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	<title>Über den Granit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T15:33:59Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=%C3%9Cber_den_Granit&amp;diff=954780&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Buchgespenst: /* Weblinks */ Permalink</title>
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		<updated>2024-12-20T19:38:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Permalink&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:GoetheGemaltVonGeorgMelchiorKraus1777.jpg|mini|180px|Goethe 1777]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Über den Granit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine kleine &amp;#039;&amp;#039;dichterische&amp;#039;&amp;#039; Abhandlung aus dem Nachlass von [[Johann Wolfgang von Goethe]], geschrieben im Januar 1784 und im Druck erst 1878 in Berlin erschienen. Anders als der Titel nahelegt, hat der Aufsatz nichts mit [[Geologie]] oder anderen exakten [[Naturwissenschaft]]en zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inhalt ==&lt;br /&gt;
Goethe schreibt, &amp;#039;&amp;#039;die Alten nannten&amp;#039;&amp;#039; den &amp;#039;&amp;#039;rotgesprengten&amp;#039;&amp;#039; [[Granit]] &amp;#039;&amp;#039;[[Syenit]] von [[Assuan|Syene]]&amp;#039;&amp;#039;. Folgerichtig ist darauf von den &amp;#039;&amp;#039;[[Altes Ägypten|Ägyptiern]]&amp;#039;&amp;#039; die Rede und von ihren &amp;#039;&amp;#039;[[Obelisk]]en&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Sphinx (ägyptisch)|Sphinxe]]&amp;#039;&amp;#039; und auch von [[Äthiopien|äthiopischen]] &amp;#039;&amp;#039;[[Memnon (Mythologie)|Memnonsbildern]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Granit, der den Namen von seinem &amp;#039;&amp;#039;körnichten Ansehen&amp;#039;&amp;#039; habe, sei &amp;#039;&amp;#039;das Höchste und das Tiefste, die Grundfeste unserer Erde&amp;#039;&amp;#039;. Wie ist Goethe auf das Thema Granit gekommen? Er gesteht, dass die &amp;#039;&amp;#039;Schilderung des menschlichen Herzens, des jüngsten, mannigfaltigsten, beweglichsten, veränderlichsten, erschütterlichsten Teiles der Schöpfung&amp;#039;&amp;#039;, ihn &amp;#039;&amp;#039;zu der Beobachtung des ältesten, festesten, tiefsten, unerschütterlichsten Sohnes der [[Natur]] geführt habe&amp;#039;&amp;#039;. Denn &amp;#039;&amp;#039;alle natürlichen Dinge&amp;#039;&amp;#039;, begründet Goethe seinen Gedankengang, ständen &amp;#039;&amp;#039;in einem genauen Zusammenhange&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Granit vermutet Goethe &amp;#039;&amp;#039;die ersten, festesten Anfänge unseres Daseins&amp;#039;&amp;#039;, die auch noch &amp;#039;&amp;#039;unerschüttert&amp;#039;&amp;#039; bleiben, wenn &amp;#039;&amp;#039;in der Ferne [[Vulkan]]e&amp;#039;&amp;#039; toben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Schluss geht Goethe auf konträre Ansichten &amp;#039;&amp;#039;unserer Vorfahren&amp;#039;&amp;#039; ein. Behaupten die einen steif und fest, &amp;#039;&amp;#039;das Urgebirge sei durchaus ganz, als wenn es aus einem Stücke gegossen wäre&amp;#039;&amp;#039;, so gibt es andere &amp;#039;&amp;#039;Beobachter&amp;#039;&amp;#039;, die nur &amp;#039;&amp;#039;Flözklüfte in [[Lagerstätte|Lager]] und [[Bank (Petrologie)|Bänke]] getrennt&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;nach allen Richtungen durchschnitten&amp;#039;&amp;#039; sehen. Es sieht so aus, als wolle der Autor diese angetroffene &amp;#039;&amp;#039;Verwirrung&amp;#039;&amp;#039; ordnend auflösen, aber da bricht das Fragment ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zitat ==&lt;br /&gt;
Angesichts des [[Urgestein]]s aus der [[Plutonit|Tiefe]] bittet der Dichter den Leser: &amp;#039;&amp;#039;Man gönne mir die erhabene Ruhe, die jene einsame stumme Nähe der großen, leise sprechenden Natur gewährt&amp;#039;&amp;#039; (Quelle, S. 255).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstzeugnis ==&lt;br /&gt;
{{Zitat|Meinen neuen Roman über das Weltall hab ich unterwegs noch durchgedacht und gewünscht daß ich dir ihn dicktiren könnte.|Quelle=Goethe am 7. Dezember 1781 aus Erfurt an [[Charlotte von Stein]]}}&lt;br /&gt;
{{Zitat|Ich habe heut früh an meiner Abhandlung über den Granit dicktirt, und dazwischen immer an meine Geliebte gedacht, und mich erinnert wie ich von allen Höhen dieser Felsen die ich bestiegen, zurück nach der Wohnung meiner besten mich gesehnt habe.|Quelle=Goethe am 18. Januar 1784 an Charlotte von Stein}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
*Nach der Lektüre des knappen Aufsatzes hat es den Anschein, als sei dieses Fragment Einleitung zu einem umfangreicheren Text. Nach &amp;#039;&amp;#039;[[Karl Otto Conrady|Conrady]]&amp;#039;&amp;#039; (S. 549) könnte es vielleicht für den geplanten und nicht geschriebenen &amp;#039;&amp;#039;Roman über das Weltall&amp;#039;&amp;#039; (s.&amp;amp;nbsp;o.) gearbeitet worden sein.&lt;br /&gt;
*Treffend nennt &amp;#039;&amp;#039;Conrady&amp;#039;&amp;#039; (S. 930) die kleine Arbeit eine &amp;#039;&amp;#039;Hymne&amp;#039;&amp;#039; auf den Granit und stellt sie den Naturbeobachtungen des Dichters über die [[Wolke]]nformen gegenüber. Das Festeste und das Leichteste hat auch Goethe im Sinn, wenn er in &amp;#039;&amp;#039;Über den Granit&amp;#039;&amp;#039; auf seiner Erde steht und &amp;#039;&amp;#039;die Einflüsse des Himmels&amp;#039;&amp;#039; ihn &amp;#039;&amp;#039;näher umschweben&amp;#039;&amp;#039;. Dann wird er &amp;#039;&amp;#039;zu höheren Betrachtungen der Natur hinaufgestimmt&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Quelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
*[[Erich Trunz]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Goethes Werke. Hamburger Ausgabe in 14 Bänden.&amp;#039;&amp;#039; Band 13, S. 253–258, München 1982, ISBN 3-406-08493-1&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erstdruck&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
*&amp;#039;&amp;#039;Goethes Werke. Nach den vorzüglichsten Quellen revidierte Ausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Berlin, Hempel, o.&amp;amp;nbsp;J. (1868–1879), Bd. 33–36 zur Naturwissenschaft (S. Kalischer), zitiert nach der Bibliographie in &amp;#039;&amp;#039;Trunz&amp;#039;&amp;#039;, S. 655&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sekundärliteratur&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
*[[Gero von Wilpert]]: &amp;#039;&amp;#039;Goethe-Lexikon&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 407). Kröner, Stuttgart 1998, ISBN 3-520-40701-9, S. 397.&lt;br /&gt;
*Karl Otto Conrady: &amp;#039;&amp;#039;Goethe – Leben und Werk.&amp;#039;&amp;#039; S. 549, Düsseldorf und Zürich 1999, 1227 Seiten, ISBN 3-538-06638-8&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Zeno-Werk|nid/20004856295}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Goethe}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Uber Den Granit}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werk von Johann Wolfgang von Goethe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (18. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essay]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Buchgespenst</name></author>
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