<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Abschlussgewebe</id>
	<title>Abschlussgewebe - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Abschlussgewebe"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abschlussgewebe&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-26T05:45:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abschlussgewebe&amp;diff=70474&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Leyo: falsches Minuszeichen durch Halbgeviertstrich ersetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abschlussgewebe&amp;diff=70474&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-05-24T22:36:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;falsches &lt;a href=&quot;/index.php/Minuszeichen&quot; title=&quot;Minuszeichen&quot;&gt;Minuszeichen&lt;/a&gt; durch &lt;a href=&quot;/index.php/Halbgeviertstrich&quot; title=&quot;Halbgeviertstrich&quot;&gt;Halbgeviertstrich&lt;/a&gt; ersetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{QS-Biologie}}&lt;br /&gt;
Der Begriff des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abschlussgewebes&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet alle Begrenzungsschichten, die [[Pflanzen|pflanzliche]] [[Gewebe (Biologie)|Gewebe]] nach außen oder im Pflanzeninnern untereinander abgrenzen. Die primären Abschlussgewebe gehen aus dem primären [[Meristem]] hervor, sekundäre Abschlussgewebe wie das [[Periderm]] werden zu einem späteren Zeitpunkt aus Sekundärmeristem gebildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Primäres Abschlussgewebe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* beim Keimling bereits vorhanden&lt;br /&gt;
* aus dem primären [[Meristem]] gebildet&lt;br /&gt;
* undifferenziertes Gewebe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Epidermis ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Epidermis}}&lt;br /&gt;
Das wichtigste primäre Abschlussgewebe der Pflanzen ist die Epidermis (aus [[Neugriechische Sprache|griechisch]] ἐπί, &amp;#039;&amp;#039;epi&amp;#039;&amp;#039;, „über“, „darauf“ und δέρμα, &amp;#039;&amp;#039;derma&amp;#039;&amp;#039;, „[[Haut]]“, in Deutsch &amp;#039;&amp;#039;Oberhaut&amp;#039;&amp;#039;). Sie umgibt den [[Spross]], das [[Blatt (Pflanze)|Blatt]] und die [[Blüte]] als schützende Hülle, die jedoch zugleich den Stoffaustausch mit der Außenwelt zu vermitteln hat. Das primäre Abschlussgewebe der [[Wurzel (Pflanze)|Wurzel]] wird [[Rhizodermis]] genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Merkmale:&lt;br /&gt;
* meist einschichtig&lt;br /&gt;
* es treten vermehrt [[Leukoplasten]] auf im Gegensatz zu [[Chloroplast]]en&lt;br /&gt;
* wellig bis zackiger Umriss&lt;br /&gt;
* lückenlose Verzahnung der Zellen&lt;br /&gt;
* [[Interzellulare]]n fehlen&lt;br /&gt;
Funktion:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schutz vor mechanischer Einwirkung&lt;br /&gt;
* Verdunstungsschutz&lt;br /&gt;
* Gasaustausch über [[Spaltöffnungen]] oder [[Hydathode]]n&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Außenwände der Epidermiszellen sind fast stets verdickt und außerdem von einem Kutinhäutchen, der [[Cuticula (Pflanzen)|Kutikula]], überzogen, die für Wasser und Gase besonders dann undurchlässig ist, wenn noch ein Wachs ein- oder aufgelagert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typische Ausbildungen der Epidermis stellen die Spaltöffnungen dar, die dem regulierbaren Gasaustausch zwischen dem Pflanzenkörper und der Umgebung dienen. Anhangsgebilde der Epidermis sind [[Emergenz (Botanik)|Emergenzen]] oder Trichome.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hypodermis ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Hypodermis}}&lt;br /&gt;
Die unter der Epidermis liegende Zellschicht wird als Hypodermis bezeichnet. Sie kann durch nachträgliche Umbildung ihrer Zellwände in die Abschlussfunktion mit einbezogen werden. Die Hypodermis ist mehrschichtig und hat oft verdickte Zellwände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Exodermis ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Exodermis}}&lt;br /&gt;
Die Exodermis entsteht aus der abgestorbenen [[Rhizodermis]] aus einer oder mehreren Zellschichten der äußeren [[Rinde]] durch nachträgliche Cutinisierung (Bildung einer [[Cuticula (Pflanzen)|Cuticula]]). Die Zellen der Rinde werden durch eine [[Suberin]]lamelle abgedichtet. Einige Zellen bleiben unverkorkt und bilden Durchlasszellen, um einen Nährstoffaustausch mit der Außenwelt zu gewährleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Endodermis ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Endodermis}}&lt;br /&gt;
Die Endodermis stellt das innere Abschlussgewebe der primären Rinde dar und trennt diese vom [[Zentralzylinder]]. Sie ist meistens einschichtig und kontrolliert den Wasser- und Nährsalztransport über den [[Apoplast]]en. Die Endodermis lässt sich in die primäre, sekundäre und tertiäre Endodermis unterteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die primäre Endodermis, deren Radialwände durch [[Suberin]]- und [[Lignin]]auflagerungen bandartig verstärkt ist ([[Casparischer Streifen|Casparyscher Streifen]]), blockiert den Wasserweg in der Zellwand und zwingt den Wasser- und Nährsalztransport durch das [[Plasmalemma]]. Dieser Zustand stellt den Endzustand bei [[Angiospermen]] dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sekundäre Endodermis hat zusätzlich allseitige Suberinauskleidungen. Einzelne Durchlasszellen bleiben unverkorkt. Dieser Zustand ist der Endzustand bei [[Gymnospermen]] und einigen [[Dikotyle|dikotylen Pflanzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der tertiären Endodermis werden Zelluloseschichten auf die Korkauskleidung aufgelagert. Dabei kann die Auflagerung allseitig sein (O-Endodermis) oder beschränkt auf die Radialwände und die innere Tangentialwand (U-Endodermis). Einige Zellen verbleiben als Durchlasszellen im primären Zustand. Dieser Zustand wird fast nur von [[Monokotyledonen]] erreicht, da diese kein [[sekundäres Dickenwachstum]] haben und die Endodermis erhalten bleibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sekundäres Abschlussgewebe (Periderm) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Epidermis einem starken [[Dickenwachstum]] der [[Pflanzenorgan]]e, wie es beispielsweise bei [[Holzgewächse]]n vorkommt, nicht durch entsprechendes Dilatationswachstum (tangentiales Erweiterungswachstum) gerecht werden kann, wird sie zerstört und oft durch sekundäre Abschlussgewebe ersetzt. Gewöhnlich entsteht aus der subepidermalen Zellschicht ein Folgemeristem, das [[Korkkambium]] (Phellogen). Dieses gibt nach außen dicht aneinanderliegende, rasch verkorkende, oft dickwandige Zellen ohne [[Interzellulare]]n ab, den [[Kork]] (Phellem). Nach innen entstehen, oft in geringer Anzahl, chlorophyllhaltige [[Rindenzellen]], das Phelloderm. Phellem, Phellogen und Phelloderm werden zusammen als Periderm (Korkgewebe) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den [[Gasaustausch]] durch die lückenlose, interzellularenfreie Korkschicht ermöglichen [[Lentizelle|Lenticellen]] (auch Korksporen oder Korkwarzen). Diese stellen eng umgrenzte Gewebebezirke dar, in denen sich anstelle von Korkzellen interzellularenreiches Füllgewebe gebildet hat, das aus großen Parenchymzellen besteht. Die Interzellularen der Lentizellen ermöglichen eine Verbindung zwischen dem Interzellularsystem der Pflanze und der Außenluft. Die Lentizellen sind vielfach als weißliche, warzenartige Erhebungen mit bloßem Auge auf den Zweigen vieler [[Holzpflanze]]n zu erkennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Korkkambium bleibt nur selten dauerhaft tätig. In der Regel stirbt es nach einiger Zeit ab und das tertiäre Abschlussgewebe bildet sich. Fälle bei denen das erste Korkkambium dauerhaft tätig bleibt sind beispielsweise die [[Korkeiche]] oder die [[Feldulme|Korkulme]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tertiäres Abschlussgewebe (Borke) ==&lt;br /&gt;
Bei stark in die Dicke wachsenden Pflanzen, zum Beispiel bei den meisten [[Baum|Bäumen]], stellt das erste Korkkambium seine Tätigkeit bald ein. An seine Stelle tritt ein in tiefer liegenden Gewebeschichten entstehendes zweites Korkkambium. Auch dieses ist nur beschränkte Zeit tätig und wird durch ein drittes und weitere ersetzt. Die Gesamtheit dieser Korkschichten wird als [[Borke]] bezeichnet. Da der Prozess der Borkenbildung bald von der [[Primäre Rinde (Holzpflanzen)|primären Rinde]] auf den [[Bast (Baum)|Bast]] übergreift, sind die neuen Korklagen in der Regel durch Schichten von [[Bastzelle]]n getrennt. Daraus resultiert ein geschichteter Bau, der in der Regel bereits makroskopisch sichtbar ist, da die einzelnen Korklagen, die ja von Wasser- und Nährstoffzufuhr abgeschlossen sind, rasch absterben und sich bald schichtenweise ablösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Joachim W. Kadereit, Christian Korner, Peter Nick, Uwe Sonnewald |Titel=Strasburger – Lehrbuch der Pflanzenwissenschaften |Auflage=38. |Verlag=Springer |Ort=Berlin / Heidelberg |Datum=2020 |ISBN=978-3-662-61943-8}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Elisabeth Stahl-Biskup, Jürgen Reichling |Titel=Anatomie und Histologie der Samenpflanzen - Mikroskopisches Praktikum für Pharmazeuten |Auflage=4. |Verlag=Deutscher Apotheker Verlag |Ort=Stuttgart |Datum=2016 |ISBN=978-3-7692-6118-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzengewebe]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Leyo</name></author>
	</entry>
</feed>