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Gewöhnliches Nadelröschen

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(Weitergeleitet von Zwerg-Sonnenröschen)

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Gewöhnliches Nadelröschen
Datei:Fumana procumbens (Nadelröschen) IMG 20995.JPG

Gewöhnliches Nadelröschen (Fumana procumbens)

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Malvenartige (Malvales)
Familie: Zistrosengewächse (Cistaceae)
Gattung: Nadelröschen (Fumana)
Art: Gewöhnliches Nadelröschen
Wissenschaftlicher Name
Fumana procumbens
(Dunal) Gren. & Godr.

Das Gewöhnliche Nadelröschen (Fumana procumbens),<ref name="FloraWeb" /> auch Zwerg-Sonnenröschen<ref name="BIB" /> oder Niederliegendes Heideröschen<ref name="InfoFlora" /> genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Nadelröschen (Fumana) in der Familie der Zistrosengewächse (Cistaceae).<ref name="Euro+Med" />

Beschreibung

Datei:Fumana procumbens 1.JPG
Radiärsymmetrische Blüte
Datei:Flora Atlantica, sive, Historia plantarum quae in Atlante, agro Tunetano et Algeriensi crescunt (Plate 105) (7456021112).jpg
Illustration aus Flora Atlantica, sive, Historia plantarum quae in Atlante, agro Tunetano et Algeriensi crescunt, Tafel 105
Datei:Fumana procumbens flower (18).jpg
Habitus

Vegetative Merkmale

Das Gewöhnliche Nadelröschen ist ein immergrüner Zwergstrauch, der Wuchshöhen von 5 bis 10,<ref name="FloraWeb" /> selten bis zu bis 20 Zentimetern erreicht. Die Sprossachsen sind niederliegend oder aufsteigend. Die Rinde ist kurz anliegend mit Drüsenhaaren behaart.<ref name="FloraWeb" />

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind bei einer Länge von 4 bis 20 meist 5 bis 18 Millimetern<ref name="FloraWeb" /> sowie einer Breite von 0,5 bis 0,2 Millimetern nadelförmig. Nebenblätter sind nicht vorhanden.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juni bis Oktober. Je Blattachsel gibt es ein oder zwei Blüten.<ref name="FloraWeb" /> Der Blütenstiel ist ebenso lang oder kürzer als die Blätter in der Nähe.

Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die Kelchblätter sind ungleich lang. Die hinfälligen fünf Kronblätter sind 6 bis 10 Millimeter lang.<ref name="FloraWeb" /> Die äußeren Staubblätter sind steril.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 32.<ref name="Oberdorfer2001" /><ref name="FloraWeb" />

Ökologie

Das Gewöhnliche Nadelröschen blüht nur vormittags und nur bei Sonnenschein; nachmittags sind die Blütenkronblätter bereits abgefallen. Es finden sich verschiedene Blütenbesucher ein, aber es erfolgt besonders vor dem Abblühen Selbstbestäubung.

Die Kapselfrüchte fallen als Ganzes ab und breiten sich als Bodenroller aus, daneben erfolgt Klebausbreitung durch die sich verschleimenden Samen.

Vorkommen

Das Gewöhnliche Nadelröschen ist im warmen bis warmgemäßigten Europa und Westasien verbreitet. Es gibt Fundortangaben für Marokko, Mallorca, Gibraltar, Spanien, Portugal, Andorra, Frankreich, Monaco, Malta, Sardinien, Sizilien, Italien, die Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Belgien, Luxemburg, Schweden, Ungarn, Tschechien, die Slowakei, Slowenien, Serbien, Kosovo, Kroatien, Montenegro, Albanien, Bulgarien, Rumänien, Nordmazedonien, Griechenland, Inseln der östlichen Ägäis, Moldawien, die Krim, Nordkaukasien, Armenien, Aserbaidschan, Nachitschewan, Adscharien, Georgien, Libanon, Syrien sowie die Türkei.<ref name="Euro+Med" /><ref name="GRIN" />

Es gedeiht auf Kalkfelsfluren und Kalktrockenrasen sowie auf reichen Sandtrockenrasen vor. Das Gewöhnliche Nadelröschen ist kalkstet. Es ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbandes Xerobromion, kommt aber auch in Pflanzengesellschaften des Verbands Koelerion glaucae vor.<ref name="Oberdorfer2001" /> Das Gewöhnliche Nadelröschen steigt in Graubünden bis in eine Höhenlage von 1050 Metern, in Südtirol bis 1230 Metern und im Kanton Wallis bis 1510 Metern auf.<ref name="Hegi1966" /><ref name="Hegi21966" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1 (sehr trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Taxonomie

Die gültige Erstbeschreibung erfolgte 1824 unter dem Namen (Basionym) Helianthemum procumbens durch Michel Félix Dunal in Augustin-Pyrame de Candolle: Prodromus Systematis Naturalis Regni Vegetabilis ... 1, S. 275. Die Neukombination zu Fumana procumbens <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dunal) Gren. & Godr. wurde 1847 durch Jean Charles Marie Grenier und Dominique Alexandre Godron in Flore de France (ou, Description des plantes qui croissent naturellement en France et en Corse). Tome premier, S. 173 veröffentlicht. Weitere Synonym (Taxonomie)|Synonyme für Fumana procumbens <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dunal) Gren. & Godr. sind: Cistus fumana <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Helianthemum fumana <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Mill., Fumana nudifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Janch. nom. illeg., Fumana procumbens subsp. sabulosa <templatestyles src="Person/styles.css" />Ciocârlan.<ref name="Euro+Med" /> Über die Taxonomie bei dieser Art wird kontrovers diskutiert.<ref name="GRIN" />

Nutzung

Das Gewöhnliche Nadelröschen wird selten als Zierpflanze für Steingärten genutzt.

Belege

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
  • Ruprecht Düll, Herfried Kutzelnigg: Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands und angrenzender Länder. Die häufigsten mitteleuropäischen Arten im Portrait. 7., korrigierte und erweiterte Auflage. Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2011, ISBN 978-3-494-01424-1.

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN"> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="InfoFlora"> Fumana procumbens (Dunal) Gren. & Godr. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> <ref name="BIB"> Vorlage:BIB </ref> <ref name="FloraWeb"> Fumana procumbens (Dunal) Gren., Gewöhnliches Nadelröschen. auf FloraWeb.deVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Hegi1966"> </ref> <ref name="Hegi21966"> </ref> <ref name="Euro+Med"> E. von Raab-Straube 2018+: Cistaceae. Datenblatt Fumana procumbens In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. </ref> </references>

Weblinks

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