<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Abtei_Le_Bec</id>
	<title>Abtei Le Bec - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Abtei_Le_Bec"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abtei_Le_Bec&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T00:07:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abtei_Le_Bec&amp;diff=644311&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler am 12. April 2024 um 14:17 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abtei_Le_Bec&amp;diff=644311&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-04-12T14:17:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abtei Le Bec&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Notre Dame du Bec-Hellouin&amp;#039;&amp;#039;, deutsch auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kloster Bec&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, im heutigen &amp;#039;&amp;#039;[[Le Bec-Hellouin]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Département Eure]], [[Frankreich]]) war bis zur Zerstörung in der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] (1789–1799) eine [[Benediktiner]][[abtei]] in der [[Normandie]] ([[Bistum Évreux|Diözese Évreux]]). Seit 1948 ist sie wieder intakte Abtei der [[Olivetaner]], eines Zweigordens der Benediktiner.&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbaye du Bec - Façade sud vue du Bec.jpg|mini|hochkant=2.2|Südseite der Abtei, Abteikirche und Mönchszellen aus Richtung Le Bec-Hellouin gesehen.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbaye du Bec-Hellouin - Pano façade sud.jpg|hochkant=1.2|mini|Südseite]]&lt;br /&gt;
Das Kloster wurde 1034 von Herluin von [[Brionne]] (* um 995; † 1078) bei [[Bonneville-Aptot|Bonneville]]  gegründet. Der [[Liste der Bischöfe von Lisieux|Bischof von Lisieux]] erteilte Herluin 1035 die [[Tonsur]], verlieh ihm den Titel eines [[Abt]]s im Sinne der [[Regula Benedicti]] (benediktinischen Mönchsregel) und weihte eine kleine [[Kapelle (Kirchenbau)|Kapelle]] in Bonneville. Die Kapelle ist nicht erhalten. 1039 wurde das Kloster aus Wassermangel am alten Standort in das Tal beim Zusammenfluss von [[Risle]] und Bec in [[Pont-Authou]] verlegt. 1041 wurde vom Erzbischof [[Mauger (Rouen)|Mauger von Rouen]] eine neue Kirche geweiht. Fast 20 Jahre lang blieb das Kloster an diesem sumpfigen Ort. Um 1060 zog das Kloster wegen Überschwemmungen am alten Standort nach Le Bec-Hellouin um. 1077 weihte [[Lanfrank von Bec]] (* um 1010; † 1089) dort die neue Abteikirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Le Bec-Hellouin heißt so viel wie „der Bach des Herluin“. &amp;#039;&amp;#039;Bec&amp;#039;&amp;#039; hat als normannisches Wort dieselbe indoeuropäische Wurzel wie das neuhochdeutsche &amp;#039;&amp;#039;[[Bach (Gewässer)|Bach]]&amp;#039;&amp;#039; (s. dort).&amp;lt;ref name=&amp;quot;linternaute&amp;quot;&amp;gt;[http://www.linternaute.com/sortir/sorties/architecture/abbaye/bec-hellouin/abbaye-bec-hellouin.shtml L&amp;#039;abbaye vivante du Bec-Hellouin] (französisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;pitt&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Édouard Charton |Titel=Le Magasin pittoresque |Band=18 |Ort=Paris |Datum=1850 |Seiten=344 |Online=[http://visualiseur.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k31433w auf Gallica]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klosterschule ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lanfranc-Béranger.jpg|mini|hochkant|Lanfrank von Bec auf einem Gemälde aus dem 18. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lanfrank von Bec wurde 1042 Mönch in der Abtei und 1045 [[Prior]]. Er begründete die weithin bekannte Schule der Abtei,&amp;lt;ref name=&amp;quot;pitt&amp;quot; /&amp;gt; die ab 1063 von seinem Schüler und zweiten Abt von Bec [[Anselm von Canterbury]] (* um 1033; † 1109) geleitet wurde. Zahlreiche Bischöfe und Äbte (unter anderem [[Theobald von Bec]] (* um 1090; † 1161) und [[Gilbertus Crispinus]] (* um 1046; † 1117)) stammten aus diesem Kloster, das von englischen und französischen Königen reich ausgestattet wurde. Andere bekannte Theologen (zum Beispiel [[Ivo von Chartres]] (* um 1040; † 1115) und Papst [[Alexander II. (Papst)|Alexander II.]] (* 1010 oder 1015; † 1073)) studierten an der Klosterschule, an der die [[Sieben Freie Künste|Sieben Freien Künste]] unterrichtet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Grammatik- und Rhetorik-Unterricht ([[Trivium]]) hatte Lanfrank die Auslegung der Heiligen Schrift, insbesondere der [[Buch der Psalmen|Psalmen]] und der [[Paulusbriefe]], einbezogen und damit die Einführung grammatischer und rhetorischer Fragestellungen und Methoden in die [[biblische Exegese]] begründet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070716145307/http://www.bautz.de/bbkl/l/Lanfrank.shtml |autor=Klaus Reinhardt|artikel=LANFRANK von Bec|band=4|spalten=1074-1076}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Schlacht bei Hastings]] im Jahr 1066 brauchte [[Wilhelm I. (England)|Wilhelm der Eroberer]] (* um 1027; † 1087) vertrauenswürdige Männer, um seinen Herrschaftsanspruch in England zu festigen. Wilhelm der Eroberer setzte 1070 Lanfrank von Bec als [[Erzbischof von Canterbury]] ein und schenkte der Abtei Le Bec Ländereien in England und der Normandie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 12. bis 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Abbaye du Bec - Tour S Nicolas.jpg|mini|Turm Saint-Nicolas, links des Turms die alte Töpferei, rechts die Mönchszellen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Laufe der Zeit hatte die Abtei Besitztümer in 165 Ortschaften und ihr unterstanden 22 [[Prior]]eien. 1167 wurde Kaiserin [[Matilda (England)|Mathilde von England]] in der Abteikirche beigesetzt, 1263 wurden Dorfkirche und Abtei durch einen Brand verwüstet. Im Verlaufe des [[Hundertjähriger Krieg|Hundertjährigen Kriegs]] wurde die Abtei 1417 von englischen Truppen geplündert. In den [[Hugenottenkriege]]n wurde sie 1563 durch [[Protestantismus|protestantische]] Truppen eingenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Delattre, Emmanuel Delattre |Titel=L’Eure, les 675 communes |Verlag=Editions Delattre |Ort=Grandvilliers |Datum=2000 |Seiten=28 f. |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In späterer Zeit konnte das Kloster nicht mehr an Bekanntheit, Einfluss und religiöse Erneuerung der ersten beiden Jahrhunderte seines Bestehens anknüpfen.&lt;br /&gt;
Die ursprünglichen Gebäude sind heute nicht mehr erhalten, sie wurden im 17. und 18. Jahrhundert durch neue Bauten ersetzt. Der Kreuzgang aus dem 17. Jahrhundert ist einer der ersten in Frankreich, der im klassischen Stil erbaut wurde. Er wurde auf dem ursprünglichen zerstörten Kreuzgang errichtet und enthält noch ein reich verziertes gotisches Tor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der quadratische [[Glockenturm]] Saint-Nicolas dominiert die Gebäude. Er wurde im 15. Jahrhundert im anglonormannischen Stil erbaut, zerstört, und im 17. Jahrhundert von Guillaume de la Tremblaye (1644–1715),&amp;lt;ref&amp;gt;{{archINFORM|arch|21936|Guillaume de La Tremblaye}}&amp;lt;/ref&amp;gt; einem Architekten und Mönch, wiedererbaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Yves Montron |Titel=A La Découverte De L’Eure |Verlag=Editions Charles Corlet |Ort=Condé-sur-Noireau |Datum=1997 |ISBN=2-85480-616-6 |Seiten=87 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zehn Glocken, die der Turm beherbergte, wurden während der Französischen Revolution demontiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brionne&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hervé Rotrou-Langrenay |Titel=Brionne et ses environs |Verlag=Éditions Alan Sutton |Ort=Joué-lès-Tours |Datum=1996 |ISBN=2-910444-71-6 |Seiten=68f |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 201 Stufen führen auf den Turm, von dem man einen guten Ausblick über das Tal hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jardin&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Blanchard, M. Delafenêtre, Lisa Pascual |Titel=Jardins en Normandie |TitelErg=Eure |Verlag=Connaissance des Jardins |Ort=Caen |Datum=2001 |ISBN=2-912454-07-7 |Seiten=36 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liste der Äbte von Le Bec in den Jahren 1034 bis 1790 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Äbte von Le Bec}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuanfang ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Plan du Bec 2009.png|mini|Plan der Abtei aus dem Jahr 2009]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ganzen 19. Jahrhundert bis zum [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] (1939–1945) wurde die Abtei vom Militär als Pferdestall genutzt, wobei große Schäden an den Gebäuden entstanden. Die Mauern der Abteikirche wurden ab 1810 abgetragen und anderweitig als Baumaterial genutzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;brionne&amp;quot; /&amp;gt; Erst 1948 gelang es den (einst von [[Emmanuel André]] versammelten) Olivetanermönchen (unter Abt [[Paul Grammont]]), mit staatlicher Hilfe durch das &amp;#039;&amp;#039;Centre des monuments nationaux&amp;#039;&amp;#039; die Abtei zu restaurieren und ihr wieder benediktinisches Leben einzuhauchen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bec-hellouin.monuments-nationaux.fr/en/?fl_r=19 Abbaye du Bec Hellouin, Centre des monuments nationaux] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie legten um die Gebäude einen [[Englischer Landschaftsgarten|englischen Landschaftsgarten]] an und stellen heute Objekte aus [[Keramik]] her, die sie vor Ort verkaufen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;jardin&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jean de La Varende]]: &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039; abbaye du Bec-Hellouin&amp;#039;&amp;#039;. Photographies de Michel Brieux.  Edition des Ateliers du Bec, Bec 1989.&lt;br /&gt;
* [[Hans Wolter (Kirchenhistoriker)|Hans Wolter]]: &amp;#039;&amp;#039;Bec (Le Bec Hellouin)&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Lexikon für Theologie und Kirche|LTHK]]&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; II, Sp. 90.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Dawson Turner]] (1775–1858)&lt;br /&gt;
   |Titel=Account of a tour in Normandy&lt;br /&gt;
   |TitelErg=undertaken... for the purpose of investigating the architectural antiquities of the duchy, with observations on its history, on the country and on its inhabitants...&lt;br /&gt;
   |Band=2&lt;br /&gt;
   |Verlag=J. and A. Arch&lt;br /&gt;
   |Ort=London&lt;br /&gt;
   |Datum=1820&lt;br /&gt;
   |Seiten=105–114&lt;br /&gt;
   |Sprache=en&lt;br /&gt;
   |Online=[http://visualiseur.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k1029041 auf Gallica]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Abbaye Notre-Dame du Bec|Abtei Le Bec}}&lt;br /&gt;
* [https://abbayedubec.org/ Webpräsenz der Olivetaner-Abtei Le Bec (flash-Animation!)] (französisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.culture.gouv.fr/Regions/Drac-Normandie/Ressources/Monuments-normands/L-abbaye-du-Bec-Hellouin Die Abtei in der Base Mémoire des Ministère de la Culture] (französisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=49/13/43/N |EW=0/43/18/E |type=landmark |region=FR-27}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=4135806-5|LCCN=n82005625|VIAF=125921960}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Benediktinerkloster in Frankreich|LeBec]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Olivetaner--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster (11. Jahrhundert)|LeBec]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster in der Normandie|LeBec]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique im Département Eure]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Département Eure]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique seit 1840]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Monument historique (Kloster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Le Bec-Hellouin]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
</feed>