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Objekt planetarer Masse

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(Weitergeleitet von Planemo)
Datei:Free-floating planet CFBDSIR J214947.2-040308.9.jpg
Infrarotaufnahme des freifliegenden Planeten CFBDSIR 2149-0403 (schwacher blauer Punkt in der Bildmitte)

Objekt planetarer Masse (englisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), kurz PMO) ist ein Sammelbegriff für astronomische Objekte mit einer Masse

Je nach ihrer gravitativen Bindung an andere Objekte werden mehrere Arten von PMOs unterschieden:

  • Monde planetarer Masse“, die ein anderes Objekt planetarer Masse umkreisen
  • Planeten, Zwergplaneten und Exoplaneten, die einen Stern bzw. Braunen Zwerg umkreisen
  • Rogue Planets (von englisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), auch freifliegender bzw. vagabundierender Planet (englisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Einzelgänger-Planet, Waisenplanet oder (der oder das) Planemo (von engl. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))<ref>Stefan Schmitt: Wortschöpfung – Planemo. Die Zeit, 12. Dezember 2014, abgerufen am 18. Dezember 2014 (gibt als Genus „der Planemo“ an, wohl analog zu „der Planet“ – ohne dies explizit zu begründen. Andere Fundstellen verwenden „das Planemo“ – wohl analog zu „das Objekt“ (planemo = {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))).</ref>), sind interstellare Objekte, die nicht gravitativ an einen massereicheren Körper gebunden sind

Hauptsächlich wird dieser Begriff für letztere Objekte gebraucht.<ref>S. Soter: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) In: The Astronomical Journal. Band 132, S. 2513, IOP Publishing, 2006, arxiv:astro-ph/0608359 (englisch)</ref><ref>siehe z. B. S. 21 von: Martin Ratcliffe: State of the Universe 2008: New Images, Discoveries, and Events. Praxis Publishing Ltd., New York 2008, ISBN 978-0-387-73998-4.</ref> Diese haben entweder das Planetensystem, in dem sie ursprünglich entstanden sind, verlassen, zum Beispiel indem sie herausgeschleudert wurden – oder sie waren nie gravitativ an einen Stern oder Braunen Zwerg gebunden<ref>Orphan Planets: It’s a Hard Knock Life, Space.com, 24. Februar 2005, abgerufen am 5. Februar 2009.</ref><ref>Free-Floating Planets – British Team Restakes Dubious Claim, Space.com, 18. April 2001, abgerufen am 5. Februar 2009.</ref><ref>Orphan 'planet' findings challenged by new model, NASA Astrobiology, 18. April 2001, abgerufen am 5. Februar 2009.</ref> und sind selbst wie ein Stern entstanden, die sogenannten Sub-Brown Dwarfs.

Sichtbarkeit und vermutete Häufigkeit

Freifliegende Planeten sind vergleichsweise schwer zu finden, da sie im sichtbaren Licht nicht leuchten, nicht nennenswert das Licht eines Sterns reflektieren und auch nicht durch ihren Einfluss auf einen Stern zu entdecken sind. Mit Infrarotteleskopen konnten jedoch aufgrund ihrer eigenen Wärmeemissionen einige Kandidaten für solche Objekte in der Galaxis entdeckt werden, sodass man heute davon ausgeht, dass in der Milchstraße beinahe doppelt so viele freifliegende Planeten wie Sterne existieren,<ref>T. Sumi, K. Kamiya u. a.: Unbound or distant planetary mass population detected by gravitational microlensing. In: Nature. 473, 2011, S. 349, doi:10.1038/nature10092.</ref> also bei geschätzt 100–300 Milliarden Sternen um die 400 Milliarden freifliegende Planeten.

Eine ähnliche Schätzung gelang für eine 3,8 Mrd. Lichtjahre entfernte Galaxie, die als Gravitationslinse zwischen der Erde und dem Quasar RX J1131-1231 sehr genau untersucht wurde.<ref>E. Zachos: More Than a Trillion Planets Could Exist Beyond Our Galaxy. National Geographic, 5. Februar 2018, abgerufen am 13. April 2018.</ref>

Eigenschaften

Die Massen der bisher bekannten PMOs sind häufig wesentlich größer als die Massen der traditionellen Planeten des Sonnensystems. Dies liegt zum einen daran, dass Sub-Brown Dwarfs unterhalb einer Jupitermasse nicht entstehen können,<ref>Alan P. Boss, Gibor Basri, Shiv S. Kumar, James Liebert, Eduardo L. Martín, Bo Reipurth, Hans Zinnecker: Nomenclature: Brown Dwarfs, Gas Giant Planets, and ? Band 221, 1. Juni 2003, S. 529.</ref><ref>Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Substellar Objects in Nearby Young Clusters (Sonyc): The Bottom of the Initial Mass Function in NGC 1333.] The Astrophysical Journal, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 2. Oktober 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> zum anderen an der allgemein größeren Schwierigkeit, kleinere und leichtere Objekte nachzuweisen.

Beispiele

Datei:Sol Cha-110913-773444 Jupiter.jpg
Größenvergleich: Sonne, Cha 110913-773444 und Jupiter.

Im Dezember 2021 vermeldete die Europäische Südsternwarte: „Bisher waren nicht viele dieser Objekte bekannt, aber ein Team von Astronomen hat mit Hilfe von Daten mehrerer Teleskope der Europäischen Südsternwarte (ESO) und anderer Einrichtungen mindestens 70 neue Einzelgänger-Planeten in unserer Galaxie [in den Sternbildern Skorpion und Ophiuchus, einer sonnennahen Sternentstehungsregion] entdeckt. Dies ist die größte jemals entdeckte Gruppe vagabundierender Planeten und ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Ursprünge und Eigenschaften dieser […] galaktischen Nomaden.“<ref>ESO-Teleskope helfen bei der Entdeckung der bisher größten Anzahl von Einzelgänger-Planeten. Europäische Südsternwarte, 22. Dezember 2021, abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref><ref>Núria Miret-Roig et al.: A rich population of free-floating planets in the Upper Scorpius young stellar association. Europäische Südsternwarte, abgerufen am 2. Oktober 2025.</ref>

Eine Liste von bekannten Einzelgänger-Planeten ist im Artikel Liste von Exoplaneten verzeichnet.

Literatur

  • Franziska Konitzer: Milliarden frei fliegender Planeten. Sterne und Weltraum, Juli 2020, S. 22–25

Weblinks

Einzelnachweise

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