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Millie Small

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:Millie Small (1964).jpg
Millie Small (1964)

Millie Small (* 6. Oktober 1946<ref>Andere Angaben zu ihrem Geburtsdatum schwanken von 1942 bis 1948 (allmusic.com)</ref> in Clarendon, Jamaika als Millicent Dolly May Small; † 5. Mai 2020 in London, England)<ref>Steven Kurutz: Millie Small, ‘My Boy Lollipop’ Singer, Is Dead at 73. In: The New York Times, 8. Mai 2020. Abgerufen am 9. Mai 2020 (englisch).</ref> war eine jamaikanische Pop- und Ska-Sängerin. Ihr größter Erfolg war der Song My Boy Lollipop, der 1964 in den deutschen Single-Charts Platz 5, in den britischen wie in den amerikanischen Charts Platz 2 erreichte.

Werdegang

Millie, Tochter eines Aufsehers einer Zuckerrohrplantage, begann ihre Gesangskarriere schon als Teenager und hatte als Mitglied verschiedener Duos wie Roy & Millie, Owen & Millie und Jackie & Millie einige Hits in der anglophonen Karibik.<ref>Biografie bei 45-rpm.org</ref>

1963 ging Millie nach London und nahm dort die Single Don’t You Know auf, die erfolglos blieb. Ihre zweite Veröffentlichung in Großbritannien war dann ihre Coverversion des Songs My Boy Lollipop, der ursprünglich 1956 von Barbie Gaye eingespielt worden war. Arrangiert wurde die Aufnahme von Ernest Ranglin, und angeblich spielte der junge Rod Stewart darauf die Mundharmonika, anderen Quellen zufolge Jimmy Powell von den Rockin’ Berries. Millie Small erklärte wiederum 2016, dass Stewart das Lied mit ihr eingespielt habe.<ref name="Guardian">Ben Beaumont-Thomas: Millie Small, My Boy Lollipop singer, dies aged 73. In: The Guardian. 6. Mai 2020, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 7. Mai 2020]).</ref>

My Boy Lollipop wurde im März 1964 beiderseits des Atlantiks ein Hit und verkaufte sich bis heute rund sieben Millionen Mal. Es war der erste kommerzielle Erfolg des Labels Island Records (Fontana Records besaß allerdings die Songrechte) und zugleich der erste des jamaikanischen Blue Beat in Europa, des Reggae-Vorläufers.

An solche Verkaufszahlen konnte Millie Small nie mehr anknüpfen. Ihre letzten Aufnahmen stammen aus dem Jahr 1970. Danach zog sie sich zurück und lebte zeitweise in ärmlichen Verhältnissen.<ref name="Guardian" /> Erst 2016 gab sie dem US-amerikanischen Journalisten Tom Graves ein erstes längeres Interview über ihre Karriere.<ref>An Interview with Millie Small. By Tom Graves : Articles, reviews and interviews from Rock's Backpages. Abgerufen am 6. Mai 2020.</ref>

Small starb im Mai 2020 im Alter von 73 Jahren nach einem Schlaganfall.<ref name="Guardian" /> Ihre Tochter Jaelee (*1984) lebt in London und ist ebenfalls Sängerin.<ref>Single Review: “Only An Angel” – Jaelee Small. 16. April 2022, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref>

Filmografie (Auswahl)

Diskografie

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Singles

  • 1962: Sugar Plum / Jezebel von Owen & Millie (Island)
  • 1963: Don’t You Know / Until You’re Mine
  • 1964: My Boy Lollipop
  • 1964: Sweet William
  • 1964: I Love the Way You Love / Bring It On Home to Me
  • 1965: I like Mike / Karussell
  • 1965: I’ve Fallen in Love with a Snowman / What Am I Living For
  • 1965: See You Later, Alligator / Chilly Kisses
  • 1965: My Street / It’s Too Late
  • 1965: Bloodshot Eyes / Tongue Tied
  • 1966: My Street / A Mixed Up Fickle Moody Self-Centred, Spoiled Kind of Boy
  • 1966: Killer Joe / Carry Go Bring Come
  • 1967: You Better Forget / I Am in Love
  • 1967: Chicken Feed / Wings of a Dove
  • 1968: When I Dance with You / Hey Mr. Love
  • 1969: Readin’ Writin’ Arithmetic / I Want You Never to Stop
  • 2004: Time Will Tell

Weblinks

Commons: Millie Small – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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