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	<title>AGK3 - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T22:03:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=AGK3&amp;diff=176366&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Boobarkee: Komma nach Apposition</title>
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		<updated>2026-01-17T20:43:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Komma nach Apposition&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;AGK3&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, für &amp;#039;&amp;#039;Astronomische Gesellschaft Katalog 3&amp;#039;&amp;#039;, ist ein [[Astrofotografie|fotografischer]] [[Sternkatalog]] von etwa 200.000 [[Fixstern]]en, der auf Initiative der Astronomischen Gesellschaft in den [[1960]]er Jahren entstand. Für die Himmelsdurchmusterung wurden von weltweit verteilten Sternwarten etwa 10.000 genau nachgeführte [[Fotoplatte]]n belichtet, deren [[Sternörter]] nach einheitlichen Methoden ausgemessen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die AG und ihre Sternkataloge ==&lt;br /&gt;
Die [[Astronomische Gesellschaft]] als eine der ältesten wissenschaftlichen Vereinigungen Europas war im Jahr [[1800]] von zwei deutschen Astronomen gegründet worden – dem Gothaer „Astro-Manager“ [[Franz Xaver von Zach]] (1754–1832) und dem Bremer [[Mond]]-Spezialisten [[Hieronymus Schröter]] (1745–1816). Um [[1860]] hatte die A.G., wie sie in Fachkreisen heißt, den wichtigsten Sternkatalog dieser Zeit, den AGK initiiert. Er wurde ab [[1929]] mit neuen Messungen und v.&amp;amp;nbsp;a. genaueren [[Eigenbewegung (Astronomie)|Eigenbewegungen]] zum [[AGK2]] erweitert, der mit der neueren Fassung AGK3 bis heute eine bedeutende [[Daten]]basis für [[Astronomie]], Himmelsmechanik und [[Bahnbestimmung]] darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedeutung von genauen Sternörtern ===&lt;br /&gt;
Solche Verzeichnisse genauer [[Sternörter]] sind für fast alle Messungen der [[Astronomie]] wichtig, insbesondere für [[Richtungsmessung]]en und Ableitung von stellaren [[Eigenbewegung (Astronomie)|Eigenbewegung]]en. Die meisten der Sternpositionen werden [[relativ]] zueinander bestimmt (z.&amp;amp;nbsp;B. mit [[Meridiankreis]] oder [[Photographisches Zenitteleskop|Photographischem Zenitteleskop]] PZT), doch müssen sie in einen absoluten [[Koordinate]]nrahmen „eingehängt“ werden. Diesen liefern sogenannte [[Fundamentalkatalog]]e (siehe [[FK4]] oder [[FK5]]). Auch für die genaue [[Bahnbestimmung]] von [[Erde]], [[Mond]] und [[Planet]]en sind Sternkataloge unerlässlich. Darüber hinaus erlauben sie die Beobachtung von Systemänderungen wie [[Präzession]] oder [[Nutation (Astronomie)|Nutation]], die auf periodische Mondeinflüsse auf die [[Erdachse]] zurückgehen und durch Verschiebung der Koordinatenlinien alle Sternörter beeinflussen. Durch Verbindungsmessungen zur Erde, die als stabiler [[Kreisel]] in diesem Koordinatenrahmen rotiert, lassen sich die [[Erdrotation]] und [[geophysik]]alische Einflüsse auf sie genau bestimmen und überwachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Sternkatalog AGK3 (ca. 1955–1970) ==&lt;br /&gt;
Die Initiative für den Übergang AGK2–AGK3 kam nach der [[Internationale Astronomische Union|IAU]]-Generalversammlung [[1952]] in Rom von den [[Hamburg]]er Astronomen [[Otto Heckmann]] und Dirk Brouwer vom US-Naval Observatorium. Während der AGK2 im Wesentlichen nur durch die Arbeit dreier [[Sternwarte]]n entstand (Hamburg, Bonn und St. Petersburg?), war man sich nun im Klaren, dass die gewachsene Anzahl von [[Referenzstern]]en (AGK3R, Corbin 1978) durch moderne [[Meridiankreis]]e auf möglichst vielen Sternwarten beobachtet werden sollten (Referenzsterne geben den [[fotografisch]]en Aufnahmen, mit denen die „Massenarbeit“ erfolgt, die erforderlichen Parameter für genaue Verknüpfung und [[Koordinatentransformation]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Arbeit befindliche Überprüfung des [[FK3]] (Kopff 1937–38) zum [[FK4]] (Fricke et al. 1963) war bereits im Gange und sollte ein verbessertes [[Bezugssystem]] liefern. Darüber hinaus sollten einige für den [[AGK2]] (Schorr &amp;amp; Kohlschütter 1951–53) eingesetzten Instrumente auch am AGK3 mitwirken, wofür u.&amp;amp;nbsp;a. die Hamburger Astrokamera mit etwa 2 m [[Brennweite]] in Frage kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elf Sternwarten statt früher nur drei ===&lt;br /&gt;
Zur formellen Empfehlung der IAU-Kommission 8 kam es [[1955]] auf der IAU General Assembly in [[Dublin]]. Dadurch erweiterte sich der Kreis mitwirkender [[Observatorium|Observatorien]] auf folgende: [[Babelsberg]], [[Hamburg-Bergedorf|Bergedorf]], (Bonn), Bordeaux, Greenwich, [[Heidelberg]], Nikolajev, Ottawa, Paris, Pulkovo, [[Straßburg]] und Washington ([[United States Naval Observatory]]), wo Scott die Meridiankreis-Messungen der AGK3-Sterne koordinieren sollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeiten in Hamburg-Bergedorf ===&lt;br /&gt;
Die Aufnahme und Auswertung der [[Fotoplatte]]n sollten sich die Sternwarten [[Hamburg-Bergedorf]] und [[Bonn]] teilen, doch später entschied man, die Aufnahmen der „Bonner AGK2-Zone“ (jede Sternwarte bearbeitete einen gewissen [[Deklination (Astronomie)|Deklinationsbereich]]) den Hamburgern zu überlassen. Zwischen August [[1956]] und Juni [[1964]] wurden mit 1939 AGK3-Platten ebenso viele belichtet wie im früheren Projekt – aus einem [[Deklination (Astronomie)|Deklinations]]-Bereich vom [[Himmelspol]] bis herab zu δ = 2,5°.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufnahmetechnik und Foto-Emulsionen ===&lt;br /&gt;
Spezielle Beachtung fand die Art der Aufnahmen – auf beiden Seiten des [[Pier]]s, um [[systematische Fehler]] vom Kameraobjektiv zu vermeiden. Die zwei Plattensets wurden jeweils in entgegengesetzter Richtung am [[Stereokomparator]] ausgewertet und die [[Bildkoordinate]]n x und y gemittelt. Wie beim AGK2 bestand wieder das Problem der Beschaffung geeigneten [[Fotomaterial]]s – aber weniger das [[Glas]] (wiederum von der [[Grünenthaler Spiegelglas A.G.]]), sondern die [[Emulsion]]en. Für sie kamen drei Firmen in Betracht ([[Kodak]] Co. in London, [[Agfa]]-Wolfen in [[Ostdeutschland]] und [[Perutz-Photowerke|Perutz]] &amp;amp; Co. in München), doch die Situation im Nachkriegs-Deutschland war auch bei solcher Konkurrenz schwierig. Lange Lieferzeiten, Zollformalitäten und der beginnende [[Kalter Krieg|Kalte Krieg]] begünstigten schließlich die Platten aus [[München]]; Agfa und Kodak beliefen sich zusammen auf nur etwa 30 Prozent. Perutz musste lange an der [[Filmempfindlichkeit|Empfindlichkeit]] der Emulsionen experimentieren, um ausreichende Sensibilität zu erreichen. Die wissenschaftliche Plattenproduktion wurde eingestellt, als Perutz später im neuen Unternehmen [[Agfa|Agfa-Gevaert]] aufging. Um 1990 stellte dann auch Kodak die Produktion von [[Astroplatte]]n ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausmessung und Reduktionen ===&lt;br /&gt;
Ab 1957 arbeitete [[Hamburg-Bergedorf|Bergedorf]] wieder an &amp;#039;&amp;#039;drei&amp;#039;&amp;#039; Plattenmessern, weil [[Bonn]] seine Maschine verlieh. Nach achtjähriger Arbeit waren alle Platten vermessen. Die anschließende Berechnung der Daten lief diesmal schneller ab, weil das Universitäts-Rechenzentrum 1956 einen der ersten modernen [[Computer]], einen [[IBM 650]], erhalten hatte. Das manuelle [[Stanzen (Verfahren)|Stanzen]] von 400.000 [[Lochkarte]]n ging dabei schneller vonstatten als die Berechnungen mit den [[Rechenmaschine|Kurbelrechenmaschinen]]. [[1967]] erhielt die Sternwarte sogar einen eigenen GIER-Computer der dänischen [[Regnecentralen]]. Trotzdem konnte der erste AGK3-Band erst [[1975]] erscheinen. Das häufige Auswechseln der [[Magnetband|Magnetbänder]] machte Probleme, und [[Washington, D.C.]] sandte das Magnetband mit den [[Supplementstern]]en des AGK3R erst 1967.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst nach längeren Diskussionen (Dieckvoss et al.) wurden die [[Korrektur|Korrektion]]sverfahren für die Einflüsse der [[Sternfarbe]]n festgelegt. Auch die Anbindung an die AGK3-Sterne (Referenzkatalog AGK2A) bzw. den [[FK4]] und die Neuauswertung der AGK2-Örter wurde verhandelt, weil davon die Qualität verbesserter [[Eigenbewegung (Astronomie)|Eigenbewegung]]en &amp;#039;&amp;#039;(EB)&amp;#039;&amp;#039; stark abhängt. Als [[mittlerer Fehler]] ergab sich ±0,13″ für die Positionen und ±0,009″/Jahr für die Eigenbewegungen. Sterne mit merklich größerem Widerspruch wurden weggelassen; betraf er nur den AGK2, wurde die &amp;#039;&amp;#039;EB&amp;#039;&amp;#039; ausgeschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ergebnis und Ausblick ===&lt;br /&gt;
Wie beim AGK2 dauerte auch nun die Intensivphase etwa 10 Jahre. Das Ergebnis waren rund 250.000 Sterne bis herab zur 9. bis 10. [[Scheinbare Helligkeit|Größe]] mit deutlich höherer Präzision, v.&amp;amp;nbsp;a. wegen besserer EB durch Neureduktion und längere Zeiträume. Der AGK3 ist auch heute noch vielfach im Einsatz, obwohl die &amp;#039;&amp;#039;innere&amp;#039;&amp;#039; Genauigkeit des [[Hipparcos-Katalog]]s von 1997 fast 50-mal höher ist. Bei den &amp;#039;&amp;#039;systematischen&amp;#039;&amp;#039; Einflüssen ist dies offenbar günstiger, was wohl auch auf die Güte der modernen, teilautomatisierten Meridiankreise zurückgeht. Während „Hipparcos“ in seiner 3- bis 4-jährigen Beobachtungszeit im Weltall eine erstaunliche Positionsgüte erreichte (etwa ±0,003″), wurden die Eigenbewegungen naturgemäß viel schlechter bestimmt, sodass der Katalog zunehmend an Genauigkeit verliert. Die Vor- und Nachteile beim AGK3 liegen &amp;#039;&amp;#039;gerade umgekehrt&amp;#039;&amp;#039;, sodass eine gut modellierte Kombination weitere Vorteile bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.friedensblitz.de/sterne/nachkrieg/agk3.html Hamburger Arbeiten zum AGK3 und FOTOS dazu]&lt;br /&gt;
* [http://www.friedensblitz.de/sterne/glanzzeiten/agk2.html Hamburger Arbeiten zum AGK2 und Instrumenten-Fotos von 1956]&lt;br /&gt;
* [http://www.to.astro.it/astrometry/Astrometry/DIRA2/DIRA2_doc/AGK3/AGK3.HTML DRITTER ASTRONOMISCHE GESELLSCHAFT KATALOG (AGK3)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Agk3}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomische Datensammlung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sternkatalog]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abkürzung|AGK3]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astrofotografie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Boobarkee</name></author>
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