilweise wurden Mönche von der [[Gestapo]] verhaftet. Am 21.&amp;amp;nbsp;Juni 1941 schließlich wurde das Kloster wegen „staatsfeindlicher Aktivitäten“ [[Klostersturm im Nationalsozialismus|aufgelöst]] (zum „[[Klostersturm im Nationalsozialismus|Klostersturm]]“ vgl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Arnulf Salmen |url=https://www.orden.de/aktuelles/meldung/feindbild-orden-klostersturm-vor-75-jahren |titel=Feindbild Orden: Klostersturm vor 75 Jahren |werk=https://www.orden.de/ |hrsg=DOK Deutsche Ordensobernkonferenz e.V. |datum=2016-01-13 |sprache=de |abruf=2025-10-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;). Die Priestermönche mussten das Kloster verlassen, die Brudermönche wurden als Arbeiter in der Landwirtschaft des zum Gemeindegut gemachten aufgelösten Klosters eingesetzt. Als im Herbst 1944 die Front in die Nähe des Klosters rückte, wurde im Kloster über einige Monate hindurch ein [[Feldlazarett]] eingerichtet. 414 Menschen starben während ihres dortigen Lazarettaufenthalts. Sie wurden auf einem Hang westlich des Klosters bestattet. Auf dem so entstandenen Ehrenfriedhof auf dem Klostergelände findet alljährlich am [[Volkstrauertag]] eine Gedenkveranstaltung statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Ardennenoffensive]] wurde das Kloster zum großen Teil zerstört. Die noch auf dem Gelände verbliebenen Brüdermönche wurden vertrieben. So standen die Gebäude einige Zeit leer. Am 28.&amp;amp;nbsp;April 1945 nahm Pater [[Christophorus Elsen]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Elsen,_Christophorus |titel=Christophorus Elsen OCSO |werk= |hrsg= |datum=2016-03-10 |abruf=2018-08-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bernardin Schellenberger |Hrsg= |Titel=Abt Christophorus Elsen OCSO + |Sammelwerk=Cistercienserchronik |Band=83 |Nummer= |Auflage= |Verlag= |Ort= |Datum=1976 |ISBN= |Seiten=142-144}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das Kloster wieder in Besitz, nachdem die britische Militärregierung den Fortbestand der Abtei genehmigt hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;kloster-mariawald.de: [https://kloster-mariawald.de/ueber-uns/chronik/abt-meinrad-behren/ &amp;#039;&amp;#039;Abt Meinrad Behren&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 27. Februar 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Abt von Ölenberg hatte ihn zuvor zum [[Ordensoberer|Superior]] ernannt. Pater Christophorus nahm Kontakt zu den vertriebenen Mönchen auf, die sich größtenteils wieder im Kloster einfanden. Jedoch sind während des Krieges drei Mönche gefallen und vier blieben vermisst. Außerdem sind einige Patres in der Verbannung gestorben. Erneut wurde das Kloster wiederaufgebaut. Im Dezember 1946 wurde Christophorus Elsen zum Abt gewählt. Die Beseitigung der Kriegsschäden dauerte bis zum Jahr 1959.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Initiative des [[Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge|Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge]], im Einvernehmen mit dem Abt, entstand in den 1950er Jahren die [[Kriegsgräberstätte Heimbach]]. Sie wurde am 20.&amp;amp;nbsp;September 1953 eingeweiht. Dort liegen insgesamt 414 Gefallene aus dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]]. Von 1962 bis 1964 wurde die Klosterkirche renoviert und den liturgischen Änderungen des [[Zweites Vatikanisches Konzil|Zweiten Vatikanischen Konzils]] angepasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 20. und 21.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert war die Abtei Mariawald das einzige männliche Trappistenkloster in Deutschland. In der Abtei lebten im Jahr 2010 unter der Leitung von Abt Bernardus Peeters aus [[Tilburg]] 14 Mönche, zwei [[Novize]]n, ein Mönch mit zeitlicher [[Ordensgelübde|Profess]], ein [[Postulant]] und ein [[Oblation (Orden)|Oblate]]. Zusätzlich gab es noch drei externe Mitbrüder. Bis 2016 ging die Anzahl auf neun Mönche, einen zeitlichen Professen und zwei Externe zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.kloster-mariawald.de/media/raw/Protokoll_18_04_2010_gez_.pdf |wayback=20160402211135 |text=Protokoll Mitgliederversammlung Förderverein am 18. April 2010 }} (PDF; 446&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.kloster-mariawald.de/media/raw/Protokoll_MV_2016.04.10.pdf |wayback=20170222110156 |text=Protokoll Mitgliederversammlung Förderverein am 10. April 2016 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Klosteranlage wurde sowohl von den Mönchen als auch von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern bewirtschaftet. Zur Unterstützung des Klosters wurde 1995 der &amp;#039;&amp;#039;Verein der Freunde und Förderer der Abtei Mariawald e. V.&amp;#039;&amp;#039; gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Päpstliches Privileg (2008) ===&lt;br /&gt;
Mit Schreiben vom 21.&amp;amp;nbsp;November 2008 hatte Papst [[Benedikt XVI.]] der Bitte des Abtes Dom Josef Vollberg OCSO entsprochen und dem Kloster die Erlaubnis erteilt, auf Wunsch zur Feier der [[Liturgie]] und [[Observanz (Recht)|Observanz]] im Usus des Ordens von Monte Cistello in der Fassung von 1963/64 zurückzukehren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Cláudio Hummes |url=https://www.clerus.org/clerus/dati/2008-11/21-20/Comunicato%5B1%5D.html |titel=Comunicato |werk=https://www.clerus.va |hrsg=Dicastero per il Clero |datum=2008-11-21 |sprache=it |abruf=2025-12-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;summorum-pontificum.de&amp;quot;&amp;gt;[http://www.summorum-pontificum.de/texte/cistello Summorum Pontificum.de: &amp;#039;&amp;#039;Usus von Monte Cistello&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;kath-net&amp;quot;&amp;gt;[http://kath.net/news/21434 &amp;#039;&amp;#039;Trappistenabtei kehrt zur Alten Liturgie zurück&amp;#039;&amp;#039;.] [[kath.net]], 26. November 2008 mit Pressemitteilung der Abtei, abgerufen am 6. Juni 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit war die Klostergemeinschaft der Abtei Mariawald die erste deutschsprachige, die zu den vorkonziliaren Observanzen und der Feier der Liturgie nach der [[Tridentinische Messe|außerordentlichen Form]] zurückkehrte. Der Abt und ein Teil des [[Konvent (Kloster)|Konvents]] erhofften sich davon unter anderem neue Impulse – auch für den Nachwuchs der Abtei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kath-net&amp;quot; /&amp;gt; Stattdessen ging jedoch &amp;#039;&amp;#039;ein Riss&amp;#039;&amp;#039; durch die Gemeinschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Füller &amp;#039;&amp;#039;Das Schweigen der Trappisten&amp;#039;&amp;#039; in Die Welt; 18. September 2018 S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwei Novizen schieden aus, einige Ältere starben, so dass die Zahl der Mönche in der Abtei bis 2016 auf 10 zurückging.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Paulinus Nr. 5/2018&amp;quot;&amp;gt;Alexander Brüggemann: &amp;#039;&amp;#039;Aus für Abtei Mariawald&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Paulinus&amp;#039;&amp;#039;, Wochenzeitung im Bistum Trier, Nr. 5 vom 4. Februar 2018, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rücktritt des Abtes 2016 ===&lt;br /&gt;
Die Zahl der Mönche in Mariawald fiel bis 2016 unter die für eine eigenständige Abtei nötige Zahl von 12 Mönchen. Im Mai 2016 fand eine Visitation durch den Abt der [[Trappistenabtei Tilburg|Mutterabtei Tilburg]], [[Bernardus Peeters]], und den Abt des englischen Trappistenklosters [[Kloster Mount Saint Bernard|Mount Saint Bernard]], [[Erik Varden]], statt. Abt [[Josef Vollberg]] erklärte im Oktober 2016 seinen Rücktritt. Ab dem 1.&amp;amp;nbsp;Adventssonntag, dem 27.&amp;amp;nbsp;November 2016 amtierte Bernardus Peeters von Tilburg als [[Pater Immediat]], Josef Vollberg wurde zum [[Prior]] des Klosters ernannt und blieb Hausoberer.&amp;lt;ref&amp;gt;kloster-mariawald.de: {{Webarchiv|url=http://www.kloster-mariawald.de/view.php?nid=424 |wayback=20170130204313 |text=Auszüge aus einem Brief von Vater Abt Bernardus Peeters, Koningshoeven, an die Mitglieder des Vereins der Freunde und Förderer der Abtei Mariawald vom 12. Dezember 2016.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Mariawald-abbey_2006-10-22_dti.jpg|Westseite der Abtei&lt;br /&gt;
 2020-01-06-Abtei Mariawald-0285.jpg|Ostseite der Abtei&lt;br /&gt;
 Klosterkirche Mariawald 01.jpg|Klosterkirche&lt;br /&gt;
 Klosterkirche Mariawald 07.jpg|Westportal&lt;br /&gt;
 Klosterkirche Mariawald 08.jpg|Figurennische&lt;br /&gt;
Abtei Mariawald 13.jpg|Südl. Tor von 1538&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schließung der Trappistenabtei ===&lt;br /&gt;
Im Januar 2018 beschloss die [[Dikasterium für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens|Kongregation für die Institute geweihten Lebens und für die Gesellschaften apostolischen Lebens]] in [[Rom]] die Schließung und den Verkauf des Klosters noch im selben Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.aachener-zeitung.de/lokales/region/entscheidung-gefallen-kloster-mariawald-wird-geschlossen-1.1809459 |wayback=20180124011330 |text=&amp;#039;&amp;#039;Entscheidung gefallen: Kloster Mariawald wird geschlossen.&amp;#039;&amp;#039; }} [[Aachener Zeitung]] vom 23.&amp;amp;nbsp;Januar 2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2018-01/aus-fuer-deutsche-trappisten-abtei-mariawald-in-der-eifel-.html |titel=Aus für deutsche Trappisten-Abtei Mariawald in der Eifel |werk=https://www.vaticannews.va |hrsg=Dicasterium pro Communicatione |datum=2018-01-24 |sprache=de |abruf=2025-12-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mönche hatten ein Durchschnittsalter von 84 Jahren, und der Konvent – so die Begründung der Schließung – könne sich nicht mehr selbst versorgen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://neuesruhrwort.de/2018/01/23/aus-fuer-deutschlands-einziges-trappistenkloster-mariawald/ &amp;#039;&amp;#039;Aus für Deutschlands einziges Trappistenkloster Mariawald.&amp;#039;&amp;#039;] neuesruhrwort.de, 23. Januar 2018, abgerufen am 12. Januar 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mariawald soll jedoch auch nach dem Weggang der Mönche ein geistlicher Ort bleiben. Die Klostergaststätte, der Klosterladen und die Likörmanufaktur werden durch einen Förder- und Trägerverein weitergeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;kloster-mariawald.de: {{Webarchiv|url=http://www.kloster-mariawald.de/view.php?nid=179 |wayback=20141220090855 |text=&amp;#039;&amp;#039;Information zur Situation von Mariawald.&amp;#039;&amp;#039;}} (Juni 2018)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Eigentum an den Abteigebäuden ging von dem bisherigen Trägerverein „Trappistenkonvent Mariawald“, dem nur Mönche angehören konnten, auf den Verein „Kloster Mariawald“ über, dem satzungsgemäß auch Nichtmönche angehören können, die der Bischof von Aachen ernennt; zu den Mitgliedern gehört auch das Bistum Aachen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.katholisch.de/artikel/18844-kloster-mariawald-datum-fuer-schliessung-steht-fest |titel=Kloster Mariawald: Datum für Schließung steht fest |werk=Nachrichtenportal der katholischen Kirche in Deutschland |datum=2018-09-07 |abruf=2023-02-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abtei wurde zum 15.&amp;amp;nbsp;September 2018 mit einem Dankgottesdienst geschlossen. Die Mönche verließen daraufhin das Kloster.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Radio Rur |url=https://www.radiorur.de/nachrichten/dueren-juelich-rureifel.html |titel=Düren, Jülich &amp;amp; Rureifel |sprache=de |abruf=2021-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Aachener Zeitung |url=https://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/konvent-der-trappistenmoenche-in-mariawald-aufgeloest_aid-33020377 |titel=Tag für die Geschichtsbücher: Konvent der Trappistenmönche in Mariawald aufgelöst |datum=2018-09-16 |sprache=de |abruf=2021-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere ältere und pflegebedürftige Mönche zogen in ein Altenheim. Abt Josef Vollberg lebt seither als Einsiedler des Trappistenordens nahe einem Zisterzienserkloster in [[Tschechien]],&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Aachener Nachrichten |url=https://www.aachener-nachrichten.de/lokales/dueren/erste-moenche-haben-die-abtei-mariawald-verlassen_aid-24591913 |titel=Letztes Trappistenkloster schließt: Erste Mönche haben die Abtei Mariawald verlassen |datum=2018-08-06 |sprache=de |abruf=2021-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Kloster Vyšší Brod|Abtei Vyšší Brod]] (Hohenfurth), in der die Mönche 2011 wie zuvor in Mariawald zur [[Liturgie]] und [[Observanz (Recht)|Observanz]] im &amp;#039;&amp;#039;Usus des Ordens von Monte Cistello&amp;#039;&amp;#039; in der Fassung von 1963/64&amp;lt;ref name=&amp;quot;summorum-pontificum.de&amp;quot;/&amp;gt; zurückgekehrt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heutige Bewirtschaftung ===&lt;br /&gt;
Eigentümer des Klosters war bereits vor der Aufhebung der Verein „Trappistenkonvent Mariawald e.&amp;amp;nbsp;V.“, der sich in &amp;#039;&amp;#039;Kloster Mariawald e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; umbenannt und seine Satzung geändert hat, so dass nicht nur Mönche Mitglied werden können. Damit wurde sichergestellt, dass der Verein die Klosterbetriebe weiterführen kann, die Versorgung der bisherigen Ordensleute sichergestellt wurde und insbesondere die Abteikirche entsprechend ihrer Bestimmung fortbestehen kann. „Der Verein ist Arbeitgeber aller Mitarbeiter des Klosterbetriebes, alle Arbeitsverträge behalten ihre Gültigkeit.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/erste-moenche-haben-die-abtei-mariawald-verlassen_aid-24591911 | titel=Erste Mönche haben die Abtei Mariawald verlassen |autor=Sandra Kinkel |werk=Aachener Zeitung| datum=6. August 2018| zugriff=2019-01-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1.&amp;amp;nbsp;Januar 2021 hat die „Kloster Mariawald GmbH &amp;amp; Co. KG“ in Nachfolge des Vereins die Trägerschaft übernommen und Gastronomie, Buchhandlung, Likörproduktion und Online-Versand weitergeführt. In den Klostergebäuden soll ein Gästehaus mit Übernachtung und Verpflegung aufgebaut werden. Wie das Bistum Aachen mitteilte, soll versucht werden, auch wieder eine Ordensgemeinschaft in Mariawald anzusiedeln, die dann Räumlichkeiten als Mieter nutzen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.katholisch.de/artikel/27760-ehemaliges-trappistenkloster-mariawald-hat-neuen-traeger |titel=Ehemaliges Trappistenkloster Mariawald hat neuen Träger |werk=Nachrichtenportal der katholischen Kirche in Deutschland |datum=2020-11-27 |abruf=27. November 2020}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach fast 5 Jahren wurde das Kloster (insbes. die Kirche) 2023 wieder für Besucher geöffnet; unter Leitung des nun dort wohnenden Pfarrers Andreas Rose soll wieder geistliches Leben entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.katholisch.de/artikel/44507-ein-aufgegebenes-kloster-wiederbeleben-pfarrer-rose-packt-mit-an |titel=Ein aufgegebenes Kloster wiederbeleben? Pfarrer Rose packt mit an |sprache=de |abruf=2024-12-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am ersten Advent 2024 wurde in der [[ARD]] der [[Tatort (Fernsehreihe)|Tatort]]-Kriminalfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Tatort: Schweigen|Schweigen]]&amp;#039;&amp;#039; ausgestrahlt, der im Herbst 2023 größtenteils im Kloster gedreht wurde. Es war der erste Tatort, der den Missbrauch von Kindern durch Priester zum Thema hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/sendung/schweigen-106.html |titel=Schweigen - Tatort - ARD {{!}} Das Erste |sprache=de |abruf=2024-12-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Buß |Titel=»Tatort« heute mit Wotan Wilke Möhring: »Schweigen« im Schnellcheck |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2024-12-01 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/kultur/tv/tatort-heute-mit-wotan-wilke-moehring-schweigen-im-schnellcheck-a-5321b61c-cbbf-4380-a6c3-7756dc15753f |Abruf=2024-12-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Die Mönche lebten nach der [[Regula Benedicti]], der Mönchsregel des Heiligen [[Benedikt von Nursia]], und den Konstitutionen des Ordens der Zisterzienser strengerer Observanz. Traditionell bestimmen Gebet, Lesung (&amp;#039;&amp;#039;[[lectio divina]]&amp;#039;&amp;#039;) und körperliche Arbeit den Tagesrhythmus der Mönche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fundament des [[monastisch]]en Lebens in Mariawald war die [[Kontemplation|kontemplative]] Lebensform. Wichtig war das Durchdrungensein von Gottes Nähe im alltäglichen Leben. Die Mönche hatten sich in die [[Einsamkeit]] zurückgezogen, um Gott zu suchen und durch ihr Leben auf seine Existenz zu verweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 2:45&amp;amp;nbsp;Uhr standen die Mönche auf. Um 3&amp;amp;nbsp;Uhr vollzogen sie die erste der insgesamt acht täglichen Gebetszeiten ([[Hore (Liturgie)|Horen]]), die [[Matutin|Vigilien]], die etwa 75&amp;amp;nbsp;Minuten dauerten, und um 4:15&amp;amp;nbsp;Uhr die zweite, die [[Laudes]]. Daran schloss sich privates Gebet und um 6:30&amp;amp;nbsp;Uhr die gemeinschaftliche geistliche Lesung im [[Skriptorium]] an. Durch die geistliche Lesung sollte den Mönchen der Reichtum des Wortes Gottes tiefer erschlossen werden. Um 7:15&amp;amp;nbsp;Uhr versammelten sich die Mönche wieder in der Kirche zum Gebet der [[Prim (Liturgie)|Prim]]. Die daran anschließende Feier der [[Heilige Messe|heiligen Messe]] um 7:40&amp;amp;nbsp;Uhr war der geistliche Höhepunkt des Tages. Nach einem einfachen Frühstück und der [[Terz (Liturgie)|Terz]] begann die erste Arbeitsphase, die etwa zwei Stunden dauerte. In verschiedenen Tätigkeitsbereichen (Handwerksbetriebe, Klosterverwaltung, Klosterladen u.&amp;amp;nbsp;a.) trug jeder der Mönche je nach eigenen Fähigkeiten und Interessen sowie den Bedürfnissen der Gemeinschaft zum Unterhalt des Klosters bei. Insbesondere die körperliche Arbeit wird bei den Trappisten hoch geschätzt. Sie gilt nicht nur als guter Ausgleich im geistlichen Leben, sondern soll die Mönche auch mit den Menschen, die durch körperliche Arbeit ihren Unterhalt verdienen müssen, verbinden. Um 12&amp;amp;nbsp;Uhr wurde der Vormittag durch das Gebet der [[Sext]] beendet. Anschließend nahmen die Mönche im [[Refektorium]] des Klosters gemeinsam das Mittagessen ein. Stets fand das Essen in [[Stille]] mit [[Tischlesung]] statt. Traditionell ist das Essen bei den Trappisten in Zusammensetzung und Zubereitung einfach gehalten und grundsätzlich fleischlos. In der Mittagszeit konnten die Mönche ausruhen, lesen oder einer stillen Arbeit nachgehen. Um 14&amp;amp;nbsp;Uhr wurde die [[Non (Liturgie)|Non]] gebetet. Daran schloss sich die zweite, etwa dreistündige Arbeitsphase an. Um 17:20&amp;amp;nbsp;Uhr beschloss die [[Vesper (Liturgie)|Vesper]] den Nachmittag. Anschließend war das Abendessen, wie das Mittagessen – in Stille. Nach dem Abendessen hatten die Mönche noch Zeit zu geistlicher Lesung, Studium oder Gebet. Der Tag wurde um 19:15&amp;amp;nbsp;Uhr mit dem Gebet der [[Komplet]] beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tochterklöster ==&lt;br /&gt;
Die Abtei Mariawald hatte zwei Tochterklöster:&lt;br /&gt;
* 1869 gründete der Marienwalder Mönch [[Franz Pfanner]] bei [[Banja Luka]] im damaligen [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]], im heutigen [[Bosnien-Herzegowina]] das [[Trappistenabtei Marija-Zvijezda|Kloster Mariastern]].&lt;br /&gt;
* 1952/53 gründete die Abtei zusammen mit dem niederländischen Trappistinnenkloster Koningsoord die [[Trappistinnenabtei Maria Frieden]] in [[Dahlem (Nordeifel)|Dahlem]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Marienwalder Mönch Franz Pfanner gründete außerdem das Missionskloster &amp;#039;&amp;#039;Mariannhill&amp;#039;&amp;#039; in [[Südafrika]]. Da sich das Wirken als [[Missionar]] mit dem beschaulichen und zurückgezogenen Leben als Trappist nicht vereinbaren ließ, wurde das Kloster Mariannhill 1909 von [[Pius X.]] vom Trappistenorden getrennt und zum Mutterhaus der [[Mariannhiller Missionare]] erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeitsbereiche ==&lt;br /&gt;
Aufgaben in der [[Seelsorge]] übernahmen die Patres außerhalb des Klosters, trappistischer Gepflogenheit entsprechend, nicht. Ihre pastorale Tätigkeit beschränkte sich auf die Beichtseelsorge vor Ort. Auch bot das Kloster keine Exerzitien an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Landwirtschaft]], ein ehemals großer Tätigkeitsbereich des Klosters, wurde in Mariawald zuletzt von den Mönchen nicht mehr betrieben. Zum 1.&amp;amp;nbsp;Januar 2006 verpachtete die Abtei 100 [[Hektar]] land- und forstwirtschaftliche Fläche an den [[Nationalpark Eifel]]. Dort sollten [[Wisent]]e wieder angesiedelt werden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nationalpark-eifel.de/gs/infothek/pressemitteilungen/details/Wisente-sollen-auf-Eifeler-Klosterwiesen-grasen-1768F/ |titel=Pressemitteilung aus dem Nationalpark Eifel |werk=Wisente sollen auf Eifeler Klosterwiesen grasen |hrsg=Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW Nationalparkverwaltung Eifel |datum=2008-02-20 |sprache=de |abruf=2025-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieses Projekt wurde jedoch aufgegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Pesch |url=https://www.volksfreund.de/region/bitburg-pruem/statt-wisenten-oder-urpferden-nun-blumen_aid-5566652 |titel=Statt Wisenten oder Urpferden nun Blumen |werk=https://www.volksfreund.de/ |hrsg=Trierischer Volksfreund Medienhaus GmbH |datum=2011 |sprache=de |abruf=2025-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abtei Mariawald finanzierte sich zuletzt im Wesentlichen durch den Betrieb einer Gaststätte, eines Buchladens, einer Likörfabrik und eines Klosterladens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bekannte Abtei-Produkte aus eigener Herstellung waren etwa die Mariawalder [[Erbsensuppe]], deren Rezeptur in den 1950er Jahren von den Mönchen entwickelt wurde, Honig, Fruchtbrotaufstrich, Pflegekosmetik, Schokolade und Pralinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Kloster war ein Gästehaus angegliedert, in dem Gäste, die sich in der religiösen und stillen Atmosphäre des Klosters geistlich erneuern wollten, für drei bis acht Tage aufgenommen wurden. Hausgäste des Klosters konnten an der Atmosphäre der Stille und des Gebets teilhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Mariawald-abbey hostel-outside 2007-05-21 dti.jpg|Gästehaus der Abtei&lt;br /&gt;
 Mariawald-abbey_confession-room_2006-10-27_dti.jpg|Beichtkapelle&lt;br /&gt;
 Mariawald-abbey_bookstore_2007-05-21_dti.jpg|Buchhandlung der Abtei&lt;br /&gt;
 Mariawald-abbey_restaurant_2007-05-21_dti.jpg|Gaststätte der Abtei&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Höhere Obere ==&lt;br /&gt;
* Wilhelm Brewer aus Hergarten, (1668–?)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/hergarten-ist-einer-der-aeltesten-orte-der-eifel-1.907460 |wayback=20141020150500 |text=&amp;#039;&amp;#039;Hergarten ist „einer der ältesten Orte der Eifel“.&amp;#039;&amp;#039; }} Aachener Zeitung vom 3.&amp;amp;nbsp;September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bonifatius Bieger, 1861–1866 ([[Prior]])&lt;br /&gt;
* Eduardus Schepy, 1866–1875 (Prior)&lt;br /&gt;
* [[Franziskus Strunk]], 1887–1889 (Prior)&lt;br /&gt;
* Stephanus Derksen, 1889–1891 (Superior)&lt;br /&gt;
* Hubert Juchem, 1891&lt;br /&gt;
* Johannes Baptist Dethier, 1891–1899 (Prior)&lt;br /&gt;
* Henricus Ahlert, 1899–1909 (Prior)&lt;br /&gt;
* Laurentius Wimmer, 1909–1929&lt;br /&gt;
* Stephanus Sauer, 1929–1939&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Exil 1939–1947&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Christophorus Elsen]], 1947–1961&lt;br /&gt;
* [[Andreas Schmidt (Geistlicher)|Andreas Schmidt]], 1961–1966&lt;br /&gt;
* [[Otto Aßfalg]], 1967–1980&lt;br /&gt;
* [[Franziskus Freiherr Heereman von Zuydtwyck|Franziskus Heereman]], 1980–1983 (Superior [[ad nutum]])&lt;br /&gt;
* [[Meinrad Behren]], (1983 Superior ad nutum) 1983–1992 Abt&lt;br /&gt;
* [[Franziskus de Place]], (1992–1993 Superior ad nutum) 1993–1999 Abt&lt;br /&gt;
* [[Bruno Gooskens]], 1999–2005&lt;br /&gt;
* [[Josef Vollberg]], (2005–2006 Superior ad nutum), April 2006 – Oktober 2016 Abt, von November 2016 bis September 2018 Prior und Hausoberer&lt;br /&gt;
* [[Bernardus Peeters]] ([[Trappistenabtei Tilburg|Abtei Tilburg]], Immediat-Abt von November 2016 bis zur Auflösung der Abtei am 15. September 2018, seit 2022 Generalabt des Trappistenordens)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ksta.de/region/euskirchen-eifel/eifel/trappistenkloster-josef-vollberg-ist-als-abt-des-klosters-mariawald-zurueckgetreten-24996004 Kölner Stadtanzeiger, 29. Oktober 2016.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Mariawalder ==&lt;br /&gt;
* [[Franz Pfanner]] (1825–1909), Missionar, Gründer Marianhiller Missionare&lt;br /&gt;
* [[Bernardin Schellenberger]] (* 1944), ehemaliger Novizenmeister und Prior von Mariawald, Schriftsteller, Übersetzer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrsanbindung ==&lt;br /&gt;
Der [[öffentlicher Personennahverkehr|öffentliche Personennahverkehr]] wird durch die Busse des [[Rurtalbus]] mit der [[Aachener Verkehrsverbund|AVV]]-Linie&amp;amp;nbsp;231 sichergestellt. Bis zum 31.&amp;amp;nbsp;Dezember 2019 wurde diese Linie vom [[BVR Busverkehr Rheinland]] bedient. Zusätzlich verkehrt ein Bürgerbus im Heimbacher Ortsverkehr. „Mäxchen“ heißt eine weitere Buslinie des Rurtalbus (früher von der [[Dürener Kreisbahn]] mit einem Doppeldeckerbus bedient), die an bestimmten Tagen im Sommer mit Gästeführern durch die Heimbacher Umgebung und über die Eifelhöhen fährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Linie&lt;br /&gt;
! Verlauf&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf AVV|231}}&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf AVV|BBH}}&lt;br /&gt;
{{Linienverlauf AVV|Mäxchen}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Christian Quix]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Grafen von Hengebach. Die Schlösser und Städtchen [[Heimbach (Eifel)|Heimbach]] und [[Nideggen|Niedeggen]]. Die ehemaligen Klöster Marienwald und [[Bürvenich]] und das Collegiatstift nachheriges [[Minoriten]] Kloster vor Niedeggen; geschichtlich dargestellt.&amp;#039;&amp;#039; Hensen (Hrsg.); Aachen 1839 ([https://books.google.de/books?id=XsoAAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Abtei Mariawald auf dem Kermeter in Heimbach (Eifel)&amp;#039;&amp;#039; (Rheinische Kunststätten 415) Neuss 1994, ISBN 3-88094-789-9&lt;br /&gt;
* Bernardin Schellenberger: &amp;#039;&amp;#039;Die Stille atmen. Leben als Zisterzienser&amp;#039;&amp;#039;. Kreuz. Stuttgart, 2005, ISBN 978-3-7831-2605-1&lt;br /&gt;
* Hans Naun: &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Klosterleben in der Trappisten-Abtei Mariawald. Ein persönlicher Rückblick&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Cistercienser Chronik]] 128 (2021), S. 344–350.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mariawald Abbey|Abtei Mariawald|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|2003555-X}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kloster-mariawald.de Abtei Mariawald]&lt;br /&gt;
* [http://www.volksbund.de/kriegsgraeberstaette/heimbach-mariawald-abtei-mariawald.html Kriegsgräberstätte Abtei Mariawald]&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/stream/MN5065ucmf_4#page/n125/mode/2up Carl Schorn: &amp;#039;&amp;#039;Eiflia Sacra&amp;#039;&amp;#039;, 2. Bd., Verlag P. Hanstein, Bonn 1889, S. 116–134 Mariawald]&lt;br /&gt;
* [https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:hbz:061:1-176907 Mariawald, Bild des Trappistenordens] Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf&lt;br /&gt;
* [http://www.zisterzienserlexikon.de/wiki/Mariawald/Bibliographie Bibliographie Mariawald] Biographia Cisterciensi&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=50/37/10/N |EW=6/28/50/E |region=DE-NW |type=landmark}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2003555-X|VIAF=158918291}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abtei Mariawald| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Trappistenkloster in Deutschland|Mariawald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katholischer Traditionalismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kloster in Nordrhein-Westfalen|Mariawald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Heimbach (Eifel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster in der Eifel|Mariawald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster im Bistum Aachen|Mariawald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Marienkloster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster im Kreis Düren|Heimbach (Eifel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pastoraler Raum Kreuzau/Hürtgenwald/Heimbach/Nideggen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 1486|Mariawald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 2018]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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