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Ústav pro studium totalitních režimů

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Ústav pro studium totalitních režimů
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Gründung 2007
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Nachfolger Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Zweck Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Vorsitz Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Geschäftsführung Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Eigentümer Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)
Umsatz Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 273: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
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Freiwillige Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
Mitglieder Lua−Fehler in Modul:Wikidata. Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1686: attempt to index field 'wikibase' (a nil value))
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Das Ústav pro studium totalitních režimů, abgekürzt ÚSTR, deutsch Institut für das Studium totalitärer Regime, ist eine staatliche Organisation in der Tschechischen Republik, die sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung und Aufklärung über die Ära der nationalsozialistischen und der kommunistischen Herrschaft in der Tschechoslowakei auseinandersetzt. Das Institut wurde errichtet mit dem Gesetz 181/2007 vom 1. August 2007 nach etwa zweijähriger Vorbereitungszeit.

Aufgaben

Der Arbeitsname in der Vorbereitungsphase war „Institut des nationalen Gedächtnisses“, in Medien auch „Institut für das Studium der Vergangenheit“ genannt.<ref>Poslanci odhlasovali ústav pro studium minulosti (Abgeordnete stimmten über Institut für das Studium der Vergangenheit ab), in: iDNES.cz/Zprávy vom 2. Mai 2007, online auf: zpravy.idnes.cz, tschechisch, abgerufen am 24. September 2010</ref> Im Mittelpunkt der Tätigkeit steht die Untersuchung der totalitären nationalsozialistischen und kommunistischen Herrschaft in der Tschechoslowakei von 1938 bis 1945 sowie von 1948 bis 1989. Der freie Zugang zu den entsprechenden Archiven ist geeignet, die eigene Geschichte zu verzeichnen und zu manipulieren. Der Aufgabenbereich ist sichtlich breiter gefasst als beim Úřad dokumentace a vyšetřování zločinů komunismu (Behörde für Dokumentation und Untersuchung der Verbrechen des Kommunismus).

Projekte

Mit dem Gesetz 181/2007 Sb.<ref name="g181" /> wurde neben dem Institut auch das dem Institut untergeordnete Archiv bezpečnostních složek (Archiv der Sicherheitsdienste) errichtet, das sich mit der Archivierung und Dokumentation der Tätigkeit diverser Sicherheitseinrichtungen des ehemaligen kommunistischen Regimes beschäftigt.

Daneben betreibt das Institut zahlreiche Projekte<ref>Übersicht online auf <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.ustrcr.cz/cs/projekty (Memento vom 19. August 2010 im Internet Archive) (tschechisch) oder www.ustrcr.cz/en/projects (englisch), beide abgerufen am 24. September 2010</ref>, unter anderem:

  • „Třídní justice“ 1948–1960 („Die Klassenjustiz“ 1948–1960) über die Rolle der Justiz bei der Etablierung der kommunistischen Herrschaft<ref>Online auf: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.ustrcr.cz/cs/tridni… (Memento vom 18. August 2011 im Internet Archive), tschechisch, abgerufen am 24. September 2010</ref>
  • Dokumentace popravených z politických důvodů 1948–1989 (Dokumentation über die aus politischen Gründen hingerichteten Personen 1948–1989) über die Hingerichteten in Schauprozessen, wo insbesondere das Gesetz 231/1948 angewendet wurde<ref>Online auf: www.ustrcr.cz/en/documentation, englische Version, abgerufen am 24. September 2010</ref>
  • Projekt 1989 über die sog. Samtene Revolution von 1989<ref>Online auf: www.ustrcr.cz/en/project..., englische Version, abgerufen am 24. September 2010</ref>
  • Internetportal Paměť národa (Gedächtnis der Nation), ein Gemeinschaftsprojekt zusammen mit dem tschechischen Rundfunksender Český rozhlas und der Vereinigung Post Bellum<ref>Deutsche Info auf pametnaroda.cz/</ref>

Daneben gibt es auch andere Projekte, welche zur Aufarbeitung der Vergangenheit beitragen, beispielsweise das Portal Totalita.cz, mit denen ÚSTR zusammenarbeitet.

Veröffentlichungen

Das Institut gibt seit 2007 regelmäßig die Vierteljahreszeitschrift Paměť a dějiny (PD), deutsch Das Gedächtnis und die Vergangenheit, heraus, welche die Öffentlichkeit über die Ergebnisse der Tätigkeit des Instituts informiert.<ref>Englischsprachige Übersicht über die Themen online auf: www.ustrcr.cz/en/pamet..., englisch/tschechisch, abgerufen am 24. September 2010</ref>

Daneben publiziert das Institut eine Vielzahl von Monographien, Sammelbänden und Dokumentationen, darunter auch einige in englischer Sprache.<ref>Verzeichnis englischsprachiger Veröffentlichungen des Ústav pro studium totalitních režimů, abgerufen am 10. Juli 2020</ref>

Struktur

Datei:Ústav pro studium totalitních režimů.jpg
Sitz des Instituts in der Siwiecova-Straße

Das Institut entstand aufgrund des Gesetzes 181/2007<ref name="g181">Gesetz 181/2007 Sb., online auf: www.sagit.cz, tschechisch, abgerufen am 24. September 2010</ref> zum 1. August 2007. Die Arbeit wurde am 1. Februar 2008 aufgenommen.

Das höchste Organ des Instituts ist der Rat, das aus sieben Mitgliedern besteht, die vom Senat des Parlaments gewählt werden.<ref>Rada Ústavu, online auf: www.ustrcr.cz/cs/rada-ustavu, tschechisch, abgerufen am 24. September 2010</ref>

Der Rat wählt einen Direktor des Instituts. Die Direktoren waren<ref>Organizační struktura (Organisationsstruktur), online auf: www.ustrcr.cz/cs/organizacni-struktura, tschechisch, abgerufen am 24. September 2010</ref>:

Der Vorsitz des Rates des Instituts wird durch Wahl bestimmt. Die erste Vorsitzende wurde Naděžda Kavalírová, ihr Stellvertreter wurde der ehemalige Dissident und spätere Ökologieminister Ivan Dejmal<ref> online auf: Radu Ústavu pro studium totalitních režimů povede Kavalírová, in: iDNES.cz/Zprávy vom 14. Dezember 2007, online auf: zpravy.idnes.cz, tschechisch, abgerufen am 24. September 2010</ref>; nach dessen Tod ist es die ehemalige Dissidentin Petruška Šustrová geworden.

Dem Rat des Instituts und dem Direktor steht als Beratungs- und Fachorgan der Wissenschaftliche Rat des Instituts zur Verfügung, der am 7. Juli 2008 gewählt wurde und aus 14 Mitgliedern besteht.<ref>online auf: www.ustrcr.cz/cs/vedecka-rada-..., tschechisch, abgerufen am 24. September 2010</ref>

Der Hauptsitz ist in Prag in der Siwiecova-Straße; die Straße hieß früher Havelkova, benannt nach dem kommunistischen Funktionär Václav Havelka, und wurde aus gegebenem Anlass nach dem polnischen Philosophen Ryszard Siwiec umbenannt, der sich bei einer Großveranstaltung in Warschau 1968 aus Protest gegen die Invasion des Warschauer Paktes verbrannte.<ref>Erklärung des Sprechers des Instituts Jiří Reichl, online auf: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />www.ustrcr.cz/cs/zverejneni… (Memento vom 11. Januar 2014 im Internet Archive), tschechisch, abgerufen am 24. September 2010</ref>

Ähnliche Einrichtungen

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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