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	<title>Ölfarbe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T15:09:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=%C3%96lfarbe&amp;diff=107378&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-08-19T17:19:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ölfarben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind [[Anstrichmittel|Malfarben]] (farbgebende Beschichtungsstoffe), die aus [[Trocknende Öle|trocknenden Ölen]] als [[Bindemittel]] und [[Pigmente]]n bestehen. Trocknende Öle härten durch [[Oxidation]] und [[Polymerisation]] und bilden zusammen mit den Pigmenten die gewünschte Farbschicht. In der europäischen Tafelmalerei wurden vorwiegend [[Leinöl]], [[Walnussöl]] und [[Mohnöl]] mit und ohne Zusatzstoffe wie [[Sikkativ]]e oder [[Standöl]] verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur|Titel=DIN 55945|Hrsg=Deutsches Institut für Normung e. V.|Sammelwerk=Farbmittel 1|Band=DIN-Taschenbuch 49|Auflage=7|Ort=Berlin, Wien, Zürich|Datum=2012|Seiten=546|ISBN=978-3-410-23202-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verpackung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Artists paints.jpg|miniatur|Auswahl an Ölfarben in einem Fachgeschäft]]&lt;br /&gt;
In der Regel werden Ölfarben für Künstler als [[Paste]]n in [[Tube (Behälter)|Tuben]] geliefert. Der amerikanische Maler [[John Goffe Rand]] (1801–1873) erhielt für die Tube am 11. September 1841 in den USA ein Patent (Nr. 2252),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=2252| Code=A| Titel=Metal Rools for Paint| V-Datum=1841-09-11| Erfinder=John Rand}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und im selben Jahr in England (Nr. 8863, auf Zinntuben mit Schraubdeckel und zugehöriger Füllmaschine).&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Maria Feldhaus: &amp;#039;&amp;#039;Die Technik. Ein Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; München 1970, Spalte 1190.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er hatte sich über eintrocknende Farben geärgert und eine Tube aus Blei entwickelt, denn bis dahin mischten die Maler in ihren Ateliers die Farben erst unmittelbar vor dem Gebrauch an.&lt;br /&gt;
Die Zähigkeit liegt etwas höher als bei [[Zahnpasta]] und lässt sich mit geeigneten [[Malmittel]]n verdünnen. Auf den Tuben zwischen 20&amp;amp;nbsp;g und 400&amp;amp;nbsp;g zeigen ein bis fünf Sterne die [[Lichtechtheit]], und meist ein Quadrat – entweder weiß, zur Hälfte oder ganz schwarz – die Deckkraft der Farbe an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.kunst-malerei.info/gute-oelfarben.html Ölfarben im Vergleich: Welche Farben sind gut?]&amp;lt;/ref&amp;gt; Manche Künstler mischen ihre Ölfarben selbst an und haben so direkten Einfluss auf [[Deckvermögen|Deckkraft]] und Pastosität.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Ölfarbe härtet wesentlich langsamer aus als beispielsweise [[Acrylfarbe|Acryl-]] und [[Gouache]]-Farben. Die Aushärtung von [[Trocknendes Öl|trocknenden Pflanzenölen]] durch Aufnahme von Sauerstoff dauert schon bei dünnen Schichten einige Tage und kann bei dickerem Farbauftrag Jahre bis Jahrzehnte dauern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Kühn u.&amp;amp;nbsp;a. |Titel=Reclams Handbuch der künstlerischen Techniken |Band=1 |Verlag=Philipp Reclam jun. |Ort=Stuttgart |Datum=1984 |ISBN=3-15-010322-3 |Seiten=49}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmincke&amp;quot;&amp;gt;[https://www.schmincke.de/produkte/hilfsmittel/oel-hilfsmittel.html &amp;#039;&amp;#039;Öl-Hilfsmittel – Die Trocknung von Ölfarben&amp;#039;&amp;#039;], H. Schmincke &amp;amp; Co. GmbH &amp;amp; Co. KG. Abgerufen im Februar 2023. In: Schminke.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Eigenschaft ist bei der Anfertigung von großformatigen Werken und der [[Nass-in-Nass-Technik]] von Vorteil. Die Trocknung kann durch Wärmebehandlung der Öle sowie insbesondere den Zusatz von [[Sikkativ]]en beschleunigt werden; so behandelte Öle werden dann auch als [[Leinölfirnis|Firnis]] bezeichnet. Mittlerweile sind im Handel &amp;#039;&amp;#039;[[Alkydharz|Alkyd]]-Ölfarben&amp;#039;&amp;#039; erhältlich, die nach einem Tag fingertrocken sind. Zu den neueren Entwicklungen gehören auch &amp;#039;&amp;#039;wasserverdünnbare Ölfarben&amp;#039;&amp;#039;, durch die [[lösemittel]]haltige Verdünner vermieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch spezielle [[Malmittel]] kann leicht angetrocknete Ölfarbe teilweise wiederbelebt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ölfarben zeichnen sich durch intensive [[Farbe]]n aus, von denen manche außerhalb des [[Farbraum]]es einer fotografischen oder drucktechnischen Wiedergabe liegen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Smalte|Kobaltblau]]). Hohe Lichtechtheit, Deckkraft und Dauerbeständigkeit sind weitere Vorzüge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Ölfarben verlangen Erfahrung des Künstlers. Die [[Ölmalerei]] gilt als Königsdisziplin in der Malerei. Die Verarbeitung ist aufwändig. Eine Vorplanung des Kunstwerkes ist nötig – Ölgemälde benötigen aufgrund der Trocknungspausen entsprechend lange in ihrer Fertigstellung. Traditionelle Ölfarben&amp;lt;!-- eignen sich nur bedingt für Mischtechniken, da sie mit nur wenigen anderen Farbmitteln  &amp;lt;&amp;lt;  welchen ?--&amp;gt; können nicht mit [[Farbmittel]]n auf Wasserbasis gemischt werden.&amp;lt;!-- Hohe Anforderungen werden auch an den Malgrund gestellt – auch hier ist wieder das Öl der entscheidende Faktor.  &amp;lt;&amp;lt; Was bedeutet das genau? --&amp;gt; In den meisten Fällen wird auf [[Leinwand]] oder Holz gemalt. Ölfarbe haftet gut auf verschiedenen Untergründen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu dick aufgetragene Farbschichten können Risse oder Runzeln entwickeln. Es sollten darum mehrere dünne Schichten hintereinander aufgetragen werden, die zunächst eher „mager“ und dann zunehmend „fetter“ angemischt werden. Der Gehalt der Farbe an Pigmenten oder anderen Füllstoffen im Verhältnis zum Öl als Bindemittel soll also beim Auftrag von weiteren Schichten abnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ufgonline.ufg.ac.at/ufg_online/LV_TX.wbDisplaySemplanDoc?pStpSplDsNr=1959 Maltechnische Grundlagen], Seite 12. Abgerufen im August 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmincke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Pastöse Malmittel zum Andicken von Ölfarbe werden auch als &amp;#039;&amp;#039;Malbutter&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet und können [[Alkydharz]] enthalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmincke&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Malgrund sollte &amp;#039;&amp;#039;leicht saugend&amp;#039;&amp;#039;, also etwas offenporig grundiert werden und auch die nachfolgenden Schichten sollen matt und porös aufgetragen werden, damit die Schichten aufeinander haften. Erst die letzte Schicht darf soviel Öl enthalten, dass sie als wasserundurchlässige Beschichtung wirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ufgonline.ufg.ac.at/ufg_online/LV_TX.wbDisplaySemplanDoc?pStpSplDsNr=1959 Maltechnische Grundlagen], Seite 43. Abgerufen im August 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Auftrag von traditionellen Ölfarben sollten die Flächen zumindest zu Beginn der Trocknung nicht völlig vom Tageslicht abgeschlossen werden. Sonnenlicht fördert die Trocknung und vermindert die [[Gilben|Vergilbung]] des Öls.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Schmincke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Glanzgrad der Farbschicht zu erhöhen sowie gegebenenfalls zu deren Schutz wird bei Gemälden häufig ein Schluss[[firnis]] aufgebracht. Traditionell wurden Weichharze wie [[Dammar]] und [[Mastix]] als Firnis eingesetzt, die jedoch auf Grund ihrer [[Gilben|Vergilbung]] heutzutage durch [[Kunstharz]]e ersetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundstoffe ==&lt;br /&gt;
[[Pigment|Farbpigmente]] werden dem Öl zugemischt, um den gewünschten Farbton zu erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gebräuchlichsten Verdünnungs- und [[Lösemittel]] für Ölfarben sind [[Terpentinöl]], [[Terpentinersatz]] (Testbenzin) sowie [[Ethanol]] (Spiritus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Härtende Öle ===&lt;br /&gt;
Ölfarben enthalten härtende [[Pflanzenöle]], die je nach Öl auch als „[[Trocknung (Druckfarben)#Oxidative Verfilmung|trocknende]]“ oder „halbtrocknende“ Öle bezeichnet werden.&lt;br /&gt;
Die [[Iodzahl]] des Öls gibt einen Hinweis auf die Fähigkeit des Öls, durch [[Polymerisation]] auszuhärten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig verwendete Öle:&amp;lt;ref name=&amp;quot;Newman&amp;quot;&amp;gt;R. Newman, W. S. Taft, J. W. Mayer, D. Stulik, P. I. Kuniholm: &amp;#039;&amp;#039;The science of painting&amp;#039;&amp;#039;, Springer, New York 2000, ISBN 978-0-387-98722-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Leinöl]], vergilbt, daher eher für dunklere Farbtöne geeignet&lt;br /&gt;
* [[Mohnöl]]&lt;br /&gt;
* [[Walnussöl]], wenig ver[[gilben]]d, langsam trocknend&lt;br /&gt;
* [[Hanföl]]&lt;br /&gt;
* [[Sonnenblumenöl]]&lt;br /&gt;
* [[Safloröl]], kaum vergilbend, langsam trocknend (die Endhärte wird nach etwa 4 Wochen erreicht)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://kreidezone-1253f.kxcdn.com/wp-content/uploads/2017/10/Safloroel.pdf |text=Safloröl |wayback=20210226161743}},&lt;br /&gt;
Produktinformation Art. 370, In: Kreidezeit.de, 31.07.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Sojaöl]], ein &amp;#039;&amp;#039;halbtrocknendes Öl&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Rizinusöl]]&lt;br /&gt;
* [[Perillaöl]]&lt;br /&gt;
* [[Tungöl]] (chinesisches Holzöl)&lt;br /&gt;
* [[Licania|Oiticicaöl]] aus den Nüssen eines brasilianischen Baums, dient als Ersatz für Tung- und Leinöl, ist jedoch deutlich dunkler und dickflüssiger&lt;br /&gt;
* [[Tallöl]], wird aus Holzfasern gewonnen&lt;br /&gt;
* [[Standöl]]e, sind besonders wetterfest und werden durch Erhitzen aus Leinöl oder jedem anderen Öl hergestellt&lt;br /&gt;
Leinöl, Mohnöl und Walnussöl werden in der Malerei auch als &amp;#039;&amp;#039;fette Öle&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://ufgonline.ufg.ac.at/ufg_online/LV_TX.wbDisplaySemplanDoc?pStpSplDsNr=1959 Maltechnische Grundlagen], Seite 62. Abgerufen im August 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Härtung basiert auf einer chemischen Reaktion des Luftsauerstoffes mit den [[Doppelbindung]]en der [[Ungesättigte Fettsäure|ungesättigten Fettsäuren]] und einer [[Umesterung]] der Bindungen zwischen [[Fettsäure]]n und [[Glycerol]], was zu einer [[Vernetzung (Chemie)|Quervernetzung]] der Moleküle führt; im Falle des Leinöls entsteht [[Linoxin]]. Bei der Oxidation entstehen [[Hydroperoxide]], die [[Radikal (Chemie)|radikalisch]] zerfallen und mit anderen Ölsäuremolekülen reagieren. Sogenannte [[Sikkativ]]e (z.&amp;amp;nbsp;B. Kobaltnaphthenat) fördern die radikalische Vernetzung. Gelegentlich werden auch synthetische Lösungsmittel hinzugesetzt (1,4-Polybutadienöle). Die Verfestigung der Farbe geschieht nur bei einer Verwendung von Lösungsmittel auch teilweise durch [[Trocknung]]. Je nach verwendetem Pflanzenöl neigen Ölfarben zur [[Gilben|Vergilbung]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lambourne&amp;quot;&amp;gt;R. Lambourne, T. Strivens: &amp;#039;&amp;#039;Paint and Surface Coatings&amp;#039;&amp;#039;, 2. Auflage, Woodhead, 1999. S. 29, 334f. und 369. ISBN 978-1-85573-348-0.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Newman&amp;quot; /&amp;gt; Häufiger Kontakt mit Wasser führt zu einer [[Hydrolyse]] der Esterbindungen, dies mindert die Haltbarkeit speziell bei Ölfarben mit Lösemitteln auf Wasserbasis und führt bei lackierten Flächen zu einem Auswascheffekt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lambourne&amp;quot; /&amp;gt; Die Trocknungszeit ist in der Regel länger als bei konventionellen Lacken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lambourne&amp;quot; /&amp;gt; Leinölfarbe wird auch zur [[Grundierung]] von [[Baustahl]] eingesetzt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lambourne&amp;quot; /&amp;gt; zusammen mit [[Eisenglimmer]] auch als [[Rostschutzfarbe]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.kreidezeit.de/wp-content/uploads/2017/10/Rostschutzfarbe-1.pdf Rostschutzfarbe], Produktinformation Art. 338–340, In: Kreidezeit.de, 14.08.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öllack ===&lt;br /&gt;
Ölfarben mit Beimischung von [[Harz (Material)|Harzen]] werden als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lackfirnis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Werden neben Harzen auch [[Pigmente]] hinzugefügt, so erhält man einen &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Öllack&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Naturharzlack&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Definition [http://www.farbmanufaktur-werder.de/catalog/safty/spezifikation_tungoel_holzoellack.pdf Öllack], S. 4, Produktblatt der Farbmanufaktur Werder&amp;lt;/ref&amp;gt; Öllacke  sind schon seit über 2000 Jahren in China bekannt und werden auch heute noch verwendet (teilweise mit synthetischen Bindemitteln).&lt;br /&gt;
Der Lösemittelanteil kann bis zu 60 Prozent betragen, jedoch werden inzwischen auch mit Wasser emulgierte Lacke hergestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufig werden Öllacke aus Leinöl, Tallöl, Rizinusöl und Perillaöl hergestellt, die unter Umständen zuvor zu Standölen verkocht wurden. Als Harze wurden traditionell natürliche [[Copal (Baumharz)|Kopale]], [[Kolophonium]] oder [[Schellack]] verwendet, heute auch synthetische Harze wie [[Alkydharzlack|Alkyd-]] und [[Phenolharz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Zugabe von Harzen erhöht sich die Oberflächenhärte der Beschichtung, während Trocknungszeit, Geschmeidigkeit und Witterungsbeständigkeit in der Regel abnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;Lexikoneintrag [https://www.spektrum.de/lexikon/chemie/lacke/5194 Lacke], Internetpräsenz der Zeitschrift &amp;#039;Spektrum der Wissenschaft&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leinölfarbe für Bau und Handwerk ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Leinölfarbe}}&lt;br /&gt;
Zur Herstellung von Ölfarben für Bau und Handwerk werden Pigmente mit sogenanntem „gekochtem“ Leinöl verrieben und mit 0,09 bis maximal 3 %&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd Ziesemann, Martin Krampfer, Heinz Knieriemen: Natürliche Farben, Aarau (Schweiz) 1996, ISBN 3-85502-523-1, S. 94.&amp;lt;/ref&amp;gt; Trockenstoffen versetzt. Die höchste Qualität bieten [[Leinölfarbe|Leinölfarben ohne Lösemittel]] und [[Aromaten]]. Sie benötigen zur Verarbeitung keine weiteren Zusätze, können bei Bedarf jedoch mit gekochtem Leinöl verdünnt werden. Da Leinölfarbe wasserabweisend, aber dampfdiffusionsoffen ist, eignet sie sich besonders für den Außenbereich (Fachwerk, Holzfassaden, Türen, Fenster, Klappläden, Holzkonstruktionen), weil Feuchtigkeit, die an Schadstellen eingedrungen ist, wieder ausdunsten kann. So wird einer Fäulnis- und Schimmelbildung vorgebeugt. Alternde Leinölanstriche sollten je nach Bewitterung alle fünf bis acht Jahre mit kalt gepresstem, „gekochtem“ Leinöl gepflegt werden. Sollte der Anstrich nach vielen Jahren und mehreren pflegenden Ölanstrichen verblassen, was besonders auf West- und Südseiten von Gebäuden der Fall ist, kann dieser überstrichen werden. Der Altanstrich muss dazu nicht entfernt, sondern nur durch Abbürsten gereinigt werden. In der Baudenkmalpflege wird von den Denkmalbehörden die Anwendung von traditioneller Leinölfarbe ohne [[flüchtige organische Verbindungen]] erwartet&amp;lt;ref&amp;gt;Landesamt für Denkmalpflege Hessen: {{Webarchiv | url= http://www.baunetzwissen.de/standardartikel/Fenster-und-Tueren_Arbeitsblaetter-quot-Fenster-in-Hessen-quot-_155477.html | wayback = 20140202093053 | text =&amp;#039;&amp;#039;Bauberater-Fenster in Hessen. Arbeitsblatt I-Erhaltung und Ergänzung&amp;#039;&amp;#039;}}. Wiesbaden 2001/2005.&amp;lt;/ref&amp;gt;, da reine Leinölfarbe nach traditionellem Rezept hergestellt wird und somit wieder auf authentische historische Anstriche und Leinöl-Grundierung zurückgreift. Darüber hinaus bildet lösemittelfreie Leinölfarbe keine Schichten, die abblättern könnten, und sie lädt sich nicht statisch auf, wodurch sie Staub nicht anzieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* Durch Zusatz von Sikkativen schneller trocknendes Leinöl wird als &amp;#039;&amp;#039;[[Leinölfirnis]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Karl-Heinz Morscheck: &amp;#039;&amp;#039;Ölmalerei&amp;#039;&amp;#039;. [[Englisch Verlag]], Wiesbaden 2003, ISBN 978-3-8241-1220-3.&lt;br /&gt;
* Kurt Schönburg: &amp;#039;&amp;#039;Naturstoffe an Bauwerken&amp;#039;&amp;#039; Eigenschaften, Anwendung,: Herausgeber: Deutsches Institut für Normung e.&amp;amp;nbsp;V., Beuth Verlag, 2010, 280 S. ISBN 978-3-410-17355-7.&lt;br /&gt;
* Irene Daum (Hg.): Lars Käker – Menschenbilder aus drei Jahrzehnten. Solivagus Praeteritum, Kiel 2022, ISBN 978-3-947064-18-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4528761-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4528761-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Olfarbe}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beschichtungswerkstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemikaliengruppe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farbmitteltechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technik der Malerei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malutensil]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanzliche Fette und Öle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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