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	<title>Absolute Musik - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-22T07:44:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Absolute_Musik&amp;diff=67950&amp;oldid=prev</id>
		<title>91.137.75.69: Änderung 232346766 von 193.197.7.216 rückgängig gemacht;</title>
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		<updated>2023-03-31T09:30:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/232346766&quot; title=&quot;Spezial:Diff/232346766&quot;&gt;232346766&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/193.197.7.216&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/193.197.7.216&quot;&gt;193.197.7.216&lt;/a&gt; rückgängig gemacht;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;absolute Musik&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lat. &amp;#039;&amp;#039;absolutus&amp;#039;&amp;#039; „losgelöst“, „unabhängig“) bezeichnete die mitteleuropäische [[Musikästhetik]] seit etwa 1850 das Ideal einer [[Instrumentalmusik]], die allein ihren eigenen musikalischen Gesetzen folge und von außermusikalischen Bindungen an einen Text, ein Bühnenbild oder ein Programm unabhängig, also zweckfrei sei. Im weiteren Sinn bezeichnet der Begriff ein [[Werturteil]] über das „Wesen“ der Musik oder eine höchste Qualität von „Reinheit“ und „Vollkommenheit“ in der Musik.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albrecht von Massow (Musikwissenschaftler)|Albrecht von Massow]]: &amp;#039;&amp;#039;Absolute Musik.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Heinrich Eggebrecht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Terminologie der Musik im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Franz Steiner, 1995, ISBN 3-515-06659-4, [https://books.google.de/books?id=knwefzuoaa0C&amp;amp;pg=PA13 S. 13.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Dieses Ideal wurde schon über 50 Jahre vorher für damalige Musikstile entwickelt. [[Wilhelm Heinrich Wackenroder]] und [[Ludwig Tieck]] formulierten 1799: {{&amp;quot;|In der Instrumentalmusik aber ist die Kunst unabhängig und frei, sie schreibt sich nur selbst ihre Gesetze vor, sie phantasiert spielend und ohne Zweck, und doch erfüllt und erreicht sie den höchsten…}}&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert bei Carl Dahlhaus: &amp;#039;&amp;#039;Europäische Romantik in der Musik, Band 2.&amp;#039;&amp;#039; J.B. Metzler, 2007, ISBN 978-3-476-01982-0, S. 175.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[E. T. A. Hoffmann]] (Rezension zu Beethovens &amp;#039;&amp;#039;[[5. Sinfonie (Beethoven)|5. Sinfonie]]&amp;#039;&amp;#039;, 1810) verband damit einen Vorrang der Musik unter den [[Kunst|Künsten]]: Sie allein sei „rein [[Romantik|romantisch]]“ im Sinne der [[Autonomie des Kunstwerks]].&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert bei Michael Neumann: &amp;#039;&amp;#039;Unterwegs zu den Inseln des Scheins: Kunstbegriff und literarische Form in der Romantik von Novalis bis Nietzsche.&amp;#039;&amp;#039; Vittorio Klostermann, 1991, ISBN 3-465-02514-8, [https://books.google.de/books?id=X_MPtcAdVbEC&amp;amp;pg=PA306 S. 306.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richard Wagner ==&lt;br /&gt;
[[Richard Wagner]] prägte den Ausdruck Absolute Musik als Gegenbegriff zu [[Musikdrama]] und [[Gesamtkunstwerk]], jenen Idealen, die er selbst vertrat. Die absolute Musik sei eine historische Fehlentwicklung, indem die Musik von den übrigen Künsten und vom Leben isoliert worden sei. Mit [[Ludwig van Beethoven]]s &amp;#039;&amp;#039;[[9. Sinfonie (Beethoven)|9. Sinfonie]]&amp;#039;&amp;#039; sei der Höhepunkt dieser Entwicklung erreicht und durch die Hinzunahme von Chor und Text bereits überwunden worden. Wagners musikalisches Drama sei die logische Konsequenz (&amp;#039;&amp;#039;Programm zu Beethovens 9. Sinfonie&amp;#039;&amp;#039;, 1846). Musik dürfe nicht selbst „Zweck“ sein, sondern müsse ein „Mittel“ bleiben (&amp;#039;&amp;#039;[[Oper und Drama]]&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karlheinz Barck]], [[Martin Fontius]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ästhetische Grundbegriffe (ÄGB): historisches Wörterbuch in sieben Bänden, Band 4.&amp;#039;&amp;#039; Metzler, 2002, ISBN 3-476-00913-0, S. 295.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eduard Hanslick ==&lt;br /&gt;
[[Eduard Hanslick]] entfaltete dagegen eine positive Ästhetik der Absoluten Musik in seinem Aufsatz &amp;#039;&amp;#039;Vom Musikalisch-Schönen&amp;#039;&amp;#039; (1854): Das Schöne einer Tondichtung sei {{&amp;quot;|ein spezifisch Musikalisches…, das unabhängig und unbedürftig eines von Außen her kommenden Inhaltes, einzig in den Tönen und ihrer künstlerischen Verbindung liegt.}} Instrumentalmusik sei durch nichts zu übertreffen; „nur sie ist reine, absolute Tonkunst.“ Auch er bezog dieses Ideal vor allem auf die Instrumentalmusik der [[Wiener Klassik]], besonders diejenige Beethovens.&amp;lt;ref&amp;gt;Albrecht von Massow: &amp;#039;&amp;#039;Absolute Musik.&amp;#039;&amp;#039; In: Hans Heinrich Eggebrecht (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Terminologie der Musik im 20. Jahrhundert.&amp;#039;&amp;#039; Franz Steiner, 1995, ISBN 3-515-06659-4, [https://books.google.de/books?id=knwefzuoaa0C&amp;amp;pg=PA14 S. 14.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskussion ==&lt;br /&gt;
Der Gegensatz von „absoluter Musik“ und „[[Programmmusik]]“ wurde für die musikästhetische Diskussion im Zeitalter der [[Romantische Musik|musikalischen Romantik]] bestimmend. Befürworter und Gegner des Ideals bezogen sich auf Beethovens Werke und verteidigten ihre eigene Musikrichtung als einzig legitime Fortsetzung seiner Tradition. [[Franz Liszt]] etwa betrachtete die klassischen Kompositionsprinzipien [[Motivische Arbeit]], thematische Entwicklung, [[Durchführung (Musik)|Durchführung]] und [[Reprise (Musik)|Reprise]] einer [[Sonatenhauptsatzform]] nicht als unumstößliche Regeln, sondern als wandelbaren Ausdruck poetischer Gedanken, die allein die freie [[Fantasie (Kompositionsform)|Fantasie]] des Komponisten leite (&amp;#039;&amp;#039;Berlioz und seine Haroldsymphonie&amp;#039;&amp;#039;, 1855).&amp;lt;ref&amp;gt;Lenz Meierott (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Musik. Ein Studien- und Nachschlagebuch.&amp;#039;&amp;#039; 8. Auflage. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1993, ISBN 3-525-27811-X, [https://books.google.de/books?id=GKJbNkkZZOoC&amp;amp;pg=PA469 S. 469.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1920er Jahren wurde der absoluten Musik, die manchen als überlebtes Erbe des vergangenen Jahrhunderts erschien, die [[Gebrauchsmusik]] als Ideal einer gesellschaftlichen Integration alles Musikalischen entgegengehalten. Die [[Neue Musik]] des 20. Jahrhunderts versuchte dagegen, die Befreiung vom Außermusikalischen durch eine Befreiung der Musik von bekannten Funktionen und Assoziationen zu steigern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der österreichische Komponist [[Günther Rabl]] versteht unter „Absoluter Musik“  [[elektroakustische Musik]], bei der der Prozess des Musikschaffens mit den Mitteln des Tonbands und des Computers zeitlich unabhängig vom Zeitfluss der geschaffenen Musik selber ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://rablabsolut.at/absolute_musik.html |wayback=20170707194609 |text=Michael Zelenka: &amp;#039;&amp;#039;Rabl absolut&amp;#039;&amp;#039;. }} Filmporträt über Günther Rabl&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Carl Dahlhaus]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Idee der absoluten Musik.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Bärenreiter, Kassel 1994, ISBN 3-7618-0821-6.&lt;br /&gt;
* Mark Evan Bonds: &amp;#039;&amp;#039;Absolute Music: The History of an Idea.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, 2014, ISBN 978-0-19-934363-8.&lt;br /&gt;
* {{OeML|Absolute_Musik|Absolute Musik|RF}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4141115-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikästhetik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.137.75.69</name></author>
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