<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=A.C.A.B.</id>
	<title>A.C.A.B. - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=A.C.A.B."/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=A.C.A.B.&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T22:18:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=A.C.A.B.&amp;diff=276157&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: Satzstellung geändert.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=A.C.A.B.&amp;diff=276157&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-28T04:09:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Satzstellung geändert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Für weitere Bedeutungen siehe [[ACAB]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Scritta murale.JPG|mini|Graffito in [[Turin]], Italien]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ACAB Montreal Police Car.jpg|mini|Eine während der [[Studentenproteste in Québec 2012|Studentenproteste in Québec]] im Jahr 2012 besprühte Funkstreife in [[Montréal]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Akronym]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;A.C.A.B.&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;ACAB&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; steht für den [[Englische Sprache|englischen]] Ausspruch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;All cops are bastards&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, wörtlich {{&amp;#039; |Alle [[Polizeivollzugsbeamter|Polizisten]] sind [[Bastard]]e}} oder sinngemäß {{&amp;#039; |Alle [[Polizeivollzugsbeamter#Der Ausdruck „Bulle“|Bullen]] sind [[Hausschwein#Negative Besetzung|Schweine]]}}. Diese Parole wird von zahlreichen [[Jugendsubkultur]]en verwendet, insbesondere unter [[Autonome]]n, [[Punk]]s, [[Skinhead]]s, [[Hooligan]]s und [[Ultras]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.belltower.news/lexikontext/troublemaker-acab |titel=Troublemaker/A.C.A.B. |werk=Belltower.News |hrsg=[[Amadeu Antonio Stiftung]] |abruf=2018-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der genaue Zeitpunkt der Entstehung ist unklar. &amp;#039;&amp;#039;A.C.A.B.&amp;#039;&amp;#039; ist eine häufig anzutreffende Gefängnistätowierung in Großbritannien. In Form von Tätowierungen, Aufnähern, [[Button (Ansteckplakette)|Buttons]], Schriftzügen auf Jacken und T-Shirts und [[Graffiti]] auf Häuserwänden sowie als Songtexte fand das [[Akronym]] in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren Eingang in die Jugendsubkulturen des [[Punk]] und [[Oi!]]. Später wurde der Slogan von Teilen der [[Neonazismus|neonazistischen Szene]] übernommen. In die frühen 1980er datieren auch die Titel &amp;#039;&amp;#039;A.C.A.B&amp;#039;&amp;#039; der deutschen Punkband &amp;#039;&amp;#039;[[Slime (Band)|Slime]]&amp;#039;&amp;#039; oder der Londoner Oi!-Band &amp;#039;&amp;#039;[[The 4-Skins]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Slogan wird auch als &amp;#039;&amp;#039;1312&amp;#039;&amp;#039; codiert dargestellt, entsprechend der Position der Buchstaben im Alphabet.&lt;br /&gt;
[[Datei:ACABBanner.jpg|mini|Ein [[Transparent (Banner)|Transparent]] mit der Aufschrift „ACAB“ auf einer Demonstration in [[Leipzig]] gegen die Räumung der [[Rigaer 94]].]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Politparade 183.jpg|mini|[[Christopher Street Day|CSD]]-Parade München 2018. Hier steht mit der Parole &amp;#039;&amp;#039;All Cops Are Bärchen&amp;#039;&amp;#039; das B als Verweis auf die [[Bear Community]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere und ergänzende Bedeutungen ==&lt;br /&gt;
Neben der bekannten Deutung als &amp;#039;&amp;#039;All Cops are Bastards&amp;#039;&amp;#039; haben sich eine Vielzahl von [[Backronym]]en und Abwandlungen gebildet. In der [[Politische Linke|linken Szene]] verwenden einige Menschen alternativ „All Cops are Bullshit“, da der Begriff „Bastard“ auch [[Rassismus|rassistisch]] verwendet wird (z.&amp;amp;nbsp;B. „[[Rheinlandbastard]]e“). Darüber hinaus kommen aus der linken Szene auch weitere Interpretationen der Abkürzung, wie &amp;#039;&amp;#039;All colours are beautiful&amp;#039;&amp;#039; (‚Alle Farben sind schön‘) oder &amp;#039;&amp;#039;all communists are beautiful&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.linke-t-shirts.de/all-communists-are-beautiful_galerie207144.htm |text=„All communists are beautiful“ als T-Shirt-Spruch |wayback=20141129030857}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; (‚Alle [[Kommunisten]] sind schön‘). Weit verbreitet im Bereich der Punk-, Skinhead- und [[Fußball]]kultur ist die auf die gemeinsame [[Präferenz]] von alkoholischen Getränken zurückgehende Aussprache zu &amp;#039;&amp;#039;Acht Cola, acht Bier&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kai Von Appen |Titel=„A.C.A.B“ beleidigt Polizistin: Vorsicht, Kopfschutz! |Sammelwerk=Die Tageszeitung |Datum=2013-11-04 |Online= [https://taz.de/ACAB-beleidigt-Polizistin/!5069609/ taz.de] |Abruf=2015-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die häufig auch in &amp;#039;&amp;#039;8 ColaBier&amp;#039;&amp;#039; abgewandelt wird. Darüber hinaus gibt es bei [[Neonazi]]s die [[antisemit]]ische Variante &amp;#039;&amp;#039;A.J.A.B.&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;All Jews are Bastards&amp;#039;&amp;#039; (‚Alle Juden sind Bastarde‘). Bei [[Autonome]]n ist die Abwandlung &amp;#039;&amp;#039;Autonome Chaoten argumentieren besser&amp;#039;&amp;#039; verbreitet. Andere mögliche Deutungen sind z.&amp;amp;nbsp;B.: &amp;#039;&amp;#039;Always carry a bible&amp;#039;&amp;#039; (‚Habe immer eine Bibel dabei‘), &amp;#039;&amp;#039;All chicks are beautiful&amp;#039;&amp;#039; (‚Alle Hühner [= junge Frauen] sind schön‘). Bei Fußballfans findet das an die Ortsbezeichnung [[Copacabana (Rio de Janeiro)|Copacabana]] angelehnte Wortspiel &amp;#039;&amp;#039;CopACABana&amp;#039;&amp;#039; Verbreitung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.regensburg-digital.de/acab-ist-in-regensburg-strafbar/25012012/ |titel=Vorsicht: cop-ACAB-ana ist in Regensburg strafbar |werk=regensburg-digital.de |hrsg=Regensburg Digital |abruf=2016-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im britischen Sprachraum wird manchmal auch die Aussprache &amp;#039;&amp;#039;All Coppers are Bastards&amp;#039;&amp;#039; verwendet, so etwa in einem Songtext der britischen Band [[The 4-Skins]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.lyricsbox.com/4-skins-lyrics-a.c.a.b.-all-coppers-are-bastards-1tf384f.html |titel=4 Skins Lyrics – A.C.A.B. (All Coppers Are Bastards) &amp;amp;#124; LyricsBox |werk=lyricsbox.com |hrsg=LyricsBox |abruf=2016-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2023 wirbt die [[Bundespolizei (Deutschland)|deutsche Bundespolizei]] in einer Plakatkampagne mit dem Slogan &amp;#039;&amp;#039;All Cops Are Beautiful&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Sophie-Marie Schulz |url=https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/berlin-alexanderplatz-all-cops-are-beautiful-acab-kampagne-wie-die-bundespolizei-eine-beschimpfung-umdeutet-li.307809 |titel=A.C.A.B.-Kampagne: Wie die Bundespolizei eine Beschimpfung umdeutet |datum=2023-01-17 |sprache=de |abruf=2023-01-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechte an A.C.A.B. und Klage ==&lt;br /&gt;
Im [[Deutschland|deutschen]] Raum sicherte sich der Textilhändler &amp;#039;&amp;#039;[[Troublemaker]]&amp;#039;&amp;#039; in der Zeit von 1998 bis 2007 die Rechte an &amp;#039;&amp;#039;A.C.A.B.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://register.dpma.de/DPMAregister/marke/register/398232806/DE |titel=DPMAregister &amp;amp;#124; Marken – Registerauskunft |werk=dpma.de |hrsg=register.dpma.de |abruf=2016-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und sah sich umgehend mit einer Strafanzeige eines Polizisten konfrontiert, die jedoch keinen Erfolg hatte. Trotz dieses Gerichtsbeschlusses weist &amp;#039;&amp;#039;Troublemaker&amp;#039;&amp;#039; auf seiner Internetpräsenz darauf hin, dass es leicht zur [[Konfiszierung]] von A.C.A.B.-Textilien kommen könne und in einem solchen Fall kein Ersatz geleistet würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsprechung zu A.C.A.B., FCK CPS (FUCK COPS) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:ACAB-Graffiti.JPG|mini|Graffiti an Häuserwand]]&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Richtet sich &amp;#039;&amp;#039;ACAB&amp;#039;&amp;#039; gegen eine klar eingegrenzte Gruppe von Polizisten bzw. einen einzelnen Polizisten, wurde die Strafbarkeit wegen Beleidigung auch in dritter Instanz bereits bestätigt:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=[Der Tatverdächtige] rief einem Polizeibeamten, […], aus einiger Entfernung laut ‚A.C.A.B.‘ zu und zeigte dabei mit ausgestrecktem Arm auf den Polizeibeamten. Es ist revisionsrechtlich nicht zu beanstanden, dass der Tatrichter der genannten Buchstabenkombination den Sinngehalt ‚all cops are bastards‘ beigemessen habe. Denn die Abkürzung ‚A.C.A.B.‘ wird in Jugendsubkulturen und auch in der Neonazi-Szene für diese englischsprachige Parole verwendet und andere Deutungen sind im vorliegenden Fall auszuschließen. Die individuelle Bezeichnung eines Polizeibeamten (‚cop‘) als ‚bastard‘ ist sowohl in der englischen wie auch in der deutschen Sprache objektiv ehrverletzend und ist nach den Urteilsfeststellungen auch subjektiv gewollt als ehrverletzend geäußert worden, ohne dass es dazu irgendeinen Anlass gegeben hätte. Die Formalbeleidigung ist daher weder durch Wahrnehmung berechtigter Interessen gemäß {{§|193|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|Strafgesetzbuch]] noch durch das [[Grundrechte (Deutschland)|Grundrecht]] der [[Meinungsfreiheit]] nach {{Art.|5|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetz]] gerechtfertigt.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Oberlandesgericht Stuttgart]], Beleidigung eines Polizeibeamten durch Äußerung der Buchstabenfolge „A.C.A.B.“ (Pressemitteilung zum Beschluss vom 23. Juni 2008)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.olg-stuttgart.de/servlet/PB/menu/1221841/index.html?ROOT=1182029 |titel=Beleidigung eines Polizeibeamten durch Äußerung der Buchstabenfolge „A.C.A.B.“ |werk=olg-stuttgart.de |hrsg=Oberlandesgericht Stuttgart |datum=2008-07-08 |sprache=de |abruf=2016-02-27 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130525034202/http://www.olg-stuttgart.de/servlet/PB/menu/1221841/index.html?ROOT=1182029 |archiv-datum=2013-05-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Gerichte bei der Bewertung des Verhältnisses von Meinungsfreiheit und Ehrenschutz bei Kollektivurteilen (vergleiche &amp;#039;&amp;#039;[[Soldaten sind Mörder]]&amp;#039;&amp;#039;) immer wieder zu anderen Ergebnissen kommen können, zeigt dieser Fall: Bei einem Zweitliga-Spiel des [[Karlsruher SC]] gegen den [[VfL Bochum]] am 16. Oktober 2010 hatten Fans ein [[Banner (Fahne)|Banner]] ausgerollt, mit dem ein Polizeieinsatz auf einer Demonstration gegen [[Stuttgart 21]] kritisiert wurde. Anschließend wurde ein Banner mit der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;ACAB&amp;#039;&amp;#039; gezeigt. Ein dabei identifizierter Fußballfan erhielt vom [[Amtsgericht Karlsruhe]] am 5. April 2011 einen [[Strafbefehlsverfahren (Deutschland)|Strafbefehl]] über eine [[Geldstrafe (Deutschland)|Geldstrafe]] von 25 [[Tagessatz|Tagessätzen]]. Aufgrund des vom Angeklagten eingelegten Einspruchs wurde er in der Verhandlung vor dem Amtsgericht am 12. Mai 2011 freigesprochen. Auf die [[Berufung (Recht)|Berufung]] der Staatsanwaltschaft hin wurde das Urteil am 8. Dezember 2011 vom [[Landgericht Karlsruhe]] bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LG%20Karlsruhe&amp;amp;Datum=08.12.2011&amp;amp;Aktenzeichen=11%20Ns%20410%20Js%205815/11 LG Karlsruhe, 08.12.2011 - 11 Ns 410 Js 5815/11]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf die [[Revision (Recht)|Revision]] der Staatsanwaltschaft hin hob das [[Oberlandesgericht Karlsruhe]] diese Entscheidung am 19. Juli 2012 auf und verwies zu erneuter Verhandlung an das Landgericht zurück, das ihn dann am 25. September 2013 schuldig gesprochen und ihn unter Vorbehalt der Verurteilung zu der Geldstrafe von 20 Tagessätzen [[Verwarnung mit Strafvorbehalt|verwarnte]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Karlsruhe&amp;amp;Datum=20.05.2014&amp;amp;Aktenzeichen=1%20(8)%20Ss%20678/13 OLG Karlsruhe, 20.05.2014 - 1 (8) Ss 678/13 - AK 15/14]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die dagegen vom Angeklagten eingelegte Revision wurde vom Oberlandesgericht Karlsruhe am 20. Mai 2014 abgewiesen. Der hiergegen vom Angeklagten eingelegten [[Verfassungsbeschwerde (Deutschland)|Verfassungsbeschwerde]] wurde mit Beschluss des [[Bundesverfassungsgericht]]s vom 17. Mai 2016 stattgegeben und die Sache zur erneuten Verhandlung an das Oberlandesgericht Karlsruhe zurückverwiesen:&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG, Beschluss vom 17. Mai 2016 – {{Rspr|1 BvR 2150/14}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Parole sei als allgemeine Äußerung von der Meinungsfreiheit abgedeckt, da damit eine „allgemeine Ablehnung der Polizei und ein Abgrenzungsbedürfnis gegenüber der staatlichen Ordnungsmacht zum Ausdruck“&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG, [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2016/05/rk20160517_1bvr215014.html Beschluss vom 17. Mai 2016 – 1 BvR 2150/14], Rn. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; gebracht würde, und diese nur als Beleidigung einzustufen sei, sofern sie sich auf eine „hinreichend überschaubare und abgegrenzte Personengruppe“&amp;lt;ref name=&amp;quot;1 BvR 2150/14 Rn. 17&amp;quot;&amp;gt;BVerfG, [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2016/05/rk20160517_1bvr215014.html Beschluss vom 17. Mai 2016 – 1 BvR 2150/14], Rn. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; beziehe. Die 3. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts führte zu diesem Personenbezug aus: {{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Hierfür reicht es nicht, dass die die Parole wahrnehmenden Polizeikräfte eine Teilgruppe aller Polizisten und Polizistinnen bilden. Ebenso wenig genügt es den verfassungsrechtlichen Anforderungen an eine personalisierte Zuordnung der Äußerungen, dass sich zur Sicherung des besuchten Fußballspiels auch Einsatzkräfte der Polizei im Stadion befanden und nach der Vorstellung des Beschwerdeführers die Möglichkeit bestand, dass diese die von ihm mit hochgehaltene Buchstabenfolge ‚A C A B !‘ wahrnehmen würden.|Autor=Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 17. Mai 2016 – 1 BvR 2150/14&amp;lt;ref name=&amp;quot;1 BvR 2150/14 Rn. 17&amp;quot;/&amp;gt;}} Der damalige Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei [[Oliver Malchow]] bezeichnete die Entscheidung als einen Schlag ins Gesicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gdp.de/gdp/gdp.nsf/id/de_bundesverfassungsgeric-erlubt-beleidigung-der-polizei |titel=GdP zeigt Unverständnis über Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zu Beleidigung „All Cops Are Bastards“ (ACAB): GdP-Vorsitzender Malchow: „Für Polizistinnen und Polizisten ein Schlag ins Gesicht“ |abruf=2023-12-14 |hrsg=[[Gewerkschaft der Polizei]] |datum=2016-06-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Abkürzung stehe nahezu immer in Verbindung mit Gewalt gegen Polizisten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/inland/acab-101.html |titel=„ACAB“: Polizistenbeleidigung fällt unter Meinungsfreiheit |werk=tagesschau.de |abruf=2016-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|FCK}}Eine junge Niedersächsin wurde 2013 vom [[Amtsgericht Bückeburg]] wegen des Tragens eines [[Button (Ansteckplakette)|Ansteckers]] mit der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;FCK CPS&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Disemvoweling]] von „Fuck Cops“) zu 15 Arbeitsstunden wegen Beleidigung verurteilt, nachdem eine Polizeistreife Anzeige gegen sie erstattet hatte. Einige Wochen zuvor hatten die Polizisten bereits das Tragen eines T-Shirts mit dem gleichen Aufdruck moniert. Die Verurteilte legte beim Oberlandesgericht Revision ein, die von diesem aber verworfen wurde. Sie legte daraufhin Verfassungsbeschwerde vor dem [[Bundesverfassungsgericht]] ein, da sie ihr Recht auf freie Meinungsäußerung eingeschränkt sah. In seiner Entscheidung vom 26. Februar 2015&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=1%20BvR%201036%2F14&amp;amp;Suche=1%20BvR%201036%2F14 |titel=BVerfG, Beschluss vom 26.02.2015 – 1 BvR 1036/14 |hrsg=Bundesverfassungsgericht |abruf=2019-05-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bekräftigte die dritte Kammer des ersten Senats ihre bisherige Rechtsprechung und verdeutlichte, dass die Einschränkung der Meinungsfreiheit ([[Artikel 5 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland|Artikel 5 Grundgesetz]]) in der Abwägung mit Beleidigungsvorwürfen eine „Äußerung, [die sich] auf eine hinreichend überschaubare und abgegrenzte Personengruppe bezieht“, benötige. Der Schuldspruch des Amtsgerichts Bückeburg wurde aufgehoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Urteil vom Bundesverfassungsgericht: „Fck Cps“ muss nicht strafbar sein |Sammelwerk=Spiegel Online |Datum= |Online= [http://www.spiegel.de/panorama/justiz/urteil-fuck-cops-kann-unter-meinungsfreiheit-fallen-a-1031033.html vom 28. April 2015] |Abruf=2015-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die […] Entscheidungen […] verletzen die Beschwerdeführerin in ihrem Grundrecht auf Meinungsfreiheit aus {{Art.|5|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz 1 GG.&amp;lt;br /&amp;gt; Der Aufdruck ‚FCK CPS‘ ist nicht von vornherein offensichtlich inhaltlos, sondern bringt eine allgemeine Ablehnung der Polizei und ein Abgrenzungsbedürfnis gegenüber der staatlichen Ordnungsmacht zum Ausdruck. Es handelt sich um eine Meinungsäußerung im Sinne des {{Art.|5|gg|juris}} Abs.&amp;amp;nbsp;1 Satz 1 GG. Die strafrechtliche Verurteilung der Beschwerdeführerin greift in dieses Grundrecht ein. […]&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine herabsetzende Äußerung, die weder bestimmte Personen benennt noch erkennbar auf bestimmte Personen bezogen ist, sondern ohne individuelle Aufschlüsselung ein Kollektiv erfasst, kann zwar unter bestimmten Umständen ein Angriff auf die persönliche Ehre der Mitglieder des Kollektivs sein. Je größer das Kollektiv ist, desto schwächer kann auch die persönliche Betroffenheit des einzelnen Mitglieds werden, weil es bei den Vorwürfen an große Kollektive meist nicht um das individuelle Fehlverhalten oder individuelle Merkmale der Mitglieder, sondern um den aus der Sicht des Sprechers bestehenden Unwert des Kollektivs geht. Jedoch ist es verfassungsrechtlich nicht zulässig, eine auf Angehörige einer Gruppe im Allgemeinen bezogene Äußerung allein deswegen als auf eine hinreichend überschaubare Personengruppe bezogen zu behandeln, weil eine solche Gruppe eine Teilgruppe des nach der allgemeineren Gattung bezeichneten Personenkreises bildet.&lt;br /&gt;
 |Autor=BVerfG, Presseerklärung Nr. 23/2015 zum Beschluss vom 26. Februar 2015, Az. 1 BvR 1036/14.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2015/bvg15-023.html |titel=Bundesverfassungsgericht – Presse – „Kollektivbeleidigung“ nur bei Bezug zu einer hinreichend überschaubaren und abgegrenzten Personengruppe |werk=bundesverfassungsgericht.de |abruf=2016-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dagegen lehnte das Bundesverfassungsgericht 2020 die Annahme einer Verfassungsbeschwerde gegen eine Verurteilung wegen Beleidigung auf Grund des Aufdrucks „FCK BFE“ auf einem Pullover ab.&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG, Beschluss vom 8. Dezember 2020 - {{Rspr|1 BvR 842/19}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die 2. Kammer des Ersten Senats kam zu folgendem Schluss: „Ausgehend von dieser nicht zu beanstandenden fachgerichtlichen Deutung des Verhaltens des Beschwerdeführers als auf die Beamtinnen und Beamten der BFE Göttingen bezogen begegnet die Würdigung des Schriftzugs als strafbare Beleidigung keinen verfassungsrechtlichen Einwänden.“&amp;lt;ref&amp;gt;BVerfG, [https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/12/rk20201208%201bvr084219.html Beschluss vom 8. Dezember 2020 - 1 BvR 842/19], Rn. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Amtsgericht Regensburg]] verurteilte am 25. Januar 2012 einen Fußballfan, der anlässlich eines Fußballspiels ein T-Shirt mit der Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;COPACABANA&amp;#039;&amp;#039; trug, wobei die Buchstabenfolge &amp;#039;&amp;#039;ACAB&amp;#039;&amp;#039; farblich abgehoben war, wegen Beleidigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 15 Tagessätzen. Das Gericht argumentierte, es liege eine Kollektivbeleidigung vor, welche sich gegen die bei dem Fußballspiel eingesetzten Polizeikräfte als „abgrenzbar[en] und überschaubar[en]“ Personenkreis richte.&amp;lt;ref&amp;gt;Urteil des Amtsgericht Regensburg vom 25. Januar 2012, {{Rspr|30 Cs 104 Js 9183/11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Beschluss vom 18. Dezember 2013 verurteilte das [[Oberlandesgericht München]] einen Fußballfan zu einer Strafe von 100 Tagessätzen, da er auf einem Fußballspiel eine Hose mit dem Schriftzug &amp;#039;&amp;#039;ACAB&amp;#039;&amp;#039; getragen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20M%FCnchen&amp;amp;Datum=18.12.2013&amp;amp;Aktenzeichen=4%20OLG%2013%20Ss%20571%2F13 OLG München, Beschl. v. 18.12.2013 - 4 OLG 13 Ss 571/136]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Amtsgericht Tiergarten]] entschied 2000 in einem Beschluss, dass die im Tragen eines Bekleidungsstücks mit der Abkürzung A.C.A.B. implizierte Aussage &amp;#039;&amp;#039;Alle Polizisten seien Bastarde&amp;#039;&amp;#039; höchstens eine [[Beleidigung (Deutschland)|Beleidigung]] eines [[Kollektiv]]s sein könne; dieses Kollektiv sei aufgrund der unüberschaubaren Masse an [[Polizei|Polizisten]] jedoch nicht ausreichend definierbar. In der Begründung des Beschlusses heißt es dazu wie folgt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Im vorliegenden Fall kann es sich angesichts der tatsächlichen Umstände (Tragen eines T-Shirts mit dem Aufdruck ‚A.C.A.B.‘) nur um die Beleidigung eines Kollektivs handeln, da dies die Abkürzung für den englischen Satz ‚All Cops Are Bastards‘ sein soll. […]&lt;br /&gt;
 |Autor=}}&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Nach der Rechtsprechung des [[Bundesgerichtshof|BGH]] und des [[Bundesverfassungsgericht|BVerfG]] (vgl. BVerfG NJW 1995, 3303, 3306, sog. zweite ‚[[Soldaten sind Mörder]]‘-Entscheidung) ist es [[verfassungsrecht]]lich zwar grundsätzlich unbedenklich, die Ehre eines Kollektivs zu schützen. Jedoch muss das Kollektiv, um beleidigungsfähig zu sein, klar abgrenzbar sein. […]&lt;br /&gt;
 |Autor=}}&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Sollte es sich bei der […] Abkürzung ‚A.C.A.B.‘ um den englischen Satz ‚All Cops Are Bastards‘ handeln, ist damit eine unüberschaubar große Gruppe, nämlich ‚alle Polizisten‘ (‚All Cops‘) getroffen. ‚Alle Polizisten‘ ist jedenfalls nach der Rechtsprechung des BVerfG (3306 f. zum Problem der Formulierung ‚Alle Soldaten‘) kein ausreichend definiertes Kollektiv. […] Es kann daher nicht mit der für eine Verurteilung wegen Beleidigung notwendigen Sicherheit ausgeschlossen werden, dass der Angeschuldigte seiner Missachtung grundsätzlich allen Polizisten gegenüber als den Vertretern der Staatsgewalt, völlig unabhängig von ihrer Nationalität, ausdrücken wollte. Dies ist als (strafbare) Beleidigung einer unüberschaubaren großen Personengruppe zu werten.&lt;br /&gt;
 |Autor=Amtsgericht Berlin-Tiergarten, Beschluss vom 19. Januar 2000&amp;lt;ref&amp;gt;Amtsgericht Berlin-Tiergarten. Beschluss vom 19. Januar 2000, Az. 238 Cs 877/99,  {{Webarchiv |url=http://www.troublemaker.de/beschluss.htm |text=Volltext |wayback=20051026103837}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Gründen eines Beschlusses des [[Oberlandesgericht Frankfurt am Main|Oberlandesgerichts Frankfurt am Main]] vom Mai 2018 kann bei der Benutzung von A.C.A.B. eine [[Ordnungswidrigkeit]] wegen [[Belästigung der Allgemeinheit]] ({{§|118|owig_1968|juris}} [[Gesetz über Ordnungswidrigkeiten|OWiG]]) vorliegen, sofern die für eine Strafbarkeit wegen Beleidigung notwendige Individualisierung des Adressaten fehle. Da eine solche Individualisierung im konkreten Fall jedoch vorliege und wegen eines fehlenden [[Strafantrag (Deutschland)|Strafantrages]] keine Bestrafung wegen Beleidigung erfolgen könne, sprach das Gericht einen Freispruch aus.&amp;lt;ref&amp;gt;OLG Frankfurt, Beschluss vom 23. Mai 2018, Az. {{Rspr|2 Ss-OWi 506/17}}, 2 Ss OWi 506/17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Kurz zuvor hatte bereits im Februar 2018 das [[Oberlandesgericht Rostock]] eine Verfolgung als Ordnungswidrigkeit des Aufhängens eines Banners mit A.C.A.B. generell ausgeschlossen. Nach Ansicht des entscheidenden Senates sei die Bestimmung über Belästigung der Allgemeinheit kein [[Allgemeines Gesetz|allgemeines Gesetz im Sinne der Meinungsfreiheit]], das diese wirksam einschränken könne.&amp;lt;ref&amp;gt;OLG Rostock, Beschluss vom 12. Februar 2018 - {{Rspr|21 Ss OWi 200/17 (Z)}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlande ===&lt;br /&gt;
Drei Fans des Fußballvereins [[Ajax Amsterdam]] wurden 2011 zu einer Strafe von jeweils 330 Euro verurteilt, da sie bei einem Spiel im April 2010 T-Shirts mit den Ziffern „1312“ (einer Codierung der Buchstaben ACAB) getragen hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Football fans fined for anti police t-shirt – DutchNews.nl |Sammelwerk=DutchNews.nl |Datum=2011-01-07 |Online=http://www.dutchnews.nl/news/archives/2011/01/football_fans_fined_for_anti_p/ |Abruf=2016-10-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] wurde die Äußerung der Parole A.C.A.B. bis 2019 zumeist als eine [[Anstandsverletzung]] gewertet, die verwaltungsrechtlich, etwa mittels [[Organstrafverfügung]], geahndet werden konnte. Der Strafsatz konnte dabei bis 700 Euro (oder ersatzweise eine Woche Polizeihaft) betragen.&amp;lt;ref&amp;gt;³ 1 Abs. 1 Z. 1 WLSG.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Strafgesetzbuch (Österreich)|Strafrechtliche]] Urteile hinsichtlich einer Bekleidung mit diesem Slogan sind in Österreich nicht bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 18. Juni 2019 entschied der [[Verfassungsgerichtshof (Österreich)|Verfassungsgerichtshof]] (VfGH) jedoch ähnlich dem deutschen Bundesverfassungsgericht, die Bestrafung der Parole als Anstandsverletzung verletze in bestimmten Fällen das Grundrecht auf Meinungsfreiheit nach Art. 10 EMRK. Der Fall betraf einen Fußballfan, der eine A.C.A.B.-Fahne im Stadion geschwenkt hatte. Hier sollte das Transparent laut VfGH „primär auf das angespannte Verhältnis zwischen manchen Fußballfans und der Polizei hinweisen und die ablehnende Haltung gegenüber dem Stand der Polizei als Teil der staatlichen Ordnungsmacht zum Ausdruck bringen“ und sei daher „keine konkrete &amp;#039;Beschimpfung&amp;#039; bestimmter anderer Personen“. Deshalb sei die geäußerte Kritik „mit Blick auf die in einer demokratischen Gesellschaft besondere Bedeutung und Funktion der Meinungsäußerungsfreiheit bei Beachtung aller Umstände des Falles hinzunehmen“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.vfgh.gv.at/downloads/VfGH_Entscheidung_E_5004_2018_18.06.2019.pdf Verfassungsgerichtshof, E 5004/2018-11], 18. Juni 2019, Rz 22 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die gegen den Fan verhängte Geldstrafe (und das Erkenntnis des [[Verwaltungsgericht (Österreich)|Verwaltungsgerichts Wien]], das diese zunächst bestätigt hatte) wurden aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
In der Schweiz gab es eine Verurteilung wegen der Parole, die nach Ansicht des Gerichts im Falle einer Einzelbegegnung {{&amp;quot; |keine allgemeine Aussage}} sein könne.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aargauerzeitung.ch/aargau/aarau/all-cops-are-bastards-polizisten-beschimpfung-wird-teuer-fuer-fcz-fan-129821290 &amp;#039;&amp;#039;«All Cops Are Bastards»: Polizisten-Beschimpfung wird teuer für FCZ-Fan&amp;#039;&amp;#039;], Aargauer Zeitung, 17. Dezember 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Musikalische Verwendung ==&lt;br /&gt;
Musikalisch wurde die Abkürzung bereits in den 1980er Jahren öfters aufgegriffen, so von einer der ersten Oi!-Bands, [[The 4-Skins]] aus England (die oftmals als Erfinder der Parole angesehen werden), oder 1981 von der deutschen Punkband [[Slime (Band)|Slime]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Losung fand weitere musikalische Verwendung durch:&lt;br /&gt;
* die [[New York Hardcore|New-York-Hardcore]]-Band [[25 Ta Life]] in ihrem Song „Always remember, never forget (A.C.A.B)“&lt;br /&gt;
* die [[Malaysia|malaysische]] [[Skinhead]]-Band [[A.C.A.B. (Band)|A.C.A.B.]] und musikalisch ihre Nachfolgeband &amp;#039;&amp;#039;The A.C.A.B.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* den britischen Acidcore-/Acid-Techno-Act A.C.A.B.&lt;br /&gt;
* den Deutschrapper [[Alligatoah]] in dem Song &amp;#039;&amp;#039;Hab ich recht&amp;#039;&amp;#039; auf dem Album &amp;#039;&amp;#039;Musik ist keine Lösung&amp;#039;&amp;#039; (2015)&lt;br /&gt;
* die Band &amp;#039;&amp;#039;Die 3 Lustigen Beiden&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;All Cats Are Bastards&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* die deutsche [[Electropunk]]-Band [[Frittenbude (Band)|Frittenbude]] (&amp;#039;&amp;#039;Heimatlos&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* den Schweizer [[Liedermacher]] [[Guz (Musiker)|Guz]] (&amp;#039;&amp;#039;Fuck the Cops&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* die österreichische Band [[Ja, Panik]] veröffentlichte auf ihrem Album &amp;#039;&amp;#039;Libertatia&amp;#039;&amp;#039; (2014) einen Song mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Acab&amp;#039;&amp;#039;, in dem das Akronym als &amp;#039;&amp;#039;All Cats Are Beautiful&amp;#039;&amp;#039; interpretiert wird&lt;br /&gt;
* den deutschen Satiriker [[Jan Böhmermann]] mit seinem Song &amp;#039;&amp;#039;[[Ich hab Polizei]]&amp;#039;&amp;#039; (2015), allerdings negiert durch Vorsatz des Buchstabens &amp;#039;&amp;#039;N&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* die deutsche christliche Oi!-Band [[Jesus Skins]] (als „Alles Christen, alle breit“)&lt;br /&gt;
* die deutsche, neonazistische Hooligan-Band [[Kategorie C (Band)|Kategorie C]]&lt;br /&gt;
* den [[Österreich|österreicher]] Rapper [[Kilez More]]&lt;br /&gt;
* die Band [[Kraftklub]] in dem Songtext ihres Songs &amp;#039;&amp;#039;Wieder Winter&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* die [[Italien|italienische]] Rechtsrock-Band &amp;#039;&amp;#039;Legittima Offesa&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Auf der EP „Fratelli d’Italia“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* den deutschen Rapper [[Marteria]] als &amp;#039;&amp;#039;Marsimoto&amp;#039;&amp;#039; in dem Songtext seines Liedes &amp;#039;&amp;#039;Grünes Haus&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* die spanische Oi!-Band &amp;#039;&amp;#039;Non Servium&amp;#039;&amp;#039;, feat. Evaristo (&amp;#039;&amp;#039;A.C.A.B.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* die deutsche Rechtsrock-Band [[Oidoxie]]&lt;br /&gt;
* den niederländischen Hardcore-Techno-Produzenten [[Paul Elstak]] (zusammen mit Leo Sex)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.discogs.com/Paul-Elstak-Firestone-Featuring-Leo-Sex-Retaliate-ACAB-All-Cops-Are-Bastards/release/846472 |titel=Paul Elstak Featuring Leo Sex / Paul Elstak &amp;amp; Firestone – A.C.A.B. (All Cops Are Bastards) / Retaliate |werk=discogs.com |hrsg=Discogs |abruf=2016-02-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die deutsche Oi!-Band [[Schusterjungs]]&lt;br /&gt;
* die DDR-Punk-Band Spectators Of Suicide&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Estevão Ribeiro do Espinho |Titel=101,3 Megahertz: Songtexte und Briefe der Spectators Of Suicide |Verlag=BoD – Books on Demand |Ort= |Datum=2015 |ISBN=978-3-7386-5496-7 |Seiten= |Online=[https://books.google.com/books?id=xxa8CgAAQBAJ#v=onepage&amp;amp;q=spectators%20of%20suicide%20acab&amp;amp;f=false books.google.com]}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* den Deutschrapper [[SpongeBOZZ]] in dem Song &amp;#039;&amp;#039;A.C.A.B.&amp;#039;&amp;#039; (2015), &amp;#039;&amp;#039;A.C.A.B. II&amp;#039;&amp;#039; (2017) und &amp;#039;&amp;#039;A.C.A.B. III&amp;#039;&amp;#039; (2022)&lt;br /&gt;
* die deutsche Punk-Band [[SS-Kaliert]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.incb.org/pdf/e/list/green.pdf |titel=A.C.A.B. Liedtext |format=PDF |archiv-url=https://web.archive.org/web/20130328071240/http://www.magistrix.de/lyrics/SS-Kaliert/A-c-a-b-231303.html |archiv-datum=2013-03-28 |abruf=2019-02-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Swiss (Musiker)|Swiss]]: „aus hunderten Kehlen tönt A.C.A.B.“ (Schwarzer Block, 2021)&lt;br /&gt;
* [[Swiss und die Andern]]: „lernten kein ABC, sondern A.C.A.B.“ (Vermisse Dich, 2015)&lt;br /&gt;
* die Berliner Band [[The Incredible Herrengedeck]] in dem Text des Songs &amp;#039;&amp;#039;Angst vor Punk&amp;#039;&amp;#039; (2008) und &amp;#039;&amp;#039;A.C.A.B.&amp;#039;&amp;#039; (2018)&lt;br /&gt;
* die britische Skinhead-Band [[The Last Resort (Band)|The Last Resort]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{YouTube |id=Rt_P5jWH7Ic |titel=ACAB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung als Autokennzeichen ==&lt;br /&gt;
Ein von Hamburgern in [[Aachen]] gegründeter Verein, der der linken Szene zuzurechnen ist, kaufte 1992 einen von der Polizei ausgemusterten [[Wasserwerfer]]. Das Straßenverkehrsamt erteilte 2010 die Zulassung zum Straßenverkehr und das erwünschte Kennzeichen AC AB 1910 – eine Kombination des Begriffs „All Cops Are Bastards“ mit dem Gründungsjahr des [[FC St. Pauli]]. Als der Verein den Wasserwerfer bei einer Demonstration in Aachen nach einem Spiel der [[Alemannia Aachen|Alemannia]] gegen St. Pauli im Februar 2012 einsetzen wollte, führte dies zu einem Verwaltungs- und Gerichtsverfahren, in dem der Betrieb des Wasserwerfers untersagt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Adolf Rebler |url=http://www.lto.de/recht/hintergruende/h/betriebserlaubnis-strassenverkehr-wasserwerfer-acab-panzer-zulassung/ |titel=Besondere Betriebserlaubnis für Ex-Polizeifahrzeuge: Wasserwerfer und Panzer als Zweitwagen |hrsg=Legal Tribune Online |datum=2012-11-26 |abruf=2015-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=St. Pauli-Fans dürfen nicht mit Wasserwerfer auf die Straße |Sammelwerk=Welt Online |Datum=2012-12-20 |Online= [https://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regiolinecities/hamburg/article112151841/St-Pauli-Fans-duerfen-nicht-mit-Wasserwerfer-auf-die-Strasse.html online] |Abruf=2015-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Benedikt Klas, Caroline Blatt: &amp;#039;&amp;#039;„ACAB“ – Strafbare Beleidigung von Polizisten?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[HRRS]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 8/2012, S. 388–393 ([http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/archiv/12-08/index.php?sz=12 online]).&lt;br /&gt;
* Mark A. Zöller: &amp;#039;&amp;#039;Beleidigung von Polizeibeamten durch Verwendung der Abkürzung „A.C.A.B.“ – zu OLG Karlsruhe, Urt. v. 19. Juli 2012 – 1 (8) Ss 64/12 – AK 40/12.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für das Juristische Studium]]&amp;#039;&amp;#039;, Heft 1/2013, S. 102–107 ([http://www.zjs-online.com/dat/artikel/2013_1_671.pdf PDF]; 103&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
[[A.C.A.B. – All Cops Are Bastards]] ist ein italienisch-französisches Filmdrama aus dem Jahr 2012.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|ACAB (All Cops Are Bastards)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:ACAB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abkürzung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Englische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Polizei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Strafrecht]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Graph Pixel</name></author>
	</entry>
</feed>