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	<title>Aachener Reich - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;ArthurMcGill: /* Galerie */</title>
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		<updated>2026-04-04T15:56:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Galerie&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Arnolds karte aachener reich.jpg|mini|hochkant=1.4|Karte des Aachener Reichs]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Aachener Reich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet ein Gebiet, das vom Mittelalter an bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die [[Freie Reichsstadt]] [[Aachen]] sowie ihre nähere Umgebung außerhalb der [[Stadtmauer Aachen|mittelalterlichen Stadtmauer]] umfasste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nachdem im Jahre 1166 Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich I. Barbarossa]] der Stadt Aachen die [[Stadtrechte]] verliehen hatte, wurden diese durch Kaiser [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig den Bayern]] im Jahr 1336 erneuert und schriftlich bestätigt. Seit diesem Zeitpunkt setzte sich der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Aachener Reich&amp;#039;&amp;#039; durch. Diese Festlegung des Gebietes um den Stadtkern herum wurde mittlerweile erforderlich, da sich die Stadt in den vorangegangenen fast zweihundert Jahren mit ihrem innerhalb der inneren und etwa entlang dem heutigen Grabenring verlaufenden [[Stadtmauer Aachen|Barbarossamauer]] umgebenen Kerngebiet rund um den Aachener Königshof deutlich vergrößert hatte. Infolgedessen wurde Mitte des 13. Jahrhunderts mit Fördergeldern [[Richard von Cornwall]]s (1209–1272) die zweite Stadtmauer erbaut, die in Teilen heute noch ungefähr entlang des heutigen Alleenrings verläuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aachen-Kupferstich-Merian.png|mini|Aachen um 1647]]&lt;br /&gt;
Das Aachener Reich umfasste zu jener Zeit sowohl das Territorium der innerhalb dieser zweiten Stadtmauer gelegenen Stadt selbst als auch das Gebiet außerhalb der Mauer, nämlich den Glockenklang, die sieben Quartiere, die Aachener Heide, den [[Aachener Wald]] und den Reichswald. Die Fläche betrug fast 9000 Hektar und hatte eine Grenzlänge von ungefähr 70 Kilometern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Glockenklang symbolisierte den Alarmbereich, ein Gebiet also, in dem die Bevölkerung vor Eindringlingen mit Hilfe lauter Glocken gewarnt wurde. Dieser Glockenklang war in neun so genannte Grafschaften unterteilt und befand sich unmittelbar vor und entlang der zweiten Stadtmauer. Sitz jeder dieser einzelnen Grafschaften, welche jeweils unter dem Kommando eines Hauptmanns standen, war ein im Mauerring integriertes Stadttor. Im Einzelnen waren es [[Kölntor]], [[Adalbertstor]], [[Wirichsbongardstor]], [[Marschiertor]], [[Rostor]], [[Jakobstor (Aachen)|Jakobstor]], [[Königstor (Aachen)|Königstor]], [[Ponttor]] sowie [[Bergtor|Berg-]] und [[Sandkaultor]], von denen heute nur noch Pont- und Marschiertor erhalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Aachener Reich.jpg|mini|Quartiere des Aachener Reichs]]&lt;br /&gt;
Die sieben Quartiere, die das Aachener Reich darüber hinaus umfasste, waren Ortschaften und Ländereien vor der Stadt und dazu zählten Berg (das heutige [[Laurensberg]]), [[Haaren (Aachen)|Haaren]], [[Orsbach]], [[Soers]], [[Vaalserquartier]], [[Weiden (Würselen)|Weiden]] (ein Teil des heutigen [[Broichweiden]]) und [[Würselen]]. Zum Zwecke der optischen und akustischen Kommunikationsmöglichkeit wurden auf diesen Gebieten verteilt acht Türme errichtet, die untereinander und mit dem zentralen Turm an der Stadtmauer, dem so genannten [[Langer Turm (Aachen)|Langen Turm]], in Blickkontakt standen. So konnte rechtzeitig per Rauch- oder Lichtzeichen oder mit Böllerschüssen vor Feinden gewarnt werden. Von diesen acht Türmen, die von örtlichen Förstern bewohnt und gesichert wurden, sind außer dem Langen Turm noch die Türme [[Alt-Linzenshäuschen]], Beeck, Haus Hirsch, Adamshäuschen und die [[Burg Orsbach|Orsbacher Burg]] erhalten. Nicht mehr existent sind dagegen die Türme in [[Morsbach (Würselen)|Würselen-Morsbach]], [[Broichweiden|Weiden-Wambach]] und [[Verlautenheide]], an dem aber noch der dortige &amp;#039;&amp;#039;Türmchenweg&amp;#039;&amp;#039; erinnert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Grenzen und Grenzpfähle im Aachener Reich.jpg|mini|Landgraben, Wachtürme und Grenzsteine]]&lt;br /&gt;
Die Grenzen des Aachener Reiches waren mit dem [[Aachener Landgraben]] gesichert, welcher aus einem etwa vier Meter hohen Hauptwall sowie zwei kleineren etwa 1,20&amp;amp;nbsp;m hohen Nebenwällen bestand, zwischen denen ein drei bis vier Meter tiefer Graben verlief. Zusätzlich wurde der Hauptwall mit Buchen und Eichen bepflanzt, die durch einen formgerechten Schnitt zu einem undurchdringlichen Dickicht verfilzten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aachener Reich grenzte im Westen an das in Personalunion von [[Herzogtum Brabant|Brabant]] regierte [[Herzogtum Limburg]] und die zunächst [[Spanische Niederlande|Spanischen]], dann [[Österreichische Niederlande|Österreichischen Niederlande]], im Norden und Osten an das [[Herzogtum Jülich]] und die [[Reichsabtei Kornelimünster]] sowie im Südosten an das damals ebenfalls selbstständige Gebiet der [[Reichsabtei Burtscheid]]. Die Grenze war in regelmäßigen Abständen markiert mit so genannten Adlersteinen, auf denen das Aachener Stadtwappen, der Adler, eingraviert war und von denen heute noch einige zu sehen sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regiert wurde das Aachener Reich seit den im [[Aachener Gaffelbrief]] von 1450 festgelegten Beschlüssen von einem Großen Rat, bestehend aus 124 Mitgliedern, die ab dem 14. Jahrhundert hälftig aus den 15 [[Zunft|Zünften]] und dem [[Schöffe (historisch)|Schöffenstuhl]] gewählt wurden und unter der Leitung von zwei Bürgermeistern standen, von denen einer wiederum dem Schöffenstuhl angehörte. Die Gerichtsbarkeit oblag dem &amp;#039;&amp;#039;Hohen Königlichen Schöffengericht zu Aachen&amp;#039;&amp;#039; und dieses war zugleich das Oberhofgericht für die außerhalb gelegenen Ortschaften. Seine Mitglieder [[Kooptierung|kooptierten]] sich aus dem in der Stadt ansässigen Adel, wurden aber je nach Rechtsfall auch von einem durch den Herzog von Jülich gestellten [[Vogt]]-Meyer unterstützt, da auch das Herzogtum als zeitweiliger Schutzherr der Stadt gewisse Hoheitsrechte für das Aachener Reich besaß. Kirchenrechtlich unterstand das Aachener Reich dem [[Bistum Lüttich]], bevor dann ab 1802 ein eigenständiges [[Bistum Aachen]] existierte, welches dann 1825 zunächst in das [[Erzbistum Köln]] integriert und schließlich ab 1930 zum [[Suffraganbistum]] Kölns erklärt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den ersten Einmarsch der Franzosen im Jahr 1792 im Rahmen des [[Erster Koalitionskrieg|Ersten Koalitionskrieges]] und der anschließenden Besetzung des [[Linkes Rheinufer|linken Rheinufers]] ab 1794 endete die fast 600 Jahre lange Existenz dieses geschichtsträchtigen Territoriums, aber auch eine jahrelange Phase der politischen Instabilität, allgemein als [[Aachener Mäkelei]] bekannt. In Aachen wurde die [[Munizipalität]] eingeführt und die ehemalige Reichsstadt zum Kanton Aix-la-Chapelle im neuen gleichnamigen [[Arrondissement d’Aix-la-Chapelle]] des [[Département de la Roer]] erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galerie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;140&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Aachen Langer Turm.jpg|Langer Turm ({{Coordinate|name=Langer Turm|text=ICON0|NS=50.775916|EW=6.07258|type=landmark|region=DE-NW}})&lt;br /&gt;
Alt-Linzenzhäuschen, Aachen (6).jpg|Wach- und Meldeturm Alt-Linzenshäuschen {{Coordinate|name=Wach- und Meldeturm Alt-Linzenshäuschen|text=ICON0|NS=50.737964|EW=6.090599|type=landmark|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
Dreiländerweg 108.JPG|Wach- und Meldeturm Beeck ({{Coordinate|text=ICON0|NS=50.760072|EW=6.032087|type=landmark|name=Wach- und Meldeturm Beeck|region=DE-NW}})&lt;br /&gt;
Baudenkmal Preusweg 129, Aachen.jpg|Adamshäuschen {{Coordinate|text=ICON0|NS=50.750713|EW=6.052698|type=landmark|name=Adamshäuschen|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
AC-Orsbach Burg Orsbach Seite.jpg|Wach- und Meldeturm Burg Orsbach ({{Coordinate|text=ICON0|NS=50.798456|EW=5.996285|type=landmark|name=Burg Orsbach|region=DE-NW}})&lt;br /&gt;
Baudenkmal Laurenstiusstraße 2, AC-Laurensberg (2).jpg|Wehrturm „Hirsch“ {{Coordinate|text=ICON0|NS=50.804277|EW=6.060314|type=landmark|name=Wehrturm „Hirsch“ |region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hinweis Seiten-Koordinaten|section=Galerie}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Stadt Aachen]]&lt;br /&gt;
* [[Einzelbauwerke der Aachener Stadtmauer]]&lt;br /&gt;
* [[Bürgermeister der Reichsstadt Aachen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hubert Jakob Gross: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte des Aachener Reiches.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aus Aachens Vorzeit&amp;#039;&amp;#039; (= Mitteilungen des [[Aachener Geschichtsverein|Vereins für Kunde der Aachener Vorzeit]]. Fünfter Jahrgang, 1892, S. 81–93 u. 97–126; Sechster Jahrgang, 1893, S. 1–128; Siebter Jahrgang, 1894, S. 1–16, 23–49, 92–96, 97–110, 113–123 [http://www.packbierpeter.de/joomla/images/pdf/gross.pdf Gesamtausgabe in der Sammlung Peter Packbier] PDF).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Aachener Reich&amp;#039;&amp;#039; In: {{Zedler Online|s1|16|16||zes10016}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Regesten der Reichsstadt Aachen.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;1301–50.&amp;#039;&amp;#039; [Hrsg.] W. v. Mummenhoff, 1937.&lt;br /&gt;
* [[Albert Huyskens]]: &amp;#039;&amp;#039;Das alte Aachen.&amp;#039;&amp;#039; 1953.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Hans Siemons]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Bernhard Poll]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Geschichte Aachens in Daten&lt;br /&gt;
   |Reihe=Veröffentlichungen des Stadtarchivs Aachen&lt;br /&gt;
   |BandReihe=12&lt;br /&gt;
   |Band=Teil 1: &amp;#039;&amp;#039;bis 1964&amp;#039;&amp;#039;, Teil 2: &amp;#039;&amp;#039;1965–2000&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
   |Auflage=Nachdruck der 2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag J. A. Mayer&lt;br /&gt;
   |Ort=Aachen&lt;br /&gt;
   |Datum=2003&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-87519-214-1}}&lt;br /&gt;
* D. Flach: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zur Verfassung und Verwaltung des Aachener Reichsguts von der Karolingerzeit bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; 1976.&lt;br /&gt;
* D. Wynands: &amp;#039;&amp;#039;Kleine Geschichte Aachens.&amp;#039;&amp;#039; 2. A. 1986.&lt;br /&gt;
* T. Kraus: &amp;#039;&amp;#039;Jülich, Aachen und das Reich. Studien zur Entstehung einer Landesherrschaft im Westen des Reiches.&amp;#039;&amp;#039; 1988.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Bruno Lerho]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Die große Aachener Stadtmauer mit Toren und Türmen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Helios Verlag&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-938208-37-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://wiki-de.genealogy.net/Aachener_Reich Kurzinfo] auf GenWiki&lt;br /&gt;
* [http://www.alfons-schoener.de/ordnergeschichte/geschichteallgemein.htm Allgemeine Geschichte] bei alfons-schoener.de&lt;br /&gt;
* [http://www.grenzrouten.eu/themen/1aachener_reich/index.html Aachener Reich] auf Grenzrouten&lt;br /&gt;
* [http://www.grenzrouten.eu/themen/90landgraben/index.html Landgraben] auf Grenzrouten&lt;br /&gt;
* [http://stadtgeschichte.isl.rwth-aachen.de/wiki/1600-1799 Das Aachener Reich] auf stadtgeschichte.isl.rwth-aachen.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historisches Territorium (Städteregion Aachen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Stadt Aachen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ArthurMcGill</name></author>
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