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	<title>Aaron des Y-Chromosoms - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T13:25:33Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aaron_des_Y-Chromosoms&amp;diff=680008&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florian Blaschke: /* Levi des Y-Chromosoms? */ üblicher Fachbegriff, siehe Lemma</title>
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		<updated>2026-03-01T12:23:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Levi des Y-Chromosoms?: &lt;/span&gt; üblicher Fachbegriff, siehe Lemma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aaron des Y-Chromosoms&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der angenommene früheste [[Vorfahre]] der [[Kohanim]], einer [[Patrilinearität|patrilinearen]] Priesterkaste innerhalb des [[Judentum]]s und Untergruppe der [[Leviten]]. Im jüdischen [[Tanach]] wird dieser Vorfahre mit [[Aaron (biblische Person)|Aaron]] identifiziert, dem Bruder des [[Mose]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Techniken, die verwendet wurden, um den Aaron des Y-Chromosoms zu finden, wurden zunächst vor allem in Bezug auf die Suche nach dem [[paternal]]en Vorfahren aller [[Mensch]]en popularisiert, dem [[Adam des Y-Chromosoms]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
[[Genetik|Genetisch]] besitzt jeder gesunde Mensch 46 [[Chromosom]]en, jeweils 23 von jedem Elternteil. Zwei Chromosomen, [[X-Chromosom]] und [[Y-Chromosom]], legen das Geschlecht fest. Frauen haben zwei X-Chromosomen, eins von der Mutter und eins vom Vater. Männer haben ein X-Chromosom von der Mutter und ein Y-Chromosom vom Vater übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Männer mit gemeinsamen paternalen Vorfahren müssen demnach auch ein gemeinsames Y-Chromosom aufweisen, das nur hinsichtlich bestimmter [[Mutation]]en Abweichungen aufweist. Mutationen des Y-Chromosoms treten mit einer verhältnismäßig konstanten Rate auf, die den Wissenschaftlern eine Berechnung erlauben, bis zu welcher Generation die Träger der ähnlichen Y-Chromosomen einen gemeinsamen Vorfahren hatten (siehe [[molekulare Uhr]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Art DNA, [[mitochondriale DNA]] (mtDNA), befindet sich nicht auf einem Chromosom, sondern wird über das [[Zytoplasma]] der Eizelle von der Mutter auf das Kind übertragen. Die mtDNA stammt nahezu vollständig von der Mutter und bleibt ebenfalls – bis auf angesammelte Mutationen – unverändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Hypothese ==&lt;br /&gt;
Die Zugehörigkeit zum Judentum verläuft traditionsgemäß über die mütterliche Linie. Die Zugehörigkeit zur spezifischen Gruppe der jüdischen Priester ([[Kohanim]]) definiert sich jedoch [[patrilinear]]. Die Kohanim behaupten, die direkte Nachkommenschaft Aarons, des Mosebruders zu sein. Da männliche Kinder das Y-Chromosom immer vom Vater erhalten, lässt sich vermuten, dass alle Kohanim das gleiche Y-Chromosom gemeinsam haben müssten, abgesehen von [[Mutation]]en seit Aaron.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Test der Hypothese ==&lt;br /&gt;
Diese Hypothese wurde zunächst von [[Karl Skorecki]] und Mitarbeitern in [[Haifa]], [[Israel]], getestet. Dabei entdeckten sie 1997 bei den Kohanim einen auffällig hohen Anteil bestimmter Y-Chromosom-Marker, was als Bestätigung der Hypothese gilt. Andere Studien stützten die Entdeckung und datierten den Ursprung der gemeinsamen DNA auf ungefähr vor 3000 Jahren (mit aus der unterschiedlichen Generationendauer herrührenden Abweichungen).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas 1998&amp;quot; /&amp;gt; Dies führte zur Entwicklung des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Cohen Modal [[Haplotyp]]e&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (CMH), eines Satzes von Y-Chromosom-Markern (&amp;#039;&amp;#039;DNA Y-chromosome segment&amp;#039;&amp;#039;, DYS), die auf den [[Tanach|biblischen]] Aaron zurückgehen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Cohen Modal Haplotype ==&lt;br /&gt;
Der Cohen Modal Haplotype sieht folgendermaßen aus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liste der DYS Marker|DYS]]19/DYS394 = 14&lt;br /&gt;
 DYS388 = 16&lt;br /&gt;
 DYS390 = 23&lt;br /&gt;
 DYS391 = 10&lt;br /&gt;
 DYS392 = 11&lt;br /&gt;
 DYS393 = 12&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Cohen Modal Haplotype gehört zur [[Haplogruppe J (Y-DNA)]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik und Erwiderung ==&lt;br /&gt;
Die Entdeckung führte zu hoher Aufregung bei religiösen Kreisen, wo man eine Art „Beweis“ der historischen Wahrheit der Bibel feierte;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aish 2000&amp;quot; /&amp;gt; sie löste andererseits aber auch Kritik aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ariga 2001&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Träger der DNA ===&lt;br /&gt;
Es gibt auch nichtjüdische Populationen, bei denen der Cohen Modal Haplotype in auffälliger Zahl gefunden wurde. So etwa bei Italienern. Denkbarer Zusammenhang ist die geschichtlich belegte Verschleppung jüdischer Sklaven nach [[Rom]], bzw. dem heutigen [[Italien]], insbesondere in Verbindung mit dem Bau des [[Kolosseum]]s.&lt;br /&gt;
Die in Südafrika und Simbabwe beheimateten [[Lemba (Volk)|Lemba]] führen ihre Herkunft auf das Judentum zurück. Die genetischen Befunde vor allem im Priesterclan der Lemba bestätigen diese Überlieferung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas 2000&amp;quot; /&amp;gt; In einigen Gruppen von [[Kurden]] kommt der CMH ebenfalls vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Levi des Y-Chromosoms? ===&lt;br /&gt;
Während man annimmt, die [[Kohanim]] seien patrilineare Abkömmlinge des Mosebruders [[Aaron (biblische Person)|Aaron]] (Aaroniten), gelten die [[Leviten]] (die nächste Ebene der jüdischen Priesterschaft) traditionsgemäß als patrilineare Abkömmlinge von [[Levi (Patriarch)|Levi]], dem Sohn von [[Jakob]] und Urgroßvater von Aaron. Folglich müssten auch die Leviten eine gemeinsame Y-Chromosom-DNA aufweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Untersuchung von Männern, die sich zu den Leviten zählten, fand in großer Zahl eindeutige Marker als Hinweis, dass vielfach Nicht-Aaroniten der levitischen Herkunft zuzurechnen sind. Ein bestimmter Marker weist bei den gegenwärtigen osteuropäischen ([[aschkenasisch]]en) Juden zu über 50 Prozent auf die Leviten, also auf einen gemeinsamen männlichen Vorfahren innerhalb der letzten 2000 Jahre, außerdem auf einen hohen Anteil der Leviten innerhalb der Gruppe der Aschkenasim. Dieser Marker gehört allerdings der [[Haplogruppe]] R1a1-Z93 an, einem speziell orientalisch-asiatischen Zweig, dem auch die osteuropäischen Juden (Aschkenasim) einschließlich der deutschen Juden angehören. Im Orient tritt die Haplogruppe R1a1-Z93 (neben anderen) auch bei Iranern, Persern, Paschtunen, Kurden, Arabern sowie im Kaukasus und in Anatolien auf, grob gesagt also bei Orientalen mit indoarischer Herkunft. Auch in der indischen Brahmanenkaste gibt es einen erhöhten Anteil indoarischer Herkunft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Behar 2003&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Haplogruppe R1a wird mit der Wanderbewegung der [[Indogermanen]] nach Osten in Verbindung gebracht und steht in direktem Zusammenhang mit der Verbreitung der [[Schnurkeramik]]er und der [[Kugelamphoren-Kultur]], kurz gesagt vom [[Rhein]] bis zum [[Ural]]gebirge mit Ausdehnung bis nach Asien. Der Zusammenhang der europäischen mit der orientalisch-asiatischen Haplogruppe und ihre Trennung ist noch nicht geklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Mitochondriale Eva]]&lt;br /&gt;
* [[Genetische Genealogie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* K. Skorecki, S. Selig u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Y chromosomes of Jewish priests.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Nature]].&amp;#039;&amp;#039; Band 385, Nr. 6611, Januar 1997, {{ISSN|0028-0836}}. [[doi:10.1038/385032a0]], PMID 8985243, S.&amp;amp;nbsp;32.&lt;br /&gt;
* A. Nebel, D. Filon u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;The Y chromosome pool of Jews as part of the genetic landscape of the Middle East.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;American Journal of Human Genetics.&amp;#039;&amp;#039; Band 69, Nr. 5, November 2001, {{ISSN|0002-9297}}, [[doi:10.1086/324070]], PMID 11573163, {{PMC|1274378}}, S.&amp;amp;nbsp;1095–1112.&lt;br /&gt;
* O. Semino, C. Magri u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Origin, diffusion, and differentiation of Y-chromosome haplogroups E and J: Inferences on the neolithization of Europe and later migratory events in the Mediterranean area.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[American Journal of Human Genetics]].&amp;#039;&amp;#039; Band 74, Nr. 5, Mai 2004, {{ISSN|0002-9297}}, [[doi:10.1086/386295]], PMID 15069642, {{PMC|1181965}}, S.&amp;amp;nbsp;1023–1034.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*{{Internetquelle&lt;br /&gt;
   |zugriff=2014-02-10&lt;br /&gt;
   |autor=Kevin Alan Brook&lt;br /&gt;
   |titel=A collection of abstracts and reviews of books, articles, and genetic studies&lt;br /&gt;
   |url=http://www.khazaria.com/genetics/abstracts.html&lt;br /&gt;
   |werk=Khazaria.com: Jewish Genetics – Abstracts and Summaries&lt;br /&gt;
   |hrsg=Private Webseite&lt;br /&gt;
   |kommentar=ohne Datum&lt;br /&gt;
   |sprache=en}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas 1998&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
M. G. Thomas, K. Skorecki u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Origins of Old Testament priests.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nature.&amp;#039;&amp;#039; Band 394, Nr. 6689, Juli 1998, {{ISSN|0028-0836}}, [[doi:10.1038/28083]], PMID 9671297, S.&amp;amp;nbsp;138–140 (englisch).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Aish 2000&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |zugriff=2014-02-10&lt;br /&gt;
 |autor=Rabbi Yaakov Kleiman&lt;br /&gt;
 |titel=The Cohanim – DNA Connection&lt;br /&gt;
 |url=http://www.aish.com/ci/sam/48936742.html&lt;br /&gt;
 |werk=Aish.com: Your Life, Your Judaism&lt;br /&gt;
 |hrsg=Israel&lt;br /&gt;
 |datum=2000-01-12&lt;br /&gt;
 |sprache=en}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ariga 2001&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Internetquelle&lt;br /&gt;
 |zugriff=2014-02-10&lt;br /&gt;
 |autor=Robert Rosenberg&lt;br /&gt;
 |titel=Doctor finds fault in the contentions that the „Cohen modal haplotype“ designates Israelites and that most Jewish priests have a common ancestor&lt;br /&gt;
 |url=http://www.ariga.com/genes.shtml&lt;br /&gt;
 |werk=Ariga&lt;br /&gt;
 |hrsg=Eigene Webseite&lt;br /&gt;
 |datum=2001-02-27&lt;br /&gt;
 |sprache=englisch&lt;br /&gt;
 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20090909221000/http://www.ariga.com/genes.shtml&lt;br /&gt;
 |archiv-datum=2009-09-09}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Thomas 2000&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
M. G. Thomas, T. Parfitt u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Y chromosomes traveling south: the cohen modal haplotype and the origins of the Lemba–the „Black Jews of Southern Africa“.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[American Journal of Human Genetics]].&amp;#039;&amp;#039; Band 66, Nr. 2, Februar 2000, {{ISSN|0002-9297}}, [[doi:10.1086/302749]], PMID 10677325, {{PMC|1288118}}, S.&amp;amp;nbsp;674–686 (englisch).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Behar 2003&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
D. M. Behar, M. G. Thomas u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Multiple origins of Ashkenazi Levites: Y chromosome evidence for both Near Eastern and European ancestries.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[American Journal of Human Genetics]].&amp;#039;&amp;#039; Band&amp;amp;nbsp;73, Nr.&amp;amp;nbsp;4, Oktober 2003, {{ISSN|0002-9297}}, [[doi:10.1086/378506]], PMID 13680527, {{PMC|1180600}}, S.&amp;amp;nbsp;768–779 (englisch).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Aaron des YChromosoms}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Genealogie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Humangenetik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aaron (biblische Person)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florian Blaschke</name></author>
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