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	<title>Abformung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T13:13:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abformung&amp;diff=2593433&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2025-16788-0: /* Beispiele */</title>
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		<updated>2025-07-15T20:49:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beispiele&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abformung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder auch Abformen ist die Nachbildung körperlicher Gegenstände mit Hilfe von flüssigen, aber bald erstarrenden Substanzen (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abguss&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) oder formbaren festen Materialien (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abdruck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;). Abformung gehört nach [[DIN 8580]] &amp;#039;&amp;#039;Fertigungsverfahren&amp;#039;&amp;#039; zu der Gruppe der [[Urformen|Urform-Verfahren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Böhming Römerkastell Bauinschrift Abguss 181.JPG|mini|Abguss der Bauinschrift aus dem [[Kastell Böhming]] bei [[Kipfenberg]], Bayern]]&lt;br /&gt;
Abformung dient der [[Reproduktion]] von [[Original (Kunst)|Originalen]], etwa in der [[Archäologie]] und [[Restaurierung]], zur Herstellung von Kunstwerken aus einer Urform, dem Modell im [[Kunstguss]], dem [[Kopieren (Kunst)|Kopieren]] von Originalen, in der [[Kriminalistik]] zur Spurensicherung und in der Medizin beispielsweise zur Herstellung von [[Zahntechniker|Zahnersatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technik ==&lt;br /&gt;
Der erste Abguss oder Abdruck des Gegenstands ergibt die &amp;#039;&amp;#039;[[Model (Form)|Matrize]]&amp;#039;&amp;#039;, und erst wenn man von dieser wieder einen Abguss nimmt, erhält man einen Körper, welcher dem Original (völlig) gleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstellung der Form ===&lt;br /&gt;
Für die Erstellung der Form gibt es sehr unterschiedliche Techniken:&lt;br /&gt;
* Darf das Original zerstört werden (&amp;#039;&amp;#039;[[verlorene Form]]&amp;#039;&amp;#039;) und ist dieses verbrennbar, so befestigt man es in einem Gießkasten auf ein kegelförmiges Stück (etwa Holz oder Wachs), das später den Gusstrichter bildet, fixiert es mit starken Drähten&amp;amp;nbsp;– oder gewachsten Schnüren, die später Entlüftungskanäle bilden&amp;amp;nbsp;–, und füllt den Kasten mit einer erstarrenden Masse (Gips, Silikon). Nach dem Aushärten glüht man das Stück, um das Original und allfällig auch Trichter und Fixierung zu zerstören, entascht und [[Gießen (Metall)|gießt]] in erwünschtem Verfahren.&lt;br /&gt;
* Von Gegenständen, die nicht zerstört werden dürfen, kann man eine Kopie in Wachs ausführen und diese verlieren lassen.&lt;br /&gt;
* Im Allgemeinen stellt man aber mehrteilige Matrizen her, indem man [[Hinterschneidung]]en vermeidet oder eine hinreichend elastische Formmasse benutzt. Zusammengefügt ergeben die einzelnen Teile eine brauchbare Matrize, wenn vorher mittels [[Ausschießen#Passermarke|Passermarken]] für eine exakte und stabile Passung gesorgt wurde. In diesem Fall zeigt der Abguss feine Unreinheiten an den Stellen, wo die Teile der Matrize zusammenstießen (&amp;#039;&amp;#039;[[Gussnaht]]&amp;#039;&amp;#039;), die umso schwächer sind, je sorgfältiger die Matrizen angefertigt wurden.&lt;br /&gt;
* In der Medizin muss der Abformprozess physiologisch verträglich sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Abformmasse ===&lt;br /&gt;
Bis um 1900 benutzte man zu Abgüssen am häufigsten gebrannten [[Gips]] (s.&amp;amp;nbsp;a. [[Gipsabdruck]]), [[Tonmineral|Ton]], feinen [[Sand]] oder [[Kieselgur|Tripel]] (besonders für die Metallgießerei), [[Glas]], [[Schwefel]], [[Siegellack]], [[Alaun]], [[Nitrate#Salpeter|Salpeter]], Metall[[legierung]]en, [[Guttapercha]], [[Wachs]], [[Schellack]], [[Brot]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;krume, [[Leim]]- und [[Hausenblase]]nlösung, [[Metallfolie]], [[Seidenpapier]] und ähnliche. Die moderne [[Medizinaltechnik]] kennt [[Silikone]], [[Alginat]], [[Agar]], [[Ether#Polyether|Polyether]] und [[Polysulfide|Polysulfid]], die flexible Abdruckformen ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://flexikon.doccheck.com/de/Abformmaterial |titel=Abformwerkstoffe |titelerg= |werk=flexikon.doccheck.com |hrsg=[[DocCheck]] |datum= |seiten= |zugriff=2021-04-18 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Bildhauerei]] wird z.&amp;amp;nbsp;B. [[Polyester-Urethan-Kautschuk]] oder [[Naturkautschuk|Latex]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bildhau.de/de/abformmassen |titel=Abformen mit Silikon, PUR-Kautschuk, Latex oder Alginat |werk=bildhau.de |hrsg=Bildhau KG, Köln |abruf=2021-04-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kopie und Original ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Antique head in the Kunstgießerei München 02.jpg|alternativtext=Auf einer Werkbank stehen drei Versionen eines Frauentorsos mit abgewandtem Kopf. Die hinterste, leicht unscharf, ist schwarz und eine Naht ist zu sehen. Der mittlere ist rotbraun, der vordere ist grau und ist mit Nägeln gespickt, steht auf einem trichterförmigen Sockel und ist links und rechts von Zusatzstangen (den ehemaligen Zuleitungsrohren) umgeben. Ein Mann in grauem Pulli hält diesen letzten Torso mit beiden Händen.|mini|Wachsmodell, Tonmodell und unbearbeiteter Bronzeabguss eines antiken Torsos]]&lt;br /&gt;
Beim [[Kunstguss]] entfernt man die Gussnähte und den Ansatz des Gusstrichters oder lässt sie je nach künstlerischer Absicht stehen, um jede Möglichkeit der Beschädigung auszuschließen oder die Entstehung des Werks mit einfließen zu lassen (&amp;#039;&amp;#039;Werkspur&amp;#039;&amp;#039;)&amp;amp;nbsp;– genauso bei der Abformung wertvoller Originale, um die Reproduktion vom Original zu unterscheiden und den Abformungsprozess zu dokumentieren. Entfernen der Gussnähte hieße hier, den Abguss in die Nähe einer [[Kunstfälschung|Fälschung]] zu bringen. Weniger bedeutend ist diese Frage allerdings bei Abgüssen allgemein bekannter Kunstwerke, da hier selbst ein gutgläubiger Interessent nicht davon ausgehen kann, ihm werde das Original angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen besonderen Stellenwert erhalten Abformungen, wenn das zugrunde liegende Original später beschädigt oder zerstört wurde, die Abformung also noch den ursprünglichen Zustand überliefert oder gar einziges erhaltenes Abbild eines verlorenen Objektes ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiele ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 2. Hälfte des [[19. Jahrhundert]]s wurden sehr viele Gipsabgüsse von Kunstwerken für Museen und Privatpersonen hergestellt. So besaß das [[Germanisches Nationalmuseum|Germanische Nationalmuseum]] damals mehr Abgüsse als Originalskulpturen. Keineswegs darf man jedoch davon ausgehen, dass derartige Abgüsse immer das Original 1:1 abbilden; so konnte Röding anhand der Hildesheimer Chorschranken zeigen, dass durchaus starke Abweichungen vorkommen konnten, wenn sich ein komplexes Werk so „besser“ in den Museumskontext einfügen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Christine Rödling, &amp;#039;&amp;#039;Die museale Inszenierung der Hildesheimer Chorschranke&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums]] 2000, S.&amp;amp;nbsp;145–157.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Museum für Abgüsse Klassischer Bildwerke]] in [[München]] verfügt heute wieder über eine der größten Sammlungen von Abgüssen antiker Kunstwerke. Mit rund 2000 Gipsabgüssen gehört das Museum zu den vier größten Abguss-Sammlungen Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Knauf-Museum Iphofen]] besitzt mit über 200 Gipsabgüssen ebenfalls eine große Sammlung an  Abgüssen bedeutender Objekte aus verschiedenen Kulturen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.knauf-museum.de/ |titel=Startseite – Knauf-Museum Iphofen |abruf=2024-07-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele ehemals große Sammlungen von Abformungen sind heute stark dezimiert, da die Nachbildungen wegen des häufig verwendeten Materials Gips sehr anfällig für Beschädigungen waren und in späterer Zeit häufig, ohne den kulturhistorischen Kontext ihrer Entstehungszeit zu betrachten, als wertlos betrachtet und entsorgt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Abformung (Medizin)]], Arbeitsschritt in der Zahnmedizin&lt;br /&gt;
* [[Körperabformung]], künstlerische Technik&lt;br /&gt;
* [[LIGA (Fertigungsverfahren)]], ein Fertigungsverfahren in der Mikrotechnik&lt;br /&gt;
* [[Gießen (Metall)]]&lt;br /&gt;
* [[Spritzgießen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* G. Spur, Th. Stöferle: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Fertigungstechnik.&amp;#039;&amp;#039; Band 1 &amp;#039;&amp;#039;Urformen&amp;#039;&amp;#039;.  Carl Hanser Verlag, München Wien 1981&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4219522-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Urformendes Fertigungsverfahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reproduktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abformung| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2025-16788-0</name></author>
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