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	<title>Émile Driant - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;HH58: /* Leben */ typo</title>
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		<updated>2026-04-02T20:12:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben: &lt;/span&gt; typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Émile Driant 1.jpg|miniatur|Émile Driant in Uniform]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Émile Auguste Cyprien Driant&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. September]] [[1855]] in [[Neufchâtel-sur-Aisne]]; † [[22. Februar]] [[1916]] bei [[Verdun]]) war ein französischer Offizier und nationalistischer Politiker. Er fiel zu Beginn der [[Schlacht um Verdun]], als er mit seiner Jäger-[[Halbbrigade]] den deutschen Vorstoß im Wald von Caures um fast zwei Tage verzögerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Driant-emile-in-1916-04-08-schweizer-illustrierte-zeitung-nr15-s227.jpg|mini|Emile Driant]]&lt;br /&gt;
Der Sohn eines Juristen studierte nach dem Abitur zunächst Geistes- und [[Rechtswissenschaften]] und besuchte ab 1875 die [[Militärschule Saint-Cyr]], die er 1877 als Viertbester seines Jahrganges verließ. Er diente im 54. [[Infanterie]]regiment in [[Compiègne]] und später in Saint Mihiel. 1883 wurde er Leutnant im 43. Infanterieregiment und ging nach [[Tunesien]], wo er Ordonnanzoffizier beim Generalgouverneur General [[Georges Boulanger]] wurde. Er heiratete dessen Tochter Marcelle. 1886 wurde er zum Hauptmann befördert und ging nach Ernennung Boulangers zum Kriegsminister mit diesem nach Paris. Nach dem Skandal um seinen Schwiegervater und dessen Sturz kehrte er nach Tunesien zurück, um beim 4. [[Zuaven]]-Regiment zu dienen. Nach Dienst an der algerischen Grenze zählte Driant in Tunis zum Zirkel von Kardinal [[Charles Martial Lavigerie]], dem [[Primas (Religion)|Primas]] von Afrika. Unter dem Pseudonym &amp;#039;&amp;#039;Capitaine Danrit&amp;#039;&amp;#039; verfasste er zahlreiche Abenteuerromane und war neben [[Louis Boussenard]] und [[Paul d’Ivoi]] einer der Hauptautoren des &amp;#039;&amp;#039;[[Journal des Voyages]].&amp;#039;&amp;#039; Seine Erzählungen waren in ihrem Vertrauen auf den technischen Fortschritt und stilistisch an [[Jules Verne]] angelehnt, jedoch von einer militaristischen, kolonialistischen und antiparlamentarischen Grundhaltung dominiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1892 wurde er Ausbilder in Saint-Cyr, 1894 kehrt er zum 4. Zuaven-Regiment zurück, um im Dezember 1898 zum [[Chef de bataillon]] im 69. Infanterieregiment in Nancy zu werden. Im Jahr darauf erhielt er das Kommando über das 1. [[Jäger (Militär)|Jägerbataillon]] zu Fuß in Troyes. Nach der Aufdeckung des Komplotts katholisch-monarchistischer Militärkreise gegen den [[Judentum|jüdischen]] Offizier [[Alfred Dreyfus]] befanden sich in der Armee die [[Klerikalismus|Klerikalen]] in der Defensive. Driant, der seinen nichtchristlichen Soldaten die Teilnahme an einem katholischen Gottesdienst befohlen hatte, wurde zu 14 Tagen Arrest verurteilt. Er nahm daraufhin 1905 seinen Abschied und ging in die Politik, um die Interessen der Armee im Parlament zu vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Wahlen zur [[Abgeordnetenkammer (Frankreich)|Abgeordnetenkammer]] 1906 verlor er jedoch zunächst im Wahlkreis [[Pontoise]] gegen den Liberalen Ballu. Als Mitarbeiter des &amp;#039;&amp;#039;[[L&amp;#039;Eclair]]&amp;#039;&amp;#039; agitierte er gegen den Parlamentarismus und bereiste Deutschland, wo er die großen Manöver in Schlesien beobachtete. Die Eindrücke verarbeitete er zu Buch mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Vers un nouveau Sedan&amp;#039;&amp;#039; (deutsch &amp;#039;&amp;#039;Einem neuen [[Schlacht von Sedan|Sedan]] entgegen!&amp;#039;&amp;#039;), in dem er eindringlich vor einer Wiederholung der [[Deutsch-Französischer Krieg|Niederlage von 1870]] warnte. Er gewann daraufhin 1910 für die [[christlich-sozial]]e [[Action libérale populaire (Frankreich)|Action Libérale]] in [[Nancy]] die Wahl gegen den bisherigen Wahlkreisabgeordneten von der [[Parti républicain, radical et radical-socialiste|Gauche Radicale]], [[Jean Grillon]]. Als Abgeordneter durchaus fleißig, stand er der [[Katholische Soziallehre|katholischen Soziallehre]] nahe, aber auch den Thesen von [[Melchior de Vogüé]] und [[Ernest Lavisse]]. Die stärker werdenden Klassengegensätze verstand er primär als Bedrohung für die Verteidigungsbereitschaft der Nation und sah im [[Präfaschismus|präfaschistischen]] [[Gelbe Gewerkschaft|Gelben Sozialismus]] die Lösung dieser Probleme. Er unterstützte im Parlament die Kredite zur Aufrüstung und die Verlängerung der [[Wehrpflicht]] auf drei Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;loi [[Louis Barthou|Barthou]] vom 7. August 1913. &amp;#039;&amp;#039;Journal officiel&amp;#039;&amp;#039; vom 8. August 1913, Bulletin des lois, n° 110, S. 2077, auch [[:fr:loi des trois ans|loi des trois ans]] genannt. Es verlängerte den Militärdienst von zwei auf drei Jahre.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er begeisterte sich für die neue [[Militärische Luftfahrt|Militärluftfahrt]] und kämpfte leidenschaftlich für den Erhalt der Grenzfestungen, von denen er 1912 zumindest die von [[Lille]] retten konnte. Vor dem Hintergrund der aufziehenden [[Oktoberrevolution|Umwälzungen in Russland]] begriff er die Armee primär als „Schule der Nation“ und internes Machtinstrument gegen eine mögliche Revolution. 1914 wurde er wiedergewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Poste de commandement du colonel Driant.jpeg|mini|Befestigter Befehlsstand Driants im Wald von Caures]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] bat Driant um Reaktivierung als Offizier und wurde dem Stab des Gouverneurs von Verdun, General [[Michel Coutanceau]], zugeteilt. Seine Halbbrigade bestand aus dem 56. und 59. Bataillon der Jäger zu Fuß (56&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; bataillon des chasseurs à pied und 59&amp;lt;sup&amp;gt;e&amp;lt;/sup&amp;gt; bataillon des chasseurs à pied) und war der 72. Infanterie-Division unterstellt. Driant galt als fürsorglicher und verständnisvoller Kommandeur. Seine anfänglich 2200 Jäger waren [[Reservist]]en aus dem Norden und Osten Frankreichs, mit ihnen kämpfte er in den [[Argonnen]] und in [[Woëvre]] und eroberte an der Maas das Dorf [[Gercourt-et-Drillancourt|Gercourt]] von den Deutschen zurück. Von den Gefechten geschwächt, nahm seine Halbbrigade nicht an der [[Schlacht an der Marne (1914)|Ersten Marne-Schlacht]] teil, sondern bezog bei [[Verdun]] im Abschnitt [[Louvemont-Côte-du-Poivre|Louvemont]] eine Defensivstellung. Sie gewann dort den Wald von Caures zurück und baute dort eine befestigte Stellung. Als Mitglied des Armeeausschusses im Parlament brachte er 1915 die Stiftung des [[Croix de guerre]] mit auf den Weg. Am 22. August 1915 warnte er den Parlamentspräsidenten [[Paul Deschanel]] in einem Brief eindringlich vor einem deutschen Angriff auf Verdun und den unzureichenden französischen Abwehrvorbereitungen. Zugleich lehnte er einen Rückzug auf die leichter zu verteidigenden Höhenrücken westlich von Verdun als Defätismus ab. Im Ergebnis wurde die Front dort dann weder begradigt noch befestigt. Als am 21. Februar 1916 die Schlacht um Verdun begann, stand Driant mit seinen 1200 Jägern in der Linie des beabsichtigten deutschen Vorstoßes. Sie hielten unter pausenlosem Artilleriefeuer und großen Verlusten fast zwei Tage den [[Gefecht im Wald von Caures|Wald von Caures]], bis Driant den Rückzug nach [[Beaumont-en-Verdunois|Beaumont]] befahl. Er wurde dabei an der Schläfe getroffen und starb wie die meisten seiner Jäger, von denen nur zwischen 110 und 160 überlebten.&amp;lt;ref&amp;gt;die Angaben schwanken je nach Quelle&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deutschen bestatteten ihn mit allen Ehren in der Nähe des Schlachtfeldes und leiteten der Witwe über die Schweiz seine Habseligkeiten zu. Die französische Presse feierte seinen Tod als nationales Opfer und der Gedenkgottesdienst unter Leitung des Kardinals [[Léon-Adolphe Amette]] wurde in [[Kathedrale Notre-Dame de Paris|Notre Dame]] abgehalten. Im Oktober 1922 wurde Driants Leiche exhumiert und in ein [[Mausoleum]] überführt,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://verdun-meuse.fr/index.php?qs=fr/lieux-et-visites/le-pc-de-driant verdun-meuse.fr: Le PC de Driant]&amp;lt;/ref&amp;gt; das jedes Jahr am 21. Februar Schauplatz einer Gedenkfeier für Driant und seine Jäger ist. &amp;lt;!--- Stand wann ? immer noch ? ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Driants befestigter Befehlsstand im Wald von Caures ist seit 1931 als [[Monument historique]] geschützt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Base Mérimée|PA00106584|Poste de commandement du colonel Driant}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Einem neuen Sedan entgegen!,&amp;#039;&amp;#039; Oldenburg 1914&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Im Luftschiff zum Nordpol&amp;#039;&amp;#039;, Kiel 1910&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Gefangenen des Meeres, sechs Tage im gesunkenen Unterseeboot&amp;#039;&amp;#039;, Kiel 1909&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|117656143}}&lt;br /&gt;
* {{ISFDB name|id=153048}}&lt;br /&gt;
* {{OL-Autor|OL3450330A}}&lt;br /&gt;
* [http://www.cheminsdememoire.gouv.fr/fr/emile-driant Biografie auf &amp;#039;&amp;#039;Les Chemins de la Mémoire&amp;#039;&amp;#039;, der Website des französischen Verteidigungsministeriums zur Militärgeschichte] (zugleich Hauptquelle)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=117656143|LCCN=n/90/650550|NDL=00681142|VIAF=46879901}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Driant, Emile}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberstleutnant (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Französisch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Science-Fiction-Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Ordens der Krone von Italien (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Abgeordnetenkammer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Offizier)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Croix de guerre 1914–1918 (Frankreich, Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1855]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1916]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Driant, Émile&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Driant, Émile Auguste Cyprien (vollständiger Name); Capitaine Dranit (Pseudonym)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französischer Offizier und nationalistischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. September 1855&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neufchâtel-sur-Aisne]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=22. Februar 1916&lt;br /&gt;
|STERBEORT=bei [[Verdun]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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