Dan Wall
Dan Wall (* 7. September 1953 in Atlanta; † 14. April 2026<ref name="ocobit">Dan Wall, Longtime Professor of Jazz Piano, Dies at 72. In: oberlin.edu. 14. April 2026, abgerufen am 15. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="obit">Daniel Wall, músico de jazz. In: magicpopblog.wordpress.com. 15. April 2026, abgerufen am 16. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein US-amerikanischer Pianist und Organist des Modern Jazz.
Leben und Wirken
Wall, der mütterlicherseits aus einer Familie von Pianisten stammte, hatte als Kind zunächst Gitarre gespielt, bevor er Klavierunterricht nahm und am Ende der 1960er Jahre auch begann, Orgel zu spielen. Bereits als Schüler leitete er eine eigene Band, mit der er im Carousel Club in Atlanta auftrat. Mit 17 Jahren gewann er ein Hall-of-Fame-Stipendium des Magazins Down Beat, das ihm ein Studium am Berklee College of Music in Boston ermöglichte.<ref name="ocobit" />
Dann zog Wall nach New York City. Dort wurde er in den nächsten Jahren bekannt als Sideman von Musikern wie Karl Ratzer (1974–77), Jeremy Steig (1977–82), Joe Chambers, Steve Grossman, Eddie Gomez, Dakota Staton, Jackie Paris und Sheila Jordan; dabei kam es auch zu ersten Schallplattenaufnahmen. Dann zog er zurück nach Atlanta, wo er mit Eddie Harris, Charlie Rouse, Lee Konitz und Al Cohn arbeitete. Für das Label Audiophile nahm er das Pianoalbum „The Trio“ (1982) auf. In den 1980er Jahren heiratete er die Sängerin Carol Veto, die von 1985 bis 1988 in einer Gruppe sang, die er leitete.<ref name="obit" />
1991 wurde Wall Mitglied des Trios von John Abercrombie, mit dem er Alben wie „While We’re Young“, „Tactics“ und „Speak of the Devil“ für das ECM-Label aufnahm. Außerdem war er an Aufnahmen von Jerry Bergonzi („Lost In the Shuffle“, 1998 „Wiggy“, 1999), Al Cohn („Skylark“, 1983) und Ernie Krivda („Golden Moments“, 1995) beteiligt.
Im Jahr 1996 erschien Walls erstes Orgel-Album unter eigenem Namen auf dem Enja-Label, „Off The Wall“, an dem u. a. die kanadische Trompeterin Ingrid Jensen, der österreichische Gitarrist Karl Ratzer und Schlagzeuger Adam Nussbaum mitwirkten. Mit Gastmusikern wie Jerry Bergonzi, Mick Goodrick und Billy Drummond entstand im April 2000 sein zweites Album „On the Inside Lookin In“.
Walls Hauptinstrument war die Hammond B-3 Orgel; er war stark von Larry Young beeinflusst. 16-mal gewann er den Kritikerpoll von Down Beat. Er unterrichtete von 2001 bis 2025 als Professor für Jazz-Piano am Oberlin College und erhielt den Oberlin Excellence in Teaching Award für das Studienjahr 2014/15.<ref name="ocobit" />
Literatur
- Martin Kunzler: Jazz-Lexikon. Band 2: M–Z (= rororo-Sachbuch. Bd. 16513). 2. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2004, ISBN 3-499-16513-9.
- Richard Cook, Brian Morton: The Penguin Guide to Jazz on CD. 6. Auflage. Penguin, London 2002, ISBN 0-14-051521-6.
- Bielefelder Katalog 1988 & 2002.
Weblinks
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wall, Dan |
| ALTERNATIVNAMEN | Wall, Daniel |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Jazzmusiker |
| GEBURTSDATUM | 7. September 1953 |
| GEBURTSORT | Atlanta, Georgia, USA |
| STERBEDATUM | 14. April 2026 |