<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Absolutheitsanspruch</id>
	<title>Absolutheitsanspruch - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Absolutheitsanspruch"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Absolutheitsanspruch&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T10:48:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Absolutheitsanspruch&amp;diff=76865&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;3mnaPashkan: /* Definitionen des extremistischen Absolutheitsanspruchs */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Absolutheitsanspruch&amp;diff=76865&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-10-22T19:50:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Definitionen des extremistischen Absolutheitsanspruchs&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten}}&lt;br /&gt;
{{Lückenhaft|es fehlen Absolutheitsansprüche in gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen.. Bereichen - die Bedeutungsweiche ist eine unzureichende Notlösung, die diese Lücke nicht füllt}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Absolutheitsanspruch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird der Anspruch auf die Geltung eines einzigen Prinzips als allein richtige und vollständige Lehre, als [[das Absolute]] verstanden. &lt;br /&gt;
Einerseits gilt der Absolutheitsanspruch als eine zentrale Kategorie in der [[Extremismus]]forschung (siehe Abschnitt &amp;#039;&amp;#039;[[#Definitionen des extremistischen Absolutheitsanspruchs|Definitionen des extremistischen Absolutheitsanspruch]]&amp;#039;&amp;#039;) andererseits werden Absolutheitsansprüche unter anderem im Kontext von [[Judentum]],  [[Christentum]] und [[Islam]], aber auch anderer [[Religion]]en erhoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Ein Bestandteil religiöser, politischer, philosophischer und kultureller Denkmuster kann das Prinzip sein, dass die jeweilige Ideologie letztgültige und vollständige Aussagen über die [[Wahrheit#Wahrheit in den Religionen|Wahrheit]] macht. Dieser Anspruch wird Absolutheitsanspruch genannt. &lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
| Text=Zum rel. Glauben gehört in allen Religionen – auch im Buddhismus – die Überzeugung, mit dem eigenen Glauben der letztgültigen Wahrheit teilhaftig zu sein. Wer diese Überzeugung nicht aufbringt, hat an keiner Religion teil. So gewiß die Religionen alle die letztgültige Wahrheit über [[Gott]], Welt und Mensch zu bringen überzeugt sind, sind sie Religionen. Die Christen haben in diesem Sinne stets ihren Glauben als letztgültige Wahrheit vertreten. Es ist eben in keinem anderen Heil als in [[Jesus Christus|Jesu]] Wort, Werk und Person {{Bibel|Apg|4|12}}. Der Muslim vertritt diese Überzeugung auch, und zwar in dem hist. Sinne, daß der Koran zeitlich das letzte der heiligen Bücher und damit die abschließende Offenbarung sei. Solche Konstruktionen sind Ausdruck der Überzeugung, der letztgültigen Wahrheit im eigenen Glauben teilhaftig zu sein. Kein rel. Glaube kann ohne diese Grundüberzeugung leben. | Autor=C. H. Ratschow | Quelle=Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde | ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=C. H. Ratschow | Titel=Evangelisches Lexikon für Theologie und Gemeinde | ISBN=3-417-246741 | Verlag=SCM R. Brockhaus |Band=Band 1 | Jahr=1992 | Kapitel=Absolutheit des Christentums | Seiten=13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definitionen des extremistischen Absolutheitsanspruchs ==&lt;br /&gt;
Der Absolutheitsanspruch gehört neben dem Alleinvertretungsanspruch zu einem der Hauptkriterien für die Definition von politischem [[Extremismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid Bötticher, Miroslav Mareš: &amp;#039;&amp;#039;Extremismus. Theorien – Konzepte – Formen.&amp;#039;&amp;#039; München 2012, S. 294; Tanja Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien in Europa. Typologisierung und Vergleich.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 2018, S. 72 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Tanja Wolf (2018) attestiert dem Absolutheitsanspruch sogar „wohl das zentralste Charakteristikum des Extremismus“&amp;lt;ref&amp;gt;Tanja Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien in Europa. Typologisierung und Vergleich.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 2018, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt; zu sein und führt weiter aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: „Die eigene Ideologie ist stets absolut war und besitzt universelle Gültigkeit. Weder die Ideologie prinzipiell noch einzelne Elemente oder Auslegungen dürfen in Frage gestellt werden. Hieraus resultierend ist die Ideologie apodiktisch und duldet nicht nur keinen Widerspruch, sondern ist gleichzeitig immun gegen jeglich Kritik. Genauso wenig dürfen jene in Frage gestellt werden, welche an der Spitze der jeweiligen extremistischen Strömung stehen. Dieser kleine, elitäre Kreis hat dementsprechend eine gesellschaftliche Sonderstellung inne, welche auch ihren Herrschaftsanspruch legitimiert. Da diese Einsichten nicht mit allen geteilt werden, hat nur die jeweilige Elite die Fähigkeit, die Ideologie zu deuten. Nur ihnen sind die grundlegenden Zusammenhänge, Hintergründe und Konsequenzen bekannt. Die breite und unwissende Masse muss sich den Aussagen der Elite bedingungslos fügen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Tanja Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien in Europa. Typologisierung und Vergleich.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 2018, S. 73 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Armin Pfahl-Traughber im Humanistischen Zentrum Nürnberg.jpg|miniatur|Extremismusforscher [[Armin Pfahl-Traughber]] (2018)]]&lt;br /&gt;
Extremistische Weltanschauungen gehen somit meist davon aus, dass ihre Ideologie umfassende und absolute Wahrheiten über Gesellschaft, Geschichte und deren Sinn liefert. Im Zentrum steht die Annahme, die Menschheitsgeschichte folge einem festgelegten Ziel und verlaufe linear darauf zu. Künftige Entwicklungen erscheinen dadurch vorhersagbar, und politische sowie gesellschaftliche Fragen scheinen eindeutig im Sinne der Ideologie beantwortbar. Daraus ergibt sich ein elitärer Führungsanspruch: Nur eine als &amp;quot;erleuchtet&amp;quot; geltende Gruppe sei in der Lage, Gesellschaft oder Staat richtig zu lenken – und zwar alternativlos, da nur sie den vermeintlich wahren Weg kenne. Diese Überzeugung führt oft zu einem stark vereinfachten, dualistischen Weltbild, das in Gut und Böse unterteilt ist – ein Muster, das der Politikwissenschaftler [[Armin Pfahl-Traughber]] als „dualistischen Rigorismus“ beschreibt. Die eigene Sicht wird dabei als einzig legitime Wahrheit betrachtet, während alle anderen Meinungen oder Auslegungen der Ideologie als falsch oder gar gefährlich gelten.&amp;lt;ref&amp;gt;Tanja Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien in Europa. Typologisierung und Vergleich.&amp;#039;&amp;#039; Wiesbaden 2018, S. 74.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Politikwissenschaftler und Extremismusforscher Astrid Bötticher und [[Miroslav Mareš]] (2012) geben unter Anwendung eines Modells von [[Kurt Salamun]] folgende Auswirkungen eines Absolutheitsanspruches an:&lt;br /&gt;
: „So ist der Absolutheitsanspruch einer Weltanschauung generell unvereinbar mit der prinzipiellen Fehlbarkeit von Vernunft- [sic] und Wissenschaft. Der Absolutheitsanspruch wirkt sich auf die Toleranz aus, sie wird zur Intoleranz und fördert durch die Kategorien ‚absolut richtig‘ und ‚absolut falsch‘ den Fanatismus. [...] Im Zusammenhang mit der absoluten Wahrheitsbehauptung steht das Denkmotiv eine ‚höheren Wissens‘ und damit einhergehend, die Inanspruchnahme eines ‚Privilegs der Erkenntnis‘. Diese wirkt sich auf die Struktur der Gruppe aus. Diese besteht [...] aus einer Elite, die das Privileg besitzt die Wahrheit zu kennen und einem Gefolge, welches gläubig und vertrauensvoll gehorcht. Die Unterscheidung zwischen nicht revidierbaren Basissätzen und operativen Aussagen ist insofern wichtig, als dass diejenigen, welche Elite sind, darüber entscheiden, zu welchem Bereich Aussagen zuzuordenen sind. Dementsprechend kann die Elite ‚Abweichler‘ oder ‚Revisionisten‘ markieren und sie aus dem Bereich des Eigenen ausschließen und im schlimmsten Falle der Vernichtung preisgeben.“&amp;lt;ref&amp;gt;Astrid Bötticher, Miroslav Mareš: &amp;#039;&amp;#039;Extremismus. Theorien – Konzepte – Formen.&amp;#039;&amp;#039; München 2012, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theologischer Absolutheitsanspruch ==&lt;br /&gt;
=== Judentum ===&lt;br /&gt;
In den [[Chumasch]] der [[Tora]] wird im [[2. Buch Mose|&amp;#039;&amp;#039;Sefer Schemot&amp;#039;&amp;#039;]], dem &amp;#039;&amp;#039;Buch der Namen&amp;#039;&amp;#039;, geschildert, wie [[Mose]] die [[Zehn Gebote]] empfängt. Das Erste Gebot lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich bin [[JHWH]], dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat, aus der Knechtschaft. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.||שְׁמוֹת (Schəmot – „Namen“) 20,2–3 &amp;#039;&amp;#039;(entspricht in der christlichen Bibel {{B|Exodus|20|2–3|LUT}})&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist historisch zu verstehen als eine Abgrenzung des einen, [[Das Absolute|absoluten]], unsichtbaren und [[Allmacht|allmächtigen]] Gottes, der sich dem [[Volk Israel]] am [[Sinai (Berg)|Berg Sinai]] [[Offenbarung|geoffenbart]] hat, von den Gottheiten anderer Kulturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das jüdische Glaubensbekenntnis, das [[Schma Israel]], betont mit dem „allein“ die Einzigartigkeit Gottes. Der [[Jahwe|Herr]] (der Gott des Bundes) ist „Einer“ (hebr. אֶחָד „echad“ kann „eins“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Wilhelm Gesenius | Titel=Wilhelm Gesenius&amp;#039; Hebräisches und Aramäisches Handwörterbuch über das Alte Testament| Auflage=17. | Verlag=Springer | Ort=Berlin / Göttingen / Heidelberg | Jahr=1962 | Seiten=22 f}}&amp;lt;/ref&amp;gt; oder „allein“&amp;lt;ref&amp;gt;Fußnote zu {{B|Dtn|6|4}}: „6,4 Andere Übersetzungsmöglichkeit: Jahwe ist unser Gott, Jahwe allein.“ {{Literatur | Autor=Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart | Titel=Die Bibel – Altes und Neues Testament – Einheitsübersetzung | Verlag=Herder | Ort=Freiburg / Basel / Wien | Jahr=1980 | Seiten=175 | ISBN=3-451-18988-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bedeuten); er ist einzig in seiner Art und in seinem Wesen. Somit lässt er sich nicht mit den Göttern anderer Völker vergleichen oder gleichsetzen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.hagalil.com/judentum/torah/zwi-braun/5-vaet-02.htm |titel=Schm&amp;#039;a Jisrael: Das Jüdische Glaubensbekenntnis |werk=haGalil onLine |hrsg=Dr. Andrea Livnat |datum=2007-07-26 |zugriff=2016-03-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat| Höre, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein!||דְּבָרִים (Dəvarim – „Worte, Aussprüche“) 6,4 &amp;#039;&amp;#039;(entspricht {{B|Deuteronomium|6|4|ELB}})&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass es keinen anderen Gott gibt, der Israel retten könnte, wird an verschiedenen Stellen im [[Tanach]] bezeugt, z. B. in {{B|Jesaja|43|10–11|ELB}}, {{B|Jesaja|45|21–22|ELB}} und in {{B|Hos|13|4|ELB}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so heißt es in den [[Liste biblischer Bücher#Große Propheten|Propheten]]:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Also spricht der Ewige, der König Jisraël’s und sein Erlöser, der Ewige der Heerscharen: Ich bin der Erste und der Letzte, und außer mir gibt es keinen Gott.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Leopold Zunz | Titel=Die Heilige Schrift | Verlag=Victor Goldschmidt | Ort=Basel | Jahr=1980 | Seiten=374}}&amp;lt;/ref&amp;gt;||יְשַׁעְיָהוּ (Jəscha’jahu) 44,6 &amp;#039;&amp;#039;(entspricht {{B|Jesaja|44|6|ELB}})&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gesamtkontext von Jesaja 40–46 relativiert sich jedoch die Aussage „außer mir gibt es keinen Gott“. Anspruch und Ablehnung richten sich gegen die Götzenverehrung (vgl. 1. Gebot, {{B|Exodus|20|2–3|Lut1984}}):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich, der HERR, das ist mein Name, ich will meine Ehre keinem andern geben noch meinen Ruhm den Götzen. ({{B|Jesaja|42|8|Lut1984}})}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Aber die sich auf Götzen verlassen und sprechen zum gegossenen Bilde: »Ihr seid unsre Götter!«, die sollen zurückweichen und zuschanden werden. ({{B|Jesaja|42|17|Lut1984}})}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Keine Erkenntnis haben, die sich abschleppen mit den Klötzen ihrer Götzen und zu einem Gott flehen, der nicht helfen kann. ({{B|Jesaja|45|20|Lut1984}})}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Belege zur Relativierung des zitierten Anspruchs auf eine Ablehnung der Götzenverehrung finden sich in: {{B|Jes|40|18|Lut1984}}; {{B|Jes|44|9–10|Lut1984}}; {{B|Jes|44|15|Lut1984}}; {{B|Jes|44|17|Lut1984}}; {{B|Jes|44|19|Lut1984}}; {{B|Jes|45|16|Lut1984}}; {{B|Jes|46|6–7|Lut1984}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Judentum sieht den Tanach nicht als einzige &amp;#039;&amp;#039;[[heilige Schrift]]&amp;#039;&amp;#039; an. Vielmehr wird angenommen, dass auch andere Völker ihre Propheten haben, die ihnen heilige Schriften übermittelt haben. Insofern deren Wahrheiten nicht den jüdischen widersprechen, ist der Absolutheitsanspruch des Judentums begrenzt. In allen jüdischen Richtungen, von [[Orthodoxes Judentum|orthodox]] bis [[Liberales Judentum|liberal]], werden Nichtjuden akzeptiert, sofern sie sich an die sieben [[Noachidische Gebote|noachidischen Gebote]] halten. Das Missionieren unter Nichtjuden wird somit hinfällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Christentum ===&lt;br /&gt;
Das Christentum entwickelte sich auf der Basis der jüdischen Religionsgeschichte und teilt mit dem Judentum die Schriften des [[Altes Testament|Alten Testaments]]. Hier wird – für Juden wie Christen gleichermaßen verbindlich – vorhergesagt, dass Gott einen Heilsbringer in die Welt senden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach jüdischem Verständnis ist dieser [[Messias]] bis heute noch nicht erschienen. Nach christlichem Verständnis dagegen ist der Messias bereits in Gestalt Jesu Christi in die Welt gekommen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Eckhard Bieger |url=http://www.kath.de/lexikon/philosophie_theologie/messias_christus.php |titel=Messias – Christus, Christos, Massiah, Gesalbter |werk=Lexikon |hrsg=www.kath.de Unabhängiges katholisches Nachrichtenportal |zugriff=2019-05-30 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160404071918/http://www.kath.de/lexikon/philosophie_theologie/messias_christus.php  }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, indem Gott in [[Jesus Christus]] [[Menschwerdung Gottes|Mensch geworden ist]] und sich selbst geoffenbart und zur [[Sündenvergebung]] geopfert hat, die den Menschen das ewige Leben eröffnet. Insofern besteht hier eine Quelle für einen Absolutheitsanspruch des Christentums gegenüber dem Judentum und umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Hoheitstitel, der des [[Kyrios (Christentum)|Kyrios]], wurde auch auf Jesus angewandt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutsche Bibelgesellschaft |url=http://www.bibelwissenschaft.de/bibelkunde/themenkapitel-nt/christologische-hoheitstitel/messias-kyrios-und-sohn/ |titel=Christologische Hoheitstitel Teil 1 – Kyrios|werk=bibelwissenschaft.de |zugriff=2016-03-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;: „Ein naiver A[bsolutheit]sanspruch wohnt jeder Religion inne. In der Verkündigung des [[Neues Testament|NT]] ist ein selbstverständlicher A[bsolutheit]sanspruch insofern enthalten, als Jesus der Kyrios ist, in dem allein das [[Erlösung#Christentum|Heil]] gefunden werden kann.“&amp;lt;ref&amp;gt;Absolutheit des Christentums, S. 1. Digitale Bibliothek Band 12: Religion in Geschichte und Gegenwart, S. 334 (vgl. RGG Bd. 1, S. 76) (c) J.C.B. Mohr (Paul Siebeck)&amp;lt;/ref&amp;gt; ({{B|Röm|10|9–13}}; {{B|Phil|2|11}}; {{B|Offb|22|20–21}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Absolutheitsanspruch des Christentums besteht in der „Überzeugung, daß Gott sich in [[Jesus von Nazareth]] endgültig und verbindlich mitgeteilt hat, daß die Christusoffenbarung also keine Religion neben anderen ist, sondern unbedingt gültige Wirklichkeit und Wahrheit, in der allein die menschliche Lebenssehnsucht und Sinnsuche zur Erfüllung kommt.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=Johannes Hanselmann, Samuel Rothenberg, Uwe Sawarat | Titel=Fachwörterbuch Theologie | Verlag=R. Brockhaus Verlag | Ort=Wuppertal | Jahr=1987 | Kapitel=Absolutheitsanspruch des Christentums| Seiten=8 |ISBN=3-417-24083-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus verkündete, dass er allein der Weg zum [[Heil#Hoffnung auf Erlösung|Heil]] (d.&amp;amp;nbsp;h. zu [[Gott der Vater|Gott dem Vater]] und damit zum [[Ewiges Leben|ewigen Leben]]) und dass er die personifizierte Wahrheit ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.||{{B|Johannes|14|6}}&lt;br /&gt;
 |ref=}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Simon Petrus|Petrus]] sagte, sich vor dem [[Sanhedrin|Hohen Rat]] verantwortend, warum er und die übrigen [[Apostel|Jünger Jesu]] das Volk lehren würden, dass allein in Jesus das [[Heil]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur | Autor=G. Rosenkranz | Titel=Evangelisches Kirchenlexikon | Auflage=2. | Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht | Ort=Göttingen | Jahr=1961 | Band=Band A–G | Kapitel=Absolutheit des Christentums| Seiten=38}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und damit die endgültige Rettung zu finden ist:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Er (Jesus) ist der Stein, der von euch Bauleuten verworfen wurde, der aber zum Eckstein geworden ist. Und in keinem anderen ist das Heil zu finden. Denn es ist uns Menschen kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden sollen.||{{B|Apostelgeschichte|4|11-12}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Paulus von Tarsus|Paulus]] schrieb in seinem Brief an die [[Brief des Paulus an die Kolosser|Kolosser]], dass Jesus, vor seiner [[Menschwerdung Gottes|Menschwerdung]], an der [[Schöpfung#Christentum|Schöpfung]] beteiligt gewesen sei und gab ihm damit eine zentrale, alle anderen Menschen überragende, Stellung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Er ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der [[Erstgeburt|Erstgeborene]] der ganzen Schöpfung. Denn in ihm wurde alles erschaffen im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, Throne und Herrschaften, Mächte und Gewalten; alles ist durch ihn und auf ihn hin geschaffen. Er ist vor aller Schöpfung, in ihm hat alles Bestand.||{{B|Kolosser|1|15–17}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Brief an die [[Brief des Paulus an die Philipper|Philipper]] schrieb er über Jesus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihre Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt:, Jesus Christus ist der Herr.‘ – zur Ehre Gottes, des Vaters.||{{B|Philipper|2|9–11}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach christlichem Glauben – wie er von vielen verstanden wird – muss jeder Mensch (also auch alle Nicht-Christen) nach seinem Tod vor den [[Jüngstes Gericht|Richterstuhl Christi]] treten {{Bibel|2 Kor|5|10}}. Dort entscheidet sich, ob er durch die Annahme des [[Soteriologie|stellvertretenden Kreuzestodes von der Sündenschuld befreit]] in ewiger Gemeinschaft mit Gott leben oder durch Verweigerung der [[Gnade (Theologie)|Gnade]] Christi für immer von Gottes Gegenwart getrennt, also in der [[Hölle]], sein wird ({{B|Mt|25|31–46}}; {{B|Röm|6|3–5}}; {{B|2 Kor|5|21}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Katholizismus]] sieht den Absolutheitsanspruch der Gegenwart Christi in der Welt überdies nur dann als gewährleistet an, wenn die geistliche [[Autorität]] der sakramental verfassten [[Kirche (Organisation)|Kirche]] anerkannt wird. Die katholische Kirche hat mit der Konzilserklärung [[Dignitatis humanae]] (1965) die Konflikte, die mit ihren früheren (auch weltlichen) Ansprüchen entstanden, entschärfen können, ohne aber sämtliche Probleme im Verhältnis von [[Kirche und Staat]] zu lösen. [[Protestantismus|Protestanten]] und [[Anglikanismus|Anglikaner]] haben keinen kirchlichen Absolutheitsanspruch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Islam ===&lt;br /&gt;
Inwiefern koranische Texte verschiedene Glaubensvorstellungen akzeptieren, ist umstritten, es gibt sehr unterschiedliche Positionierungen innerhalb verschiedener Suren. Es findet sich jedoch der Gedanke eines positiven Wetteiferns zwischen Menschen verschiedener Glaubensvorstellungen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Für jeden von euch (die ihr verschiedenen Bekenntnissen angehört) haben wir ein (eigenes) Brauchtum … und einen (eigenen) Weg … bestimmt. Und wenn Allah gewollt hätte, hätte er euch zu einer einzigen Gemeinschaft … gemacht. Aber er (teilte euch in verschiedene Gemeinschaften auf und) wollte euch (so) in dem, was er euch (von der Offenbarung) gegeben hat, auf die Probe stellen. Wetteifert nun nach den guten Dingen! Zu Allah werdet ihr (dereinst) allesamt zurückkehren. Und dann wird er euch Kunde geben über das, worüber ihr (im Diesseits) uneins waret.|Sure 5, Vers 48&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://koransuren.com/sure5.html |wayback=20160425155711 |text=&amp;#039;&amp;#039;Sure 5, Vers 48&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2023-06-04 23:39:28 InternetArchiveBot }} (koransuren.com).&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der islamische Absolutheitsanspruch basiert auf der Annahme, dass der Islam die Fortführung und Vervollständigung der zwei älteren abrahamischen Religionen – Juden- und Christentum – und damit einhergehend die reine Form der ursprünglichen Religion [[Abraham]]s sei.&amp;lt;ref name=Kh&amp;gt;Adel Th. Khoury: &amp;#039;&amp;#039;Der Islam und die westliche Welt&amp;#039;&amp;#039;. Primus Verlag, 2002. S. 112&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Die Menschen, die Abraham am nächsten stehen, sind diejenigen, die ihm (und seiner Verkündigung seinerzeit) gefolgt sind, und dieser [[Prophet]] (d.h. Mohammed) und die, die (mit ihm) gläubig sind. Gott ist der Freund der Gläubigen.|3:68  Übersetzung [[Koranübersetzung#Paret (1966)|Rudi Paret]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit sei [[Mohammed]] der letzte aller Gottgesandten, das „Siegel der Propheten“ …:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Mohammed ist nicht der Vater von (irgend)einem eurer Männer (auch wenn dieser sein Nennsohn ist). Er ist vielmehr der Gesandte Gottes und das Siegel der Propheten (d.h. der Beglaubiger der früheren Propheten, oder der letzte der Propheten). Gott weiß über alles Bescheid.|33:40  Übersetzung Rudi Paret}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
… und der Islam die einzig wahre Religion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Als (einzig wahre) Religion gilt bei Gott der Islam. Und diejenigen, die die Schrift erhalten haben, wurden – in gegenseitiger Auflehnung – erst uneins, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war. Wenn aber einer nicht an die Zeichen Gottes glaubt, ist Gott schnell im Abrechnen.|3:19  Übersetzung Rudi Paret}}&lt;br /&gt;
„Auf dieser Überzeugung ruht der eigentümlich inklusive Absolutheitsanspruch des Islam dem AT und NT und seinen Offenbarungsträgern gegenüber.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gustav Mensching]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum Phänomen des Absolutheitsanspruches im Christentum und im Islam.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilhelm Hoenerbach]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Orient in der Forschung&amp;#039;&amp;#039;. Festschrift für [[Otto Spies]] zum 5. April 1966. Wiesbaden 1967. S. 444–452; hier: S. 448&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend betrachtet der Koran die Anhänger des Islam als die beste Gemeinschaft der Menschheit überhaupt. In Sure 3, Vers 110 heißt es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ihr (Gläubigen) seid die beste Gemeinschaft, die unter den Menschen entstanden ist. Ihr gebietet, was recht ist, verbietet, was verwerflich ist, und glaubt an Gott. Und wenn die Leute der Schrift geglaubt hätten, wahrlich, es wäre gut für sie gewesen! Unter ihnen sind Gläubige, aber die Mehrzahl von ihnen sind Frevler.| 3:110  Übersetzung Rudi Paret}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Glaube basiert einerseits auf dem obigen Koranvers &amp;#039;&amp;#039;kuntum chaira ummatin&amp;#039;&amp;#039; {{arF|كنتم خير أمة |d= kuntum ḫaira ummatin |b= Ihr (Gläubigen) seid die beste Gemeinschaft}} und andererseits auf Koranversen, die den Herrschaftsanspruch des Islam untermauern. Genannt sei hier etwa Sure 9, Vers 29:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und den [[Jüngstes Gericht|jüngsten Tag]] glauben und nicht verbieten (oder: für verboten erklären), was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben – (kämpft gegen sie), bis sie kleinlaut aus der Hand (?)&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Interpretation dieses Verses „bis sie kleinlaut aus der Hand (?) Tribut entrichten“ siehe: Uri Rubin: &amp;#039;&amp;#039;Quran and Tafsīr&amp;#039;&amp;#039;. The case of „ʿan yadin“. In: Der Islam, Bd. 70 (1993), S. 133–144; Rudi Paret (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Koran.&amp;#039;&amp;#039; Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1975, S. 288–303. Siehe den Artikel: [[dschizya]] &amp;lt;/ref&amp;gt; Tribut entrichten!|9:29  Übersetzung Rudi Paret}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Absolutheitsanspruch des Islam erhält seine Legitimation ferner im islamrechtlichen Grundsatz, dessen Ausformulierung als Prophetenspruch ([[hadith]]) auf das erste muslimische Jahrhundert ([[7. Jahrhundert]] n. Chr.) zu datieren ist und besagt (nach dem Sahih von [[al-Buchari]], dschanâ&amp;#039;iz 79):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
::: {{arF|الاسلام يعلو ولا يعلى عليه|d=al-islāmu yaʿlū wa-lā yuʿlā ʿalayhi|b=Der Islam ist überlegen, nichts ist ihm übergeordnet}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ein zentraler Grundsatz der klassisch-islamischen Lehre hatte er – und hat dies in einigen Teilen der islamischen Welt nach wie vor – weitgehenden Einfluss auf die Bestimmung des Verhältnisses zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, auf die Bestimmung des Stellenwerts von [[Interreligiöse Ehe|interreligiösen Ehen]] und auf den [[Interreligiöser Dialog|interreligiösen Dialog]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So hat der muslimische Theologe und Hochschullehrer &amp;#039;Abid ibn Muhammad al-Sufyani an der islamischen [[Universität Umm al-Qura]] in [[Mekka]] in seiner Studie mit diesem islamischen Grundsatz mehrere rechtlich relevante Entscheidungen begründet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* bei Übertritt einer Christin oder Jüdin zum Islam wird die bis dahin bestehende Ehe mit dem christlichen bzw. jüdischen Ehemann aufgelöst, da der Islam überlegen und ihm nichts übergeordnet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* es ist unzulässig, dass Bauten von [[Dhimma|Dhimmis]] höher sind als die ihrer muslimischen Nachbarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* es ist unzulässig, dass Bauten von Dhimmis genauso hoch sind wie die Bauten der Muslime, denn der Islam ist überlegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „was man heute als ‚[[Dialog der Religionen]]‘ nennt“, ist nicht gestattet, da alle Religionen durch den Islam [[Abrogation (Islam)|abrogiert]] sind. Ein Dialog setzt Gleichwertigkeit und Gleichberechtigung zwischen den Religionen voraus. Der Islam ist jedoch hochwertiger.&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Majallat ash-shari&amp;#039;a wal-lugha al-&amp;#039;arabiyya&amp;#039;&amp;#039;. Umm al-Qura. Mekka. Bd. 13, Nr. 22; siehe den Artikel im   {{Webarchiv|text=Original |url=http://www.uqu.edu.sa/majalat/shariaramag/mag22/mg-008.htm |wayback=20070817203542 }} &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Ausnahme innerhalb der islamischen Tradition bilden die Lehren mancher [[Sufismus|Sufis]] (islamische [[Mystiker]]), wie beispielsweise die von [[Dschalal ad-Din Rumi]] (1207–1273) aus [[Konya]], die auch andere Religion als „wahr“ anerkannten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mission ===&lt;br /&gt;
[[Christentum]] und [[Islam]] sind [[missionierende Religion]]en und begründen ihre weltweiten Aktivitäten mit ihrem Absolutheitsanspruch. Die [[Mission (Christentum)|christliche Mission]] beruft sich auf den [[Missionsbefehl]] Jesu aus {{B|Matthäus|28|19|LUT}}:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zitate ===&lt;br /&gt;
* „Wer sagt, alle Religionen seien gleich und wollten das Gleiche, hat sich noch nicht einmal oberflächlich mit ihnen beschäftigt; denn wenn die islamische und die christliche Lehre gleichsam stimmen, dann wäre etwa Jesus auferstanden und gleichzeitig nicht auferstanden.“ - [[Jürgen Spieß]], in: &amp;#039;&amp;#039;Aus gutem Grund&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Wenn die Religionen wahr sind, dann aus dem Grund, weil es jedes Mal Gott ist, der gesprochen hat. Und wenn sie unterschiedlich sind, dann aus dem Grund, weil Gott in verschiedenen Sprachen entsprechend der Verschiedenheit der Empfänger gesprochen hat. Und endlich, wenn sie &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;absolut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und ausschließlich sind, dann aus dem Grund, weil Gott in jeder Religion von »Ich« gesprochen hat.“ – [[Frithjof Schuon]], in: &amp;#039;&amp;#039;Den Islam verstehen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Exklusivismus]]&lt;br /&gt;
* [[Inklusivismus]]&lt;br /&gt;
* [[Religionstheologischer Pluralismus]]&lt;br /&gt;
* [[Ideologie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gustav Mensching]]: Toleranz und Wahrheit in der Religion, Heidelberg 1955 (neu hg. mit kritischen Anmerkungen von [[Udo Tworuschka]]), Weimar 1996.&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Bernhardt]]: Der Absolutheitsanspruch des Christentums. Von der Aufklärung bis zur Pluralistischen Religionstheologie, Gütersloh 1993, 2. Auflage&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Spieß]]: Aus gutem Grund. Warum der christliche Glaube nicht nur Glaubenssache ist. 2. erw. u. überarb. Aufl. Muldenhammer: 2010.&lt;br /&gt;
* [[Heinzpeter Hempelmann]]: Gott ohne Gewalt: Warum Wahrheit und Toleranz für den christlichen Glauben zusammengehören. Brunnen-Verlag, Gießen: 2009.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Reinbold]]: Koran und Bibel: Ein Synoptisches Textbuch für die Praxis, Göttingen 2022, ISBN  978-3-525-63413-4.&lt;br /&gt;
* [[Henning Wrogemann]]: Theologie Interreligiöser Beziehungen. Religionstheologische Denkwege, kulturwissenschaftliche Anfragen und ein methodischer Neuansatz, Gütersloh 2015, ISBN 978-3-579-08143-4.&lt;br /&gt;
* [[Henning Wrogemann]]: Bibel und Koran: Christen und Muslime in Dialog und Differenz, Leipzig 2022, ISBN 978-3-374-07285-9.&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Bernhardt]]: Inter-Religio. Das Christentum in Beziehung zu anderen Religionen, Zürich 2019, ISBN 978-3-290-18212-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Herbert Fronhofen: [http://www.theologie-systematisch.de/religion/8absolut.htm Der Absolutheitsanspruch des Christentums] (Bibliographie)&lt;br /&gt;
* [[Peter Knauer]] SJ: [http://peter-knauer.de/05.html Ein anderer Absolutheitsanspruch]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metaphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;3mnaPashkan</name></author>
	</entry>
</feed>