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	<title>AV Berchtoldia Bern - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T12:24:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=AV_Berchtoldia_Bern&amp;diff=1799042&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;AnBuKu: /* Bekannte Mitglieder */ + Bandwurm kompakter</title>
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		<updated>2025-09-11T14:19:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bekannte Mitglieder: &lt;/span&gt; + Bandwurm kompakter&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox Studentenverbindung&lt;br /&gt;
|Zirkel        = ZirkelAVBerchtoldia.png&lt;br /&gt;
|Wappen        = FahneAVBerchtoldia.png&lt;br /&gt;
|Name          = AV Berchtoldia&lt;br /&gt;
|Breitengrad   = 46.951081&lt;br /&gt;
|Längengrad    = 7.438637&lt;br /&gt;
|Region-ISO    = CH-BE&lt;br /&gt;
|ZirkelAltText = Der Zirkel der AV Berchtoldia&lt;br /&gt;
|WappenAltText = Die Fahne der AV Berchtoldia mit dem Wappen von Berchtold V. von Zähringen nach der Darstellung auf dem [[Zähringerbrunnen]]&lt;br /&gt;
|Hochschule   = [[Universität Bern]]&lt;br /&gt;
|Gründung      = 29. Mai 1917&lt;br /&gt;
|Verbände      = [[Schweizerischer Studentenverein]]&lt;br /&gt;
|Couleur       = farbentragend&lt;br /&gt;
|Gender        = Gemischtbund&lt;br /&gt;
|Mensur        = nichtschlagend&lt;br /&gt;
|Wahlspruch    = [[Liste lateinischer Phrasen/V#Vitam impendere vero.|Vitam Impendere Vero]] («Sein Leben der Wahrheit weihen»)&lt;br /&gt;
|Panier        = &lt;br /&gt;
|Mitglieder    = ca. 300&lt;br /&gt;
|Aktive        = 16 (Stand: Sommer 2012)&lt;br /&gt;
|Website       = http://www.berchtoldia.ch/&lt;br /&gt;
|B-Percussion1       = silver&lt;br /&gt;
|B-Farbe1            = red&lt;br /&gt;
|B-Farbe2            = white&lt;br /&gt;
|B-Farbe3            = green&lt;br /&gt;
|B-Percussion2       = silver&lt;br /&gt;
|F-Percussion1       = silver&lt;br /&gt;
|F-Farbe1            = red&lt;br /&gt;
|F-Farbe2            = White&lt;br /&gt;
|F-Percussion2       = silver&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;akademische Verbindung Berchtoldia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Farbentragend|farbentragende]], [[Nichtschlagend|nichtschlagende]] [[Studentenverbindung]] an der [[Universität Bern]] und eine Sektion des [[Schweizerischer Studentenverein|Schweizerischen Studentenvereins]]. Sie wurde 1917 als erste sogenannte [[Schweizerischer Studentenverein#Reform (4)|Reformverbindung]] gegründet&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christoph Baumer |Hrsg= |Titel=Die Renaissance: Verband Schweizer katholischer Akademiker-Gesellschaft , 1904-1996 |Sammelwerk=Religion - Politik - Gesellschaft in der Schweiz |Verlag=Academic Press |Ort=Freiburg/Schweiz |Datum=1998 |ISBN=3-7278-1183-8 |Seiten=125 |Online={{Google Buch |BuchID=NgOWy9G91bQC |Seite=125 |Hervorhebung=reformverbindungen}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist die einzige [[Deutsche Sprache|deutschsprachige]] Verbindung der Universität Bern, die sowohl [[Gemischte Studentenverbindung|Studentinnen als auch Studenten offensteht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Die Gründungszeit ===&lt;br /&gt;
Die Gründung der Berchtoldia muss im Lichte der Geschichte des Schweizerischen Studentenvereins und der Verhältnisse in diesem zu Beginn des [[20. Jahrhundert]]s betrachtet werden.&lt;br /&gt;
Diverse Gründe wie übermässiger Verbindungsbetrieb, zu starke Betonung der äusserlichen Formen, Überschätzung des [[Comment|Komments]], [[Kneipe (Studentenverbindung)|Trinkzwang]], glanzvolles Auftreten unter finanziellen Opfern, Vernachlässigung der Wissenschaft und Inanspruchnahme der Mitglieder unter grossem Zeitverlust sind dabei zu nennen. Im Verein wurden Stimmen laut, die von diesem Tun abkehren wollten und sich wieder vermehrt den ursprünglichen Werten des Schweizerischen Studentenvereins zuwenden wollten. Diese Rückbesinnung auf die zentralen Elemente und Ansprüche des Schweizerischen Studentenvereins war die Triebfeder zur Reformbewegung. Damit verbunden war auch der Wunsch wieder vermehrt Wissenschaft und Religiosität zu vertiefen und politisch und gesellschaftlich aktiv zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Generalversammlung des Schweizerischen Studentenvereins in [[Zug (Stadt)|Zug]] 1916 kam es nach längerer Auseinandersetzung zu den sogenannten Zuger Beschlüssen. Mit den Beschlüssen wollte man die schon früher beschlossenen Reformen, zum Beispiel bezüglich des Trinkzwangs, der überbordenden Formen und der Pflege der Wissenschaft und der Religion umsetzen:&lt;br /&gt;
* keinem Studenten darf der Eintritt oder Verbleib aus finanziellen Gründen verwehrt bleiben&lt;br /&gt;
* keine Verhinderung des erfolgreichen Studiums&lt;br /&gt;
* keine Vernachlässigung religiöser Pflichten&lt;br /&gt;
* Pflege der wissenschaftlichen Betätigung neben dem Studium&lt;br /&gt;
* ausschliesslich die Sektionen sind Träger der Reform&lt;br /&gt;
Insbesondere der letzte Punkt wurde zum grossen Problem, weil längst nicht alle Sektionen gewillt waren, die Reformen an die Hand zu nehmen. Bis anhin waren Bemühungen des Gesamtvereins oft an den Verbindungen gescheitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Umfeld war die Berchtoldia die erste Verbindung, die im Licht der Zuger Beschlüsse 1917 gegründet wurde. Alles begann mit Jean Gressot und Joseph Brielmann, beide Mitglieder der [[AKV Burgundia]], die sich gegen die «Kommentschinderei» am Stamm und für die Zuger Beschlüsse einsetzten. Ihre Haltung legten sie dem Zentralkomitee des Schweizerischen Studentenvereins dar, wofür sie sich vor dem [[Burschenkonvent]] der Burgundia zu verantworten hatten. Bei dieser Gelegenheit gaben sie auch ihre Absicht bekannt, in Bern eine zweite Sektion des Schweizerischen Studentenvereins zu gründen. Diese Ansicht führte zum Ausschluss der beiden «Rebellen». Im Dezember 1916 reichten die beiden Jurassier zusammen mit mehreren Gleichgesinnten das Gesuch zur Gründung einer «Séction Romande» unter Anwendung der Zuger Beschlüsse ein. Das Zentralkomitee befürwortete grundsätzlich die Gründung, lehnte aber eine rein [[welsche]] Verbindung ab. Ein wenig später, im Januar 1917, erteilt das Zentralkomitee die provisorische Erlaubnis für die Gründung der Berchtoldia trotz massiver Opposition durch die Burgundia. An der Generalversammlung des Schweizerischen Studentenvereins in [[Luzern]] (1917) wurde die Berchtoldia schliesslich definitiv in den Schweizerischen Studentenverein aufgenommen und ihr das Farbentragen gestattet. Als qualitative Abspaltung von der Burgundia muss die Berchtoldia als deren jüngere Schwester bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 17. November 1916 || Ausschluss von Brielmann und Gressot aus der Burgundia&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1. Dezember 1916 || Gesuch an das Zentralkomitee des Schweizerischen Studentenvereins um eine neue Verbindung zu gründen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 24. Januar 1917 || provisorische Erlaubnis zur Gründung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 29. Mai 1917 || Konstitutionssitzung der Berchtoldia&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 29. August 1917 || Bestätigung der Gründung durch die Generalversammlung des Schweizerischen Studentenvereins in Luzern&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen zu geringer Resonanz der Zuger Beschlüsse bei den Sektionen des Schweizerischen Studentenvereins an anderen Universitäten wurden bald darauf auch dort neue Sektionen gegründet, die sich die Umsetzung dieser Reformen zum Ziel gesetzt hatten. So in Freiburg die AV Fryburgia und in Zürich die [[AV Welfen]]. Die Reform als neuer Verbindungstyp nahm nun konkret Gestalt an. Der Enthusiasmus, der die Gründer beseelte, wirkte verbindungsintern in hohem Masse gemeinschaftsstiftend und verlieh der jungen Verbindung jene Stosskraft gegen aussen, die sie benötigte um aussagekräftig und widerstandsfähig zugleich zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erste Schritte ===&lt;br /&gt;
Die Berchtolder richteten 1917 ihren ersten Stamm ein und nahmen bald darauf eine Ehrenphilistrierung ihrer Förderer vor, da es ja noch keine Altherren gab. Eine Aufnahme in den [[Corporationen Convent Bern]] (Vereinigung der Berner Platzverbindungen) scheiterte 1918 an den starken Spannungen zwischen der Burgundia und der Berchtoldia. Im Jahr 1920 wurde aber schon die erste Verbindungsfahne eingeweiht.&lt;br /&gt;
Der wissenschaftlichen Betätigung wurde von Beginn an breiten Platz im Leben der Verbindung eingeräumt. So fand jeden Dienstag ein Vortragsabend statt, den entweder ein eigenes Verbindungsmitglied oder ein aussenstehender Gast bestritt. Der Donnerstagabend wurde gesellig gestaltet, alle vierzehn Tage gaben die Berchtolder die humoristische Zeitung &amp;#039;&amp;#039;La Meule&amp;#039;&amp;#039; («Der Haufen») heraus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1923 wurde ein «Friedensabkommen» mit den Burgundern ausgearbeitet, nachdem in den [[1920er|Zwanzigerjahren]] eine Entspannung der Beziehung festzustellen war. Um den Gedanken der Reformverbindung zu stärken, regten die Berchtolder die Gründung eines [[Schweizerischer Studentenverein#Reform (4)|Delegiertenkonventes]] an, bestehend aus Fryburgern, Welfen und Berchtoldern. Ebenfalls in diesem Jahr wurde von Rudolf Diethelm die Berchtolder Couleurstrophe verfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die schwierigen Umstände in den [[1930er|Dreissigerjahren]] wirkten sich auch auf das Couleurstudententum ungünstig aus. In diese Zeit fiel auch die Anschaffung der neuen Mütze: weisses Kreuz auf leuchtendem Rot, um sich gegen den [[Frontenbewegung|braunen und schwarzen Extremismus]] deutlich abzugrenzen, was das Bekenntnis zur Schweiz und ihren demokratischen Idealen unterstrich. Zum Anlass des 100-jährigen Bestehens der [[Universität Bern|Alma Mater Bernensis]] (1934) stifteten die Altherren der Aktivitas eine [[Wichs|Vollwichsgarnitur]] zu Repräsentationszwecken. Dies führte zu heftigen Diskussionen, stand diese Anschaffung doch in einem gewissen Widerspruch zur Reformidee. Ebenfalls Unruhe kam auf, als die Berchtolder 1944 einen eigenen Komment als offiziell erklärten, weil dies entwicklungsgeschichtlich gegen die Reform und deren Tradition, aber auch gegen den Geist der Gründer verstiess.&lt;br /&gt;
[[Datei:MuetzeBandAVBerchtoldia.png|mini|Die rote Mütze mit dem Schweizer Kreuz und das rot-weiss-grüne Band]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Im Schweizerischen Studentenverein wurde 1945 eine Patronatsaktion durchgeführt, bei der die Verbindungen des [[Österreichischer Cartellverband|Österreichischen Cartellverbands]] in ihrer Notlage nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]] unterstützt wurden. Die Idee entstand bei einem Besuch des Zentralkomitees in Österreich. Die Berchtoldia übernahm die Patenschaft für die [[KÖHV Leopoldina Innsbruck]]. Im Jahre 1946 schliesslich distanzierte sich die Berchtoldia vom Delegiertenconvent der Reformverbindungen, da man nicht einer «Anti-Block-Vereinigung» angehören wollte. (Der Bund akademischer Kommentverbindungen, kurz «Block», ist die Sammlung konservativer Verbindungen im Schweizerischen Studentenverein als Gegenreaktion zu den Reformbestrebungen zu Beginn des Jahrhunderts.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1951 wurde die «HOB» geschaffen, die Hilfsorganisation für Berchtolder, um finanziell schwächere Berchtolder beim Studium und junge Altherren beim Berufseinstieg zu unterstützen. Im selben Jahr wurde Bundesrat [[Josef Escher]] als Ehrenmitglied aufgenommen. Ebenso wurden im Jahr 1955 die Bundesräte [[Thomas Holenstein (Politiker, 1896)|Thomas Holenstein]] und [[Giuseppe Lepori]] als Ehrenmitglieder willkommen geheissen. 1958 erschien der &amp;#039;&amp;#039;Kurier der Alt-Berchtoldia&amp;#039;&amp;#039;, das Verbindungsorgan zum ersten Mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die 1960er und 1970er Jahre ===&lt;br /&gt;
Zu Beginn der [[1960er]] verschärften sich die Spannung im Delegiertenconventen der Reformverbindungen und auch der Versuch der Neugestaltung und Stärkung dieser schlug fehl, so dass die Berchtoldia 1966 schliesslich austrat. 1967 führte die Berchtoldia die sogenannte «[[Flüeli-Ranft]]-Tagung» durch und erstellte die Flüeli-Grundsätze, die das Bindeglied zu den couleurstudentischen Auffassungen der Gründer sein sollten. Im Rahmen dieser Grundsätze wurden zur Verwirklichung der angestrebten Ziele das Berchtolder-Weekend, das Berchtolder-[[Abendessen|Souper]] und die Forumsgespräche ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der Sechzigerjahre folgte ein erneuter Versuch eines Reformbündnisses: die [[Schweizerischer Studentenverein#Berner Gruppe (12)|Berner Gruppe]], die während 15 Jahren mit ihrem Engagement den Schweizerischen Studentenverein stark prägte. Ihre beiden grössten Erfolge waren die Öffnung des Schweizerischen Studentenvereins für Frauen im Jahr 1968 unter dem Berchtolder [[Urs Altermatt]] als Zentralpräsident und die Öffnung des Schweizerischen Studentenvereins für reformierte Mit-Christen 1977 ebenfalls durch einen Berchtolder an der Spitze des Vereins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Wintersemester 1974/75 wurde durch ein entsprechendes Gesuch die Frage ein Thema, ob Studentinnen auch in die Berchtoldia aufgenommen werden sollten. Allgemein war die Stimmung eher für eine Frauenaufnahme, die Aktivitas sah sich an ihrem nächsten AC dazu veranlasst, deswegen die Statuten zu ändern. Daraufhin konnte das Aufnahmegesuch behandelt werden und am 29. Januar 1975 wurde die erste Frau in die Berchtoldia aufgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die 1980er und 1990er Jahre ===&lt;br /&gt;
Im November 1983 wurde die Reform wieder aktiv und gründete die [[Schweizerischer Studentenverein#Reformgruppe (7)|Reformgruppe]].&lt;br /&gt;
Am 12. Juli 1984 wurde der Berchtolderkeller in der Postgasse eingeweiht, der seitdem ein wichtiger Ort für die Verbindung ist: Versammlungen und Vorträge, aber auch Feste und Kneipen finden dort statt. Seitdem ist die Berchtoldia regelmässig in den Kommissionen und im Zentralkomitee des Gesamtvereins vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem die couleurstudentischen Sitten in den siebziger Jahren kaum mehr gepflegt, erlebten diese in den [[1980er|Achtzigerjahren]] eine neue Blüte. Dieser widersetzte sich aber ein Teil der Aktivitas unter Berufung auf die Gründerväter und historischer Ablehnung des Komments. Diese Gegenbewegung grenzte sich äusserlich sichtbar durch das Tragen eines Schlapphuts ab. Der Anfangs geringe Frauenanteil in der Berchtoldia wuchs in den [[1990er|Neunzigerjahren]] auf gut 50 Prozent und auch die Wahl von weiblichen Mitgliedern in die Vereinsleitung stellte keine besonderen Umstände mehr dar.&lt;br /&gt;
[[Datei:FahneAVBerchtoldia.png|mini|Die Fahne der AV Berchtoldia mit dem Wappen von Berchtold V. von Zähringen nach der Darstellung auf dem [[Zähringerbrunnen]]]]&amp;lt;ref&amp;gt;Referenz für gesamten Abschnitt «Geschichte»: [http://www.berchtoldia.ch/geschichte Verbindungsgeschichte auf der Homepage]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fernsehdokumentation ===&lt;br /&gt;
Am 11. Juli 1996 sendete das [[Schweizer Fernsehen]] einen einstündigen Dokumentarfilm über die AV Berchtoldia Bern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Neue Zürcher Zeitung |Titel=Besprechung zur Dokumentation |Nummer=166 |Datum=1996 |Seiten=78 |Online=[http://zeitungsarchiv.nzz.ch/neue-zuercher-zeitung-vom-13-07-1996-seite-78.html?hint=80068712 Auszug NZZ-Archiv] |Abruf=2016-01-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besonderheiten ==&lt;br /&gt;
=== Kreuz auf der Mütze ===&lt;br /&gt;
Seit 1933 werden rote Mützen mit dem Schweizer Kreuz getragen. Dies stellte in einer Zeit, in der ein Extremismus brauner und schwarzer Färbung sich langsam auszubreiten begann, ein Bekenntnis zur Schweiz und ihren demokratischen Idealen dar, wie dies auch 1917 der Fall gewesen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüegg 1967, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freundschaft zur KÖHV Leopoldina (Innsbruck) ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs (1945) lancierte das Zentralkomitee des SchwStV eine Hilfsaktion zugunsten der österreichischen CV-Verbindungen. Die AV Berchtoldia übernahm das Patronat zur [[KÖHV Leopoldina Innsbruck|KÖHV Leopoldina]] und sendete umgehend einen Sack Kartoffeln nach Innsbruck.&amp;lt;ref&amp;gt;Rüegg 1967, S. 58f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Freundschaft hält bis heute an und wird regelmässig zum kulturellen Austausch gepflegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engagement im Gesamtverein ===&lt;br /&gt;
Die AV Berchtoldia engagierte sich von Beginn an sehr stark im Schweizerischen Studentenverein (SchwStV).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Jahr !! Organ im SchwStV&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1919 || Vizecentralpräsident (VCP)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1926 || Centralpräsident (CP)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 || Centralpräsident (CP)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1941 || Centralpräsident (CP)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1968 || Centralpräsident (CP) [[Urs Altermatt]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1970 || Centralpräsident (CP)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1976 || Centralpräsident (CP)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1995 || Mittelschulcentralkomitee (MCC)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1996 || Vizecentralpräsident (VCP)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1999 || Centralpräsident (CP)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1999 || Centralaktuar (CA)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2000 || Centralaktuar (CA)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 2009 || Centralkomitee (CC)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2017&lt;br /&gt;
|Centralkomitee (CC)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|2017&lt;br /&gt;
|Centralkomitee (CC)&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Mitglieder ==&lt;br /&gt;
{{Mehrspaltige Liste|breite=20em|anzahl=2|liste=&lt;br /&gt;
* [[Urs Altermatt]], Historiker und Rector emeritus der [[Universität Freiburg (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
* [[Remigius Bärlocher]], [[Nationalrat (Schweiz)|Nationalrat]] von 1963 bis 1971, [[Christlichdemokratische Volkspartei|Katholisch-Konservative Partei der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Julius Binder (Politiker)|Julius Binder]], Nationalrat von 1963 bis 1975 und [[Ständerat]] von 1979 bis 1987, [[Christlichdemokratische Volkspartei]]&lt;br /&gt;
* [[Albert Broger]], Nationalrat von 1935 bis 1964, [[Christlichdemokratische Volkspartei|Katholisch-Konservative Partei der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Adolf Boner]], Nationalrat von 1939 bis 1959, [[Christlichdemokratische Volkspartei|Katholisch-Konservative Partei der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Germain Carnat]], Nationalrat von 1928 bis 1939, [[Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei]]&lt;br /&gt;
* [[Gion Condrau]], Nationalrat von 1975 bis 1979, [[Christlichdemokratische Volkspartei]]&lt;br /&gt;
* [[Johannes Duft (Politiker)|Johannes Duft]], Nationalrat von 1919 bis 1939, [[Christlichdemokratische Volkspartei|Katholisch-Konservative Partei der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Joseph Egli]], Nationalrat von 1969 bis 1979, [[Christlichdemokratische Volkspartei]]&lt;br /&gt;
* [[Adolf Faller]], Arzt und Medizinhistoriker an der Universität Freiburg&lt;br /&gt;
* [[Jean Gressot]], Nationalrat von 1939 bis 1955 und 1956 bis 1959, [[Christlichdemokratische Volkspartei|Katholisch-Konservative Partei der Schweiz]]; Gründungsmitglied der AV Berchtoldia&lt;br /&gt;
* [[Walter Gut (Politiker)|Walter Gut]], Regierungsrat des Kantons Luzern von 1971 bis 1987, [[Christlichdemokratische Volkspartei]], 1990 Sonderbeauftragter des Bundesrates für Staatschutzakten (Fichendelegierter)&lt;br /&gt;
* [[Karl Hackhofer]], Nationalrat von 1951 bis 1971, [[Christlichdemokratische Volkspartei|Katholisch-Konservative Partei der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Alois Hürlimann]], Nationalrat von 1963 bis 1979, [[Christlichdemokratische Volkspartei]]&lt;br /&gt;
* [[Peter Jäggi]], Professor für Zivil- und Handelsrecht von 1945 bis 1975 an der Universität Freiburg i.Ü.&lt;br /&gt;
* [[Franz Jenny]] Jurist und Hochschullehrer, professor für Privatrecht an der Universität Freiburg&lt;br /&gt;
* [[Bernard Kälin]] OSB, Benediktinermönch, Abt und Abtprimas&lt;br /&gt;
* [[Franz Xaver Leu]], Ständerat von 1966 bis 1975, [[Christlichdemokratische Volkspartei]]&lt;br /&gt;
* [[Alois Lustenberger]], Bundesrichter am Eidgenössischen Versicherungsgericht von 1987 bis 2008&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Mäder (Politiker)|Rudolf Mäder]], Ständerat von 1957 bis 1966, [[Christlichdemokratische Volkspartei|Katholisch-Konservative Partei der Schweiz]]&lt;br /&gt;
* [[Robert Muth|Roberth Muth]], Philologe und Professor emeritus der [[Universität Innsbruck]]&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Nigg (Politiker)|Ferdinand Nigg]], liechtensteinischer Politiker und Regierungsmitglied 1945 bis 1957&lt;br /&gt;
* [[Therese Rotzer-Mathyer]], Politikerin, [[Christlichdemokratische Volkspartei]]&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus Senn]], Bankmanager und Ehrenpräsident der UBS&lt;br /&gt;
* [[Peter Tuor]], Jurist und Hochschullehrer an den Universitäten Genf und Bern&lt;br /&gt;
* [[Alois Bissig]], Regierungsrat des Kantons Nidwalden von 2010 bis 2014, [[Christlichdemokratische Volkspartei]]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Liste der Studentenverbindungen in Bern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.berchtoldia.ch/ Homepage der Berchtoldia]&lt;br /&gt;
* [https://www.sub.unibe.ch/de/ueber-uns/gruppierungen/verbindungen-278.html Verzeichnis der Verbindungen] auf der Website der [[Studierendenschaft der Universität Bern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Bernard Rüegg&lt;br /&gt;
   |Titel=Die Geschichte der akademischen Verbindung Berchtoldia in Bern 1917–1967&lt;br /&gt;
   |Verlag=Akademische Verbindung Berchtoldia&lt;br /&gt;
   |Ort=Bern&lt;br /&gt;
   |Datum=1967&lt;br /&gt;
   |Seiten=96&lt;br /&gt;
   |OCLC=604105412}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Peter Agner et al.&lt;br /&gt;
   |Titel=Chronik der akademischen Verbindung Berchtoldia in Bern 1967–1992&lt;br /&gt;
   |Ort=Bern&lt;br /&gt;
   |Datum=1992&lt;br /&gt;
   |Seiten=99&lt;br /&gt;
   |OCLC=601781247}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Urs Altermatt&lt;br /&gt;
   |Titel=«Den Riesenkampf mit dieser Zeit zu wagen...» Schweizerischer Studentenverein 1841–1991&lt;br /&gt;
   |Verlag=Maihof Buchverlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Luzern&lt;br /&gt;
   |Datum=1993&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-9520027-2-0&lt;br /&gt;
   |Seiten=425}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Urs Altermatt&lt;br /&gt;
   |Titel=Aus dem Turm hinaus. Gedanken zum katholischen Vereins- und Parteiwesen&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Neue Berner Nachrichten Sonderbeilage&lt;br /&gt;
   |WerkErg=50 Jahre Berchtoldia 1917–1967&lt;br /&gt;
   |Datum=1967-06-03}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Alexander Heussler&lt;br /&gt;
   |Titel=Berchtoldia: Festschrift 1917/47&lt;br /&gt;
   |Ort=Bern&lt;br /&gt;
   |Datum=1947&lt;br /&gt;
   |Seiten=65&lt;br /&gt;
   |OCLC=603273958}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Alois Hürlimann&lt;br /&gt;
   |Titel=Bilanz eines Vierteljahrhunderts&lt;br /&gt;
   |Ort=Bern&lt;br /&gt;
   |Datum=1945&lt;br /&gt;
   |Seiten=44}}&lt;br /&gt;
* [[Dominik Feusi]]: &amp;#039;&amp;#039;Eidgenössische Rückbesinnung: Vor 100 Jahren wurde in Bern die Reformverbindung «Berchtoldia» gegründet als Antwort auf deutsche Trinksitten.&amp;#039;&amp;#039; In &amp;#039;&amp;#039;[[Basler Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 2. Juni 2017, S.&amp;amp;nbsp;2.&lt;br /&gt;
* Simon Gsteiger: &amp;#039;&amp;#039;«Wir trinken gerne und feiern Feste – aber das ist nicht das Wichtigste», Interview mit dem Organisator des 100 Jahr Jubiläums der AV Berchtoldia.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Bund]]&amp;#039;&amp;#039; vom 2. Juni 2017, [https://www.derbund.ch/bern/stadt/wir-trinken-gerne-und-feiern-feste-aber-das-ist-nicht-das-wichtigste/story/24978269 Onlineausgabe].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Av Berchtoldia}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentenverbindung im Schweizerischen Studentenverein|Berchtoldia, Av]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studentenverbindung (Bern)|Berchtoldia, Av]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vereinsgründung 1917]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;AnBuKu</name></author>
	</entry>
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