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	<title>Édith Cresson - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2025-31039-0: /* Mitglied der Europäischen Kommission und Korruptionsskandal */ Link korr; Tempus; verdeckt: undurchsichtig keine IP ist nonsens</title>
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		<updated>2025-08-01T11:26:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Mitglied der Europäischen Kommission und Korruptionsskandal: &lt;/span&gt; Link korr; Tempus; verdeckt: undurchsichtig keine IP ist nonsens&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Édith Cresson, Member of the EC (1997) (cropped).jpg|mini|Édith Cresson, 1997]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Édith Cresson&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[27. Januar]] [[1934]] in [[Boulogne-Billancourt]] bei [[Paris]]) ist eine [[Frankreich|französische]] [[Politiker]]in ([[Parti socialiste (Frankreich)|PS]]). Sie wurde 1991 als erste Frau [[Liste der Regierungschefs von Frankreich|französische Premierministerin]], bekleidete dieses Amt jedoch nur knapp elf Monate lang. Von 1995 bis 1999 war sie Mitglied der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] mit Zuständigkeit für [[Kommissar für Wissenschaft und Forschung|Wissenschaft, Forschung und Entwicklung]]. Ihre Verwicklung in einen [[Korruption]]sskandal führte 1999 zum Rücktritt der [[Kommission Santer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beginn der politischen Laufbahn ==&lt;br /&gt;
Cresson studierte an der Wirtschaftshochschule [[Haut Enseignement Commercial pour les jeunes filles|École de haut enseignement commercial pour les jeunes filles]] (jetzt [[École des hautes études commerciales de Paris|HEC Paris]]). Sie erwarb einen [[Doktorgrad]] in [[Demografie]] und war zunächst als [[Wirtschaftsingenieur]]in tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1965 trat sie der Convention des institutions républicaines bei, einer von [[François Mitterrand]] gegründeten Kleinpartei, die dessen erste erfolglose Präsidentschaftskandidatur in diesem Jahr unterstützte. 1971 folgte sie Mitterrand, der zu ihrem politischen Mentor wurde, beim Übertritt in die [[Parti socialiste (Frankreich)|Parti socialiste]] (PS). Ab 1974 war sie als Parteisekretärin für Jugend und Bildung zuständig, von 1975 bis 1981 gehörte sie dem Vorstand der PS an. Von 1977 bis 1983 war Cresson Bürgermeisterin von [[Thuré]] ([[Département Vienne]]), danach bis 1997 von [[Châtellerault]]. Bei der [[Europawahl 1979]] gewann sie zudem einen Sitz im [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]]. Zwei Jahre später gab sie diesen jedoch wieder auf, nachdem sie in die [[Nationalversammlung (Frankreich)|französische Nationalversammlung]] gewählt worden war, der sie bis 1986 angehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Sieg Mitterrands bei der [[Französische Präsidentschaftswahl|französischen Präsidentschaftswahl]] 1981 wurde Cresson Landwirtschaftsministerin in der Regierung [[Pierre Mauroy]]. Von 1983 bis 1984 war sie nach einer Kabinettsumbildung Ministerin für [[Außenhandel]] und [[Tourismus]], von 1984 bis 1986 unter Premierminister [[Laurent Fabius]] Ministerin für industrielle Weiterentwicklung und Außenhandel. Nach der [[Cohabitation]] von 1986 bis 1988 wurde Cresson in der Regierung [[Michel Rocard]] von 1988 bis 1990 Ministerin für [[Europapolitik|Europäische Fragen]]. In diesem Amt leitete sie die Organisation für die französische [[Vorsitz im Rat der Europäischen Union|Ratspräsidentschaft]] 1989 und nahm an den Verhandlungen zum [[Schengener Durchführungsübereinkommen]] teil. Aufgrund von europapolitischen Unstimmigkeiten mit Rocard trat sie im Oktober 1990 von ihrem Amt zurück und wechselte zu einem auf Osteuropa spezialisierten Beratungsunternehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Premierministerin ==&lt;br /&gt;
Am 15. Mai 1991 wurde Cresson von Mitterrand überraschend zur Premierministerin ernannt. Mit Blick auf die Vollendung des [[Europäischer Binnenmarkt|Europäischen Binnenmarkts]] und die Verhandlungen zum [[Vertrag von Maastricht]] kündigte Cresson in ihrer Antrittsrede den „Erfolg Frankreichs im Europa von 1993 und in der Welt von 2000“ als ihr politisches Hauptziel an. Durch eine aktive [[Industriepolitik]] sollte die [[Arbeitslosigkeit]] reduziert und eine [[nachhaltige Entwicklung]] gefördert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kam zu einigen Kontroversen durch gelegentlich undiplomatische bis rüde Äußerungen Cressons. Im Juli 1991 äußerte sie gegenüber [[ABC News]], [[Homosexualität]] sei ein „marginales“ Phänomen, das den „angelsächsischen“ Sitten näherstehe als den „lateinischen“&amp;lt;ref name=LAT&amp;gt;Rone Tempest, [[Los Angeles Times]], 23. Juli 1991: [http://articles.latimes.com/1991-07-23/news/wr-223_1_puppet-show Edith Cresson&amp;#039;s Answer to TV Spoof: Hush Puppet! France&amp;#039;s brutally frank premier says her caricature on one of the nation&amp;#039;s most popular shows is sexist, unfair] (englisch)&amp;lt;/ref&amp;gt;. Zudem verglich sie in verschiedenen Interviews 1989 und 1991 die Japaner mit „Ameisen“, die sich durch einen übertriebenen Arbeitseinsatz auszeichneten, der für europäische Freizeit- und Sozialstandards inakzeptabel sei.&amp;lt;ref name=LAT/&amp;gt; Es kam zu einer Kontroverse um die satirische Marionettensendung &amp;#039;&amp;#039;Le Bébête show&amp;#039;&amp;#039;, in der Cresson in sehr negativer Weise dargestellt und ein außereheliches Verhältnis mit Mitterrand angedeutet wurde. Sie selbst kritisierte dies als [[Sexismus]]; die Macher der Sendung beriefen sich auf die [[Meinungsfreiheit]].&amp;lt;ref name=LAT/&amp;gt; Mitte 1991 waren Cressons Umfragewerte schlecht. Nach einer schweren Wahlniederlage der PS bei den Regionalwahlen im März 1992 bewirkte Mitterrand ihren Rücktritt und ernannte Anfang April 1992 [[Pierre Bérégovoy]], bis dahin Wirtschaftsminister, zum neuen Premierminister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mitglied der Europäischen Kommission und Korruptionsskandal ==&lt;br /&gt;
Bei der [[Parlamentswahl in Frankreich 1993|französischen Parlamentswahl im März 1993]] trat Cresson nicht mehr an. Die PS erlitt eine weitere Niederlage, sodass es zu einer konservativen Regierung unter [[Édouard Balladur]] kam. &lt;br /&gt;
Im Januar 1995 schlug Mitterrand Cresson (gegen den Widerstand von Balladur) als Mitglied der [[Europäische Kommission|Europäischen Kommission]] ([[Kommission Santer]]) vor, wo sie [[Kommissar für Wissenschaft und Forschung|Kommissarin für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung]] wurde. Aufgrund der nunmehr vorliegenden Ämterhäufung trat sie 1997 als Bürgermeisterin von [[Châtellerault]] zurück. Im selben Jahr wurde bei ihr eine [[Krebs (Medizin)|Krebserkrankung]] diagnostiziert, von der sie seit dem Jahr 2000 als geheilt galt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Le Nouvel Observateur]], 16. Januar 2001: {{Webarchiv | url=http://tempsreel.nouvelobs.com/actualites/politique/20010116.OBS1173/edith_cresson_est_atteinte_dun_cancer.html | archive-is=20091002031405 | text=Edith Cresson est atteinte d&amp;#039;un cancer}} (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1999 kam es zu [[Vetternwirtschaft|Nepotismus]]vorwürfen gegen Cresson, nachdem durch [[Investigativer Journalismus|investigativen Journalismus]] bekannt geworden war, dass sie einen fachlich unqualifizierten Freund als persönlichen Berater angestellt hatte. Trotz des in der Sache geringen Schadens&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Gerhard Brunn, &amp;#039;&amp;#039;Die Europäische Einigung von 1945 bis heute&amp;#039;&amp;#039;, Stuttgart 2002/Bonn 2004, S. 303f.&amp;lt;/ref&amp;gt; kam es zu einem großen Medienecho und schließlich zu einer Androhung des [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlaments]], die Kommission durch ein [[Misstrauensvotum]] abzusetzen. Um dem zuvorzukommen, trat die gesamte Kommission im März 1999 kollektiv zurück. Die erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit für Korruption in der EU führte zudem wenige Wochen später zur Gründung des [[Europäisches Amt für Betrugsbekämpfung|Europäischen Amtes für Betrugsbekämpfung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge der Anzeige eines [[Mitglied des Europäischen Parlaments|Europaabgeordneten]] kam es zudem zu Ermittlungen der belgischen Polizei wegen [[Vermögensdelikt|Betrugs]] gegen Cresson. Das Verfahren wurde allerdings 2004 von einem Brüsseler Amtsgericht eingestellt, da dieses nicht genügend Indizien für eine strafbare Handlung sah.&amp;lt;ref&amp;gt;Jean Quatremer, [[Libération]], 1. Juli 2004: [http://www.liberation.fr/monde/0101494260-la-justice-belge-abandonne-les-poursuites-contre-cresson La justice belge abandonne les poursuites contre Cresson] (französisch).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Europäischer Gerichtshof|Europäische Gerichtshof]] urteilte am 11. Juli 2006, dass sie ihre Pflichten als Kommissionsmitglied verletzt habe&amp;lt;ref&amp;gt;Rechtssache C-432/04, siehe z.&amp;amp;nbsp;B. [https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=C-432/04 dejure.org], [http://curia.europa.eu/juris/liste.jsf?language=de&amp;amp;num=C-432/04 http://curia.europa.eu]&amp;lt;/ref&amp;gt;, verhängte jedoch entgegen dem Antrag der neuen Europäischen Kommission ([[Kommission Barroso I|Barroso I]]) sowie des [[Generalanwalt (EuGH)|EuGH-Generalanwaltes]] keine Pensionskürzung gegen Cresson.&amp;lt;ref&amp;gt;Florian Rötzer, [[Heise.de]], 13. Juli 2006: [https://www.heise.de/tp/features/Das-seltsame-Rechtsverstaendnis-des-Europaeischen-Gerichtshofs-3407055.html Das seltsame Rechtsverständnis des Europäischen Gerichtshofs].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privatleben ==&lt;br /&gt;
Cresson ist verheiratet und hat zwei Töchter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Rücktritt als Kommissionsmitglied trat Cresson kaum noch in der Öffentlichkeit auf. 2006 veröffentlichte sie das Buch &amp;#039;&amp;#039;Histoires françaises&amp;#039;&amp;#039;, in dem sie ihre politischen Erfahrungen darstellte. 2007 gab sie während der Vorwahlen der PS zur [[Französische Präsidentschaftswahl 2007|Präsidentschaftswahl 2007]] ihre Unterstützung für [[Ségolène Royal]] bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste weiblicher Staatsoberhäupter und Regierungschefs]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.cvce.eu/histoire-orale/unit-content/-/unit/78ff26f9-79d4-4751-95cc-ea6d6ae45f5a/c2848b58-fc67-4560-aab1-e012ce4bd7b0/Resources#d302c3e4-d77c-4d05-b36e-b3524a05f144 Interview mit Édith Cresson im Januar 2008] CVCE&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119231891}}&lt;br /&gt;
* {{MdEP|870}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Industrieminister Frankreichs 5. Republik&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Premierminister Frankreichs 5. Republik&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Kommission Santer&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119231891|LCCN=n/85/148289|VIAF=14768188}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Cresson, Edith}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Premierminister (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Minister (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Europäischen Kommission]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Frankreich]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1934]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Cresson, Édith&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französische Politikerin (PS), Mitglied der Nationalversammlung, MdEP&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=27. Januar 1934&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Boulogne-Billancourt]] bei [[Paris]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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