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	<title>ABB-Senf - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T20:08:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=ABB-Senf&amp;diff=968545&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rekkes: Quellenangabe korr.: NRZ, nicht NZZ</title>
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		<updated>2025-12-22T08:02:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Quellenangabe korr.: NRZ, nicht NZZ&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:ABB-Senf-Töpfe.jpg|mini|ABB-Senf-Töpfe]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ABB-Senf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Düsseldorfer Mostert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Senf]]spezialität aus [[Düsseldorf]], die seit dem frühen 18. Jahrhundert hergestellt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Düsseldorfer Mostert ==&lt;br /&gt;
Unter dem Namen „ABB“ wurde der „aechte Düsseldorfer Mostert“ bekannt. Die Bezeichnung „Düsseldorfer Mostert“ darf nur von Herstellern aus Düsseldorf verwendet werden. Der scharfe, malzig-bräunliche Senf wird aus brauner und gelber Senfsaat hergestellt. Der „Düsseldorfer Mostert“ wird laut Aussage von Zeitzeugen seit dem Ersten Weltkrieg nicht mit [[Traubenmost]], sondern mit unfiltriertem Düsseldorfer [[Branntweinessig]] angerührt. Im Übrigen ist die Herstellungsweise seit 1726 nahezu unverändert, da zur Vermahlung immer noch ein 500 kg schwerer Granitmühlstein verwendet wird. Ob bei der Herstellung des Düsseldorfer Mosterts nach der ursprünglichen Rezeptur jemals Traubenmost verwendet wurde, kann nicht belegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit August 2012 sind die Bezeichnungen „Düsseldorfer Mostert“, „Düsseldorfer Senf Mostert“, „Düsseldorfer Urtyp Mostert“ und „Aechter Düsseldorfer Mostert“ geschützte geographische Angaben ([[Herkunftsbezeichnung|g.g.A.]]) nach [[Europarecht|EU-Recht]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{EUR-Lex-Rechtsakt|reihe=L|jahr=2012|amtsblattnummer=223|anfangsseite=4|endseite=5|format=PDF|titel=Amtsblatt der Europäischen Union L223/4 vom 21. August 2012}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das bedeutet, dass die Namen solchen Produkten vorbehalten sind, die aus Düsseldorf stammen und dabei die Vorgaben des zugrunde liegenden Antrags erfüllen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EUR-Lex-Rechtsakt|reihe=C|jahr=2011|amtsblattnummer=321|anfangsseite=20|endseite=26|format=PDF|titel=Eintragungsantrag für Düsseldorfer Mostert g.g.A.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== ABB-Senf ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Still-Life-With-Bottles-And-Earthenware-ABB.jpg|mini|Der ABB-Senftopf, abgebildet in einem Stillleben von Vincent van Gogh 1885]]&lt;br /&gt;
Der Name „ABB“ leitet sich aus den [[Initiale]]n des Firmengründers Adam Bernhard Bergrath ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.loewensenf.de/1_alles_ueber_senf/1_geschichte/index.php |wayback=20080409180136 |text=Düsseldorfer Löwensenf GmbH, Firmengeschichte |archiv-bot=2023-06-04 10:58:16 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der niederländische Maler [[Vincent van Gogh]] stellte in seinem Ende 1884 in [[Nuenen]] entstandenen Gemälde „Stilleven met flessen en aardewerk“ (Stillleben mit Flaschen und Keramik) einen grauen Senftopf dar, der die Initialen &amp;#039;&amp;#039;ABB&amp;#039;&amp;#039; mit dem [[Düsseldorf#Wappen und Flagge|Ankersymbol]] trägt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.vggallery.com/painting/p_0061r.htm „Stilleven met flessen en aardewerk“], auf: www.vggallery.com (Van-Gogh-Museum, Amsterdam)&amp;lt;/ref&amp;gt; Das in Öl auf Leinwand&amp;amp;nbsp;im Format 31,5&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;41,7 cm gemalte Bild befindet sich heute im [[Van Gogh Museum]], [[Amsterdam]].&amp;lt;ref&amp;gt;C.&amp;amp;nbsp;J. Kaldenbach: &amp;#039;&amp;#039;Museumgids Rembrandt, Vermeer, Van Gogh&amp;#039;&amp;#039;, scriptio, 2008, ISBN 978-90-8773-011-6. S. 81&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch heute wird ABB-Senf in dem gleichen grauen [[Steinzeug]]topf angeboten, auf dem in blauer Farbe die Initialen des Firmengründers sowie ein Anker abgebildet sind. Der Topf wird traditionell durch einen [[Korken]] verschlossen, wobei inzwischen auch modernere Varianten mit Kunststoffverschluss vermarktet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Silbernes ABB-Mostertpoettchen.jpg|mini|hochkant|ABB-Mostertpöttchen mit [[Düsseldorfer Radschläger|Düsseldorfer-Radschläger]]-Deckel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Düsseldorf, Ritterstrasse, Haus Nr. 30 &amp;quot;Stadt Venlo&amp;quot;, in dem Gottfried Esser 1773 den Düsseldorfer Senf herstellte.jpg|mini|„Stadt Venlo“, vor 1911]]&lt;br /&gt;
Eine Familie &amp;#039;&amp;#039;Esser&amp;#039;&amp;#039;, aus der der Begründer der Senffabrik vermutlich stammte, ist bereits Anfang des 17. Jahrhunderts in Düsseldorf nachweisbar. Im &amp;#039;&amp;#039;Landsteuerbuch von 1632&amp;#039;&amp;#039; wurden insgesamt sechs Familien Esser angeführt. Davon zwei mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Esser&amp;#039;&amp;#039;, und zwar auf der Bolkerstraße und in Lierenfeld.&amp;lt;ref&amp;gt;Herausgeber H. Ferber; In: &amp;#039;&amp;#039;Das Landsteuerbuch Düsseldorf&amp;#039;s von 1632&amp;#039;&amp;#039;; Nachdruck, 1881, S. 22, 31, 45, 50 und 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1726 begann Wilhelmus Theodorus Esser (* 1695; † 1741)&amp;lt;ref&amp;gt;Landesarchiv NRW, Brühl, Augustusburg, digitalisierte Kirchenbücher von Düsseldorf; In: &amp;#039;&amp;#039;St. Lambertus, LD0047, Blatt 291&amp;#039;&amp;#039;; * 11. Mai 1665.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Landesarchiv NRW, Brühl, Augustusburg, digitalisierte Kirchenbücher von Düsseldorf; In: &amp;#039;&amp;#039;St. Lambertus, LD0064, Blatt 10&amp;#039;&amp;#039;; † 1. Mai 1741.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot;&amp;gt;Mitarbeiter: Fa. Frenzel; In: &amp;#039;&amp;#039;Eine Ausarbeitung von 1966&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; mit der Produktion von &amp;#039;&amp;#039;Senf&amp;#039;&amp;#039; im Gebäude [[Ritterstraße (Düsseldorf)|Ritterstraße]] Nr. 30, genannt „Der Stadt Venlo“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ferber; In: &amp;#039;&amp;#039;Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;; Herausgegeben vom Düsseldorfer Geschichtsverein; Verlag C. Kraus, 1889, Teil I, S. 2.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1741, nach dem Tod des Vaters, übernahm Sohn Godefridus Esser (1722–1774)&amp;lt;ref name=&amp;quot;LA_NRW&amp;quot;&amp;gt;Landesarchiv NRW, Brühl, Augustusburg, digitalisierte Kirchenbücher von Düsseldorf; In: &amp;#039;&amp;#039;St. Lambertus, LD0064, Blatt 217&amp;#039;&amp;#039;; * 1722, † 14. April 1774.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Erbe die Fabrik; für 1773 ist belegt, dass er in der Ritterstraße Haus Nr. 30 &amp;#039;&amp;#039;Senf&amp;#039;&amp;#039; hergestellt hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ferber3&amp;quot;&amp;gt;H. Ferber; In: &amp;#039;&amp;#039;Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;; Herausgegeben vom Düsseldorfer Geschichtsverein; Verlag C. Kraus, 1889, Teil I, S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Nach dem Tod 1774&amp;lt;ref name=&amp;quot;LA_NRW&amp;quot; /&amp;gt; übernahm die Witwe von Godefridus Esser, Catharina Elisabeth Esser, die Firma.&lt;br /&gt;
* 1777 starb Catharina Elisabeth Esser&amp;lt;ref&amp;gt;Landesarchiv NRW, Brühl, Augustusburg, digitalisierte Kirchenbücher von Düsseldorf; In: &amp;#039;&amp;#039;St. Lambertus, LD0064, Blatt 244&amp;#039;&amp;#039;; * 1722, † 19. Oktober 1777.&amp;lt;/ref&amp;gt; und das Haus in der Ritterstraße wurde verkauft; Herstellung und Verkauf des &amp;#039;&amp;#039;Senfs&amp;#039;&amp;#039; erfolgten danach in der Neustraße im Haus Nr. 57, genannt „Im goldenen Römer“, und später in einem Haus in der Mertensgasse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ferber3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im September 1781 wurde die Senffabrik an den damaligen Castellan des [[Düsseldorfer Schloss|Schlosses]], Johann Cornelius Bergrath, vererbt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ferber3&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Landesarchiv NRW, Brühl, Augustusburg, digitalisierte Kirchenbücher von Düsseldorf; In: &amp;#039;&amp;#039;St. Lambertus, LD0055, Blatt 90, Taufregister&amp;#039;&amp;#039;; am 20. Juli 1772 wurde J.C. Bergrath als Vater eines Kindes eingetragen.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den &amp;#039;&amp;#039;Bergischen Wochennachrichten, Gülich-Berg&amp;#039;&amp;#039; wurden die Geschäftsübernahme und der weitere Vertrieb des Senfs bekanntgegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ferber3&amp;quot; /&amp;gt; Zur Abwehr einer Konkurrenz aus Köln wurde in einer weiteren Anzeige dieser Zeitung 1786 angeführt: „… dass er nirgend eine Niederlage habe, sondern bei ihm selbst hier im Churfürstlichen Schloss gleich am Eingang wohnend, … [Senf] zu bekommen wäre …, woran der ächte ohnverfälschte Düsseldorfer Mostardt zu erkennen ist“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ferber3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1797 wurde die Fabrikation vom Schloss in die Andreasstraße Nr. 31 verlegt, in das Haus „Zur Stadt Cölln“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Testament von Johann Cornelius Bergrath 1799 wurde niedergelegt, dass seine drei Söhne den Besitz erben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ferber3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Nach dem Tode des Vaters am 2. Mai 1800&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt; übernahmen die Söhne Adam Bernhard und Josef Bergrath die Fabrikation. (Der dritte Sohn war Frater bei den [[Kapuziner]]n.)&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ferber3&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Düsseldorf, Töpfe und Verkaufsladen des Düsseldorf Senfs.jpg|mini|Historischer Verkaufsladen]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Neusser Straße 125, Düsseldorf-Unterbilk.jpg|mini|Neusser Straße 125 (Alte Senffabrik)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Düsseldorf, Gewürzhaus Altstadt, Kapuzinergasse (Juli 2020).jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Gewürzhaus&amp;#039;&amp;#039;, Verkaufsladen in der Kapuzinergasse 16, Düsseldorf-Altstadt (2020)]]&lt;br /&gt;
* Am 7. Oktober 1800 wurde in einem Teilungsvertrag die alleinige Übernahme des väterlichen Senfgeschäfts durch Adam Bernhard Bergrath vereinbart.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt; Die Produktion wurde in ein Haus am Burgplatz verlegt. Die Senftöpfchen wurden nun mit seinem [[Monogramm]] und dem [[Düsseldorf#Wappen und Flagge|Düsseldorfer Anker]] gekennzeichnet. Neben Senf wurden in seinem Geschäft auch Siegellack, Papier, Textilspitzen, Federn und anderes verkauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ferber4&amp;quot;&amp;gt;H. Ferber; In: &amp;#039;&amp;#039;Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;; Herausgegeben vom Düsseldorfer Geschichtsverein; Verlag C. Kraus, 1889, Teil I, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hinweis:&amp;#039;&amp;#039; Vermutlich hat auch der Bruder Josef Bergrath nach der Geschäftstrennung in einem eigenen Geschäft weiter Senf verkauft. Ob dies ABB-Senf war oder ob auch vielleicht ein eigener Senf hergestellt wurde, ist unbekannt. Seine Witwe Cordula, geb. Schrodz, teilte jedenfalls im wöchentlichen &amp;#039;&amp;#039;Anzeiger&amp;#039;&amp;#039; im Mai 1808 mit, dass nach ihrem Umzug in die Bergerstraße dort weiter im Namen ihrer unmündigen Kinder Senf verkauft werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1817, nach dem Tode von A. B. Bergrath, verlegte seine Witwe, Caroline Sybille geb. Sentz, die Fabrikation in das noch von ihrem Mann umgebaute Haus am Burgplatz Nr. 15, genannt „Zum Zuckerhut“.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Ferber; In: &amp;#039;&amp;#039;Historische Wanderung durch die alte Stadt Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;; Herausgegeben vom Düsseldorfer Geschichtsverein; Verlag C. Kraus, 1889, Teil I, S. 71.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist damit die Namensgeberin der Firma &amp;#039;&amp;#039;A. B. Bergrath sel. WWe.&amp;#039;&amp;#039; Geschäftlich wurde sie von ihrem Sohn und Nachfolger Peter Bergrath unterstützt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt; Noch 1850 ist die Witwe A. B. Bergrath unter der Adresse Burgplatz als Inhaberin für die Senffabrik und Handlung für Schreibmaterialien nachweisbar.&amp;lt;ref&amp;gt;In: &amp;#039;&amp;#039;Wohnungsanzeiger und Adressbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;. 1850, S. [23]13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1872 lag der Firmensitz an der [[Flinger Straße]] Nr. 7. In einer Werbe-Anzeige unter dem Firmennamen &amp;#039;&amp;#039;A. B. Bergrath sel. Www.&amp;#039;&amp;#039; wurde bereits ein „H. Ditges“ angeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;In: &amp;#039;&amp;#039;Adressbuch der Oberbürgermeisterei Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;. 1872, S. [287]-.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Hinweis&amp;#039;&amp;#039;: In den Adressbüchern und Werbe-Anzeigen wurde im Gegensatz zu den Eintragungen im Handelsregister der Nachname „Dittges“ immer als „Ditges“ mit nur einen „t“ geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1878 übernahm Heinrich Dittges als Ehemann der Tochter von Peter Bergrath, Elisabeth, die Firma. Dass Heinrich Dittges Eigentümer der Firma ABB geworden war, ist in einer Urkunde vom Besitzübergang an seinen Sohn belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Königliches Amtsgericht&amp;quot;&amp;gt;laut Königliches Amtsgericht Düsseldorf, In: &amp;#039;&amp;#039;Urkunde Nr. 310, Handelsregisterakten Bd. I, 225.05.1&amp;#039;&amp;#039;; Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ferber4&amp;quot; /&amp;gt; Die Fabrikation wurde unter dem [[Hoflieferant]]en Heinrich Dittges zuerst in die Flinger Str. Nr. 38, danach zur Nr. 7 und schließlich in die Schadowstraße Nr. 30 verlegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ein per 30. Januar 1895 beantragtes [[Warenzeichen]] wurde am 14. Mai 1895 eingetragen. Es zeigt „ABB mit Anker und einer 4 am Ende vom Ankerschaft“ und ist aktuell noch gültig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{DtPatentMarkenA |Nummer=6450 |Name=Wort-Bildmarke „ABB mit Anker und 4“}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 31. März 1896 wurde Ludwig Dittges, der Sohn von Heinrich Dittges, Eigentümer der Firma ABB.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Königliches Amtsgericht&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1897 wurde die Produktion bis 1900 zur Worringerstraße Nr. 12 verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;In: &amp;#039;&amp;#039;Adressbuch der Stadt Düsseldorf.&amp;#039;&amp;#039; 1997, 1998, 1999 und 1900, Schwann, Teil 2, Alphabetisches Verzeichnis, für 1997 S. [887]805.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab&lt;br /&gt;
* 1901 änderte sich laut Adressbuch die Firmenanschrift der Firma „A. B. Bergrath sel. WWe.“ auf „Stockkampstraße 12“.&amp;lt;ref&amp;gt;Förster. In: &amp;#039;&amp;#039;Adressbuch für die Stadtgemeinde Düsseldorf und die Bürgermeistereien Benrath, Erkrath und Kaiserswerth.&amp;#039;&amp;#039; 1902 bis 1911, S. [1109]477 für 1910.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter Ludwig Dittges wurde um 1911 der Düsseldorfer Konkurrent, die 1826 von &amp;#039;&amp;#039;L. Mackenstein&amp;#039;&amp;#039; gegründete Senffabrik &amp;#039;&amp;#039;Mackenstein&amp;#039;&amp;#039;, übernommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1912 wurden die Rechte für &amp;#039;&amp;#039;A. B. Bergrath sel. WWe.&amp;#039;&amp;#039; an &amp;#039;&amp;#039;Rudolf Schwenzner&amp;#039;&amp;#039; verkauft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Handelsregister Düsseldorf war Rudolf Schwenzner Eigentümer von A. B. B., Datum: 2. August 1912; In: &amp;#039;&amp;#039;Handelsregister Düsseldorf.&amp;#039;&amp;#039; Blatt HR 1853, Eintragung 2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter Rudolf Schwenzner wurde die Fabrikation zuerst in die [[Neusser Straße (Düsseldorf)|Neusser Straße]] 125&amp;lt;ref&amp;gt;Förster. In: &amp;#039;&amp;#039;Adressbuch für die Stadtgemeinde Düsseldorf und die Bürgermeistereien Benrath, Erkrath und Kaiserswerth.&amp;#039;&amp;#039; 1913, S. [1101]403.&amp;lt;/ref&amp;gt; und&lt;br /&gt;
* 1914 zur Hunsrückenstraße Nr. 30, dem Haus „Im goldenen Karpfen“ verlegt, in dem sie auch 1924 noch nachweisbar ist.  Danach zog man zur Immermannstraße Nr. 25 um.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Scherl. In: &amp;#039;&amp;#039;Düsseldorfer Adressbuch, 1924.&amp;#039;&amp;#039; 1924/5, S. [1021]9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1934 zog unter dem Schwager von Rudolf Schwenzner, Albert Vomberg, die Senfherstellung von &amp;#039;&amp;#039;ABB-Senf&amp;#039;&amp;#039; zur Bilker Straße 16 um.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Handelsregister Düsseldorf war Albert Vomberg persönlich haftender Gesellschafter von A. B. B., Datum: 30. Mai 1934; In: &amp;#039;&amp;#039;Handelsregister Düsseldorf.&amp;#039;&amp;#039; Blatt HR 1853, Eintragung 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Zum 1. Dezember 1940 verkaufte Albert Vomberg aus gesundheitlichen Gründen die Firma &amp;#039;&amp;#039;A. B. Bergrath sel. WWe.&amp;#039;&amp;#039; an Fastrich und Frau Luise, Duisburg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;In: &amp;#039;&amp;#039;Handelsregister Düsseldorf.&amp;#039;&amp;#039; Blatt HRA 11151.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Am 11. Mai 1965 wurde die Senffabrik &amp;#039;&amp;#039;A. B. Bergrath sel. WWe.&amp;#039;&amp;#039; von Frieda Frenzel, Eigentümerin der Firma [[Löwensenf|Düsseldorfer Senfindustrie O. Frenzel]], erworben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Mitarbeiter1966&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;HandelsregisterA29&amp;quot;&amp;gt;In: &amp;#039;&amp;#039;Handelsregister Düsseldorf.&amp;#039;&amp;#039; Blatt HR A29.&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit endete die Eigenständigkeit der Senffirma &amp;#039;&amp;#039;Esser/Bergrath und Nachfolger&amp;#039;&amp;#039;. Die übernehmende Firma „Düsseldorfer Senfindustrie O. Frenzel“ ist vor allem durch die Marke „Düsseldorfer Löwensenf“ bekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://rp-online.de/nrw/staedte/duesseldorf/duesseldorfer-loewensenf-100-scharfe-jahre_aid-16728465 Duesseldorfer Loewensenf 100 scharfe Jahre]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Von 1950 bis 2000 war die Marke „ABB“ für „Gewürzkräuter, Gewürze, Sossen, Essig, Senf“ beim Deutschen Patent- und Markenamt, zuletzt auf den Inhaber Appel &amp;amp; Frenzel GmbH, Düsseldorf eingetragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DtPatentMarkenA |Nummer=639850 |Name=Wort-Bildmarke „ABB“, Reg. Nr. 639850}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{DtPatentMarkenA |Nummer=640787 |Name=Wort-Bildmarke „ABB“, Reg. Nr. 640787}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese wird derzeit von der Firma Düsseldorfer Löwensenf GmbH gehalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://register.dpma.de/DPMAregister/marke/registerIR?AKZ=171618&amp;amp;CURSOR=45 &amp;#039;&amp;#039;Wort-Bildmarke „ABB“, Reg. Nr. 639850&amp;#039;&amp;#039;] in der Registerauskunft des [[Deutsches Patent- und Markenamt|Deutschen Patent- und Markenamtes]] (DPMA).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amtlich wurde die ehemalige Firma Esser/Bergrath und Nachfolger erst zum 29. Dezember 1988 im Handelsregister gelöscht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HandelsregisterA29&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
2001 wurde wiederum Löwensenf von der Münchener [[Develey Management|Develey Senf &amp;amp; Feinkost]] GmbH übernommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wer-zu-wem.de/firma/Loewensenf.html Löwensenf] auf Wer-zu-wem.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |werk=[[Kölner Stadt-Anzeiger]] |datum=2009-01-30 |url=https://www.ksta.de/scharfes-duesseldorf-gibt-seinen-senf-dazu-13000836 |titel=Düsseldorf gibt seinen Senf dazu |autor=Barbara aus der Wiesche |abruf=2019-01-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ABB-Senf wurde weiter von Develey in Düsseldorf hergestellt und im Raum Düsseldorf unter anderem in Feinkostgeschäften vertrieben. Sämtliche Düsseldorfer Hausbrauereien und Traditionsgaststätten servieren ABB-Senf im traditionellen Steinguttopf, aber zum Teil mit eigenem Design.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2025 wurde bekannt, dass Develey den Ende 2026 auslaufenden Pachtvertrag für den Produktionsstandort in [[Lichtenbroich]] nicht verlängern und die Produktion nach Thüringen verlagern wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/loewensenf-develey-verlagert-die-senfproduktion/100108280.html |titel=Handelsblatt |abruf=2025-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Develey wollte verhindern, dass die Senf-Produktion umziehen muss. Allerdings fand das Unternehmen keine geeignete Fläche in Düsseldorf. &lt;br /&gt;
ABB-Senf wird ab September 2026 beim Feinkostunternehmen Wulfert in Moers hergestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nrz.de/lokales/duesseldorf/article410171965/nach-loewensenf-auch-abb-produktion-verlaesst-duesseldorf|titel=NRZ |abruf=2025-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Theo Lücker: &amp;#039;&amp;#039;Die Düsseldorfer Altstadt. Wie sie keiner kennt.&amp;#039;&amp;#039; Vom Ratinger Tor bis in Kurze Straße. I. Band. Verlag der Goethe-Buchhandlung, Düsseldorf 1984, Nr. 29. &amp;#039;&amp;#039;Die Ritterburg. Geburtsstätte des Mosters.&amp;#039;&amp;#039; S. 131–133.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Senfmuseum Düsseldorf}}&lt;br /&gt;
* [http://register.dpma.de/DPMAregister/geo/detail.pdfdownload/11252 Schutzschrift für Düsseldorfer Mostert] in einer Entscheidung des deutschen [[Bundespatentgericht (Deutschland)|Bundespatentgerichts]] vom 10. Oktober 2009&lt;br /&gt;
* [http://articles.chicagotribune.com/2012-09-05/features/ct-food-0905-dusseldorf-extra-20120905_1_national-mustard-museum-d-252sseldorf-flavor Bill Daley: &amp;#039;&amp;#039;The flavor of Düsseldorf&amp;#039;&amp;#039;], Artikel der &amp;#039;&amp;#039;Chicago Tribune&amp;#039;&amp;#039; vom  5. September 2012 (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Abb Senf}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tafelsenf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Düsseldorf)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittel mit geschützter geographischer Angabe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rheinische Küche]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rekkes</name></author>
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