<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Aachener_Revier</id>
	<title>Aachener Revier - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Aachener_Revier"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aachener_Revier&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T04:41:15Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aachener_Revier&amp;diff=306432&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wahldresdner: /* Zeitalter der Industrialisierung */ lf</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Aachener_Revier&amp;diff=306432&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-24T23:09:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Zeitalter der Industrialisierung: &lt;/span&gt; lf&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:AachenerRevierKarte2.svg|mini|Bahnlinien, Bergwerke und Besitzverhältnisse der Gewerkschaften im Aachener Revier, um 1937]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aachener Revier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist der nordöstliche Teil des [[Provinz Limburg (Niederlande)|limburgischen]] [[Bergrevier|Kohlerevier]]s, das sich von [[Belgien]] über die [[Niederlande]] bis in die Täler von [[Wurm (Fluss)|Wurm]] und [[Inde (Fluss)|Inde]] nach [[Deutschland]] erstreckt. Andere Namen sind – je nach Sichtweise – &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aachen-Hückelhovener Revier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (wegen der geografischen Ausdehnung) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aachen-Eschweiler Revier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (wegen des [[Eschweiler Bergwerksverein|EBV]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologische Grundlagen ==&lt;br /&gt;
Die Steinkohlevorkommen der Aachener Region werden durch den von Süd-West nach Nord-Ost verlaufenden Aachener Sattel getrennt. Im Norden liegen die Kohlefelder des [[Wurmrevier]]s in der [[Wurm (Rur)|Wurmniederung]] und erstrecken sich auf deutscher Seite östlich bis Aldenhoven. Unter der [[Inde (Fluss)|Indeniederung]] befinden sich die südlichen Lagerstätten, das [[Inderevier]]. Quer zum Aachener Sattel verlaufen vier tektonische Störungen: Von West nach Ost sind dies der Richtericher Sprung bei Aachen, Feldbiss, Sandgewand zwischen Alsdorf und Eschweiler sowie der Frauenrather Sprung bei Aldenhoven.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Jakob Schaetzke: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Geschichten eines Bergbauunternehmens im Aachener Revier&amp;#039;&amp;#039;. Aachen 1995. S. 10–12&amp;lt;/ref&amp;gt; Die nördlich der [[Rur]] gelegenen Vorkommen erstrecken sich bis in das [[Nationalpark De Meinweg|Meinweg-]] und [[Naturpark Maas-Schwalm-Nette|Schwalm-Nette Gebiet]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte des Steinkohleabbaus im Aachener Revier ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anfänge im Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Die Ursprünge des Steinkohleabbaus im Revier liegen in den Flusstälern von Inde und Wurm, welche die [[Flöz]]e anschnitten. Das Aachener Revier gilt als das älteste Steinkohlenrevier [[Europa]]s, da sich in [[Kohlscheid]] und in den Urkunden des Klosters [[Rolduc]] in [[Kerkrade]] (NL) schon Belege von 1113 und aus dem 13. Jahrhundert finden. Die erste urkundliche Erwähnung des [[Eschweiler Kohlberg]]s, die auf Kohleabbau schließen lässt, stammt aus dem Jahr 1394 als [[Eschweiler Bergbau|„Koylberg zu Eschwylre“]]. Ferner finden sich erste Zeichen für den Gebrauch von Kohle schon bei [[Kelten]] und [[Römisches Reich|Römern]] wie beispielsweise bei der [[Propsteier Villa]] und im [[Korkus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitalter der Industrialisierung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:EBV Kohlscheid.jpg|mini|Ehemaliger Hauptsitz des Eschweiler Bergwerksvereins in [[Kohlscheid]]]]&lt;br /&gt;
1841 wurde die Eisenbahnverbindung Köln-Aachen der [[Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft|Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft]] fertiggestellt und 1853 die [[Bahnstrecke Aachen–Mönchengladbach]] eröffnet. Damit boten sich neue Absatzwege für die Kohle des Reviers über die Rheinhäfen Neuss und Köln. Zugleich stand die Produktion aber auch in Konkurrenz zur Steinkohle des [[Ruhrgebiet]]s und der Kohle des [[Lüttich]]er Raumes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahl der im Lauf der Jahrhunderte betriebenen Gruben ist nicht genau festzustellen. Im 19. Jahrhundert konzentrierten sich die Besitzverhältnisse zunehmend in der Hand weniger Bergwerksvereine und Aktiengesellschaften. Die führende Rolle spielte dabei der 1834 von [[Christine Englerth]] gegründete [[Eschweiler Bergwerksverein]] (EBV). Dieser war auch Hauptaktionär des 1842 gegründeten „Pannesheider Bergwerksvereins“. Dieser wiederum verschmolz bis 1858 mit der 1836 gegründeten „[[Vereinigungsgesellschaft für Steinkohlenbau im Wurmrevier]]“, sodass der EBV auch hier zunehmend Einfluss gewann und schließlich 1907 mit der Vereinigungs-Gesellschaft fusionierte. Daneben förderten als neue Konkurrenten im Revier seit 1914 die [[Zeche Sophia-Jacoba]] an der Rur Steinkohle und 1919 nahm die [[Grube Carolus Magnus]] in Übach-Palenberg die Förderung auf. Die 1921 ihren Betrieb aufnehmende [[Grube Carl Alexander]] in Baesweiler wurde 1965 vom Eschweiler Bergwerksverein übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1930 geschah das [[Grube Anna#Das Grubenunglück 1930 und die Folgen|Grubenunglück von Alsdorf]], das 271 Todesopfer forderte. Während des Zweiten Weltkrieges starben schätzungsweise 850 [[NS-Zwangsarbeit|Zwangsarbeiter]] im Aachener Revier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stilllegungen und Ende der Kohleförderung im Aachener Revier ===&lt;br /&gt;
Der Abbau endete 1997 mit der Schließung des nördlichsten Bergwerks, der Grube Sophia-Jacoba in [[Hückelhoven]]. Heute erinnern noch die zahlreichen [[Bergehalde]]n, [[Zeche]]nsiedlungen, Verwaltungsgebäude, Wassertürme sowie die noch erhaltenen Fördertürme der Zechen Anna und Sophia-Jacoba an den jahrhundertelangen Bergbau in der Region. Gelegentlich müssen auch noch bei der Erschließung neuer Baugelände unter der Oberfläche liegende Schächte verfüllt werden. Einzelne Zeugnisse der Bergbaugeschichte sind als industriegeschichtliche Museen hergerichtet worden. So finden sich entsprechende Museen in [[Aldenhoven]], [[Alsdorf]] und Hückelhoven sowie in den Niederlanden in Kerkrade und [[Heerlen]]. Landmarken wie die [[Millicher Halde]] oder die Halde der [[Grube Carl Alexander]] wurden als Naherholungsgebiete von der Bergaufsicht freigegeben und sind mit Aussichtsplattformen versehen Teil einer grenzüberschreitenden Haldenroute („Route de terrils“) der [[Regionale 2008|Euregionale 2008]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Steinkohlegruben (Aachener Revier/Limburgisches Revier) ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste von Bergwerken im Aachener Revier}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Concessies Particuliere mijnen.png|mini|Konzessionen Limburger Revier]]&lt;br /&gt;
In der Region Aachen wird unterschieden in [[Inderevier]], [[Wurmrevier]] und den Raum Hückelhoven. Geologisch damit verbunden sind die Flöze jenseits der Landesgrenze auf [[Niederlande|niederländischem]] Gebiet in der [[Provinz Limburg (Niederlande)|Provinz Limburg]], die seit dem 19. Jahrhundert dem „limburgischen Revier“&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.derlandgraph.de/industriekultur/zechen/aachen-limburg/ &amp;#039;&amp;#039;Das Aachen-Limburger Steinkohlenrevier&amp;#039;&amp;#039;], Porträt auf derlandgraph.de&amp;lt;/ref&amp;gt; zugeordnet werden und oftmals unterirdisch beiderseits der Grenzen verlaufen. Die Region um [[Kerkrade]], [[Heerlen]], [[Hoensbroek]], [[Brunssum]], [[Eygelshoven]] und [[Landgraaf|Schaesberg]], auch „Oostelijke Mijnstreek“ genannt, war das Zentrum der niederländischen Steinkohlegewinnung mit folgenden Bergwerken (Mijn) und insgesamt 33 Schächten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1815–1969, [[Kerkrade#Domaniale Mijn|Domaniale Mijn]], Kerkrade, 6 Schächte&lt;br /&gt;
* 1838–1904, [[Neuprick]], Kerkrade, 1 Schacht&lt;br /&gt;
* 1902–1970, [[Kerkrade#Willem-Sophia|Wilhelm-Sophia Mijn]], DSM, [[Spekholzerheide]], Kerkrade, 5 Schächte&lt;br /&gt;
* 1906–1969, [[Staatsmine Wilhelmina]], [[Terwinselen]], Kerkrade, 2 Schächte&lt;br /&gt;
* 1899–1974, [[Oranje-Nassau I|Oranje Nassau Mijn I]], Heerlen, 3 Schächte&lt;br /&gt;
* 1904–1971, Oranje Nassau Mijn II, Schaesberg, 2 Schächte&lt;br /&gt;
* 1917–1973, [[Oranje Nassau Mijn]] III, Heerlenerheide, 1 Schacht&lt;br /&gt;
* 1927–1966, Oranje Nassau Mijn IV, Heerlen, 1 Schacht&lt;br /&gt;
* 1911–1973, [[Staatsmijn Emma]], DSM, Hoensbroek, 4 Schächte&lt;br /&gt;
* 1915–1963, [[Staatsmijn Hendrik]], DSM, Brunssum, 4 Schächte&lt;br /&gt;
* 1905–1968, [[Laura Mijn]], Eygelshoven, 2 Schächte&lt;br /&gt;
* 1926–1974, [[Julia Mijn]], Eygelshoven, 2 Schächte&lt;br /&gt;
* 1954–1962, [[Staatsmijn Beatrix]], Herkenbosch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Braunkohle im Aachener Revier ==&lt;br /&gt;
Die Braunkohletagebaue im Städtedreieck Düren/Eschweiler/Jülich markieren den westlichen Teil des [[Rheinisches Braunkohlerevier|Rheinischen Braunkohlereviers]] und lösten sukzessiv die geschlossenen Untertagegruben ab, zählen aber verwaltungstechnisch nicht zum Aachener Revier, das historisch einen reinen Steinkohlenverbund darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Friedrich Schunder: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Aachener Steinkohlenbergbaus.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Glückauf, Essen 1968.&lt;br /&gt;
* Walter Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Die Steinkohlelagerstätten im Aachener Revier&amp;#039;&amp;#039;, in: Jahresblätter des Alsdorfer Geschichtsvereins 1982&lt;br /&gt;
* Daniel Salber: &amp;#039;&amp;#039;Das Aachener Revier. 150&amp;amp;nbsp;Jahre Steinkohlenbergbau an Wurm und Inde.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Schweers+Wall, Aachen 1987.&lt;br /&gt;
* Jörg Wiesemann: &amp;#039;&amp;#039;Dokumentation zum vorindustriellen Steinkohlenbergbau im Wurm-Inde-Gebiet (1334–1794)&amp;#039;&amp;#039;, Historisches Inst. der RWTH Aachen, Lehrstuhl für Mittlere Geschichte, Aachen 1993&lt;br /&gt;
* Eschweiler Bergwerks-Verein (Hrsg.), Hans Jakob Schaetzke: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte und Geschichten eines Bergbauunternehmens im Aachener Revier.&amp;#039;&amp;#039; Aachen 1995, ISBN 3-923773-15-3.&lt;br /&gt;
* Matthias Kaever: &amp;#039;&amp;#039;Die sozialen Verhältnisse im Steinkohlebergbau der Aachener und Südlimburger Reviere.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Geographie, Forschung und Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 3.) Berlin / Münster 2006.&lt;br /&gt;
* Alfred Reckendress: &amp;#039;&amp;#039;Der Steinkohlenbergbau in der Aachener Region, 1780–1860&amp;#039;&amp;#039;, Copenhagen Business School, Juli 2014 ([https://mpra.ub.uni-muenchen.de/57745/1/MPRA_paper_57745.pdf PDF])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Aachener Revier}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Aachener Revier}}&lt;br /&gt;
{{commonscat|Aachener Revier}}&lt;br /&gt;
* [http://www.aachener-geschichtsverein.de/Online-Beitraege/glueck-auf-das-aachener-steinkohlenrevier &amp;#039;&amp;#039;Glück auf! – Das Aachener Steinkohlenrevier&amp;#039;&amp;#039;], online-Beiträge zum Aachener Revier auf den Seiten des [[Aachener Geschichtsverein]]s&lt;br /&gt;
* [http://www.bergbaumuseum-grube-anna2.de/index.php/geschichte-des-reviers/ &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Reviers&amp;#039;&amp;#039;], Dokumentation auf den Seiten des Bergbauinformationszentrums der Grube Anna&lt;br /&gt;
* [http://www.gessen.de/ Bergbau und Berghalden im Aachener Revier auf gessen.de]&lt;br /&gt;
* [http://www.hfinster.de/StahlArt2/archive-Aachen-de.html Industriefotografie im Aachener Revier]&lt;br /&gt;
* [https://www.packbierpeter.de/joomla/images/pdf/pumpestich.pdf &amp;#039;&amp;#039;Texte zur Geschichte des Bergbaus im Bereich Eschweiler&amp;#039;&amp;#039;], Sammlung von alten Texten auf den Seiten von packbierpeter.de&lt;br /&gt;
* Stegemann: [https://www.packbierpeter.de/joomla/images/pdf/stegemann.pdf &amp;#039;&amp;#039;Ein alter Grundriß des Indereviers&amp;#039;&amp;#039;], in: &amp;#039;&amp;#039;Glückauf – Berg- und Hüttenmännische Zeitschrift&amp;#039;&amp;#039;, 46. Jhrg., Nr. 35/36 vom 27. August 1910, S. 1322–1325&lt;br /&gt;
* [https://www.guidorademacher.de/Bergbaulokomotiven%20im%20Aachener%20Revier/Bergbaulokomotiven%20im%20Aachener%20Revier.htm &amp;#039;&amp;#039;Die Bergbaulokomotiven im Aachener Revier&amp;#039;&amp;#039;], Aufstellung auf guidoradermacher.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreis Heinsberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bergbau (Aachener Revier)| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinkohlerevier (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wahldresdner</name></author>
	</entry>
</feed>