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	<title>Abtei Andlau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abtei_Andlau&amp;diff=2610826&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-07-18T17:48:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Andlau - église Saint-Pierre.jpg|mini|Die Fassade der Kirche Saints-Pierre-et-Paul; der untere Teil stammt aus dem 12., der obere aus dem 17. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ancienne résidence abbatiale, actuellement maison de retraite.jpg|mini|Ehemaliges Palais der Äbtissinnen, heute &amp;#039;&amp;#039;Hôpital Stoltz-Grimm&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abtei Andlau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ein um 880 gegründetes und während der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] aufgelöstes Stift der [[Benediktinerinnen]] in einem Tal am Ostrand der [[Vogesen]]. Sie ist der Ursprung der Gemeinde [[Andlau]] im französischen [[Département Bas-Rhin]]. Die Abtei unterstand in weltlichen Fragen unmittelbar dem Kaiser und in geistlichen Fragen unmittelbar dem [[Papst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Abtei Andlau wurde um 880 von Kaiserin [[Richardis]], der Ehefrau von [[Karl III. (Ostfrankenreich)|Karl dem Dicken]], auf Familiengut gegründet. Als Gründungslegende gilt die Geschichte von der Bärin, die der Kaiserin die Stelle zeigte, an der die Abtei gegründet werden sollte. Richardis widmete die Abtei dem [[Erlöserkirche|Erlöser]], entwarf die Statuten des Klosters selbst, die wenig später von Papst [[Johannes VIII. (Papst)|Johannes VIII.]] (872–882) genehmigt wurden, und stattete das Kloster mit reichem Grundbesitz aus. Richardis zog sich, nachdem sie von ihrem Ehemann des Ehebruchs beschuldigt worden war und nach dessen Absetzung 887, in die Abtei Andlau zurück, wo sie um 900 starb und in deren Klosterkirche sie bestattet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts wurde die Abtei vollständig neu gebaut&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Hotz: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Kunstdenkmäler im Elsass und in Lothringen&amp;#039;&amp;#039;. [[Wissenschaftliche Buchgesellschaft]], Darmstadt 1965, S. 8f.&amp;lt;/ref&amp;gt; die [[Abteikirche Andlau]] von Papst [[Leo IX.]] (Bruno von Egisheim) im November 1049 auf dessen Rückweg von einer [[Konzil|Synode]] in [[Mainz]] [[Weihe (Religion)|geweiht]]. Der Leichnam Richardis‘ wurde in die neue, [[Romanik|romanische]] Kirche umgebettet und der Papst gab ihn zur Anbetung frei, was einer Heiligsprechung gleichkam. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Kirche mehrfach erweitert, umgebaut und nach zwei Großbränden jeweils wiederaufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1178 und 1212 ging die [[Vogt]]ei über die Abtei Andlau von den [[Grafschaft Egisheim|Grafen von Egisheim]]-Dagsburg auf den Kaiser über, so dass Andlau nunmehr reichsunmittelbar war. Unter König [[Rudolf I. (HRR)|Rudolf I.]] ging die Burgherrschaft Andlau und das Amt des [[Schultheiß]]en von Andlau an die Herren von Andlau über, ursprünglich [[Ministeriale]] der Abtei. Die Äbtissin erhielt 1288 Sitz und Stimme im [[Reichstag (Heiliges Römisches Reich)|Reichstag]]; in den Reichsmatrikeln des 15. und 16. Jahrhunderts findet man sie aber nicht mehr. Auch war der Besitz der Abtei nicht reichsunmittelbar. Ab der Zeit Kaiser [[Karl V. (HRR)|Karl&amp;amp;nbsp;V.]] waren die Äbtissinnen Reichsfürstinnen – auch nach Übergang der Souveränität auf die französische Krone im 17. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 19. April 1499 wurde die Abtei in ein weltliches Damenstift umgewandelt. Versuche der Herren von Andlau, während der [[Reformation]] das Stift zu säkularisieren, konnten abgewehrt werden. Der [[Friede von Münster]] schrieb 1648 die Selbstständigkeit der Abtei noch einmal fest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Andlau 1680 im Rahmen der [[Reunionspolitik]] [[Ludwig XIV.|Ludwigs XIV.]] unter französische Herrschaft kam, behielt die Abtei durch einen Vertrag vom Juli 1686 ihr Recht, die Äbtissin selbst zu wählen, anstatt – wie in Frankreich üblich – sie vom König ernennen zu lassen. Während der [[Französische Revolution|Revolution]] wurde die Abtei Andlau aufgelöst, ihr Besitz [[Säkularisation|säkularisiert]] und [[Enteignung|enteignet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ehemalige Abteikirche mit dem [[Patrozinium]] der heiligen Richardis wird als [[Pfarrkirche]] von Andlau nachgenutzt und steht heute unter dem Patrozinium der [[Apostel]] [[Simon Petrus|Petrus]] und [[Paulus von Tarsus|Paulus]]. Das ehemalige Palais der Äbtissinnen dient heute als &amp;#039;&amp;#039;Hôpital Stoltz-Grimm&amp;#039;&amp;#039;. Das Tor zum Innenhof und die Haupttreppe des Hospitals aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts sind seit dem 25. April 1935 als [[Kulturdenkmal]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Monument historique]]&amp;#039;&amp;#039;) klassifiziert&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pop.culture.gouv.fr/notice/merimee/PA00084588 Eintrag auf der Website des französischen Kulturministeriums]&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Kirche bereits seit 1862.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pop.culture.gouv.fr/notice/merimee/IA00115010 Eintrag auf der Website des französischen Kulturministeriums].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wissenswert ==&lt;br /&gt;
Die zahlreichen [[Päpstliche Bulle|päpstlichen Bullen]], die die Abtei Andlau betreffen, werden im Departementsarchiv in [[Straßburg]] aufbewahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Äbtissinnen des Klosters Andlau]]&lt;br /&gt;
* [[Hôtel d’Andlau (Sélestat)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Abbé [[Philippe-André Grandidier]]: &amp;#039;&amp;#039;Histoire de l&amp;#039;Eglise et des princes-évêques de Strasbourg, jusqu&amp;#039;à nos jours&amp;#039;&amp;#039;. 2 Bände. Lorenz und Schüler (Bd. 1), Levrault (Bd. 2), Strasbourg 1776.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Büttner]]: &amp;#039;&amp;#039;Kaiserin Richgard und die Abtei Andlau&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Archives de l’église d’Alsace&amp;#039;&amp;#039; 23 (1956), S. 83ff.&lt;br /&gt;
* {{LexMA|1|597||Andlau|Christian Wilsdorf}}&lt;br /&gt;
* [[Alfred Baudrillart]]: &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire d&amp;#039;histoire et de géographie ecclésiastiques&amp;#039;&amp;#039;. 2. Band, Alcaini-Aneurin, Paris 1914, Sp. 1575 [https://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k6561037d/f812.item.zoom Digitalisat bei Gallica].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Abbaye d&amp;#039;Andlau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=48/23/16/N|EW=07/24/54/O|type=landmark|region=FR-67}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=4413529-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Andlau, Abtei}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reichsabtei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Kloster im Elsass]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) der Romanik|Andlau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Andlau|Abtei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klosteranlage|Andlau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Grand Est|Andlau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baugruppe (Städtebau) in Europa|Andlau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kloster im Département Bas-Rhin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Benediktinerinnenkloster in Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klostergründung 880|Andlau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst 1790]]&lt;/div&gt;</summary>
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