Zum Inhalt springen

Bechterdissen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bechterdissen
Gemeinde Leopoldshöhe
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1992)&title=Bechterdissen 52° 0′ N, 8° 39′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(1992) 52° 0′ 18″ N, 8° 39′ 30″ O
 {{#coordinates:52,005|8,6583333333333|primary
dim=10000 globe= name=Bechterdissen region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 101 m
Fläche: 4,9 km²
Einwohner: 1992 (28. Juli 2019)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 33818
Vorwahl: 05202
Datei:SdlHasenweg.jpg
Luftbild von Bechterdissen
Datei:SdlMilserHeide.jpg
Luftbild von Bechterdissen

Bechterdissen war eine selbständige Gemeinde und ist nun der viertgrößte Ortsteil der lippischen Gemeinde Leopoldshöhe in Nordrhein-Westfalen.

Geographie

Bechterdissen liegt nördlich des Teutoburger Waldes im Ravensberger Hügelland. Es grenzt im Westen an Bielefeld-Ubbedissen. Die nicht baulich erschlossenen Gebiete bestehen überwiegend aus landwirtschaftlich genutzter Fläche.

Gemeinsam mit den Ortsteilen Asemissen und Greste bildet Bechterdissen einen im Zusammenhang bebauten Siedlungsraum. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.

Geschichte

Siedlungsreste im Gebiet des Ortsteils Bechterdissens, die auf die Cheruskerzeit datiert wurden, belegen eine etwa 2000-jährige Siedlungsgeschichte.<ref>Kaiserzeitlicher Siedlungsplatz Großer Borrenhof bei LWL-GeodatenKultur des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe</ref><ref name="Meier03">Burkhard Meier u. a.: Leopoldshöhe: Aus der Geschichte und Gegenwart einer lippischen Großgemeinde. Detmold, 2003.</ref>

Auf dem heutigen Gebiet des Ortsteils wurde um das Jahr 500 das Gut Milse erwähnt.<ref name="Meier03" /> Freie Höfe mit der Ortsbezeichnung Bechterdissen wurden 1500 urkundlich erwähnt.<ref name="LindeSchuckBecht">Roland Linde: Höfe und Familien in Westfalen und Lippe, Der Amtsmeierhof Asemissen und das Amt Barkhausen. Eine Hof- und Familiengeschichte aus dem lippisch-ravensbergischen Grenzgebiet. Books on Demand, 2002, ISBN 3-8311-3666-1, S. 56.</ref>

20. Jahrhundert

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein bestand Bechterdissen fast nur aus verstreut liegenden, zumeist landwirtschaftlich dominierten Gebäuden. Anfang der 1950er Jahre entstand dann die Firma Möbel-Fillies, die mit einem kleinen Turm ein Wahrzeichen für Bechterdissen schuf. Nachdem die Firma Ende der 1990er Jahre ihren Betrieb einstellte, sollte der Turm 2014 abgebrochen werden, um einer Wohnbebauung zu weichen.

Anfang/Mitte der 1950er Jahre entstand im Rahmen des Reichsheimstättengesetzes in der Milser Heide die größte Bechterdisser Siedlung, zumeist Häuser von aus Südamerika und Russland eingewanderten Mennoniten.

Bechterdissen wurde im Rahmen der Gemeindeneugliederung durch das Lemgo-Gesetz in die neu zu bildende Gemeinde Leopoldshöhe eingegliedert. Letzter Bürgermeister der Gemeinde von 1964 bis 1969 war Walter Nipp.<ref>Regionaldokumentation bei der Lippischen Landesbibliothek</ref>

Am 1. Januar 1969 wurde Bechterdissen nach Leopoldshöhe eingemeindet.<ref>Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 68.</ref>

An das Gelände Möbel-Fillies angrenzend wurde in den 1970er Jahren im Rahmen eines Erschließungsvertrages von privaten Trägern die zweite nennenswerte Siedlung (Bereich Hasenweg) erschlossen.

Einwohnerentwicklung

Jahr 1860 1939 1962
Einwohner<ref>Werner Kuhlemann: Die 70 Landgemeinden. In: Herbert Stalling AG in Zusammenarbeit mit der Kreisverwaltung (Hrsg.): Landkreis Lemgo - Landschaft, Geschichte, Wirtschaft. Wirtschaftsverlag, Oldenburg (Oldb) 1963, S. 346.</ref> 643 503 1492

Ortsname

Neben der ersten schriftlichen Erwähnung als Bechteresen (1245) sind im Laufe der Jahrhunderte folgende Versionen belegt: Bechtersen (1249), Begterdessen (1253), Begderdissen (1296), Bechterdesen (1311), Bechterdissen (1313), Beycterdissen und Becterdissen (1321), Begterdissen (1325), Bechtirdissen (1507, im Landschatzregister), Beichterdißen (1544), Bergterdißen (17. Jh. im Urbar Iburg), Bechtterdießen (1616/17, im Salbuch) sowie Bechterdisch (nach 1757).<ref>Birgit Meineke: Die Ortsnamen des Kreises Lippe. (= Westfälisches Ortsnamenbuch Band 2). Verlag für Regionalgeschichte, Bielefeld 2010, ISBN 978-3-89534-842-6, S. 51f. (PDF)</ref>

Religion

Datei:Leopoldshöhe-Bechterdissen Evangelische Kirche.jpg
Evangelische Kirche in Bechterdissen

Im Ort befindet sich die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Asemissen-Bechterdissen und eine große mennonitische Gemeinde.

Weblinks

Commons: Bechterdissen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein