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	<title>Abdellatif Kechiche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T14:47:30Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abdellatif_Kechiche&amp;diff=682404&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Louis Wu: /* Filmografie (Auswahl) */ + Mektoub, My Love: Intermezzo</title>
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		<updated>2025-12-09T11:08:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Filmografie (Auswahl): &lt;/span&gt; + Mektoub, My Love: Intermezzo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Abdellatif Kechiche Cannes 2013.jpg|mini|Abdellatif Kechiche bei den Filmfestspielen von Cannes 2013]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abdellatif Kechiche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. Dezember]] [[1960]] in [[Tunis]]) ist ein [[Frankreich|französischer]] [[Regisseur|Film- und Theaterregisseur]], [[Drehbuchautor]] und [[Schauspieler]] [[Tunesien|tunesischer]] Herkunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Blau ist eine warme Farbe]]&amp;#039;&amp;#039; über die Liebesbeziehung zweier junger Frauen wurde 2013 auf den [[Internationale Filmfestspiele von Cannes 2013|Filmfestspielen von Cannes]] mit der [[Goldene Palme|Goldenen Palme]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
=== Theaterarbeit ===&lt;br /&gt;
Abdellatif („Abdel“) Kechiche wurde 1960 im [[nordafrika]]nischen Tunis geboren. 1966 übersiedelte seine Familie von [[Tunesien]] nach Frankreich, wo er in [[Nizza]] aufwuchs. Erste Schritte hin zur Schauspielerei machte Kechiche an der dortigen Arènes de Cimiez, wo er 1978 in der [[García Lorca|García-Lorca]]-Inszenierung &amp;#039;&amp;#039;Komödie ohne Titel&amp;#039;&amp;#039; von Muriel Channey sein Theaterdebüt feierte. Von 1979 bis 1980 erschien er in [[Jean-Louis Thamin]]s Inszenierung von [[Edouardo Manet]]s &amp;#039;&amp;#039;Un Balcon sur les Andes&amp;#039;&amp;#039;. Mit der Produktion des [[Paris]]er [[Théâtre de l&amp;#039;Odéon|Théâtre National de l&amp;#039;Odéon]] ging er auch auf [[Tournee]]. Nach seiner ersten Hauptrolle in dem Stück &amp;#039;&amp;#039;Garagouze&amp;#039;&amp;#039;, das 1980 in [[Saint-Étienne]] aufgeführt wurde, folgte ein Jahr später sein Debüt als Theaterregisseur. Kechiche nahm sich des bekannten Stückes &amp;#039;&amp;#039;Der Architekt und der Kaiser von Assyrien&amp;#039;&amp;#039; von [[Fernando Arrabal]] an, das von einem auf einer einsamen Insel lebenden [[Schamane]]n handelt, der mit der Zivilisation, in Form eines Überlebenden eines Flugzeugabsturzes, unangenehm in Berührung kommt. Mit der modernen Variante dieses [[Robinson Crusoe|Robinson-Crusoe-Stoffes]], die auf dem [[Festival von Avignon]] aufgeführt wurde und in der Kechiche auch die Hauptrolle bekleidete, ging er später ebenfalls auf Gastspielreisen. 1982 und 1983 agierte Kechiche in Hauptrollen in [[Paul Claudel]] &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Echange&amp;#039;&amp;#039; in Nizza und [[Straßburg]] bzw. in [[Jean-Paul Aron]]s &amp;#039;&amp;#039;Fleurets mouchetés&amp;#039;&amp;#039; auf dem Festival de Sarlat wieder unter der Regie Jean-Louis Thamins. Von 1987 bis 1988 gehörte er zum Schauspielensemble von [[Jacques Weber]]s Produktion von [[Alexandre Dumas der Ältere|Alexandre Dumas]]’ &amp;#039;&amp;#039;[[Der Graf von Monte Christo]]&amp;#039;&amp;#039;, die u. a. in Paris, Nizza und [[Lyon]] gastierte. Drei Jahre später stand Abdellatif Kechiche in [[Lluis Pasqual]]s [[Jean Genet|Jean-Genet-Inszenierung]] &amp;#039;&amp;#039;Le Balcon&amp;#039;&amp;#039; in Paris auf der Bühne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filmkarriere ===&lt;br /&gt;
Neben der Arbeit am Theater erhielt Abdellatif Kechiche 1984 seine erste Rolle in einem Spielfilm. In [[Abdelkrim Bahloul]]s Tragikomödie &amp;#039;&amp;#039;[[Pfefferminztee (Film)|Pfefferminztee]]&amp;#039;&amp;#039; mimt Kechiche den jungen [[Algerien|Algerier]] Hamou, dessen Traum von einer erfolgreichen Zukunft in Paris sich zerschlägt. Drei Jahre später empfahl er sich für den Part eines arroganten [[Gigolo]]s in [[André Téchiné]]s Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Die Unschuldigen (Film)|Die Unschuldigen]]&amp;#039;&amp;#039; (1987), in dem [[Sandrine Bonnaire]], [[Jean-Claude Brialy]] und [[Simon de La Brosse]] seine Filmpartner waren. Den ersten Erfolg als Filmschauspieler erfuhr Kechiche 1992 durch die Zusammenarbeit mit Regisseur [[Nouri Bouzid]]. In Bouzids Drama &amp;#039;&amp;#039;[[Business – Das Geschäft mit der Sehnsucht]]&amp;#039;&amp;#039; spielt er den jungen Tunesier Roufa, der seine Verlobte einsetzt, um mit Hilfe eines französischen Fotografen nach Europa zu gelangen. Für seine Leistung wurde Kechiche auf dem [[Festival des französischsprachigen Films]] in [[Namur]] mit dem Darstellerpreis geehrt, ein Jahr später mit dem selbigen auf dem Filmfestival von Damas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer erneuten Zusammenarbeit mit Abdelkrim Bahloul an der Komödie &amp;#039;&amp;#039;[[Ein Vampir im Paradies]]&amp;#039;&amp;#039; arbeitete Abdellatif Kechiche 1995 ein Drehbuch für seinen ersten Spielfilm aus. Sieben Jahre später stand die Finanzierung, und er realisierte den Film innerhalb von sechs Wochen Drehzeit mit nur einer Kamera. In seinem Regiedebüt &amp;#039;&amp;#039;[[Voltaire ist schuld]]&amp;#039;&amp;#039; (2002), mitfinanziert vom [[Centre national du cinéma]] (CNC), porträtiert Kechiche einen jungen Tunesier (gespielt von [[Sami Bouajila]]) und dessen Versuche, in Frankreich die [[Französische Staatsbürgerschaft|Staatsbürgerschaft]] zu erlangen. Das Emigrantendrama, von französischen Kritikern gelobt, wurde auf den Filmfestivals von Namur und [[Filmfestspiele von Venedig|Venedig]] preisgekrönt. In Deutschland wurde Kechiches Erstlingsfilm, den er selbst als „reinen Schauspielerfilm“ bezeichnete,&amp;lt;ref name=&amp;quot;kool&amp;quot;&amp;gt;vgl. [http://www.koolfilm.de/voltaire/voltaire_interviews.php4 Libération-Interview mit Abdellatif Kechiche auf koolfilm.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; vom [[film-dienst]] zwar als formal „eindrucksvolle(r) Debütfilm gelobt“, doch &amp;#039;&amp;#039;Voltaire ist schuld&amp;#039;&amp;#039; verliere „gesellschaftliche und politische Realitäten aus den Augen“.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. film-dienst 12/2002&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Jahre später gelang es ihm, an den Erfolg seines Erstlingsfilms anzuknüpfen. Gemeinsam mit [[Ghalia Lacroix]], seiner Filmpartnerin aus &amp;#039;&amp;#039;Business – Das Geschäft mit der Sehnsucht&amp;#039;&amp;#039;, arbeitete er das Drehbuch zum Drama &amp;#039;&amp;#039;[[L’Esquive]]&amp;#039;&amp;#039; (dt. Fernsehtitel: &amp;#039;&amp;#039;Nicht ja, nicht nein&amp;#039;&amp;#039;) aus. Der Film, mit Ausnahme von [[Sara Forestier]] ausschließlich mit Laiendarstellern besetzt, schildert das Heranwachsen von Jugendlichen in einem tristen Pariser Vorort. Krimo (gespielt von [[Osman Elkharraz]]), maghrebinischer Abstammung, begehrt seine schöne Mitschülerin Lydia (Sara Forestier), die in der Schulaufführung von [[Pierre Carlet de Marivaux|Marivaux]]’ Verheiratungskomödie &amp;#039;&amp;#039;Das Spiel von Liebe und Zufall&amp;#039;&amp;#039; die Hauptrolle bekleidet. Der schüchterne und wortkarge Junge erschleicht sich die männliche Hauptrolle des [[Harlekin]], scheitert jedoch bei dem Versuch, auf diese Weise die Gunst seiner Mitschülerin zu erlangen. &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Esquive&amp;#039;&amp;#039; galt mit sechs Nominierungen für den wichtigsten französischen [[Filmpreis]], den [[César]], als Außenseiter, errang jedoch bei der Verleihung überraschend den Preis für die [[César/Bester Film|beste französische Filmproduktion des Jahres]] und setzte sich damit gegen die favorisierten Beiträge &amp;#039;&amp;#039;[[Mathilde – Eine große Liebe]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Die Kinder des Monsieur Mathieu]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Jean-Pierre Jeunet]] bzw. [[Christophe Barratier]] durch. Abdellatif Kechiche erhielt zudem die Preise in den Kategorien [[César/Beste Regie|Regie]] und [[César/Bestes Drehbuch|Drehbuch]], während Hauptdarstellerin Sara Forestier mit dem César als [[César/Beste Nachwuchsdarstellerin|beste Nachwuchsdarstellerin]] geehrt wurde. Der Film, der nach der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Zeit|Zeit]]&amp;#039;&amp;#039;-Journalistin [[Elisabeth von Thadden (Journalistin)|Elisabeth von Thadden]] „im Slum der Zugewanderten die Französische Republik samt der Freiheit des modernen Individuums“ aufs Spiel stellt,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [http://www.zeit.de/2005/11/L_esquive_?page=all Tadden, Elisabeth von: &amp;#039;&amp;#039;Das Spiel vom Zufall&amp;#039;&amp;#039;. In: Die Zeit 61 (2005), Nr. 11]&amp;lt;/ref&amp;gt; rückte Monate später erneut in den Fokus der Medien, als sich in Frankreich [[Unruhen in Frankreich 2005|gewalttätige Unruhen]] von den Pariser Vororten ausgehend auf das gesamte Land ausweiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem großen Erfolg seines zweiten Spielfilms gab Abdellatif Kechiche 2005 neben [[Robin Wright Penn]] und [[Sandra Oh]] sein [[Englische Sprache|englischsprachiges]] Filmdebüt als Schauspieler in &amp;#039;&amp;#039;[[Sorry, Haters]]&amp;#039;&amp;#039;. In dem in nur fünfzehn Tagen abgedrehten Film des [[Vereinigte Staaten|US-Amerikaners]] [[Jeff Stanzler]] mimt er den [[Syrien|Syrer]] Ashade, der trotz seines Doktortitels in Chemie im Land der unbegrenzten Möglichkeiten auf einen Job als Taxifahrer angewiesen ist. 2007 stellte Kechiche, der die Werke des [[japan]]ischen Filmemachers [[Yasujiro Ozu]] verehrt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;kool&amp;quot; /&amp;gt; seinen dritten Spielfilm als Regisseur fertig. Wie &amp;#039;&amp;#039;Voltaire ist schuld&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Esquive&amp;#039;&amp;#039; fokussiert &amp;#039;&amp;#039;[[Couscous mit Fisch]]&amp;#039;&amp;#039; erneut das Leben der nordafrikanischen Minderheit in Frankreich und wurde ebenso fast ausnahmslos mit Laiendarstellern besetzt, darunter die &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Esquive&amp;#039;&amp;#039;-Darsteller [[Sabrina Ouazani]] und Mohamed Benabdeslem. Der Film erzählt die Geschichte eines 60-jährigen arbeitslosen Werftarbeiters (gespielt von [[Habib Boufares]]), der von seiner Familie geschieden lebt. Mittlerweile arbeitslos flüchtet er sich in seine Träume und versucht mit seiner neuen Lebensgefährtin und deren Tochter ein Restaurantboot für [[Couscous]] und Fisch zu eröffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Couscous mit Fisch&amp;#039;&amp;#039; feierte seine Welturaufführung auf den [[Internationale Filmfestspiele von Venedig 2007|64. Filmfestspiele von Venedig]], wo er im Wettbewerb um den [[Goldener Löwe|Goldenen Löwen]] vertreten war. Für seine Bilder und seinen kunstvoll arrangierten Erzählrhythmus gelobt,&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Nord, Christina: [http://www.taz.de/index.php?id=film&amp;amp;art=4141&amp;amp;id=film-artikel&amp;amp;cHash=b67238f25a &amp;#039;&amp;#039;Verliebt in die Farben&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[die tageszeitung]], 4. September 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. Feldvoss, Marli: &amp;#039;&amp;#039;[https://web.archive.org/web/20070929134809/http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/alle_ketten_gesprengt_1.551310.html Alle Ketten gesprengt]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Neue Zürcher Zeitung]], 6. September 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; avancierte Kechiches Film zum Mitfavoriten auf den Hauptpreis des Festivals, hatte aber gegenüber dem Taiwaner [[Ang Lee]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Gefahr und Begierde]]&amp;#039;&amp;#039;) das Nachsehen und wurde mit dem &amp;#039;&amp;#039;Großen Preis der Jury&amp;#039;&amp;#039; und dem &amp;#039;&amp;#039;Marcello-Mastroianni-Preis&amp;#039;&amp;#039; für Nachwuchsdarstellerin [[Hafsia Herzi]] prämiert. Wenige Monate später wurde der Film mit dem renommierten [[Louis-Delluc-Preis]] und 2008 mit vier Césars bedacht. Kechiche war wie 2005 erneut in den Kategorien Film, Regie und für das beste Original-Drehbuch erfolgreich. Im selben Jahr wurde dem Franzosen für seine Verdienste um Integration und Identitätsbildung in Europa gemeinsam mit dem deutschen Filmemacher [[Fatih Akın]] die [[Karlsmedaille für europäische Medien]] zugesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 erhielt Kechiche für seinen vierten Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;Vénus noire&amp;#039;&amp;#039; erneut eine Einladung in den Wettbewerb der [[Internationale Filmfestspiele von Venedig 2010|67. Filmfestspiele von Venedig]]. Das Historiendrama stellt die schwarzafrikanische Sklavin [[Sarah Baartman]] (gespielt von [[Yahima Torres]]) in den Mittelpunkt, die zu Beginn des 19. Jahrhunderts als „Hottentot Venus“ auf britischen Jahrmärkten vorgeführt wurde. Sie weckte das Interesse französischer Naturwissenschaftler, denen sie nach einem elenden, frühen Tod als Forschungsobjekt diente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seinen bis dahin größten Erfolg erreichte er mit seinem fünften Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Blau ist eine warme Farbe]]&amp;#039;&amp;#039; (2013) nach einem Comic von [[Jul Maroh]], bei dem er einmal mehr als Regisseur sowie Ko-Drehbuchautor beteiligt war. Das Liebesdrama um zwei junge Frauen brachte Kechiche und seinen Hauptdarstellerinnen [[Adèle Exarchopoulos]] und [[Léa Seydoux]] die [[Goldene Palme]] des [[Internationale Filmfestspiele von Cannes 2013|66. Filmfestivals von Cannes]] ein und gewann u. a. den [[FIPRESCI-Preis|Grand Prix de la FIPRESCI]] sowie den [[British Independent Film Award]], [[New York Film Critics Circle]] Award und [[Critics’ Choice Movie Award]] jeweils als beste fremdsprachige Filmproduktion. 2016 belegte &amp;#039;&amp;#039;Blau ist eine warme Farbe&amp;#039;&amp;#039; bei einer Umfrage der [[British Broadcasting Corporation|BBC]] zu den [[BBC Culture’s 100 Greatest Films of the 21st Century|100 bedeutendsten Filmen des 21. Jahrhunderts]] den 45. Platz. Zwischen Kechiche und den Hauptdarstellerinnen gab es aber auch eine Kontroverse, als die ihm nach dem Dreh vorwarfen, die Sexszenen des Filmes unnötig häufig sowie außergewöhnlich lange wiederholt zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Titel=Regisseur Abdellatif Kechiche: Ermittlungen wegen sexueller Nötigung |Sammelwerk=Spiegel Online |Datum=2018-11-01 |Online=https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/abdellatif-kechiche-ermittlungen-wegen-sexueller-noetigung-a-1236272.html |Abruf=2019-04-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2017 stellte Kechiche seinen sechsten Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Mektoub, My Love: Canto Uno]]&amp;#039;&amp;#039; fertig. Für die nach einem Roman von [[François Bégaudeau]] inspirierte Coming-of-Age-Geschichte um einen jungen Drehbuchautor tunesischer Abstammung erhielt er 2017 seine dritte Einladung in den Wettbewerb der [[Internationale Filmfestspiele von Venedig 2017|Filmfestspiele von Venedig]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im November 2018 wurde Kechiche wegen sexueller Nötigung angeklagt, nachdem eine namentlich ungenannte Schauspielerin ihm vorwarf, er habe sich an ihr während einer kurzen Bewusstlosigkeit vergriffen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Klage wurde 2020 aufgrund mangelnder Beweise fallen gelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=AFP-Agence France Presse |url=https://www.barrons.com/news/france-drops-sexual-assault-probe-against-director-kechiche-01589911205 |titel=France Drops Sexual Assault Probe Against Director Kechiche |abruf=2021-09-17 |sprache=en-US}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
=== Regisseur ===&lt;br /&gt;
* 2000: Voltaire ist schuld &amp;#039;&amp;#039;(La Faute à Voltaire)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2003: [[L’Esquive]]&lt;br /&gt;
* 2007: [[Couscous mit Fisch]] &amp;#039;&amp;#039;(La Graine et le Mulet)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2010: Vénus noire&lt;br /&gt;
* 2013: [[Blau ist eine warme Farbe]] &amp;#039;&amp;#039;(La Vie d’Adèle – Chapitre 1 &amp;amp; 2)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2017: [[Mektoub, My Love: Canto Uno]]&lt;br /&gt;
* 2019: Mektoub, My Love: Intermezzo&lt;br /&gt;
* 2025: Mektoub, My Love: Canto Due&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drehbuchautor ===&lt;br /&gt;
* 2000: Voltaire ist schuld &amp;#039;&amp;#039;(La Faute à Voltaire)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2007: [[Couscous mit Fisch]] &amp;#039;&amp;#039;(La Graine et le Mulet)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2010: Vénus noire&lt;br /&gt;
* 2013: [[Blau ist eine warme Farbe]] &amp;#039;&amp;#039;(La Vie d’Adèle – Chapitre 1 &amp;amp; 2)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2017: [[Mektoub, My Love: Canto Uno]]&lt;br /&gt;
* 2019: Mektoub, My Love: Intermezzo&lt;br /&gt;
* 2025: Mektoub, My Love: Canto Due&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schauspieler ===&lt;br /&gt;
* 1984: Pfefferminztee &amp;#039;&amp;#039;(Le Thé à la menthe)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1987: Mutisme&lt;br /&gt;
* 1987: [[Die Unschuldigen (Film)|Die Unschuldigen]] &amp;#039;&amp;#039;(Les Innocents)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1992: Ein Vampir im Paradies &amp;#039;&amp;#039;(Un vampire au paradis)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1992: Business – Das Geschäft mit der Sehnsucht &amp;#039;&amp;#039;(Bezness)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1996: Marteau rouge (Kurzfilm)&lt;br /&gt;
* 1997: Le Secret de Polichinelle&lt;br /&gt;
* 2002: La Boîte magique&lt;br /&gt;
* 2005: Sorry, Haters&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theaterstücke ==&lt;br /&gt;
=== Regisseur ===&lt;br /&gt;
* 1981: Der Architekt und der Kaiser von Assyrien &amp;#039;&amp;#039;(L’architecte et l’empereur d’Assyrie)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schauspieler ===&lt;br /&gt;
* 1978: Komödie ohne Titel &amp;#039;&amp;#039;(Sans titre)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1979: Un balcon sur les Andes&lt;br /&gt;
* 1980: Garagouze&lt;br /&gt;
* 1981: Der Architekt und der Kaiser von Assyrien &amp;#039;&amp;#039;(L’architecte et l’empereur d’Assyrie)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1982: L’echange&lt;br /&gt;
* 1983: Fleurets mouchetés&lt;br /&gt;
* 1985: Tous aux abris&lt;br /&gt;
* 1987: Der Graf von Monte Christo &amp;#039;&amp;#039;(Monte-Cristo)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1991: Le balcon&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
=== Internationale Filmfestspiele von Cannes ===&lt;br /&gt;
* 2013: [[Goldene Palme]] für den besten Film &amp;#039;&amp;#039;(La Vie d’Adèle – Chapitre 1 &amp;amp; 2)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== César ===&lt;br /&gt;
* 2005: &amp;#039;&amp;#039;Bester Film&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Beste Regie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bestes Drehbuch&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Esquive&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[César 2008|2008]]: &amp;#039;&amp;#039;Bester Film&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Beste Regie&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Bestes Original-Drehbuch&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Couscous mit Fisch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere ===&lt;br /&gt;
[[Internationale Filmfestspiele von Venedig]]&lt;br /&gt;
* 2000: &amp;#039;&amp;#039;Cinema for Peace Award&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Luigi-De-Laurentiis-Preis&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Voltaire ist schuld&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2007: &amp;#039;&amp;#039;Silberner Löwe – Großer Preis der Jury&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Couscous mit Fisch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 2010: nominiert für den Goldenen Löwen für &amp;#039;&amp;#039;Vénus noire&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Angers European First Film Festival]]&lt;br /&gt;
* 2001: &amp;#039;&amp;#039;European Special Jury Award&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Voltaire ist schuld&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Buenos Aires International Festival of Independent Cinema]]&lt;br /&gt;
* 2005: &amp;#039;&amp;#039;Spezialpreis&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Esquive&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Damas Film Festival]]&lt;br /&gt;
* 1993: &amp;#039;&amp;#039;Bester Darsteller&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Business – Das Geschäft mit der Sehnsucht&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entrevues Film Festival]]&lt;br /&gt;
* 2003: &amp;#039;&amp;#039;Bester französischer Film&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Esquive&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[International Istanbul Film Festival]]&lt;br /&gt;
* 2004: &amp;#039;&amp;#039;[[Fédération Internationale de la Presse Cinématographique|FIPRESCI-Preis]]&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Esquive&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Louis-Delluc-Preis]]&lt;br /&gt;
* 2007: &amp;#039;&amp;#039;Louis-Delluc-Preis&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Couscous mit Fisch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Festival des französischsprachigen Films]]&lt;br /&gt;
* 2000: &amp;#039;&amp;#039;Spezialpreis der Jury&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Emile-Cantillon-Preis&amp;#039;&amp;#039; der Jugendjury, nominiert in der Kategorie &amp;#039;&amp;#039;Bester Film&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Voltaire ist schuld&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* 1992: &amp;#039;&amp;#039;Bester Darsteller&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;Business – Das Geschäft mit der Sehnsucht&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Médaille Charlemagne pour les Médias Européens e.&amp;amp;nbsp;V. Aachen]]&lt;br /&gt;
* 2008: &amp;#039;&amp;#039;[[Karlsmedaille für europäische Medien]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stockholm International Film Festival]]&lt;br /&gt;
* 2004: &amp;#039;&amp;#039;Lobenswerte Erwähnung&amp;#039;&amp;#039; für &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;Esquive&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Kechiche, Abdellatif: &amp;#039;&amp;#039;L’esquive&amp;#039;&amp;#039;. Paris : L’avant scène. Cinéma, 2005. (frz. Ausgabe)&lt;br /&gt;
* Sabine Schrader: „‚C’est trop bien, Marivaux‘ – ‚La vie de Marianne‘ und ‚La vie d&amp;#039;Adèle‘ von Kechiche“. In: [[Romanische Studien (Zeitschrift)|Romanische Studien]], Nr. 1 (2015), S. 137–150, online: http://www.romanischestudien.de/index.php/rst/article/view/12.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm0444244}}&lt;br /&gt;
* [http://www.peripherfilm.de/lesquive Filmbesprechung von &amp;#039;&amp;#039;L’Esquive&amp;#039;&amp;#039; auf peripherfilm.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.koolfilm.de/voltaire/voltaire_biografien.php4 Filmbesprechung von &amp;#039;&amp;#039;Voltaire ist schuld&amp;#039;&amp;#039; auf koolfilm.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.zeit.de/2005/11/L_esquive_?page=all Tadden, Elisabeth von: &amp;#039;&amp;#039;Das Spiel vom Zufall&amp;#039;&amp;#039;. In: Die Zeit 61 (2005), Nr. 11]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130439282|LCCN=no2005046238|VIAF=84193712}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kechiche, Abdellatif}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmregisseur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drehbuchautor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Filmschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theaterschauspieler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:César-Preisträger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger der Karlsmedaille für europäische Medien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstler (Tunis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1960]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kechiche, Abdellatif&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kechiche, Abdel; Kechiche, Abdelatif&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Filmregisseur, Drehbuchautor und Schauspieler&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. Dezember 1960&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Tunis]], [[Tunesien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Louis Wu</name></author>
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