<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Abendphantasie</id>
	<title>Abendphantasie - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Abendphantasie"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abendphantasie&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-27T12:51:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abendphantasie&amp;diff=2797023&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Crazy1880: sohin</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abendphantasie&amp;diff=2797023&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2024-03-08T18:19:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;sohin&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Abendphantasie.jpg|mini|Erstdruck im &amp;#039;&amp;#039;Britischen Damenkalender und Taschenbuch für das Jahr Achtzehnhundert&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abendphantasie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Ode]] von [[Friedrich Hölderlin]], die im Sommer 1799 entstand. Das Gedicht gehört zu den bedeutenden Werken seiner [[Bad Homburg vor der Höhe|Homburger]] Zeit, in der er an dem unvollendet gebliebenen Trauerspiel [[Der Tod des Empedokles]] arbeitete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;thomasberger_314&amp;quot;&amp;gt;Andreas Thomasberger, Oden, in: Hölderlin-Handbuch, Leben Werk Wirkung, Metzler, Stuttgart, Weimar 2011, S. 314&amp;lt;/ref&amp;gt; Zusammen mit den Oden &amp;#039;&amp;#039;Des Morgens&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Der Main&amp;#039;&amp;#039; erfolgte der Erstdruck in dem von Johann Leonhard Hadermann herausgegebenen &amp;#039;&amp;#039;Britischen Damenkalender und Taschenbuch für das Jahr Achtzehnhundert&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:FK Hiemer - Friedrich Hölderlin (Pastell 1792).jpg|mini|hochkant|Friedrich Hölderlin, [[Pastellmalerei|Pastell]] von [[Franz Carl Hiemer|Franz Karl Hiemer]], 1792]]&lt;br /&gt;
Das Gedicht lässt eine Reihe stimmungsvoller Bilder vorüberziehen. Der Abendruhe nach getaner Arbeit folgt die melancholische Weltbetrachtung des Einsamen, der vom fröhlich-geschäftigen Treiben entfernt ist, sich [[Sehnsucht|sehnsüchtig]] in himmlische Fernen wünscht, um am Ende seinen Frieden zu finden, indem er an die heitere Ruhe des Alters denkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ode besteht aus sechs [[Alkäische Strophe|alkäischen]] Strophen und lautet:&amp;lt;ref&amp;gt;Friedrich Hölderlin, Sämtliche Werke und Briefe, Erster Band, Abendphantasie, Hrsg. [[Günter Mieth (Theologe)|Günter Mieth]], Aufbau-Verlag, Berlin 1995, S. 339&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Vor seiner Hütte ruhig im Schatten sizt&lt;br /&gt;
:Der Pflüger, dem Genügsamen raucht sein Herd.&lt;br /&gt;
::Gastfreundlich tönt dem Wanderer im&lt;br /&gt;
:::Friedlichen Dorfe die Abendglocke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohl kehren izt die Schiffer zum Hafen auch,&lt;br /&gt;
:In fernen Städten, fröhlich verrauscht des Markts&lt;br /&gt;
::Geschäft&amp;#039;ger Lärm; in stiller Laube&lt;br /&gt;
:::Glänzt das gesellige Mahl den Freunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wohin denn ich? Es leben die Sterblichen&lt;br /&gt;
:Von Lohn und Arbeit; wechselnd in Müh&amp;#039; und Ruh&lt;br /&gt;
::Ist alles freudig; warum schläft denn&lt;br /&gt;
:::Nimmer nur mir in der Brust der Stachel?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Abendhimmel blühet ein Frühling auf;&lt;br /&gt;
:Unzählig blühn die Rosen und ruhig scheint&lt;br /&gt;
::Die goldne Welt; o dorthin nimmt mich,&lt;br /&gt;
:::Purpurne Wolken! und möge droben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Licht und Luft zerrinnen mir Lieb&amp;#039; und Leid! -&lt;br /&gt;
:Doch, wie verscheucht von thöriger Bitte, flieht&lt;br /&gt;
::Der Zauber; dunkel wirds und einsam&lt;br /&gt;
:::Unter dem Himmel, wie immer, bin ich -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Komm du nun, sanfter Schlummer! zu viel begehrt&lt;br /&gt;
:Das Herz; doch endlich, Jugend! verglühst du ja,&lt;br /&gt;
::Du ruhelose, träumerische!&lt;br /&gt;
:::Friedlich und heiter ist dann das Alter. &amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hölderlin besann sich während der Homburger Phase auf sein eigenes dichterisches Können und arbeitete an theoretischen Schriften und dem Empedoklesfragment. Gerade die intensive Beschäftigung mit dem Trauerspiel wirkte sich auf die Oden dieser Zeit mit ihren selbstreflektierenden Zügen aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;thomasberger_314&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den drei veröffentlichten Oden ist &amp;#039;&amp;#039;Der Main&amp;#039;&amp;#039; vermutlich noch vor der &amp;#039;&amp;#039;Abendphantasie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Des Morgens&amp;#039;&amp;#039; entstanden, ein Werk, das vielleicht in Verbindung mit einem [[Kupferstich]] des Kalenders steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verlauf des Gedichts lässt die dramatische Struktur erkennen, von der Hölderlin in seinen theoretischen Schriften im Zusammenhang mit dem Drama sprach.&amp;lt;ref name=&amp;quot;thomasberger_314&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vertonung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Paul Hindemith]] wählte für seine &amp;#039;&amp;#039;Sechs Lieder nach Gedichten von Friedrich Hölderlin für Tenor und Klavier&amp;#039;&amp;#039; unter anderem das Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Abendphantasie&amp;#039;&amp;#039; aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Peter Andraschke |Hrsg=Hermann Danuser |Titel=Hölderlin-Fragmente |Sammelwerk=Das musikalische Kunstwerk. Geschichte. Ästhetik. Theorie. Festschrift Carl Dahlhaus zum 60. Geburtstag. |Ort=Laaber |Datum=1988 |Seiten=746}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seinen 1982 komponierten &amp;#039;&amp;#039;Drei Phantasien nach Friedrich Hölderlin&amp;#039;&amp;#039; vertonte [[György Ligeti]] die &amp;#039;&amp;#039;Abendphantasie&amp;#039;&amp;#039; für einen 16-stimmigen [[Chormusik|Chor]] [[a cappella]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Andreas Thomasberger: &amp;#039;&amp;#039;Oden, Analyse und Deutung&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Hölderlin-Handbuch. Leben Werk Wirkung&amp;#039;&amp;#039;. Metzler, Stuttgart und Weimar 2002, ISBN 3-476-01704-4  (Sonderausgabe 2011: ISBN 978-3-476-02402-2), S. 309–319&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Abendphantasie (Friedrich Hölderlin)|Abendphantasie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Hölderlin}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=4264408-2|VIAF=187591949}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Abendphantasie}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedicht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Friedrich Hölderlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Crazy1880</name></author>
	</entry>
</feed>