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	<title>Abbas Maroufi - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Abbas_Maroufi&amp;diff=1735340&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;FelaFrey: /* Leben */ erg.</title>
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		<updated>2024-09-03T15:35:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; erg.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Abbas Maroufi.jpg|mini|Abbas Maroufi, 2016]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Abbas Maroufi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{faS|عباس معروفی&amp;amp;lrm;|d=ʿAbbās Maʿrūfī}}; * [[17. Mai]] [[1957]] in [[Teheran]]; † [[1. September]] [[2022]] in [[Berlin]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kersten Knipp |url=https://www.deutschlandfunk.de/autor-buchhaendler-dissident-zum-tod-des-iran-schriftstellers-abbas-maroufi-dlf-66e6cddd-100.html |titel=Autor, Buchhändler, Dissident – Zum Tod des iran. Schriftstellers Abbas Maroufi |werk=Deutschlandfunk |datum=2022-09-01 |sprache=de |abruf=2023-08-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein iranischer [[Autor]] von Theaterstücken, Romanen und Erzählungen sowie Herausgeber der oppositionellen Zeitschrift [[Gardūn]] (Himmelsgewölbe).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nach der Elementarschule musste Maroufi tagsüber arbeiten, um zum Lebensunterhalt seiner Familie beizutragen. Am Abend holte er seine Schulbildung nach. Während seiner Zeit beim Militär versuchte er sich mit dem Schreiben.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabstelle Abbas Maroufi-2.jpeg|mini|Grabstein von Abbas Maroufi]]&lt;br /&gt;
Mit dem Ende seiner Militärzeit wurde er wie viele andere Intellektuelle mit den Auswirkungen der [[Islamische Revolution|Islamischen Revolution]] gegen den [[Schah]] [[Mohammad Reza Pahlavi]] konfrontiert. Abbas Maroufi schrieb sich an der [[Universität Teheran]] im Fach Dramatische Literatur ein, musste aber das Studium aufgrund der situationsbedingten Schließung der Universität zwischen 1980 und 1982 unterbrechen. In den anschließenden Jahren arbeitete er als Grammatiklehrer für Erwachsene und im Anschluss in der Musikabteilung der Stadthalle seiner Geburtsstadt. Da die islamische Revolution [[Unterhaltungsmusik]] untersagte, wurde ihm diese Arbeit bald unmöglich gemacht, sodass er sie 1990 aufgab und nun als Herausgeber die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Gardūn&amp;#039;&amp;#039; gründete, in der er über die kriminellen Missstände und die politische Unfreiheit im Iran berichtete. Im August 1991 verwüsteten verschleierte Frauen, die angeblich zu den Mitarbeiterinnen der Zeitung &amp;#039;&amp;#039;Kayhan&amp;#039;&amp;#039; und der Organisation für die Islamische Öffentlichkeitsarbeit zählten, die Büroräume von &amp;#039;&amp;#039;Gardūn&amp;#039;&amp;#039;. Vom Kläger wurde Maroufi zum angeklagten Volksverräter.&amp;lt;ref&amp;gt;Abbas Maroufi: [https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8752203.html &amp;#039;&amp;#039;Sprung in die Schlangengrube&amp;#039;&amp;#039;]. In: [[Der Spiegel]], 31/1997. 28. Juli 1997, abgerufen am 25. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenig später verurteilte ihn das Gericht für Presseangelegenheiten aufgrund der angeblichen Beleidigung der [[islam]]ischen Grundwerte zu 20 Peitschenhieben, sechs Monaten Haft und einem zweijährigen Publikationsverbot.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.dw.com/de/nimmerm%C3%BCder-regimekritiker-abbas-maroufi/a-16844375 Nimmermüder Regimekritiker: Abbas Maroufi], Deutsche Welle vom 13. Juni 2013, abgerufen am 10. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dank internationaler Proteste und der Intervention [[Mohammad Chātami]]s, der eine Schiedskommission einrichtete, wurde das Urteil, das ursprünglich sogar auf die Todesstrafe gelautet haben soll, nicht zur Gänze vollstreckt, die Zeitung blieb jedoch verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1996 gelang ihm die Ausreise aus dem [[Iran]] unerwartet leicht. Bei dieser [[Emigration]] wurde er vor allen Dingen von [[Günter Grass]] und der deutschen PEN-Vereinigung unterstützt. Er war Mitglied des [[PEN-Zentrum Deutschland|PEN-Zentrums Deutschland]]. Maroufi lebte zunächst mit seiner Familie in [[Düren]], wo er eine Zeit lang Gast im [[Heinrich-Böll-Haus]] war. Später siedelte er mit seiner Frau Akram Abooee, einer Malerin, und den drei Töchtern nach Berlin um, wo er von da an lebte. Während er einige Zeit als [[Nachtportier]] arbeitete, hörte er mit dem Schreiben auf. Später betrieb er neben einer kleinen Druckerei die Buchhandlung &amp;#039;&amp;#039;Hedayat&amp;#039;&amp;#039; für [[Persische Literatur|persische]] und orientalische Literatur.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Maryam Schumacher |url=http://www.cafebabel.co.uk/article/exiled-from-iran-the-thirst-for-liberty.html |titel=Exiled from Iran: the thirst for liberty |werk=cafebabel.com |datum=2006-05-22 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150530030559/http://www.cafebabel.co.uk/article/exiled-from-iran-the-thirst-for-liberty.html |archiv-datum=2015-05-30 |abruf=2019-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Gardūn&amp;#039;&amp;#039; brachte er im Exil einige Zeit lang heraus, musste die Zeitung aber aus finanziellen Gründen einstellen. Erst ab 2003 durften seine im Iran veröffentlichten Werke auch im Ausland veröffentlicht werden. Neben seinen Erzählungen und Romanen veröffentlichte er im Iran auch drei Theaterstücke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Lage der Exiliraner äußerte Maroufi in einem Interview gegenüber [[die tageszeitung]] zur Uraufführung eines seiner Theaterstücke in Berlin 2009 folgendes [[Bonmot]]: „Wir sind nicht revolutioniert, wir sind explodiert. Ein Arm landete in Europa, ein Bein in Indien, ein Zeh in England und der Kopf flog bis nach Amerika. Was im Ursprungsland derer blieb, die gegen ein verlogenes, diktatorisches Regime auf die Straße gegangen waren, ist der Bauch, der sich seitdem übergibt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maroufi starb nach langer Krankheit am 1. September 2022&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.sueddeutsche.de/kultur/literatur-iranischer-schriftsteller-abbas-maroufi-gestorben-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-220901-99-588920 Iranischer Schriftsteller Abbas Maroufi gestorben]&amp;#039;&amp;#039;, sueddeutsche.de, veröffentlicht und abgerufen am 1. September 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Alter von 65 Jahren in Berlin und wurde auf dem [[Waldfriedhof Heerstraße]] in [[Berlin-Westend]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erzählungen und Romane&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ruberu-ye aftab&amp;#039;&amp;#039;. (Im Angesicht der Sonne) 1982&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Akharin nasl-e bartar&amp;#039;&amp;#039;. 1986&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; Samfūnī-ye mordegān&amp;#039;&amp;#039;. Teheran 1989&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Symphonie der Toten&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Angelika Schader |Titel=In den Vorzimmern des Todes |Sammelwerk=Neue Zürcher Zeitung |Datum=2005-07-16 |Online={{Webarchiv |url=http://www.lyrikwelt.de/rezensionen/symphoniedertoten-r.htm |text=Online |wayback=20131102020107}} |Abruf=2019-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Persischen von Anneliese Ghahraman-Beck, Insel-Verlag, Leipzig/Frankfurt am Main 1996, ISBN 3-458-16795-1&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Atr-e Yas&amp;#039;&amp;#039; (Jasminduft), 1992 (veröffentlicht durch US-amerikanischen Exilverlag)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039; Die Gebetskette&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. von Faramarz Behzad und Roxane Haag-Higuchi. Mit einer Einleitung von Roxane Haag-Higuchi. Übersetzt von Farzin Atefi, Universitäts-Bibliothek, Bamberg 1997. ISBN 3-923507-25-9 (Parallelausgabe deutsch-persisch in arabischer Schrift)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Peykar-e Farhād&amp;#039;&amp;#039; (eigentlich: &amp;#039;&amp;#039;Das Bildnis des Farhad&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Die dunkle Seite&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Persischen von Anneliese Ghahraman-Beck, Insel-Verlag, Leipzig/Frankfurt am Main 1998, ISBN 3-458-16903-2&lt;br /&gt;
* Abbas Maroufi: &amp;#039;&amp;#039;Schlafwandeln in Teheran. Warum Iran Kultur braucht&amp;#039;&amp;#039;, übersetzt von K. Amirpur, in: [[Frankfurter Allgemeine Zeitung]], 6. Februar 1996.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Jahr des Aufruhrs. Geschichte einer Liebe.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Persischen von Anneliese Ghahraman-Beck, Insel-Verlag, Leipzig/Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-458-17238-6&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Feridun se pesar dāsht&amp;#039;&amp;#039; (Feridun hatte drei Söhne). Gardūn, Berlin 2005, ISBN 978-3-938406-07-6&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Dāstān-e Berlīn : majmūʿe-ye dāstān&amp;#039;&amp;#039;. Gardūn, Berlin 2005, ISBN 978-3-938406-13-7&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Fereydun hatte drei Söhne&amp;#039;&amp;#039;. Edition Büchergilde, Frankfurt am Main 2016, ISBN 978-3-86406-071-7. Aus dem Persischen von Susanne Baghestani.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Theaterstücke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Und der Herr schuf die Kuh&amp;#039;&amp;#039;. 1995 im iranischen Gefängnis geschrieben, 2009 in Berlin uraufgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://taz.de/!524618/ Ein Ständchen für die Revolution]&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Die Tageszeitung]], 8. Dezember 2009. Abgerufen am 25. November 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
* 2002: [[Arnold Zweig|Arnold-Zweig]]-Stipendium der [[Stiftung Preußische Seehandlung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Interview mit Abbas Maroufi, in: [[Die Zeit]], 7. Februar 1997 „Wenn ich die Macht hätte“&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Weshalb habt ihr nicht gekämpft? Die iranischen Liberalen kuschen vor dem Wächterrat. Offener Brief von Abbas Maroufi an die Reformbewegung&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Susanne Baghestani, in: Die Zeit, 29. Januar 2004&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=1}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120533111}}&lt;br /&gt;
* {{perlentaucher|abbas-maroufi}}&lt;br /&gt;
* [https://www.suhrkamp.de/autoren/abbas_maroufi_3109.html Autorenportrait auf suhrkamp.de]&lt;br /&gt;
* [https://www.abbasmaroufi.de/ Website von Abbas Maroufi]&lt;br /&gt;
* [http://maroufi.malakut.org/de/ Deutschsprachiges Blog von Abbas Maroufi]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120533111|LCCN=n98036823|VIAF=61521153}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Maroufi, Abbas}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Persisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drama]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Exilliteratur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herausgeber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buchhändler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schriftsteller (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Absolvent der Universität Teheran]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Iranischer Emigrant in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Iraner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1957]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2022]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Maroufi, Abbas&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=ʿAbbās Maʿrūfīf&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=iranischer Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Mai 1957&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Teheran]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=1. September 2022&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;FelaFrey</name></author>
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