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	<title>Abraham Kuhn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T07:05:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abraham_Kuhn&amp;diff=237221&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Silewe: PD-fix, Normdaten ergänzt</title>
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		<updated>2022-09-25T14:41:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;PD-fix, Normdaten ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abraham Kuhn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. Januar]] [[1838]]&amp;lt;ref&amp;gt;Wininger, 1928, S. 548&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Bissersheim]], [[Pfalz (Region)|Pfalz]]; † [[15. September]] [[1900]] in [[Straßburg]]) war [[Elsass|elsässischer]] [[Arzt]] und Professor für [[Hals-Nasen-Ohrenheilkunde|Ohrenheilkunde]] an der [[Universität Straßburg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Abraham Kuhn stammte aus einer [[Judentum|jüdischen]] Familie, die seit der [[Judenemanzipation|rechtlichen Gleichstellung der Juden]] im Zuge der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] Weinbau in der Pfalz betrieb. Abraham Kuhns Großvater &amp;#039;&amp;#039;Abraham Loeb-Kuhn&amp;#039;&amp;#039; (1749–1832) hatte von Einkünften aus Wein- und Branntweinlieferungen an Armeen [[Napoléon Bonaparte|Napoleons]] in Bissersheim einen Bauernhof gekauft. 1854 erwarben Kuhns Eltern, Isaak Kuhn (1805–1871) und Ester, geborene Levy, (1806–1882) ein Weingut in [[Worms]]. Abraham Kuhn besuchte das dortige Altsprachliche Gymnasium, heute [[Rudi-Stephan-Gymnasium]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Studium der [[Medizin]] in [[Justus-Liebig-Universität Gießen|Gießen]] und [[Ludwig-Maximilians-Universität München|München]] promovierte er an der [[Julius-Maximilians-Universität Würzburg|Universität Würzburg]] mit einer Arbeit über das [[Epithel]] der [[Lunge]]nalveolen und studierte die Ohrenheilkunde bei [[Anton Friedrich Freiherr von Tröltsch|Anton von Tröltsch]], einem der Begründer dieses Fachgebiets in Deutschland. 1863 legte Kuhn in München das medizinische Examen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Danach ging Kuhn aus familiären Gründen nach Straßburg. Eine seiner Schwestern war dort verheiratet. Er studierte an der Hochschule (École de Médecine) in Straßburg, absolvierte 1865 das französische, medizinische Examen und erwarb den Doktortitel mit einer Arbeit über Tumoren des [[Kehlkopf]]s unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Des tumeurs du larynx&amp;#039;&amp;#039;. Er übersetzte von Tröltschs Lehrbuch der Ohrenheilkunde ins Französische, das übersetzte Werk erschien 1870 in [[Paris]]. Im [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] 1870 war Kuhn für das [[Französisches Rotes Kreuz|Französische Rote Kreuz]] auf den Schlachtfeldern von [[Wissembourg|Weißenburg]] und [[Wœrth|Wörth]] in den Nord[[vogesen]] tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach [[Annexion]] des Elsass durch das [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Kaiserreich]] im Jahre 1871 bemühte sich Abraham Kuhn um eine Tätigkeit an der Medizinischen Klinik der in &amp;#039;&amp;#039;Kaiser-Wilhelm-Universität&amp;#039;&amp;#039; umbenannten Hochschule in Straßburg. Dort wurde er 1873 Dozent und 1881 außerordentlicher Professor für Ohrenheilkunde. Vermutlich im Zusammenhang damit [[Konversion (Religion)|konvertierte]] er zum Christentum. Die Universität war als Aushängeschild deutscher Wissenschaft und Kultur im „[[Reichsland Elsass-Lothringen]]“ eine der am besten ausgestatteten deutschen Hochschulen, und Kuhn einer der wenigen Hochschullehrer, die sich ausdrücklich auf Ohrenheilkunde spezialisieren – in Deutschland gab es nach einer Aufstellung aus dem Jahr 1878 erst zehn Dozenten und Professoren dieses damals noch jungen Fachs. Zunächst wurde er Leiter der [[Poliklinik]], danach von 1881 bis zu seinem Tod Direktor der Klinik und Poliklinik für Ohrenkrankheiten. Die Abteilung war im Bürgerspital (Hôpital Civil) untergebracht, wurde ab 1892 selbständiges Universitätsinstitut und verfügte 1897 über 32 Betten. Als Assistenten und Schüler Kuhns arbeiteten dort unter anderem die späteren Hochschullehrer W.&amp;amp;nbsp;Kümmel ([[Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg|Universität Heidelberg]]), [[Paul Manasse]] (Universität Würzburg) und [[Gustav Alexander]] (1873–1932).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kuhn war zeitweise Mitglied im Vorstand der Deutschen Otologischen Gesellschaft sowie der heutigen [[Deutsche Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie|Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kopf- und Halschirurgie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abraham Kuhns Tochter Anna (gestorben 1966) heiratete [[Albrecht Bethe]], Professor für Physiologie in Frankfurt am Main, ihr Sohn war der nach seiner Emigration aus Nazi-Deutschland US-Amerikaner gewordene, theoretische Physiker und Nobelpreisträger [[Hans Albrecht Bethe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leistungen ==&lt;br /&gt;
Abraham Kuhn gehört zur zweiten Generation der Vertreter der modernen Ohrenheilkunde, die im deutschsprachigen Raum vor allem von [[Hermann Schwartze]] in Halle, [[Adam Politzer]] in Wien und Kuhns Lehrer von Tröltsch in den Jahren nach 1860 begründet wurde und mit an den Naturwissenschaften orientierter Methodik die Erkrankungen des Ohres erforschte und behandelte. Er etablierte das Fach als eigenständige medizinische Disziplin in Straßburg und war sowohl Gründer als auch erster Direktor der dortigen Universitätsohrenklinik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwerpunkte von Kuhns wissenschaftlicher Arbeit lagen auf den Gebieten der vergleichenden [[Anatomie]] des Ohres, insbesondere des [[Labyrinth]]s, sowie der Diagnostik und Therapie der [[Tumor]]en des Ohres. Zu diesen Themen verfasste er Beiträge im von Hermann Schwartze herausgegebenen Handbuch. In den beiden Fachzeitschriften &amp;#039;&amp;#039;Archiv für Ohrenheilkunde&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Ohrenheilkunde&amp;#039;&amp;#039; finden sich mehrere klinische Einzelarbeiten und Mitteilungen Kuhns, Beiträge zum [[Cholesteatom]] und zur operativen Behandlung der Verwachsungen des [[Gaumensegel]]s wurden in seinem Nachruf besonders hervorgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Traité pratique des maladies de l’oreille.&amp;#039;&amp;#039; Delahaye Paris 1870, Übersetzung mit D.M.Levi von: Anton Friedrich Freiherr von Tröltsch: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Ohrenheilkunde.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Histologie des Häutigen Labyrinthes der Knochenfische.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1878.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Neubildungen des Ohres&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Vergleichende Anatomie des Ohres.&amp;#039;&amp;#039; In: Hermann Schwartze (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch für Ohrenheilkunde.&amp;#039;&amp;#039; F.C.W. Vogel Leipzig 1893.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Oskar Brieger&lt;br /&gt;
   |Titel=Professor Abraham Kuhn, ein Nekrolog&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=European Archives of Oto-Rhino-Laryngology&lt;br /&gt;
   |Band=50&lt;br /&gt;
   |Nummer=3–4&lt;br /&gt;
   |Verlag=Springer&lt;br /&gt;
   |Ort=Berlin / Heidelberg&lt;br /&gt;
   |Datum=1900-12&lt;br /&gt;
   |ISSN=0937-4477&lt;br /&gt;
   |Seiten=279–283&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1007/BF01971064}}&lt;br /&gt;
* [[Julian Marcuse]]: &amp;#039;&amp;#039;Abraham Kuhn, Professor der Ohrenheilkunde.&amp;#039;&amp;#039; In: Anton Bettelheim (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog.&amp;#039;&amp;#039; V. Band 1901, Berlin 1903.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Verzeichnis der Vorlesungen an der Kaiser Wilhelm-Universität Straßburg 1872–1918.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Hermance Metzger: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Familie Kuhn 1800–1935.&amp;#039;&amp;#039; Maschinenschriftliches Manuskript 1932, Archiv [[Leo Baeck Institut]] Berlin, ([http://opac.cjh.org?func=full-set-set&amp;amp;set_number=000171&amp;amp;set_entry=000026/ opac.cjh.org]).&lt;br /&gt;
* [[Salomon Wininger]], « [https://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/freimann/content/pageview/6392729 Kuhn, Abraham] », Große Jüdische National-Biographie, band 3, 1928, S. 548&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.jewishencyclopedia.com/view.jsp?artid=440&amp;amp;letter=K &amp;#039;&amp;#039;Kuhn, Abraham: German physician&amp;#039;&amp;#039;] [http://www.jewishencyclopedia.com/ jewishencyclopedia.com] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=116601469|VIAF=27826782|REMARK=VIAF verknüpft mit [[LCCN|no2021136851]] einen falschen Datensatz (Stand: September 2022)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kuhn, Abraham}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:HNO-Arzt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschullehrer (Universität Straßburg)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Landkreis Bad Dürkheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1838]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1900]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kuhn, Abraham&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=elsässischer Mediziner&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. Januar 1838&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Bissersheim]], [[Pfalz (Region)|Pfalz]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. September 1900&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Straßburg]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Silewe</name></author>
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