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Tetramethylammoniumhydroxid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von TMAH)
Strukturformel
Struktur von Tetramethylammoniumhydroxid
Allgemeines
Name Tetramethylammoniumhydroxid
Summenformel C4H13NO
Kurzbeschreibung

farblose, zerfließliche, stark Ammoniak-ähnlich riechende Nadeln<ref name="Römpp">Eintrag zu Tetramethylammonium-Salze. In: Römpp Online. Georg Thieme VerlagVorlage:Abrufdatum</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
PubChem 60966
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 91,15 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

67–70 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck

129 hPa (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

leicht in Wasser (700 g·l−1 bei 20 °C) unter Bildung stark basischer Lösungen<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>
Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 300+310​‐​314​‐​370​‐​372​‐​411
P: 273​‐​280​‐​301+330+331​‐​302+352​‐​305+351+338​‐​308+310<ref name="GESTIS" />
Toxikologische Daten

25 mg·kg−1 (LD50Meer­schweinchens.c.)<ref name="ChemIDplus">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der ChemIDplus-Datenbank der United States National Library of Medicine (NLM)Vorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar)</ref>

Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Tetramethylammoniumhydroxid (TMAH) ist eine quartäre Ammoniumverbindung mit der Konstitutionsformel [N(CH3)4]OH, ionisch [N(CH3)4]+OH.

Eigenschaften

Chemische Eigenschaften

TMAH ist eine starke Base. Beim Erhitzen von TMAH erfolgt Zersetzung in Trimethylamin und Methanol.<ref name="Römpp" />

Verwendung

  • In der Halbleiterfertigung beim anisotropen Nassätzen von Silicium
  • Als Lösungsmittel beim Entwickeln von sauren Fotolacken
  • Zur Verhinderung des Zusammenballens der Nanopartikel in einem Ferrofluid
  • Als Derivatisierungsreagenz (Bildung von Methyl-Derivaten) in der chemischen Analytik
  • Als Templat bei der Herstellung von synthetischen Zeolithen


Sicherheitshinweise

TMAH führt zu starker Reizung bis hin zu Verätzung der Augen, der Atemwege, der Lunge sowie der Haut.<ref name="Römpp" />

Das Tetramethylammonium-Kation (TMA) kann Nerven und Muskeln schädigen, was innerhalb von kürzester Zeit zu Atemlähmungen und schließlich zum Tod führen kann.<ref>Wu, C.L. et al. (2008): Mortality from dermal exposure to tetramethylammonium hydroxide. In: J. Occup. Health. 50(2):99-102. PMID 18403859.</ref>

Einzelnachweise

<references />