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Zintl-Grenze

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Zintl-Grenze im PSE

Die Zintl-Grenze oder Zintl-Linie ist eine gedachte Linie im Periodensystem der Elemente. Sie liegt zwischen der dritten und vierten Hauptgruppe und spielt in der Chemie der Zintl-Phasen, also Verbindungen von Elementen der Gruppen 11–16 mit Alkali- oder Erdalkalimetallen eine Rolle. Der Begriff wurde von Fritz Laves zu Ehren des deutschen Chemikers Eduard Zintl nach dessen Tode geprägt.

Durch diese Linie werden zwei Arten von Zintl-Phasen getrennt. Elemente, die rechts dieser Linie liegen, also die, die der 4.–6. Hauptgruppe angehören, bilden mit Alkali- und Erdalkalimetallen stöchiometrisch aufgebaute, salzartige Verbindungen. Elemente, die links der Zintl-Grenze liegen, also Elemente der 3. Haupt- und der 1. und 2. Nebengruppe, bilden damit legierungsartige Zintl-Phasen, deren Stöchiometrie nicht exakt festgelegt ist.

Charakteristisch für viele Elemente rechts der Zintl-Grenze sind Polyanionen, bei denen die Anionen aus kleineren Clustern aufgebaut sind. Inzwischen sind jedoch auch von Elementen wie Indium oder Thallium polyanionische Verbindungen bekannt.<ref>John D. Corbett: Polyanionische Cluster und Netzwerke der frühen p-Metalle im Festkörper: jenseits der Zintl-Grenze. In: Angewandte Chemie. 2000, 112, 4, S. 682–704, {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}.</ref>

Einzelnachweise

<references/>

Literatur

  • Fritz Laves: Eduard Zintls Arbeiten über die Chemie und Struktur von Legierungen. In: Naturwissenschaften. 1941, 29, 17, S. 244–255, {{#invoke:Vorlage:Handle|f|scheme=doi|class=plainlinks|parProblem=Problem|errCat=Wikipedia:Vorlagenfehler/Parameter:DOI|errClasses=error editoronly|errHide=1|errNS=0 4 10 100}}.

Weblinks