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	<title>4.48 Psychose - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-11-01T15:09:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;4.48 Psychose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das fünfte und letzte Stück der britischen [[Dramatiker]]in [[Sarah Kane]]. Es wurde nach dem Tod der Autorin im [[Royal Court Theatre|Royal Court Jerwood Theatre Upstairs]] im Juni 2000 unter der [[Regie]] von [[James Macdonald (Regisseur)|James Macdonald]] uraufgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Handlung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kane führt keine handelnden Personen auf. &amp;#039;&amp;#039;4.48 Psychose&amp;#039;&amp;#039; ist eine Aneinander[[Reihung (Liste)|reihung]] von [[Monolog]]en, Zahlenketten und [[Dialog]]en ohne [[Rolle (Theater)|Rollenverteilung]]. Das Stück beschreibt die Erfahrungen einer Person mit [[Depression|depressiven]] Schüben, [[Suizid]]versuchen und therapeutischer Behandlung. Den Text durchströmt eine dichte Bilderwelt; der Leser oder Zuschauer wird mit der Wahrnehmung des depressiven, [[Psychose|psychotischen]] Bewusstseins konfrontiert. Dementsprechend fragmentiert erscheint der Text des Stückes. Es treten zwar Beschreibungen von Handlungen, von Diagnosen und von Dialogen auf, doch lassen sich diese in keinen gültigen [[Chronologie|chronologischen]] Ablauf setzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Form ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sarah Kane gelingt es, in zerstückelter, fragmentierter Weise dem Text eine Logik zu verleihen. Der Titel bezeichnet den Moment der klarsten [[Wahrnehmung]], den die Autorin in ihrer letzten depressiven Phase regelmäßig um 4:48 Uhr morgens erfuhr.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Greig&amp;quot;&amp;gt;David Greig: &amp;#039;&amp;#039;Introduction to Sarah Kane: Complete Plays&amp;#039;&amp;#039;. 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; Befreit vom Einfluss [[Sedierung|ruhig stellender]] Medikamente fühlte sie sich zu klaren Gedanken und Artikulationen fähig. Bemerkenswert ist in diesem Kontext, dass Kane das Stück in der Zeit eines heftigen depressiven Schubs schrieb. Der Leser oder Zuschauer erhält also Einblick in das [[Wahn|wahnhafte]] Bewusstsein einer Figur, das teilweise sicherlich mit dem der Autorin gleichzusetzen ist. Eine einheitliche Form in der Sprache lässt sich durch die abrupten Wechsel von Monolog zu Dialog zu Zahlen- und Wortketten nicht ausmachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inszenierungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
James Macdonald ließ in der [[Uraufführung]] den Text von drei Personen – zwei Frauen und einem Mann – spielen. Der Aufführung wurde eine besondere Aufmerksamkeit zuteil, nachdem die Autorin kurz nach Fertigstellung des Stückes den [[Suizid|Freitod]] gewählt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Uraufführung von &amp;#039;&amp;#039;4.48 Psychosis&amp;#039;&amp;#039; im [[Royal Court Theatre|Royal Court]] 2000&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rhoda Koenig |url=http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/theatre-dance/reviews/crave-and-448-psychosis-royal-court-theatre-downstairs-london-684939.html |titel=Crave and 4.48 Psychosis, Royal Court Theatre Downstairs, London |werk=The Independent |datum=2001-05-17 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20100910102242/http://www.independent.co.uk/arts-entertainment/theatre-dance/reviews/crave-and-448-psychosis-royal-court-theatre-downstairs-london-684939.html |archiv-datum=2010-09-10 |abruf=2012-06-16 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hat es verschiedene [[Inszenierung]]en von „4.48 Psychose“ gegeben: unter anderem am BAM Harvey Theater in [[Brooklyn]] (Oktober 2003)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Harries |url=http://www.hotreview.org/articles/sarahkanewasnot.htm |titel=Sarah Kane Was Not A Suicide |werk=Hotreview.org |abruf=2012-06-16 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, am Old Red Lion (Tangram Theatre, 2006)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Louise Hill |url=https://www.britishtheatreguide.info/reviews/448-rev |titel=Theatre review: 4.48 Psychosis at Old Red Lion (2006) |werk=The British Theatre Guide |abruf=2012-06-16 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Arcola Theatre (2006), dem Young Vic (Sommer 2009), dem Barbican (TR Warszawa, Ostern 2010),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Dominic Cavendish |url=http://www.telegraph.co.uk/culture/theatre/theatre-reviews/7511810/4.48-Psychosis-at-the-Barbican-Theatre-review.html |titel=4.48 Psychosis at the Barbican Theatre, review |titelerg=TR Warszawa’s Polish production of Sarah Kane&amp;#039;s 4.48 Psychosis is harrowing |werk=The Telegraph |datum=2010-03-24 |abruf=2012-06-16 |sprache=en |kommentar=Rating: * * * *}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Access Theatre (Raw Theatre Group, Ostern 2010)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ian Fisher |url=https://www.iainfisher.com/kane/eng/kane-news-2010.html |titel=Sarah Kane hot news archive 2010 |werk=iainfisher.com |abruf=2012-06-16 |sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, The Theatre Project (Off Off-Broadway – The Red Room, Sommer 2010), ADC Theatre (Oktober 2010), York Theatre Royal (März 2011)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rosie Field |url=http://www.theyorker.co.uk/legacy_articles/5462 |titel=4.48 Psychosis – York Theatre Royal |werk=The Yorker |datum=2011-03-16 |archiv-url=https://archive.today/20120912050453/http://www.theyorker.co.uk/legacy_articles/5462 |archiv-datum=2012-09-12 |abruf=2012-06-16 |sprache=en }}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Sittingbourne Community College Theatre Company (2011). Die deutsche Erstaufführung hatte Premiere am 7. November 2001 an den Münchner [[Münchner Kammerspiele|Kammerspielen]]. Regie: [[Thirza Bruncken]]. Am 21. Januar 2012 brachte [[Johan Simons]] das Stück zusammen mit den zwei anderen Arbeiten von Sarah Kane, [[Gier (Schauspiel)|Gier]] und [[Gesäubert]] erneut an den [[Münchner Kammerspiele|Kammerspielen München]] heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.muenchner-kammerspiele.de/programm/stuecke-a-z/gesaeubert-gier-psychose/ |titel=Münchner Kammerspiele – Gesäubert / Gier / 4.48 Psychose |werk=Münchner Kammerspiele |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150626122050/http://www.muenchner-kammerspiele.de/programm/stuecke-a-z/gesaeubert-gier-psychose/ |archiv-datum=2015-06-26 |abruf=2012-06-16 }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezension und Rezeption ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bemerkt wurde die Spaltung eines Menschen in Opfer, Täter und Zuschauer – dargestellt durch die drei Schauspieler. Gemeinhin wird &amp;#039;&amp;#039;4.48 Psychose&amp;#039;&amp;#039; als schlüssiger Abschluss des Schaffens von Sarah Kane gesehen – die Auflösung der Perspektiven und die verzweifelte Suche nach [[Liebe]] und einer Lösung der [[Begierde]] (wie auch exzessiv in [[Gier (Schauspiel)|Gier]] thematisiert) finden ein Ende in der physischen Auflösung sowohl der Person im Stück als auch der Autorin selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Michael Billington (Kritiker)|Michael Billington]] vom [[The Guardian|Guardian]] fragte, wie man eine [[Ästhetik|ästhetische]] Note aus einem 75-minütigen Abschiedsbrief ziehen könne,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.theguardian.com/stage/2000/jun/30/theatre.artsfeatures &amp;#039;&amp;#039;How do you judge a 75-minute suicide note?&amp;#039;&amp;#039;]: In: [[The Guardian]], 30. Juni 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt; und attestierte dem Stück eine ähnliche [[Kompromiss]]losigkeit wie dem Leben Kanes. Charles Spencer vom [[The Daily Telegraph|Telegraph]] sah darin einen Schmerzenschrei als Akt künstlerischem Heldentums.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.telegraph.co.uk/culture/4723510/Sarah-Kanes-howl-of-pain-is-an-act-of-artistic-heroism.html &amp;#039;&amp;#039;Sarah Kane&amp;#039;s howl of pain is an act of artistic heroism&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[The Daily Telegraph|The Telegraph]], 14. Mai 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[David Greig]] gab zu beachten, dass das Stück in dem schmerzhaften Bewusstsein verfasst wurde, dass es erst [[Postum|posthum]] aufgeführt werden würde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Greig&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adaption ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine von der Kritik positiv aufgenommene Inszenierung in polnischer Übersetzung mit englischen Untertiteln wurde 2008 beim [[Edinburgh International Film Festival]] durch die polnische Theatergesellschaft [[TR Warszawa]] aufgeführt. In dieser Inszenierung wurde [[Magdalena Cielecka]] von mehreren Mitgliedern der TR Warszawa unterstützt. Das Stück war eine überarbeitete Wiederaufnahme der polnischen Uraufführung in [[Warschau]]. Der indische Regisseur [[Arvind Gaur]] inszenierte &amp;#039;&amp;#039;4.48 Psychose&amp;#039;&amp;#039; 2005 als [[Monodrama|Einpersonenstück]] mit der britischen Schauspielerin Ruth Sheard in der Hauptrolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Version des deutschen Regisseurs [[Kay Voges]], die am 3. Mai 2014 Premiere feierte, arbeitet zusätzlich zu zwei Schauspielern und einer Schauspielerin mit deren Körperdaten, die über spezielle Sensoren abgenommen werden und danach in Video und Musik umgesetzt werden und so das Stück um eine vorher nicht darstellbare Ebene erweitern. Die Schauspieler spielen dabei in einem von allen 4 Seiten angestrahlten, halbdurchlässigen Videokubus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Martin Kaysh |url=https://www.ruhrbarone.de/kay-mit-der-kiste-voges-inszeniert-in-dortmund-4-48-psychose/78606 |titel=Kay mit der Kiste – Voges inszeniert in Dortmund 4.48 Psychose |hrsg=ruhrbarone.de |datum=2014-05-06 |abruf=2014-05-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil des Textes wurde von der Popgruppe [[Tindersticks]] auf dem Album „Waiting for the Moon“ (2003) vertont. Die schwedische Band Aktiv Dödshjälp veröffentlichte ein Album mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;4:48&amp;#039;&amp;#039;, das auf dem Drama basierte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.halvfabrikat.net/order/item/1546 |titel=Aktiv dödshjälp – 4:48 (CD in jewelcase) |werk=halvfabrikat.net |abruf=2012-06-16 |sprache=sv}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ulrich Rasche]] brachte das Stück 2022 im [[Deutsches Theater (Berlin)|Deutschen Theater]] Berlin in einer Neuübertragung von [[Durs Grünbein]] auf die Bühne.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.tagesspiegel.de/kultur/4-48-psychose-am-deutschen-theater-wenn-die-klarheit-vorbeischaut/25448284.html „4.48 Psychose“ am Deutschen Theater {{!}} Wenn die Klarheit vorbeischaut], auf tagesspiegel.de, abgerufen am 1. Mai 2022&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* David Greig: Introduction. &amp;#039;&amp;#039;Complete Plays&amp;#039;&amp;#039; by Sarah Kane. Methuen, London 2001, ISBN 978-0-413-74260-5. S.ix-xviii.&lt;br /&gt;
* Sarah Kane: &amp;#039;&amp;#039;4:48 Psychosis&amp;#039;&amp;#039;. In &amp;#039;&amp;#039;Complete Plays&amp;#039;&amp;#039;. Methuen, London 2001, ISBN 978-0-413-74260-5. p.&amp;amp;nbsp;203–245.&lt;br /&gt;
* Betsy Alayne Ryan: &amp;#039;&amp;#039;Gertrude Stein&amp;#039;s Theatre of the Absolute&amp;#039;&amp;#039;. Theater and Dramatic Studies Ser., 21. UMI Research Press, Ann Arbor and London 1984, ISBN 0-8357-2021-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.litencyc.com/php/sworks.php?rec=true&amp;amp;UID=15075 &amp;#039;&amp;#039;4.48 Psychosis&amp;#039;&amp;#039;] auf Literary Encyclopedia&lt;br /&gt;
* [https://iainfisher.com/kane/eng/sarah-kane-study-ms.html A Controlled Detonation: The Protean Voice of 4:48 Psychosis (first seven fragments)] detaillierte Analyse von &amp;#039;&amp;#039;4.48 Psychosis&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=w|GND=1160566313|VIAF=308599194}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:#:4 48 Psychose}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Vereinigtes Königreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Drama]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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