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	<title>Abraham Sutro - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T21:27:06Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abraham_Sutro&amp;diff=1330321&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Herr Lehrer, ich weiß was!: Kleinkram</title>
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		<updated>2025-06-14T08:23:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Abraham Sutro.jpg|mini|Abraham Sutro]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abraham Sutro&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[5. Juli]] [[1784]] in [[Erlangen-Bruck]] – [[10. Oktober]] [[1869]] in [[Münster]]) war ein profilierter Vertreter der [[Orthodoxes Judentum|jüdischen Orthodoxie]] und der erste [[Landesrabbiner]] in der preußischen Provinz [[Provinz Westfalen|Westfalen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Abraham Sutro besuchte die [[Jeschiwa|Talmudschulen]] in [[Fürth]] und [[Prag]]. Anschließend war er zunächst als Hauslehrer in Prag, [[Aschaffenburg]] und [[Kassel]] tätig, bevor er dort eine Festanstellung als jüdischer Religionslehrer erhielt. Als 1815 Westfalen an [[Preußen]] fiel, ernannte ihn der spätere erste Oberpräsident der in der Entstehung begriffenen Provinz Westfalen, [[Ludwig von Vincke]], provisorisch zum Oberrabbiner von [[Judentum in Münster|Münster]], der [[Grafschaft Mark]] und der [[Grafschaft Limburg]] (später kam [[Paderborn]] hinzu). Zuvor hatte er sich Vincke durch preußisch-patriotische Predigten empfohlen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Diethard Aschoff]]: [http://www.juedischeliteraturwestfalen.de/index.php?valex=101&amp;amp;vArticle=1&amp;amp;author_id=00000032&amp;amp;id=1 Abraham Sutro 1784–1869], Autorendatenbank &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon|BBKL]]&amp;#039;&amp;#039;, Band XI, 1996, Sp. 283–287.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seiner langen Amtszeit profilierte sich Sutro als herausragender Vertreter der [[Orthodoxie|orthodoxen]] Richtung. Doch bis 1830 hatte er sich Neuerungen durchaus offen gezeigt: So hatte er auf Deutsch gepredigt und in [[Synagoge]]n Orgeln und Konfirmationsfeiern nach protestantischem Vorbild zugelassen. Als Landesrabbiner – obgleich seine Position juristisch nie voll anerkannt wurde – verfolgte er eine andere Politik: Er pochte auf kulturelle Eigenständigkeit der jüdischen Minderheit, die sich nicht mit der christlichen Mehrheitsgesellschaft vermischen sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freund&amp;quot;&amp;gt;Susanne Freund: &amp;#039;&amp;#039;Alexander Haindorf. Grenzgänge zwischen jüdischer und christlicher Kultur.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Folker Siegert]] (Hrsg.): Grenzgänge. Menschen und Schicksale zwischen jüdischer, christlicher und deutscher Identität. Festschrift für Diethard Aschoff. LIT, Münster 2002, ISBN 3-8258-5856-1, S. 174–194 (Münsteraner Judaistische Studien, 11).&amp;lt;/ref&amp;gt; Gleichzeitig kämpfte er für rechtliche Gleichbehandlung, die in Preußen erst in seinem Todesjahr voll erreicht werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.jewishencyclopedia.com/articles/14138-sutro-abraham &amp;#039;&amp;#039;Sutro, Abraham&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Jewish Encyclopedia]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Brilling: &amp;#039;&amp;#039;Ein Kapitel aus dem Kampf der preußischen Juden um ihre Gleichberechtigung. Der Fall des Feldmessers und Bauführers Baruch Sutro in Münster (1853)&amp;#039;&amp;#039;. In: Wolfgang Dietrich: &amp;#039;&amp;#039;Theokratia – 1970–1972&amp;#039;&amp;#039;: Festgabe für Karl Heinrich Rengstorf zum 70, Geburtstag. Brill, Leiden 1973, ISBN 90-04-03814-0, S. 273–306.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sutro setzte sich als Landesrabbiner für die Erhaltung des altjüdischen Ritus ein und trat dem [[Reformjudentum]] und seinem westfälischen Wortführer [[Alexander Haindorf]] entgegen. Zwischen Sutro und Haindorf entwickelte sich eine lebenslange Rivalität, aber trotz gegensätzlicher religiöser Positionen pflegte Sutro intensiven Kontakt mit Haindorf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Freund&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1836 und 1864 erschien sein bedeutendstes Werk „Milchamot Haschem“ („Kämpfe des Ewigen“) in vier Bänden. Gegen Ende seines Lebens, je stärker sich die Reformbewegung in Münster durchsetzte, geriet Sutro immer mehr in die Isolation. Anlässlich seines 50. Amtsjubiläums verlieh König [[Friedrich Wilhelm IV.]] ihm den [[Roter Adlerorden|Roten Adlerorden]] vierter Klasse. Sutro starb am 10. Oktober 1869 in Münster und wurde auf dem [[Jüdischer Friedhof Münster|jüdischen Friedhof]] bestattet. Sein Grab ist erhalten und trägt die deutsche Inschrift:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Hier ruhet der Herr Oberrabbiner Abraham Sutro Ritter des roten Adlerordens geb. zu Bruck in Baiern im Jahre 1784 gest. 10. October 1869. Er war in Westfalen 54 Jahre lang ein treuer Lehrer und Kämpfer für Israel.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;juedischer-friedhof-muenster&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.juedischer-friedhof-muenster.de/datenbankseite/?id=485 |titel=Sutro, Abraham |werk=juedischer-friedhof-muenster.de |datum= |abruf=2016-09-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der wissenschaftlichen Dokumentation des jüdischen Friedhofs in Münster&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.juedischer-friedhof-muenster.de/ &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation Jüdischer Friedhof Münster&amp;#039;&amp;#039;] abgerufen am 11. Juli 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde auch die fragmentarische Platte der hebräischen Inschrift wiedergefunden. Durch einen Zuschuss der „Vereinigung Niederdeutsches Münster“ konnte der Stein 2016 restauriert und die wiedergefundene Platte angebracht werden. Die erhaltene Inschrift lautet in Übersetzung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=… 544 nach kleiner Zählung in Bruck, und er lehrte in Beverungen vier Jahre, in Warendorf ein (Jahr), in Kamen ein (Jahr), und schließlich hier 52 Jahre, und er starb am 5. Marcheschwan 630, und er suchte Gutes für sein Volk (vgl. Est&amp;amp;nbsp;10,3). Seine Seele sei eingebunden in das Bündel des Lebens.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;juedischer-friedhof-muenster&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Diethard Aschoff]]: &amp;#039;&amp;#039;Quellen und Regesten zur Geschichte der Juden in der Stadt Münster: 1530–1650/1662&amp;#039;&amp;#039;. Münster 2000, ISBN 3-8258-3440-9 (Westfalia Judaica, Band 3,1).&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Brilling]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Judentum in der Provinz Westfalen 1815–1945.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Westfalen&amp;#039;&amp;#039;, 38, Münster 1918, S. 105–143.&lt;br /&gt;
* Bernhard Brilling: &amp;#039;&amp;#039;Abraham Sutro (1784–1869): ein Beitrag zum Leben und Wirken des letzten münsterschen Landrabbiners&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Westfälische Zeitschrift]]&amp;#039;&amp;#039;, 1973, 123.&lt;br /&gt;
* A. Herzig: &amp;#039;&amp;#039;Judentum und Emanzipation in Westfalen.&amp;#039;&amp;#039; Münster 1978.&lt;br /&gt;
* {{NDB|25|715||Sutro, Abraham|Iris Nölle-Hornkamp|102688850}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.juedischeliteraturwestfalen.de/index.php?valex=101&amp;amp;vArticle=1&amp;amp;author_id=00000032&amp;amp;id=1 Jüdische Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Westfalen.] juedischeliteraturwestfalen.de&lt;br /&gt;
* [http://www.juedischer-friedhof-muenster.de/datenbankseite/?id=485 Das Grab von Abraham Sutro.] In: Dokumentation des jüdischen Friedhofs Münster, juedischer-friedhof-muenster.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=102688850|LCCN=no2007035752|VIAF=61318943}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Sutro, Abraham}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Münster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Orthodoxes Judentum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großrabbiner (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Roten Adlerordens 4. Klasse]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1784]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1869]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Sutro, Abraham&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Theologe und Rabbiner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=5. Juli 1784&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Erlangen-Bruck]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=10. Oktober 1869&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Münster]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Herr Lehrer, ich weiß was!</name></author>
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