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	<title>Aaron Isaak - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Aaron Isaac.jpg|mini|Aaron Isaak]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aaron Isaak&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Aaron Isaac&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Aron Isak&amp;#039;&amp;#039;; hebräische Namensform nach der Grabinschrift: {{He|ר&amp;#039; אהרן ב&amp;#039;ר יצחק מבריצן}} (* [[16. September]] [[1730]] in [[Treuenbrietzen]], [[Brandenburg]]; † [[21. Oktober]] [[1816]] in [[Stockholm]], [[Schweden]]) war der Gründer der [[Jüdische Gemeinde Stockholm|Jüdischen Gemeinde in Stockholm]] und erste [[Juden|Jude]], der sich in Schweden niederließ, ohne zur lutherischen Kirche zu konvertieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Aaron Isaak wurde als Sohn des einzigen [[Schutzjude]]n in Treuenbrietzen, Eisek, geboren. Der frühe Tod seines Vaters (1746) zwang ihn zum Hausieren, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Schon als Jugendlicher erlernte er als [[Autodidakt]] zusätzlich das [[Petschaft|Petschierstechen]] und [[Glyptik|Steinschneiden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Treuenbrietzen bot damals wirtschaftlich kaum Perspektiven, sodass er plante, in das damals aufstrebende [[England]] auszuwandern. Stattdessen ließ er sich aber in [[Bützow]] nieder. Dort lebte seit 1713 in ihrem [[Witwensitz]] im [[Schloss Bützow]] [[Sophie Charlotte von Hessen-Kassel|Sophie Charlotte]], [[Landgräfin]] zu [[Hessen]], Witwe des [[Friedrich Wilhelm I. (Mecklenburg)|Herzogs Friedrich Wilhelm]], die dem reformierten Glaubensbekenntnis angehörte. Zu ihrem [[Hofstaat]] gehörte eine [[Reformierte Kirche (Bützow)#Gründung der Deutsch-reformierten Gemeinde|deutsch-reformierte Gemeinde]] und eine kleine jüdische Gemeinde. Zugleich wurde sie [[Schirmherr|Schutzherrin]] der schon in Bützow ansässigen [[Reformierte Kirche (Bützow)#Gründung der Französisch-reformierten Gemeinde|französisch-reformierten Gemeinde]]. Bereits 1738 hatte sie einen [[Rabbiner]] namens Jochen Gumperts, den späteren Rabbiner Chajim Friedberg, und einen Rabbiner namens Nathan Hersch oder Nathan Cohn mit [[Freibrief]]en ausgestattet, zu ihren [[Hoffaktor|Hofjuden]] bestellt und damit für eine sehr frühe Ansiedlung von Juden in Bützow gesorgt. Davon profitierte 1750 auch Aaron Isaak, der an ihrem Hofe als [[Petschaft|Petschierstecher]] tätig wurde. Isaak war dort allerdings unter mehreren Namen bekannt, so als Ahron, Ahrendt oder Ahron Pach. Der an der [[Universität Bützow|Bützower Universität]] tätige [[Orientalist]] und spätere Freund Isaaks, [[Oluf Gerhard Tychsen]], erwähnte ihn in seinem „Bützowischen Nebenstunden“ gar als Rabbi Aaron Pach, ein Status, den er ganz sicher nicht erlangt haben dürfte. Wie eine landesweite Schutzgeldliste aus dem Jahr 1760 belegt, erhielten die drei Hofjuden, wie die sich später ansiedelnden Schutzjuden auch, ihre Schutzbriefe für Bützow.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Privileg erhielt Isaak am 2. Oktober 1759. Mit diesem betrieb er hier einen [[Galanteriewaren|Galanteriehandel]]. Er heiratete Hendel Levin, die Tochter des Bützower Schulmeisters Levin Samuel, und hatte mit ihr zahlreiche Kinder, von denen die wenigsten überlebten. Isaak spielte innerhalb der [[Jüdische Gemeinde Bützow|jüdischen Gemeinde von Bützow]] eine nicht unwesentliche Rolle. Nachdem der Stern des bis dahin bedeutendsten Bützower Juden, des vorgenannten Rabbiners Chajim Friedberg, gesunken war, wurde er zweiter Rechnungsführer auf dem Judenlandtag in [[Crivitz]] 1767, später [[Sekretär]] des [[Distrikt]]s Bützow und der Landjudenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war wohl – nach Rabbi Nathan Cohn – der zweite Vorsteher der Bützower Gemeinde. Dies dürfte auch erklären, weshalb etwa nach 1770 sein Haus das Zentrum für die regelmäßigen Gottesdienste in Bützow war. Wirtschaftlich erging es Isaaks Familie nicht gut in Bützow. Sogar die Fürspreche seines Freundes Tychsen beim [[Herzog]] vermochte seine Lage nicht zu verbessern. 1763 ging er nach Schwerin, um beim Hofmedaillengraveur Abraham Aaron zu arbeiten. Mit diesem verabredete er, als „Pionierwanderer“ nach Schweden auszuwandern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Busch |Titel=Juden in Schweden 1685 bis 1838 |Auflage= |Verlag=Wehrhahn Verlag |Ort=Hannover |Datum=2020 |ISBN=978-3-86525-743-7 |Seiten=60-64}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits während des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges]] hatte Isaak von einem schwedischen [[Offizier]] erfahren, es fehle in Schweden an Steinschneidern. So entschloss er sich zu einem kurzen Aufenthalt im damals zu [[Schweden]] gehörigen [[Stralsund]] 1774, ging weiter erst nach [[Ystad]], dann nach Stockholm in Schweden. Seine Ehefrau und die Kinder ließ er jedoch in Bützow zurück, ohne zunächst weiter für sie sorgen zu können. Ihm gelang es, trotz heftigen Widerständen des städtischen [[Magistrat (Deutschland)|Magistrats]] mithilfe des Oberstatthalters [[Carl Sparre]] von [[Gustav III.]] selbst am 2. Mai 1775 das [[Wohnrecht]] zu erhalten, woraufhin er auch seine Familie nachholen konnte. Damit war er der erste nicht konvertierte Jude in Schweden. Um seinen religiösen Pflichten nachkommen und als Jude leben zu können, gelang es ihm, noch weitere Verwandte und andere jüdische Glaubensgenossen (wenigstens 10 Männer für einen Gottesdienst) nach [[Stockholm]] zu holen. Mit ihnen hielt er den ersten [[Minjan]] ab, gründete die jüdische Gemeinde in Stockholm, richtete eine [[Synagoge]] am Kaufmannsplatz ein, wo am 12. Mai 1787 der erste Gottesdienst stattfand, und legte einen Friedhof an. Er wirkte viele Jahre als Vorsteher der gesamten schwedischen Judenheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Michael Busch |Titel=Juden in Schweden 1685 bis 1838 |Auflage= |Verlag=Wehrhahn Verlag |Ort=Hannover |Datum=2020 |ISBN=978-3-86525-743-7 |Seiten=75-88}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wirtschaftlich hatte er Erfolg. Als Graveur und Medailleur wurde er zum Hoflieferanten Gustavs III. und während des [[Russisch-Schwedischer Krieg (1788–1790)|Schwedisch-Russischen Kriegs]] durfte er die schwedische Armee mit Lebensmitteln beliefern. Sein Schwiegersohn Eisek war inzwischen bereits Hofjuwelier des Königs. Ihm und dem angeheirateten Verwandten Michel Bendix übergab er 1802 sein Unternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Alter hielt Aaron Isaac seine Erinnerungen auf [[Westjiddische Dialekte|Westjiddisch]] fest. Die Memoiren wurden in verschiedenen Auflagen und in Übersetzungen ins Hochdeutsche und Ost- bzw. Hochjiddische veröffentlicht. Die Memoiren zeugen unter anderem von den Konflikten, die Aaron Isaac mit anderen Mitgliedern der jüdischen Stockholmer Gemeinde hatte, in der seine Führung umstritten war. Er selbst kaufte eine Grabstätte für die Stockholmer Juden, die noch immer seinen Namen trägt, Aronsberg auf [[Kungsholmen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aaron Isaak verstarb am [[21. Oktober]] [[1816]] in Stockholm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor=Bettina Simon „Textfassung und Einleitung“ |Titel= Aaron Isaak–Lebenserinnerung |Verlag=Edition Heinrich |Ort=Berlin |Datum=1994|ISBN=3-89468-136-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor= Jürgen Gramenz / Sylvia Ulmer |Titel= Aaron Isaak - Graveur und Medailleur |Sammelwerk=Die Juden von Mecklenburg |Datum=2016-05-29|Online=http://www.juden-in-mecklenburg.de/Personen/Aaron_Isaak|Abruf=2024-03-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [https://libris.kb.se/bib/868507 &amp;#039;&amp;#039;Denkwürdigkeiten des Aron Isak 1730-1817&amp;#039;&amp;#039;, herausgegeben und eingeleitet von Z. Holm]&lt;br /&gt;
* [https://libris.kb.se/bib/6680817 &amp;#039;&amp;#039;Lebenserinnerungen von Aaron Isaak&amp;#039;&amp;#039;, Textfassung und Einleitung von Bettina Simon]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118845462}}&lt;br /&gt;
* {{LBMV PPN|327410981}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://judiskamuseet.se/ |titel=Jüdisches Museum in Stockholm {{!}} Judiska museet i Stockholm |sprache=sv |abruf=2024-04-28}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118845462|LCCN=n88273477|VIAF=97924764}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Isaak, Aaron}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Judentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Judentums (Mecklenburg-Vorpommern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Bützow]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Religion, Stockholm)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum in Schweden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königlicher Hoflieferant (Schweden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handwerker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1730]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1816]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Isaak, Aaron&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Aaron Isaac; Aron Isak&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=Gründer der jüdischen Gemeinde in Stockholm&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=16. September 1730&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Treuenbrietzen]], [[Brandenburg]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Oktober 1816&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Stockholm]], [[Schweden]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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