Zum Inhalt springen

Zinnien

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Zinnien
Datei:Cynia.JPG

Zinnie (Zinnia elegans)

Systematik
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Korbblütler (Asteraceae)
Unterfamilie: Asteroideae
Tribus: Heliantheae
Gattung: Zinnien
Wissenschaftlicher Name
Zinnia
L.

Die Zinnien (Zinnia) sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Asteroideae innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Die etwa 20 Arten sind ursprünglich in den USA, Mexiko, Mittel- und Südamerika verbreitet. Viele Sorten werden als Zierpflanzen verwendet.

Beschreibung

Datei:The Botanical Magazine, Plate 149 (Volume 5, 1792).png
Illustration der Peruanischen Zinnie (Zinnia peruviana) aus The Botanical Magazine, Tafel 149, Band 5, 1792
Datei:Zinnia peruviana seeds.jpg
Achänen der Peruanischen Zinnie (Zinnia peruviana)
Datei:Zinnia acerosa flowers.jpg
Zinnia acerosa
Datei:Zinnia grandiflora 2.jpg
Körbchenförmiger Blütenstand von Zinnia grandiflora
Datei:Starr 020112-0012 Zinnia peruviana.jpg
Blütenkorb von der Seite der Peruanischen Zinnie (Zinnia peruviana), die Hüllblätter sind gut zu erkennen

Zinnia-Arten wachsen als einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen und Halbsträucher, die je nach Art meist Wuchshöhen von etwa 10 bis 100 (selten bis zu 200) cm erreichen. Die Stängel sind aufrecht bis niederliegend. Die ungestielten Laubblätter stehen meist gegenständig, selten nur fast gegenständig an den Stängeln. Die Blattspreiten sind einfach mit glattem Rand.

Datei:Bunga Zinia.jpg
Zinnia in den Kepahiang auf Sumatra
Datei:Zinnia Peppermint Stick (284585872).jpg
Zinnien-Sorte 'Peppermint Stick'

Die köpfchenförmigen Blütenstände stehen oft endständig auf den Stängeln. Die Blütenkörbe der Naturformen weisen Durchmesser von 5 bis 25 mm auf, bei Züchtungen können sie größer sein. In drei, vier oder mehr Reihen stehen 12 bis über 30 Hüllblätter; sie sind ungleich und die äußeren sind kürzer. Die Blütenkörbe enthalten 20 bis über 150 Röhrenblüten und fünf bis 21 (bei Zinnia anomala können sie fehlen) Zungenblüten (bei Züchtungen, besonders bei „Gefüllten“ können es mehr sein). Die weiblichen, fertilen Zungenblüten (= Strahlenblüten) weisen ein sehr großes Spektrum der Farben auf: weiß, gelb, orange, rot oder violett. Die zwittrigen, fertilen Röhrenblüten (= Scheibenblüten) sind meist gelb bis rötlich mit fünf Kronzipfeln.

Die oft dreikantigen Achänen sind dunkelbraun bis schwarz und meist 5 bis 8 (bis 13) mm lang. Ein Pappus fehlt oder besteht aus ein bis maximal vier Grannen oder zahnförmigen Schuppen.

Systematik

Die Gattung Zinnia wurde durch Carl von Linné aufgestellt. Der Gattungsname Zinnia ehrt den deutschen Arzt und Botaniker Johann Gottfried Zinn (1727–1759).<ref name="Burkhardt2018" /> Synonyme für Zinnia <templatestyles src="Person/styles.css" />L. sind: Crassina <templatestyles src="Person/styles.css" />Scepin, Diplothrix <templatestyles src="Person/styles.css" />DC., Mendezia <templatestyles src="Person/styles.css" />DC., Tragoceros <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth<ref name="GRIN" />.

Es gibt 17 bis 20 Zinnia-Arten:<ref name="FoNA" /><ref name="GRIN" /><ref name="GCompositaeCheck" />

  • Zinnia acerosa <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) A.Gray (Syn.: Zinnia pumila <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Gray): Sie ist in den südlichen US-Bundesstaaten Arizona, New Mexico sowie Texas und in den mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua, Coahuila, Durango, Nuevo León, San Luis Potosí, Sonora sowie Zacatecas verbreitet.<ref name="FoNA" />
  • Zinnia americana <templatestyles src="Person/styles.css" />(Mill.) Olorode & A.M.Torres: Sie wurde aus Mexiko erstbeschrieben.
  • Schmalblättrige Zinnie (Zinnia angustifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth)
  • Zinnia anomala <templatestyles src="Person/styles.css" />A.Gray: Sie ist von Texas bis zu den mexikanischen Bundesstaaten Coahuila, Nuevo León, Zacatecas verbreitet.<ref name="FoNA" />
  • Zinnia bicolor <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) Hemsl.: Sie ist in den mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua, Durango, San Luis Potosí, Zacatecas, Guanajuato, Jalisco und Nayarit verbreitet.<ref name="GRIN" />
  • Zinnia citrea <templatestyles src="Person/styles.css" />A.M.Torres: Sie ist in den mexikanischen Bundesstaaten Coahuila und San Luis Potosí verbreitet.<ref name="GRIN" />
  • Zinnie (Zinnia elegans <templatestyles src="Person/styles.css" />Jacq., Syn.: Zinnia violacea <templatestyles src="Person/styles.css" />Cav.): Sie ist in weiten Gebieten Mexikos verbreitet.<ref name="GRIN" /> Ob der gültige Name Zinnia elegans <templatestyles src="Person/styles.css" />Jacq.<ref name="GRIN" /> oder Zinnia violacea <templatestyles src="Person/styles.css" />Cav.<ref name="FoNA" /> ist, wurde kontrovers diskutiert. Seit 2012 ist aber der Name Zinnia elegans konserviert.<ref name="GRIN" />
  • Zinnia flavicoma <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) Olorode & Torres: Sie kommt im zentralen und im südlichen Mexiko vor.<ref name="POWO" />
  • Zinnia grandiflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Nutt.: Sie ist in den US-Bundesstaaten Arizona, Colorado, Kansas, New Mexico, Oklahoma sowie Texas und in den mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua, Coahuila, Sonora sowie Zacatecas verbreitet.<ref name="FoNA" />
  • Haage-Zinnie (Zinnia haageana <templatestyles src="Person/styles.css" />Regel): Sie kommt ursprünglich in Mexiko vor und ist in Frankreich, Thailand und auf Java ein Neophyt.<ref name="POWO" />
  • Zinnia juniperifolia <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) A.Gray: Sie ist in den mexikanischen Bundesstaaten Coahuila, San Luis Potosí, Tamaulipas und Zacatecas verbreitet.<ref name="GRIN" />
  • Zinnia maritima <templatestyles src="Person/styles.css" />Kunth: Sie wurde aus Mexiko erstbeschrieben.
  • Zinnia microglossa <templatestyles src="Person/styles.css" />(DC.) McVaugh: Sie kommt in den mexikanischen Bundesstaaten Guanajuato und Jalisco vor.<ref name="GRIN" />
  • Zinnia oligantha <templatestyles src="Person/styles.css" />I.M.Johnst.: Sie kommt im nördlichen und westlichen Mexiko vor.<ref name="POWO" />
  • Peruanische Zinnie (Zinnia peruviana <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) L., Syn.: Zinnia pauciflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Phil.): Sie ist in der Neotropis weitverbreitet vom südöstlichen Arizona, über weite Gebiete Mexikos und Zentralamerika (Guatemala, Honduras, Nicaragua) sowie Hispaniola bis Südamerika (Venezuela, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Peru, Argentinien, Paraguay).<ref name="GRIN" /> Sie ist in vielen Gebieten der, beispielsweise in südlichen US-Bundesstaaten (Florida, Georgia, North Carolina, South Carolina), in China, Südafrika sowie Australien ein Neophyt.<ref name="FoNA" />
  • Zinnia purpusii <templatestyles src="Person/styles.css" />Brandegee: Sie kommt in Mexiko vor.<ref name="POWO" />
  • Zinnia tenuis <templatestyles src="Person/styles.css" />(S.Watson) Strother: Sie kommt in den mexikanischen Bundesstaaten Sonora, Durango und Chihuahua vor.<ref name="POWO" />
  • Zinnia venusta <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.M.Torres) Olorode & A.M.Torres: Sie kommt in den mexikanischen Bundesstaaten Michoacán und Guerrero vor.<ref name="POWO" />
  • Zinnia zinnioides <templatestyles src="Person/styles.css" />(Kunth) Olorode & Torres: Sie kommt in Mexiko vor.<ref name="POWO" />

Folgende ehemals der Gattung Zinnia zugerechnete Art wird aktuell einer anderen Gattung zugeordnet:

  • Zinnia bidens <templatestyles src="Person/styles.css" />Retz.Glossocardia bidens <templatestyles src="Person/styles.css" />(Retz.) Veldkamp

Nutzung

In den gemäßigten bis subtropischen Gebieten werden Zinnien-Sorten vor allem als einjährige Zierpflanzen in Parks und Gärten verwendet. Zinnien-Sorten werden von Schmetterlingen als „Nektarpflanze“ aufgesucht und deshalb gerne kultiviert. Oft sind die Ziersorten Hybriden aus Zinnia angustifolia und Zinnia violacea.

Hier eine Bilderreihe mit den bestäubenden Insekten:

Quellen

  • Alan R. Smith: Zinnia Linnaeus, S. 71 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 21 – Magnoliophyta: Asteridae (in part): Asteraceae, part 3, Oxford University Press, New York und Oxford, 2006. ISBN 0-19-530565-5 (Abschnitte Beschreibung, Verbreitung und Systematik)

Einzelnachweise

<references> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> <ref name="GCompositaeCheck">@1@2Vorlage:Toter Link/compositae.landcareresearch.co.nzTaxon in Suchmaske eingeben bei The Global Compositae Checklist. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2023. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot</ref> <ref name="FoNA">Alan R. Smith: Zinnia Linnaeus, S. 71 – textgleich online wie gedrucktes Werk, In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 21 – Magnoliophyta: Asteridae (in part): Asteraceae, part 3, Oxford University Press, New York und Oxford, 2006. ISBN 0-19-530565-5</ref> <ref name="POWO">Datenblatt Zinnia bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science.</ref> <ref name="Burkhardt2018">Lotte Burkhardt: Verzeichnis eponymischer Pflanzennamen – Erweiterte Edition. Teil I und II. Botanic Garden and Botanical Museum Berlin, Freie Universität Berlin, Berlin 2018, ISBN 978-3-946292-26-5, doi:10.3372/epolist2018.</ref> </references>

Literatur

Weblinks

Commons: Zinnien – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweis Seiten-Koordinaten